Beiträge von Floralia

    Hallo liebes Forum!


    Und wider Update-Zeit :) Diesmal wider ein kleiner Roman.

    Ich habe für mich das Gefühl, vergangenes Wochenende große Fortschritte gemacht zu haben. Ich habe mich nochmal mit dem Thema Kontaktabbruch/Ruhe beschäftigt weil sich das ganze noch immer wie ein Computerabsturz angefühlt hat, nachdem man versucht nachzuvollziehen, wie es dazu kam. (Also ich stelle nicht die Entscheidung in Frage oder, dass die Gründe berechtigt sind, aber ich bin nunmal jemand, der solche Prozesse auch gerne verstehen möchte.) Ich konnte viele wertvolle Erkenntnisse sammeln und ein viel besseres Verständnis für mich gewinnen und erneut viel viel mehr Klarheit. Mit dieser neuen Klarheit ist es mir wiederum ein Stück besser gelungen loszulassen, da mich die Kontaktruhe, obwohl für sinnvoll und stabilisierend befunden, noch immer beschäftigt hatte - natürlich deutlich weniger, als wo die Situation noch ganz frisch war, aber dennoch mehr als mir lieb war. Die Beziehungen zu A. und meiner Mutter konnte ich zu meiner Überraschung auch neu einordnen - denn der Empath/ Peoplepleaser oder wie auch immer, der sich aus Eigenschutz bereits zurückgezogen hat (z.B. keine kritischen Informationen mehr teilt) und so den lieben Mitmenschen quasi nur noch eine sichere "Version" seiner selbst zur Verfügung stellt, hat die Beziehung eigentlich schon verlassen, bzw. ist da kein "echter" tiefer Kontakt mehr. Wenn ich das so lese, wie ich es hier schreibe, klingt es schon banal und vollkommen logisch, jedoch habe ich das nie so genau hinterfragt an welchem Punkt man aus einer Beziehung "aussteigt". Nun kann ich auf jeden Fall behaupten, dass meine Beziehung dahingehend nicht so tief war, wie ich es zuvor vermutet hätte. Im Umgang mit meiner Mutter konnte ich auch schon sogleich einen Teil des neuen Wissens anwenden.

    Die Oster-Feiertage habe ich ruhig und alleine verbracht. Es gab jedoch etwas Diskussion seitens meiner Mutter, ob ich nicht doch zum Osteressen kommen wolle, es wurden diverse Gründe angeführt - und in Wunden gebohrt, was bei mir wiederum Zorn hervorgerufen hat, da das alles so ein Geschmäckle von Manipulation / emotionaler Erpressung hatte.

    Die Einladung von mir für einen anderen Ostertag hingegen wurde von ihr abgesagt, mit Begründungen, die eigentlich keine sind - was mir auch wieder gezeigt hat, dass es ihr wohl weniger darum ging, dass ich nicht alleine bin, sondern wohl mehr um ihre Bedürfnisse. Achso - und der Satz, dass sie das Gefühl habe, dass ich sie nicht zu Besuch haben wolle, der durfte natürlich nicht fehlen! :rolleyes: So, da es nun glücklicherweise nicht (mehr) meine Aufgabe ist, dass sie sich gut fühlt, habe ich mir erlaubt sie in ihrer Wertlosigkeit und Opferrolle zu belassen , indem ich ihr kurz und knapp gesagt habe, dass das so nicht ist, wie sie es sagt - ohne weitere Erklärungen oder einen Kniefall zu machen, in dem ich ihr sage, wie wichtig sie mir doch eigentlich ist usw. usw. Das mag sich evtl. gemein lesen, ist aber so nicht gemeint. Ich glaube, selbst wenn der allmächtige Gott zu ihr käme um ihr zu sagen, wie wichtig sie mir ist, könnte sie es ja doch nicht annehmen oder verstehen.

    Zeitnah waren wir dann noch zum Einkaufen und Kaffee nachholen verabredet - das wurde jedoch auch nichts, da A. eben wieder Vollgas gibt und meine Mutter als seine Co sich verpflichtet sieht, sicherzustellen, dass das Haus stehen bleibt und nichts Schlimmeres passiert. Tja, irgendwie habe ich zwar eine Mutter, aber irgendwie habe ich auch keine.

    Es war auf jeden Fall ein spannendes Wochenende, da ich nochmal mehr begriffen habe, in welchen Strukturen in Sachen Manipulation usw. ich mich da die ganzen Jahre über unbewusst bewegt habe (wobei ich meiner Familie keine bösen Absichten unterstellen möchte) und jetzt einfach nicht mehr "reagiere" sondern mehr Überblick habe und anders damit umgehen kann.


