Beiträge von Floralia

    Oh man.. meine Freundinnen fanden diese Reaktion damals außergewöhnlich schlimm - leider scheint es ein häufigeres Phänomen zu sein.. :( wenn dann noch Gewalt im Spiel ist - unvorstellbar! Wahrscheinlich warst du auch schuld, dass du geschlagen wurdest..

    Das Mitgefühl für meinen Ex hatte ein schnelles Ende gefunden, als ich ihr erzählte, wie er ein paar Dinge kommentiert hatte, die ihre Angewohnheiten betrafen. :lol:

    Ich stelle mir die Frage ob jemand der so in seinem Ego-Schutzmodus unterwegs ist, da irgendwie mal was von merkt oder ob die Abwehr so stark ist, dass man bis ans Ende seiner Tage so durchs Leben geht und seine Liebsten verletzt ohne es zu merken oder sich gar fragt, warum diejenigen auf Abstand gehen :/ Es gibt noch viel zu lernen und aufzudröseln.


    LG Floralia

    Danke ihr Lieben,

    Mir hat über die Jahre geholfen mir klarzuwerden, daß wenn das keine Verwandten von mir wären, ich mir kein Bein ausreißen würde

    Ja, das habe ich mir auch schon öfter gedacht. Privat mache ich einen sehr großen Bogen um Menschen, die es sich in der Opferrolle bequem machen aber andererseits nichts tun wollen, damit es besser wird. Da es hier die Familie ist, kann ich die Entscheidung nur akzeptieren und wenn du sagst, dass es bei dir mit der Zeit selbstverständlich geworden ist, bei sich zu bleiben, dann habe ich Hoffnung, dass auch ich an diesen Punkt gelangen kann, danke dafür.

    manchmal fehlende Empathie, wie die Axt im Wald, der Ex bekam bei der Trennung mehr Rückhalt als ich

    Ja, sowas kenne ich auch aus der Vergangenheit. Das erinnert mich daran, dass ich auch zu meiner Mutter mal kurzfristig den Kontakt abgebrochen hatte, auch weil sie sich auf die Seite meines Exes geschlagen hatte - sie (!!) war ja so verletzt, weil ich mich getrennt hatte. Jetzt wo du das so in den Kontext setzt, mit der heilen Welt und Nervensystem, verstehe ich, dass meine damalige Beziehung wohl der Kitt für ihre "Heile Welt" Illusion war, und das zu zerstören, ist natürlich unverzeihlich und bedrohlich. Danke für diese neue Erkenntis - wieder ein Bausteinchen mehr im Puzzle.

    Über Gefühle wird natürlich nicht gesprochen, wozu auch, man weiß ja, dass es dem anderen schlecht geht.

    Ach die Dissoziation, das hatte ich ganz vergessen zu erwähnen im Update - das ist auch etwas, was wir im letzten Coaching angesehen haben bei mir. Ich weiß nicht, wie stark sie in Kindertagen womöglich gewesen ist, das komische Gefühl nicht ich sein zu können und wie hinter einer Glocke zu hängen in Gesellschaft, so wattig eingepackt, konnte ich nie zuordnen, jetzt hat das ganze einen Namen bekommen. Nun darf ich mich auch hier in der Rolle des Beobachters schulen, den Schutzmechanismus würdigen und annehmen - wann kommt sie, bei welchen Menschenmengen oder Konstellationen? Neugirerig draufschauen und fühlen. Das Soziale Umfeld als Trainingslager könnte man sagen :)

    Ich wünsche allen einen schönen Feiertag!


    Viele liebe Grüße, Floralia

    Hallo alle miteinander,


    es war ja kürzlich Muttertag und ich habe Mutter zum Frühstück eingeladen. Natürlich konnte sie nicht unerwähnt lassen, dass sie es bedauert "niemanden" mehr zu haben, mit dem sie über A. sprechen kann. Ich habe ihr klar gesagt, dass es für mich so die richtige Entscheidung ist und es mir deutlich besser geht (und sie natürlich auch auf die anderen aufmerksam gemacht, mit denen sie reden könnte, aber ich scheine wohl der beste Mülleimer zu sein und als solcher vermisst zu werden).

