Hallo zusammen,
wollte schon die ganze Zeit mal wieder ein Lebenszeichen da lassen, komme aber erst jetzt dazu. In meinem Urlaub hatte ich eigentlich Zeit geplant zum Nachdenken und für eine Neuausrichtung, ggf auch Briefe an meine Mutter und A., die ich nicht absende, aber tatsächlich war ich so von tollen Aktivitäten abgelenkt, dass ich überhaupt nicht dazu gekommen bin. Im Nachgang hat sich das als Segen erwiesen, mal ganz frei von Gedanken an die familiäre Situation zu sein.
Jetzt aktuell habe ich auch gar keine Lust mehr, noch irgendwelche Energie mit Grübeln usw. weiter hineinzustecken.
Interessanterweise hat durch die stille Post meine Unterhaltung mit einem nahen Familienmitglied den Weg zu meiner Mutter und damit den Weg zu A. gefunden (es war nicht vertraulich, also alles gut). Inhalt waren besonderen Begleitumstände bei A., die eine Abstinenz durch reine Willenskraft statistisch nahezu unwahrscheinlich machen. Das hat dazu geführt, dass sich sowohl meine Mutter, als auch A. näher mit der Krankheit auseinandergesetzt haben und A. denkt wohl nun auch über Behandlung nach oder schließt sie nicht mehr kategorisch komplett aus. Das war auch so ein Punkt der mich die letzten Wochen geärgert hatte, dass ich mich mehr auseinandergesetzt hatte mit der Materie, wie z.B. meine Mutter, die selbst mal nass war und früher wegen meinem kranken Vater selbst gelitten hatte. Über Umwege hat mein Wissen erfreulicherweise nun doch irgendwie zum Nachdenken angeregt.
Meiner Mutter habe ich auch gesagt, dass von ihr keine Initiative ergriffen wird für gemeinsame Zeit und immer alles nur von mir ausgeht - lange Zeit keine Reaktion. Sie hat mich jedoch überrascht. Nachdem ein Treffen nicht so ging wie geplant, hat sie tatsächlich einen Alternativ-Vorschlag gemacht anstatt komplett abzusagen. Sie hat sogar vor, sich mehr um ihre Gesundheit zu kümmern. Bleibt abzuwarten ob es eine Eintagsfliege war bzw ihre Pläne in die Umsetzun kommen. Ich muss dazu sagen, dass mich mehrere in der Verwandschaft in den letzten Wochen angesprochen haben, dass ich meine Mutter doch motivieren könne/müsse, mehr für sich zu tun. Das hat mich wieder zornig gemacht und habe das entschieden zurückgewiesen. Habe es über Jahre versucht und gebracht hatte es rein gar nichts außer Verzweiflung- aber das System kämpft nunmal gegen Veränderungen. In Sachen Pause mit A. hingegen habe ich viel mehr Verständnis bekommen, als ich je erwartet hätte in der Familie.
Ich beschäftige mich noch damit, wo und in welchem Rahmen ich mit der Körpersprache einen Kurs oder Coaching belege. Darüber hinaus habe ich mir das Ziel gesteckt mein Leben nicht mehr von den gelernten Mustern diktieren zu lassen.
Der Weg der mir im Coaching aufgezeigt wurde geht weiter mit Achtsamkeit und Differenzierung der EKA Merkmale sowie Bejahung der Inneren Widerstände. Also wo zeigen sich die Muster oder Teile davon noch im Alltag? Und was ist da noch abseits davon? Also dass man aktiv nochmal nachspürt ob da z.B. eine Emotion ist und ggf. sogar eine körperliche Lokalisation dazu.
Wie schon erwähnt, habe ich schon viel weniger Dissoziation bzw. verschwindet sie, wenn ich sie bemerke meist schnell, von daher bin ich guter Dinge, irgendwann ein freieres Leben führen zu können und dass die Macht des Alkohols auf mein Leben weiter schwindet.
Viele liebe Grüße, eure Floralia