    So ihr Lieben, das wars erstmal wieder. :) Viele liebe Grüße,

    Floralia

    Liebes Forum,


    die Zeit rast - schon wieder Mittwoch und damit Update-Zeit.

    Das Thema um die Ostereinladung meiner Mutter habe ich, nach zugegeben- einigem Aufschieben, geklärt. Wir schauen einfach spontan wie die Lage mit A. sich entwickelt und wie es ihr geht, da ihre emotionale Verfassung gerade den Umständen entsprechend schlecht ist. Wenn es dieses Wochenende nichts wird, so wollen wir uns irgendwo mal auf einen Kaffee treffen oder zusammen nett einkaufen fahren. Mir ist klar geworden, dass ich mich auf den Kopf stellen kann und mit dem A.. Fliegen fangen, meinen selbst erteilten Auftrag bei meiner Mutter für gute Laune zu sorgen kann ich nicht erfüllen (und gedanklich nehme ich den Auftrag auch zurück). Ich denke, das ist so erstmal gut gelöst.

    Ich selbst habe für das lange Wochenende ein buntes Potpourri an Dingen, die ich gerne machen möchte, oder Orte, an die es mich zieht.

    Heute hatte ich auch wieder Gespräch mit meiner Coachin, die sich über meine Fortschritte in Sachen Innere Impulse sehr gefreut hat, das eigentliche Thema, weswegen ich sie ursprünglich aufgesucht hatte. Aber ich möchte noch weiter mit ihr arbeiten und im Familiensystem noch etwas beleuchten und auch noch ein Gefühl, was mich manchmal überkommt ansehen, wenn ich mit anderen Leuten, Freunden etc. zusammen bin. Manchmal fühle ich mich "wie in die Ecke gestellt" - es ist schwer zu beschreiben. Ich bin zwar anwesend, höre zu, reagiere auf andere usw, kann aber nicht aus mir herauskommen und "ich selbst" sein, wie hinter einer unsichtbaren Wand. Das Gefühl kenne ich schon seeeehr lange, bislang dachte ich einfach ich wäre vielleicht "komisch" aber in Verbindung mit dem Wissen um EKA Muster lässt sich ein Zusammenhang vermuten.

    Auf der Heimfahrt kamen mir dann noch die Worte "Sorge dich nicht - Lebe!" in den Sinn. Sonst waren es einfach nur Worte, heute haben diese "einfachen" Worte mehr Tiefe für mich bekommen und Sinn, nachdem mir klar wurde, dass meine neuen Aktivitäten alle etwas mit dem Gefühl von Leichtigkeit zu tun haben - die Leichtigkeit, die sehr lange abwesend war in den vergangenen Jahren - also herzlich willkommen zurück liebe Leichtigkeit!

    In diesem Sinne wünsche ich allen lieben Mitgliedern hier schöne Feiertage.


    Viele liebe Grüße,

    Floralia

    So liebes Forum,


    Zeit für ein kleines Update. Allzu viel gibt es nicht zu berichten, keine Drunk-Mails mehr seitens Anton seit langem. Ich denke dennoch täglich an ihn und meine Entscheidung (die ich nach wie vor für richtig halte) und ein Teil von mir wartet auch noch auf eine vernünftige Nachricht oder Neuigkeit - während der andere Teil in mir weiß, dass Anton in solchen Angelegenheiten schon immer eher unbeholfen und ängstlich war und vermutlich lange nichts kommen wird - und die Vorstellung dann darauf reagieren zu müssen und zu entscheiden ist für den Moment auch eher noch unangenehm - dann sich lieber noch etwas länger die Fragen stellen und den Safestate beibehalten.

    Ich merke, dass ich meine Mutter vermisse. Die letzten Jahre hatte ich meine Mutter immer zu Ostern oder auch zum Muttertag eingeladen, was man halt so tut. Der Tag war dann so lange schön, bis sich herausstellte, dass Anton derweil die "Zeit genutzt" hatte. Ich bin mir daher noch unsicher ob ich sie einladen soll. Meine Coaching Dame hatte schon festgestellt, dass es so scheint, als hätte ich gar keine richtige Zeit mal nur mit meiner Mutter alleine, weil das Thema Alkohol und dass Anton wieder getrunken haben könnte, allgegenwärtig ist. Einerseits möchte ich es mir durch Antons Sucht nicht nehmen lassen - andererseits hat meine Mutter in den letzten Wochen auch keinerlei Anstalten gemacht mich sehen zu wollen oder zu fragen, wie es mir geht obwohl wir täglich mal WhatsAppen. Dass ich das Haus aus bekannten Gründen gerade meide weiß sie, auf den Gedanken sich mal auf einen Kaffee zu verabreden oder mich zu besuchen kommt sie jedoch nicht, das macht mich etwas traurig und ich frage mich ob ich da gerade "abgestraft" werde.

