Hallo liebes Forum!
Und wider Update-Zeit
Diesmal wider ein kleiner Roman.
Ich habe für mich das Gefühl, vergangenes Wochenende große Fortschritte gemacht zu haben. Ich habe mich nochmal mit dem Thema Kontaktabbruch/Ruhe beschäftigt weil sich das ganze noch immer wie ein Computerabsturz angefühlt hat, nachdem man versucht nachzuvollziehen, wie es dazu kam. (Also ich stelle nicht die Entscheidung in Frage oder, dass die Gründe berechtigt sind, aber ich bin nunmal jemand, der solche Prozesse auch gerne verstehen möchte.) Ich konnte viele wertvolle Erkenntnisse sammeln und ein viel besseres Verständnis für mich gewinnen und erneut viel viel mehr Klarheit. Mit dieser neuen Klarheit ist es mir wiederum ein Stück besser gelungen loszulassen, da mich die Kontaktruhe, obwohl für sinnvoll und stabilisierend befunden, noch immer beschäftigt hatte - natürlich deutlich weniger, als wo die Situation noch ganz frisch war, aber dennoch mehr als mir lieb war. Die Beziehungen zu A. und meiner Mutter konnte ich zu meiner Überraschung auch neu einordnen - denn der Empath/ Peoplepleaser oder wie auch immer, der sich aus Eigenschutz bereits zurückgezogen hat (z.B. keine kritischen Informationen mehr teilt) und so den lieben Mitmenschen quasi nur noch eine sichere "Version" seiner selbst zur Verfügung stellt, hat die Beziehung eigentlich schon verlassen, bzw. ist da kein "echter" tiefer Kontakt mehr. Wenn ich das so lese, wie ich es hier schreibe, klingt es schon banal und vollkommen logisch, jedoch habe ich das nie so genau hinterfragt an welchem Punkt man aus einer Beziehung "aussteigt". Nun kann ich auf jeden Fall behaupten, dass meine Beziehung dahingehend nicht so tief war, wie ich es zuvor vermutet hätte. Im Umgang mit meiner Mutter konnte ich auch schon sogleich einen Teil des neuen Wissens anwenden.
Die Oster-Feiertage habe ich ruhig und alleine verbracht. Es gab jedoch etwas Diskussion seitens meiner Mutter, ob ich nicht doch zum Osteressen kommen wolle, es wurden diverse Gründe angeführt - und in Wunden gebohrt, was bei mir wiederum Zorn hervorgerufen hat, da das alles so ein Geschmäckle von Manipulation / emotionaler Erpressung hatte.
Die Einladung von mir für einen anderen Ostertag hingegen wurde von ihr abgesagt, mit Begründungen, die eigentlich keine sind - was mir auch wieder gezeigt hat, dass es ihr wohl weniger darum ging, dass ich nicht alleine bin, sondern wohl mehr um ihre Bedürfnisse. Achso - und der Satz, dass sie das Gefühl habe, dass ich sie nicht zu Besuch haben wolle, der durfte natürlich nicht fehlen!
So, da es nun glücklicherweise nicht (mehr) meine Aufgabe ist, dass sie sich gut fühlt, habe ich mir erlaubt sie in ihrer Wertlosigkeit und Opferrolle zu belassen , indem ich ihr kurz und knapp gesagt habe, dass das so nicht ist, wie sie es sagt - ohne weitere Erklärungen oder einen Kniefall zu machen, in dem ich ihr sage, wie wichtig sie mir doch eigentlich ist usw. usw. Das mag sich evtl. gemein lesen, ist aber so nicht gemeint. Ich glaube, selbst wenn der allmächtige Gott zu ihr käme um ihr zu sagen, wie wichtig sie mir ist, könnte sie es ja doch nicht annehmen oder verstehen.
Zeitnah waren wir dann noch zum Einkaufen und Kaffee nachholen verabredet - das wurde jedoch auch nichts, da A. eben wieder Vollgas gibt und meine Mutter als seine Co sich verpflichtet sieht, sicherzustellen, dass das Haus stehen bleibt und nichts Schlimmeres passiert. Tja, irgendwie habe ich zwar eine Mutter, aber irgendwie habe ich auch keine.
Es war auf jeden Fall ein spannendes Wochenende, da ich nochmal mehr begriffen habe, in welchen Strukturen in Sachen Manipulation usw. ich mich da die ganzen Jahre über unbewusst bewegt habe (wobei ich meiner Familie keine bösen Absichten unterstellen möchte) und jetzt einfach nicht mehr "reagiere" sondern mehr Überblick habe und anders damit umgehen kann.
So ihr Lieben, das wars erstmal wieder.
Viele liebe Grüße,
Floralia