    Sie hat das ein oder andere erzählt, unter anderem dass A. nun jedes Wochenende trinkt. Das hat mich dann wieder ein paar Tage gedanklich beschäftigt. Auch Gedanken sie im Stich zu lassen kamen in mir hoch, sowie Trauer darüber, dass die Mutter die ich einst kannte (die ich vielleicht auch aus einer verklärten früher-war-alles-besser-Brille sehe) lange weg ist und es wohl nie wieder unbeschwert sein wird. Ich habe auch versucht einzuordnen, wie man diese Art Beziehung wohl einstufen würde, klassische Mutter Tochter Bez. ist es auf jeden Fall nicht. Zumindest war mein Innerer Schutzwall in ihrer Nähe wieder hochgefahren, das Nervensystem witterte Gefahr. Sie hat auch ganz klar gesagt, dass sie für sich eine Therapie oder Coaching ablehnt, von Shgs hält die auch nichts. Ich hatte kürzlich ein interessantes Psychologie Video gesehen, in dessen Kern es darum ging, dass Menschen sich gewissen Themen, die Ordnung ins Leben bringen würden, egal wie unlogisch oder einfach das von Außen wirkt, nicht stellen können, weil Ordnung in den Gefühlen/Gedanken bedeuten würde, sich ihren Traumata/Ängsten zu stellen, etwas, das dann so gefürchtet ist seitens Nervensystem, wie beim Teufel das Weihwasser. Da sie selbst getrunken hat, muss ich dazu nichts weiter sagen denke ich. Ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass die Charaktere der Familie so verkorkst sind, dass es keine Hoffnung mehr gibt, zumindest hat mein "aus dem System rausziehen" bislang keine sichtbaren Früchte getragen im Sinne, dass sich da irgendwas bei den anderen vorwärts bewegt (außer weiter Richtung Abgrund). Meine eigenen Fortschritte habe ich natürlich weiter im Fokus :) schön war, dass meine Mutter, auch wenn nicht in der Muterrolle unterwegs, die Geschenke sehr gewertschätzt hat und mal wegzukommen von Zuhause - meine Coachin sagte ja, ich möge auf Kleinigkeiten achten, wo sich Liebe zeigt, das hat mich aus der Trauer wieder etwas rausgehoben.


    Das soll es erstmal wieder gewesen sein, alles Liebe


    Floralia

    Hallo Moni,


    schön, dass du hier her gefunden hast. Bei mir liegt die Durchführung der Kontaktruhe nun etwa 3 Monate zurück. Es war ein harter Schritt, den ich eigentlich nie gehen wollte, jahrelang habe ich nach anderen Möglichkeiten gesucht. Mir tut der "Urlaub" und Abstand von der Sucht-Thematik sehr gut und eigentlich bedauere ich derzeit eher, dass ich zu diesem Schritt nicht eher bereit war. Eventuell ist diese strikte Ruhe nicht für immer und ggf. findet sich ein vertretbarer Umgang, wenn die Wunden etwas verheilt sind.

    Zu den Feiertagen kann ich noch nicht allzu viel sagen, der Geburtstag meines Angehörigen war inzwischen und ich hatte mich entschieden nicht zu gratulieren - habe dann auch erfahren, dass er eh betrunken war, also richtige Entscheidung.

    Erlaube dir halt mal mit der Distanz zu spielen, oder du gibst dir einfach mal einen bestimmten Zeitraum "Urlaub" und schaust dann weiter. Das ist ein höchst individueller Prozess, wo man immer wieder auf sich und die eigenen Bedürfnisse schauen darf, zumindest erfahre ich das so :)

    Mit der Verwandschaft kann man ja auch reden und wenn Feierlichkeiten sind, und man sich partout nicht begegnen möchte, das ansprechen und einen Termin finden, wo dann nur du z.B. vorbeikommst und ihr in intimen Rahmen etwas feiert oder so. Das wären meinde Gedanken dazu :)

    Viele Grüße,


    Floralia

    Hallo liebes Forum,

    es ist wieder Mittwoch und nachdem ich letzte Woche ausgelassen habe - heute wieder ein kurzes Update.

    Nun, es ist nichts erwähnenswertes vorgefallen. Ich denke das Beste, was es zu berichten gibt ist, dass die Gedanken um die Situation mit A. immer weiter abnehmen und sich der Fokus immer mehr auf mein Leben und meine Ziele richtet. :)

    Hoffe es geht so weiter - das soll es erstmal wieder gewesen sein.

    Viele liebe Grüße,

    Floralia

    Hallo liebes Forum!


    Und wider Update-Zeit :) Diesmal wider ein kleiner Roman.