    An allen anderen Fronten läuft es gerade sehr gut, es erstaunt mich immer wieder wie viel Lebenskraft freigesetzt wird, wenn man sich nicht im Sorgenstrudel aufhält. Ich habe in den letzten Wochen so viele kleine Dinge umgesetzt für die ich seit Jahren keine Kraft hatte - das wiederum spendet sehr viel Freude und Motivation! Schade nur, dass ich das nicht so mit der Familie teilen kann, wie ich es gerne würde.

    Das war es erstmal wieder von mir.

    Viele liebe Grüße

    Floralia

    Liebe Seepandarine,

    ich kann sehr gut verstehen, dass das Herz blutet, gerade auch wenn die Katzen im Spiel sind. ❤️ Auch für mich sind geteilte Momente wertvoller, als allein erlebte. Einen Schritt ins Unbekannte ist immer sehr beängstigend und erfordert Mut. Das Nervensystem zieht das Bekannte dem Unbekannten immer vor, egal wie mies es einem mit dem Bekannten gehen mag.

    Ich habe diesen Schritt der räumlichen Trennung ebenfalls schon mal gewagt bei einem Ex-Partner (nicht wegen Alkohol aber anderer Nogo's). Der Gedanke daran, bis an mein Lebensende die Beziehung so weiterzuführen fühlte sich in meinen Gedanken nicht wie Leben an, sondern wie aushalten und ausgehalten hatte ich zuvor schon genug. Die räumliche Trennung hatte mir geholfen klarer zu sehen, auch anhand seines Verhaltens in der Zeit währenddessen/danach wo keinerlei zukommen seinerseits auf meine Bedürfnisse vorhanden war. Ich bin damit zur für mich absolut richtigen Entscheidung gekommen, trotz Gegenwind meiner Familie. Ich hoffe du fühlst dich jetzt nicht überredet oder so - ich gebe nur meine Erfahrung wieder und noch hast du alle Karten in der Hand und kannst anders entscheiden <3

    Ich nehme an, du hast die Situation auch schon ausgiebig besprochen und viele Gedanken und Arbeit in deinen Entschluss gesteckt <3 darüber hinaus schmeißt du ja auch nicht gleich hin und machst Nägel mit Köpfen, sondern räumst Zeit und Raum ein, der zum Nachdenken genutzt werden kann, auch für deinen Mann. Ich finde, das spricht sehr für dich. Jeder hat 50% Anteil an einer Beziehung - auch dein Mann darf etwas zum Gelingen beitragen.

    Und wer sagt überhaupt, dass es kein zurück gibt? :) (Ich verfalle manchmal in so schwarz weiß Schemata und sehe das grau dazwischen nicht)

    Musst du denn wegen dem neuen Zimmer / Wohnung nun schnell eine Entscheidung treffen? Oder kannst du im Sinne der Selbstfürsorge noch etwas warten bis du wieder weniger überwältigt von der Gefühlsflut bist?

    Viele liebe Grüße,

    Floralia

    Danke ihr Lieben,

    genau mit den Wahrnehmungen habe ich auch so meine Probleme, weswegen ich auch vorerst weiterhin Coaching-Termine nehme, das gibt mir mehr Sicherheit, da ich mich auch sehr hinterfrage ob mein Verhalten angemessen ist oder die anderen "spinnen".

    Glaube wenn man in so einer Familienkonstellation aufwächst ist unter Umständen die Kompassnadel einfach verrutscht, ggf bei allen Beteiligten.

    In dem EKA Buch, das ich begonnen habe zu lesen, wurde auch darauf hingewiesen, dass viele Therapeuten nicht über das "spezielle" Wissen verfügen und viele EKA, die sich in eine Beratung trauen, dann leider auf die Nase fallen.

    Rennschnecke nun auch bei mir gab es eine lange Pause der akuten Trinkphase bei meinem Elternteil (und inzwischen zum Glück schon lange Abstinenz). In meiner Vorstellung herrschen doch in der Familie grundsätzlich erstmal gewisse Muster vor und können ggf weiter Bestand haben auch wenn der Betroffene trocken ist? Zumindest ist meine Familie weiterhin verkorkst :)

    Ich hoffe für uns alle, dass wir mit der Zeit wieder lernen, was wichtig und richtig ist und für uns selbst einzustehen <3


    ich wünsche euch was, viele Grüße,

    Floralia

    Hallo zusammen,


    noch ein kurzes Update zum Mittwoch.

    Die letzte Woche war wieder turbulent und ich zudem kurzzeitig verreist, was zwar anstrengend war aber dennoch gut getan hat um den Kopf mal frei zu bekommen.

