Hallo Aurora,
deine Fragen bewegen mich. Ich weiß, dass er ein herzensguter Mensch ist, aber im zwischenmenschlichen ist er nicht einfach. Ich war tatsächlich der Annahme, dass die Verbindung zwischen uns tiefer ist. Wir haben so viel gemeinsam durchgemacht, geschafft. Im Krankenhaus, als er zur Entziehung war, hatte ich den Eindruck, jetzt wird vieles besser. Aber seine nun vorhandene Emotionsloslosigkeit hat mich erst erschüttert und nun resigniert gemacht. Und seine strikte Ablehnung, über zwischenmenschliches zu reden verletzt mich tief.
Aktuell hänge ich in dieser Lebenssituation, weil unsere räumliche Trennung ein Riesenpaket Arbeit für mich bedeutet. Organisatorische Dinge, die etwas Zeit brauchen. Ein neuer Job, weil ich in meinen vorherigen Ort zurück möchte. Dort habe ich noch eine Wohnung, die zur Zeit mein Sohn bewohnt. Für ihn wäre es gar kein Problem, wenn wir erst einmal wieder zusammen wohnen. Und noch einige andere Hürden, für die ich eine Lösungsidee entwickeln muss.
Aktuell ist mein Kopf entweder total voll mit vielen Fragen oder einfach leer.
Heute hatte ich auch wieder eine Situation, in der ich nur innerlich den Kopf schütteln konnte. Zum reden habe ich keine Kraft mehr. Weil es einfach nichts bringt.
Der Urlaub ist für mich so wichtig, weil ich den Kopf komplet frei bekommen möchte und auch kann. Zu Fuß im geliebten Land, nur ich, gibt unheimlich viel Raum für Strategien.