    Anton meldet sich inzwischen nicht mehr. Anhand gewisser Formulierungen im Kontakt mit meiner Mutter und meiner feinen Antennen weiß ich, dass er derzeit fast jedes Wochenende trinkt. Langsam stellt sich das Gefühl ein, dass es so, wie es aktuell ist vielleicht das Beste ist und Heilung meinerseits auf jeden Fall Zeit braucht. Die Frage wie ich mit Familienfesten umgehen soll ist noch so ein Thema, das mich beschäftigt. Wir haben dieses Jahr mehrere runde Geburtstage, es ist noch etwas Zeit bis dahin, dennoch löst der Gedanke Unbehagen aus.

    Letzte Woche hatte ich noch ein Coaching mit einer anderen Dame als üblich - sie hat meine Kontaktruhe eher nicht befürwortet, bzw. schon gesagt, dass ich mir die Zeit nehmen sollte die ich brauche aber dennoch durchblicken lassen, dass sie das nicht ganz so richtig findet. Das hat mich geärgert, da mir das alles andere als leicht gefallen ist und ich mir die Kraft und den Weg um diesen Schritt gehen zu können, lange und hart erkämpft habe und jahrelange Sorgen und Leid dahinterstanden, die hier einfach nicht gesehen wurden. Die Quintessenz war, dass durch mein Tun, eher noch mehr Gegendruck erzeugt würde. Es mag für sein wie es will, für den Moment empfinde ich das so als richtig. Vielleicht sehe ich das in ein paar Wochen oder Monaten auch wieder anders.

    Viele Grüße, Floralia

    So liebes Forum :)


    Dieses Mittwochs Update wird eher kurz ausfallen. Diese und die letzte Woche waren zeitlich sehr fordernd und ich war gut abgelenkt. Letzte Woche habe ich noch etwas mehr über Anton und diese seltsame Spannung, die die Kontaktruhe so mit sich bringt, nachgedacht, diese Woche wieder etwas weniger. Meiner Recherche nach ist das wohl ein normales Phänomen, bei einer abrupten Unterbrechung zu einer nahen Bindingsperson ohne ein "wirkliches Ende" wie einem klärenden Gespräch oder im schlimmsten Fall eben dem Tod. Die Angst, dass er sich etwas antut, ist gerade auch weit weg. Insgesamt merke ich, dass ich endlich die Kraft habe, mich um lange überfällige Themen zu kümmern und ich freue mich, schon bald die Früchte meines Tuns zu genießen. Der Buchempfehlung meiner Freundin konnte ich mich leider noch nicht widmen, ich hoffe, dass ich mir nächste Woche Zeit dafür einräumen kann.

    Das soll es erstmal wieder gewesen sein :)


    Alles Liebe für euch und viele Grüße

    Floralia

    So liebes Forum - das Mittwochs-Update :)


    Hat sich zumindest so etwas eingependelt. Ich habe die Woche bei meiner Mutter etwas zu erledigen gehabt. Allein der Gedanke dort hin zu müssen, hat mir eine schlaflose Nacht bereitet und in mir jene innere Unruhe aufploppen lassen, wie wenn mein Angehöriger wieder getrunken hat oder der Gedanke da war, dass es bald wieder so weit sein müsse. Meine Mutter wollte gerne, dass ich zum Essen bleibe, was ich verneinen musste, um meinem Angehörigen - ich will ihn jetzt einfach mal auf den Namen Anton taufen - nicht zu begegnen. Ich denke, daran ist auch gut zu sehen, dass ich für ein "finales" Gespräch auch noch nicht bereit bin und noch etwas Zeit ins Land gehen darf. Als ich meine Mutter sah, wirkte sie zermürbt und irgendwie um Jahre gealtert - es tat weh, sie so zu sehen, auch wenn ich weiß, dass ich auch das nicht ändern kann, genauso wenig wie Antons Trinken. Und wieder sprang eine altbekannte Strategie meinerseits an - mit Humor gegen die Schwere und Trauer anarbeiten, hat nur nicht funktioniert. Zumindest ist es mir gleich aufgefallen.

    Meine Freundin will mir ein Buch mitgeben über Somatische Übungen um das Nervensystem besser zu regulieren, das sollte laut ihrer Aussage dann jedoch regelmäßig geübt werden um das Nervensystem auch besser wieder einzufangen, wenn es mal über eine Grenze hinaus läuft - ich bin gespannt und dankbar für den Impuls , lässt sich ja schließlich für jeden Lebensbereich gebrauchen. Diesmal konnte ich zumindest genau den Auslöser für dieses Gefühl bestimmen, es meldete sich sonst auch immer mal ohne einen für mich konkret ersichtlichen Anlass und ich konnte es manchmal gar nicht so klar benennen, von den oben genannten Gründen mal abgesehen.

    Also wieder wertvolle kleine Puzzleteile gesammelt.


    Alles Liebe für euch und viele Grüße,


    Floralia

    Hallo Seepandarine :)


    Vielen Dank ❤️ es fühlt sich auch so an, wenn auch noch ganz klein :)

    Ich hatte öfter mal den Gedanken, dass es mir recht wäre, würde er nie wieder mit mir reden, wenn er nur gesund werden würde.

    1 Jahr also.. wenn der Kontakt dafür im Anschluss für beide Seiten in Ordnung war, ist es das Warten wert. Ich werde ausharren, man muss ja auch genug Zeit haben um Klarheit zu bekommen. Danke für dein Teilen, das hilft mir <3


    Herzliche Grüße,

    Floralia

    Hallo liebes Forum,

    die Tage gehen so fix vorbei - gut, wenn man Ablenkung hat :thumbup:

    Am Wochenende kam wieder ein Haufen an Nachrichten, die ich jedoch nicht gelesen habe und die dann später wieder gelöscht waren. Es hat mich auch nicht mehr so tangiert.

    Allerdings kommen wieder Gedanken an einen möglichen Suizid meines Angehörigen hoch und die Frage, was wäre, wenn wirklich etwas passiert und ob man dann noch seines Lebens froh werden kann? Und ob es einen Unterschied macht ob in ungewisser Zeit aufgrund der Sucht oder durch die eigene Hand? Auf der anderen Seite weiß ich, dass das Gedanken sind, die zum einen emotionalen Missbrauch zuzuordnen sind und auch sicher dazu dienen, wieder zurück ins einfach Vertraute zu schlüpfen, auch wenn man da unglücklich war und niemals glücklich werden kann.

    Ich hatte diese Woche wieder ein Coaching Gespräch, wo ich auch eben jene Gedanken angesprochen habe. Mein Coach hat mir versichert, dass das ganz normal ist und zurück ins Gewohnte der "einfachste" Weg wäre. Da ich aber wirklich neugierig bin und aus vielen anderen Gründen, ist zurück keine Option zu den vorherrschenden Bedingungen- also weiter stark bleiben. :)

    Nachdem ich frisch nach dem Break irgendwie davon ausgegangen war, dass sich relativ zügig ein vernünftiges Gespräch ergibt, eine Entschuldigung kommt oder ähnliches, denke ich nun in größeren Zeiträumen und frage mich, wie ich dann wohl mit Sachen wie Weihnachten oder zum Geburtstag gratulieren umgehen soll. Man weiß ja nicht, wie viele Geburtstage womöglich noch bleiben, auf der anderen Seite hat er darauf nie sonderlich Wert gelegt. Vielleicht habt ihr ja Anregungen? :saint:


    Herzliche Grüße

    Floralia

    So ihr Lieben,

    ein länger gewordenes Update als geplant . :)

    Ich gewöhne mich langsam an die neue Situation und es wird zunehmend "normaler" nicht täglich im Kontakt zu sein. Mit meiner Mutter hatte ich einen interessanten Chat, sie hat für sich einen neuen Entschluss gefasst. Da sie es so kryptisch formuliert hatte, habe ich erstmal nicht weiter nachgefragt wie der nun genau aussieht, denn sonst hätte sie es sicher gleich gesagt. Wie auch immer er aussehen mag - ich habe ihr gute Umsetzung gewünscht. Ich würde mich ja freuen, wenn irgendwie Bewegung in die Angelegenheit kommt, denn ihr geht es ja mit der Gesamtsituation auch gar nicht gut. Und wenn sich das Neue auch nur in kleinen Schritten vollzieht.

    Letzte Woche auf der Arbeit habe ich mich sehr über mich geärgert - bzw. über mein vorauseilendes Denken und Helfen, das gar nicht gefragt war.

    In meiner Abteilung gibt es weitere EKA - jene bei der es zum Ärgernis kam, sagt man einen Mangel an Empathie nach. Eine spannende Konstellation - ich die wie ein externes Gehirn immer die Bedürfnisse scant und überlegt, worüber ich mich an deren Stelle freuen würde, bzw vielleicht auch den Teamgedanken hege, vs eine Person, die alles alleine schaffen will und mehr auf ihren Kosmos fixiert ist und raushaut, was sie denkt, weniger sensibel in der Wahl ihrer Worte :D bitte nicht falsch verstehen - ich will hier nicht werten, jedes Muster ist eben was es ist - ein Überbleibsel aus einer suboptimalen Vergangenheit und hätten wir eine perfekte Welt - total unnötig. Nun es gab in ihrem Bereich Arbeitsrückstände und ich hatte helfen wollen und dabei etwas Chaos produziert, was sie zurecht gerügt hatte und klargemacht hat, dass sie ja auch bei mir Chaos machen würde wäre der Fall umgekehrt. Die Guten Sachen hat sie jedoch nicht angesprochen, war ja nicht alles falsch. Und da dachte ich mir dann so - okay ja meine Hilfe war nicht gewollt, für die guten Dinge gab es auch keinerlei Wertschätzung - ergo ist die Konsequenz ihr da künftig auch nicht mehr zu helfen. Aber - obwohl es eine Lappalie ist, hat mich das ganze innerlich doch sehr aufgeregt und den ganzen Tag begleitet. Ärger über mich, dass ich mal wieder nicht gecheckt habe, dass mein Muster unbemerkt anlief und auch eine trotzige Wut über die Reaktion der Kollegin, die den Gedanken dahinter nicht anerkannt hat.

    Ich hoffe, dass die Situation mir in Erinnerung bleibt, sodass ich nicht vergesse mir vorab immer die Frage zu stellen, ob meine Hilfe überhaupt gefragt ist.

    Jetzt ist so ein Überschuss an Helfen wollen übrig, den ich sinnig in mich selbst zu kanalisieren lernen muss :D

    Aber es gibt auch noch was Gutes was mir aufgefallen ist, es ist als würde ich langsam auf einem Nebel auftauchen. Mir ist aus der Beziehung zu meinem Angehörigen wieder eingefallen , dass es in der Vergangenheit auch immer wieder Phasen gab, in denen er mich gemieden hatte und das auch über längere Zeiträume hinweg, vermutlich aus Scham - obwohl ich nichts getan hatte. Das war jeweils ohne Begründung - wer mir jedoch Vorhaltungen darüber zu macht, dass mein Verhalten nicht in Ordnung ist,sollte sich erstmal an die eigene Nase fassen :) . Daher bin ich mit meiner Entscheidung noch etwas feiner als zuvor.

    Und, was auch schön ist, die freien Kapazitäten sorgen dafür, dass mir Impulse plötzlich in die Gedanken huschen, Dinge, die ich gerne machen möchte, kleine Dinge und auch größere. Und das finde ich so toll, weil ich über Jahre versucht habe herauszufinden, was ich möchte, ich hatte keine Vision für mein Leben, schon als Kind nicht. Ich hatte als Kind immer gedacht, dass ich wohl hoffentlich mal wissen würde, was ich will wenn ich groß bin.. Tjaaa :|

    Und nun kommen die Dinge ganz von selbst aus mir <3 das macht mich total glücklich und demütig und erleichtert zu gleich - ich hatte nie erwartet, dass mich dieses Geschenk durch dieses Tor erwartet und ich bin total gespannt, was sich da noch zeigt.


    In diesem Sinne, viele Grüße

    Floralia

    So, nun sind wieder ein paar Tage vergangen. Das Wochenende war ruhig - keine Drunk-Mails erhalten. Die Heilung schreitet langsam voran.

    Der Kontakt zu meiner Mutter ist aktuell recht oberflächlich, vielleicht auch, weil ich darum gebeten hatte, nur Infos bezüglich der Vorgänge im Haus auf Anfrage zu erhalten. Das respektiert sie auch.

    Ich hatte mir ein kleines Büchlein bestellt über EKA und wie sie trotzdem ihr Glück finden. Es hat gerade mal 140 Seiten, der spannenste Part liegt noch vor mir. Gut gefällt mir, dass die Autorin die Angehörigen nicht stigmatisiert.

    Es fühlt sich alles noch etwas komisch an - ich weiß, dass ein Zurück in die alte Rolle für mich nicht mehr möglich ist, und das neue (eigentliche?) Ich ist noch nicht so recht etabliert.

    Statusbericht Ende :)

    Viele Grüße, Floralia

    Hallo zusammen.


    Die Woche war vollgestopft von Terminen. Die Familienaufstellung war der Hammer und das Gefühl, was ich daraus mitgenommen habe, trägt mich noch immer. Die Gedanken kreisen nicht mehr so sehr um die Situation und ich bin wieder mehr bei mir.

    In der Aufstellung habe ich tolle Sachen für mich mitgenommen - z. B. dass es OK ist, nun Schritte in mein eigenes Leben zu machen ohne meine(n) Angehörigen und dass es auch noch gar nicht wichtig ist, genau zu wissen, wie die nun aussehen müssen.

    Dass er immer Teil meines Lebens ist, auch wenn er gerade vielleicht keine aktive Rolle darin spielt. Liebe aus Distanz sozusagen.

    Auch ein tiefes inneres Wissen, dass es sinnlos ist, sich über Dinge zu sorgen, auf die man keinen Einfluss hat, durfte ich spüren.

    Alles in allem fühle ich mich wieder mehr im Gleichgewicht und ich hoffe einfach mal, dass sich das alles nun verankert <3

    So weit der Statusbericht :)

    Viele Grüße Floralia

    Hallo Seepandarine,

    dann bin ich ja beruhigt :)

    Ah okay - danke für die Erklärung. Ich habe mich mit der stationären Behandlung noch nicht auseinandergesetzt, es gab ja leider noch keinen konkreten Anlass dazu.

    Nun gut, ein kurzes allgemeines Update:

    Ich weiß nicht weshalb, jedoch haben sich meine Gedanken etwas geändert und sie sind nicht mehr sooo hart und abgrenzend wie sie noch gestern oder vorgestern waren.

    Das heißt nicht, dass ich die Distanz nun wieder verringern möchte - ich ziehe weiter durch und übe mich darin beobachtend mich selbst wahrzunehmen.

    Mir fliegen immer mal Gedankenfetzen durch den Kopf was ich so sagen würde, käme es zu einem 1:1 Gespräch - also irgendwie gerade Kontaktruhe aber in den Gedanken so gar nicht.

    Vielleicht sollte ich das mal aufschreiben um es aus dem Kopf und für irgendwann einmal parat zu haben - und wenn es nur ist um es feierlich zu verbrennen . :)

    Heute morgen war ich sehr dankbar weil mir bewusst geworden ist, dass ich eigentlich ein echt tolles Netzwerk an Menschen habe, die mir helfen - das fühlte sich dann irgendwie so an, als hätte ich alles, was es braucht um die Situation irgendwie durchzustehen. Vielleicht hat das etwas Druck rausgenommen, ich weiß es nicht.

    Eine Freundin macht die Woche noch eine Familienaufstellung mit mir, darauf bin ich sehr gespannt. Ich hatte sowas schon mal gemacht und da eine wirklich tolle Erkenntnis für mich mitgenommen - wenn auch nicht zum Thema, wofür ich sie eigentlich gemacht hatte :)


    So, dass soll es erstmal gewesen sein, nun bleibt mir nur noch einen schönen Abend zu wünschen.


    Viele liebe Grüße, Floralia

    Hallo Seepandarine und vielen Dank für deine Nachricht.

    Sorry für den backflash. Ich frage besser nicht, wie man es in einer Stationären Therapie fertigbringt, wieder an Alkohol zu gelangen.:shock: Sicher ein emotionsreicher und kein einfacher Tag für dich.

    Natürlich habe ich bis zu einem gewissen Grad Verständnis, mein Angehöriger hat auch keinen einfachen Lebenslauf und ich wüsste auch ehrlich nicht, wie ich dastehen würde, hätte ich Gleiches durchlebt. In meiner Jugend hatte ich auch eine Phase, von der ich sagen würde, in einer Art Abhängigkeit gewesen zu sein - eine Sucht nach Videospielen um dem Alltag im Sucht-Haushalt erträglicher zu machen. Gedanken die nuuuuuur darum kreisen wann ich wieder daddeln kann. Ich möchte hier nicht irgendwie missverstanden werden und das mit dem Alkoholismus in einen Topf werfen oder jemanden verärgern, nur damit sagen, dass meine Vorstellung davon, wie die Gedanken um das Eine kreisen, vielleicht sein könnten.

    Nachdem er erkannt hatte, dass er Alkoholiker ist und versprach eine Therapie zu machen und nichts passiert ist... da hakt halt bei mir das Verständnis aus, wenn man um sein Thema weiß, und sich dann nicht kümmert, vielleicht nicht heute oder morgen aber halt so generell. Irgendwo ärgere ich mich da auch über mich, weil ich da nicht am Ball geblieben bin oder gleich eine Grenze gezogen oder mehr unterstützt habe, sondern auf auf meine Mutter gehört habe, die Angst hatte nachzuhaken um ja keine schlafenden Hunde zu wecken und das Trinken womöglich wieder zu triggern. Sicherlich Blödsinn mein Denken und auch ihres, dennoch ärgert es mich :)

    Ich habe, nachdem er sich wieder gemeldet hatte und das wirklich wieder in der frischen Wunde sehr rumgerührt hat und es mir 2 3 Tage schlecht ging, auch überlegt, den Kontakt zu blockieren - also ja, die Möglichkeit besteht. Ich horche mal in mich hinein - wenn ich das Gefühl habe, dass mir das hilft, werde ich das wohl auch tun.

    Heute habe ich einen schönen Spruch gehört der zum Thema passt - den möchte ich gerne mit euch teilen: "Grenzen ohne Konsequenzen sind nur Vorschläge"

    So, der Roman ist verfasst. Ich bin etwas ratlos, wie man hier so weiter vorgeht - schreibt man einfach weiter unter seinem Beitrag was einem so umtreibt?

    Ich tue mich grundsätzlich eher schwer mit sowas, nicht mal meinen Engsten erzähle ich immer meine Gedanken. Da ist es hier im öffentlichen Raum erst recht sehr ungewohnt aber ich gebe mir Mühe. :)

    Vielen Dank für eure Unterstützung!

    Viele liebe Grüße, Floralia

    Hallo liebes Foren-Team,


    ich habe den Weg zu euch gesucht, da ich mich kürzlich von meinem suchtkranken Familienmitglied distanziert habe und hoffe, hier bei euch Anregungen, Stabilität und Einsichten zu finden. Die Abgrenzung war sehr schmerzlich für mich und ich befinde mich noch im Prozess. Im Moment würde ich sagen, dass das System rebelliert gegen mein Vorgehen. Mein Angehöriger, der sich trotz der Grenze, die ich gezogen habe, betrunken gemeldet hat, ist jedenfalls der Meinung, dass mein Verhalten genau falsch ist, ich Verständnis haben müsse für seine Situation und ihn doch so akzeptieren müsse, wie er sei und noch weitere Erklärungen und Schuldzuweisungen, auf die ich hier aber nicht weiter eingehen möchte.

    Ich habe neues Terrain betreten und bin nun etwas unsicher wie es weitergeht und ich fühle mich daher etwas allein auf weiter Flur. Natürlich drehen sich Fragen in meinem Kopf wie "habe ich das Richtige getan?".

    Und dann die andere Stimme die sagt, dass ich letztendlich den Rat umsetzte, der mir vor vielen Jahren von einer Therapeutin in einem Coaching (und vielen unzähligen mehr) gegeben wurde. Eigentlich entspricht dieses Vorgehen nicht meinem Wert und ich habe über viele Jahre andere Wege gesucht, jedoch keinen gefunden. Nachdem ich aber den ewigen Kreislauf und die Stagnation nicht mehr ertragen habe, habe ich den Schritt (ich hatte ihn auch vorab kommuniziert) konsequent umgesetzt, nachdem die versprochene Therapie nicht angegangen wurde und nun wieder alles aus dem Ruder läuft. Die Pause von dem Umgang fühlt sich auch erstmal frei und richtig an.

    Meine Mutter hängt leider noch voll mit drin - sogar im gleichen Haushalt. In schlimmen Phasen ist auch schon Gewalt ihr gegenüber vorgekommen. Ich mache mir Sorgen um sie, weiß aber nicht, welche Unterstützung- und ob meine Unterstützung- für sie gerade richtig und wichtig ist. Sie ist mit der Situation generell überfordert, macht aber auch keine Anstalten irgendwas in die Wege zu leiten und sich Hilfe zu suchen, sondern erträgt immer nur. Ihr Wesen hat daran die vergangenen Jahre sehr gelitten.

    Ich für mich versuche mich gut um mich zu kümmern, die Trauer zuzulassen aber auch nicht überhand nehmen zu lassen, mich abzulenken mit Dingen, die mir Freude bereiten - das gelingt mal gut, mal weniger gut.

    Ich bin zusätzlich auch ein EKA, ein Begriff, der mir erst kürzlich über den Weg gelaufen ist und der meine komplette Identität schmerzlich in Frage gestellt hat, jedoch meine Rolle in der Familie gut erklärt. Ich bin diejenige, die immer allen gut zuredet, Alternativen aufzeigt (die natürlich nicht angenommen werden) und den Raum hält, Situationen entschärft, während ich selbst in der Familie emotional unter die Räder komme und wenig Trost oder Zuspruch erhalte wodurch ich mich immer weiter zurückgezogen habe, ohne, dass dies bemerkt worden wäre. Als Jugendliche hatte ich als Überlebensstrategie den emotionalen Shutdown gewählt. Ich habe auch bindungsängstliche Tendenzen entwickelt, mit denen ich manchmal sehr kämpfe obwohl es mir immer gelungen ist, lange Partnerschaften aufrecht zu erhalten. Ich hoffe, auch zu diesem Thema EKA zu erfahren, welche Möglichkeiten es für das alltägliche Leben gibt.

    Zu guter Letzt möchte ich meine Vorstellung mit einem Dank abschließen, an alle, die sich hier einbringen und den Menschen Trost und Hilfe anbieten - vielen Dank für eure wertvolle Arbeit<3

    Herzliche Grüße, Floralia