    Ich habe für mich das Gefühl, vergangenes Wochenende große Fortschritte gemacht zu haben. Ich habe mich nochmal mit dem Thema Kontaktabbruch/Ruhe beschäftigt weil sich das ganze noch immer wie ein Computerabsturz angefühlt hat, nachdem man versucht nachzuvollziehen, wie es dazu kam. (Also ich stelle nicht die Entscheidung in Frage oder, dass die Gründe berechtigt sind, aber ich bin nunmal jemand, der solche Prozesse auch gerne verstehen möchte.) Ich konnte viele wertvolle Erkenntnisse sammeln und ein viel besseres Verständnis für mich gewinnen und erneut viel viel mehr Klarheit. Mit dieser neuen Klarheit ist es mir wiederum ein Stück besser gelungen loszulassen, da mich die Kontaktruhe, obwohl für sinnvoll und stabilisierend befunden, noch immer beschäftigt hatte - natürlich deutlich weniger, als wo die Situation noch ganz frisch war, aber dennoch mehr als mir lieb war. Die Beziehungen zu A. und meiner Mutter konnte ich zu meiner Überraschung auch neu einordnen - denn der Empath/ Peoplepleaser oder wie auch immer, der sich aus Eigenschutz bereits zurückgezogen hat (z.B. keine kritischen Informationen mehr teilt) und so den lieben Mitmenschen quasi nur noch eine sichere "Version" seiner selbst zur Verfügung stellt, hat die Beziehung eigentlich schon verlassen, bzw. ist da kein "echter" tiefer Kontakt mehr. Wenn ich das so lese, wie ich es hier schreibe, klingt es schon banal und vollkommen logisch, jedoch habe ich das nie so genau hinterfragt an welchem Punkt man aus einer Beziehung "aussteigt". Nun kann ich auf jeden Fall behaupten, dass meine Beziehung dahingehend nicht so tief war, wie ich es zuvor vermutet hätte. Im Umgang mit meiner Mutter konnte ich auch schon sogleich einen Teil des neuen Wissens anwenden.

    Die Oster-Feiertage habe ich ruhig und alleine verbracht. Es gab jedoch etwas Diskussion seitens meiner Mutter, ob ich nicht doch zum Osteressen kommen wolle, es wurden diverse Gründe angeführt - und in Wunden gebohrt, was bei mir wiederum Zorn hervorgerufen hat, da das alles so ein Geschmäckle von Manipulation / emotionaler Erpressung hatte.

    Die Einladung von mir für einen anderen Ostertag hingegen wurde von ihr abgesagt, mit Begründungen, die eigentlich keine sind - was mir auch wieder gezeigt hat, dass es ihr wohl weniger darum ging, dass ich nicht alleine bin, sondern wohl mehr um ihre Bedürfnisse. Achso - und der Satz, dass sie das Gefühl habe, dass ich sie nicht zu Besuch haben wolle, der durfte natürlich nicht fehlen! :rolleyes: So, da es nun glücklicherweise nicht (mehr) meine Aufgabe ist, dass sie sich gut fühlt, habe ich mir erlaubt sie in ihrer Wertlosigkeit und Opferrolle zu belassen , indem ich ihr kurz und knapp gesagt habe, dass das so nicht ist, wie sie es sagt - ohne weitere Erklärungen oder einen Kniefall zu machen, in dem ich ihr sage, wie wichtig sie mir doch eigentlich ist usw. usw. Das mag sich evtl. gemein lesen, ist aber so nicht gemeint. Ich glaube, selbst wenn der allmächtige Gott zu ihr käme um ihr zu sagen, wie wichtig sie mir ist, könnte sie es ja doch nicht annehmen oder verstehen.

    Zeitnah waren wir dann noch zum Einkaufen und Kaffee nachholen verabredet - das wurde jedoch auch nichts, da A. eben wieder Vollgas gibt und meine Mutter als seine Co sich verpflichtet sieht, sicherzustellen, dass das Haus stehen bleibt und nichts Schlimmeres passiert. Tja, irgendwie habe ich zwar eine Mutter, aber irgendwie habe ich auch keine.

    Es war auf jeden Fall ein spannendes Wochenende, da ich nochmal mehr begriffen habe, in welchen Strukturen in Sachen Manipulation usw. ich mich da die ganzen Jahre über unbewusst bewegt habe (wobei ich meiner Familie keine bösen Absichten unterstellen möchte) und jetzt einfach nicht mehr "reagiere" sondern mehr Überblick habe und anders damit umgehen kann.


    So ihr Lieben, das wars erstmal wieder. :) Viele liebe Grüße,

    Floralia

    Liebes Forum,


    die Zeit rast - schon wieder Mittwoch und damit Update-Zeit.

    Das Thema um die Ostereinladung meiner Mutter habe ich, nach zugegeben- einigem Aufschieben, geklärt. Wir schauen einfach spontan wie die Lage mit A. sich entwickelt und wie es ihr geht, da ihre emotionale Verfassung gerade den Umständen entsprechend schlecht ist. Wenn es dieses Wochenende nichts wird, so wollen wir uns irgendwo mal auf einen Kaffee treffen oder zusammen nett einkaufen fahren. Mir ist klar geworden, dass ich mich auf den Kopf stellen kann und mit dem A.. Fliegen fangen, meinen selbst erteilten Auftrag bei meiner Mutter für gute Laune zu sorgen kann ich nicht erfüllen (und gedanklich nehme ich den Auftrag auch zurück). Ich denke, das ist so erstmal gut gelöst.

    Ich selbst habe für das lange Wochenende ein buntes Potpourri an Dingen, die ich gerne machen möchte, oder Orte, an die es mich zieht.

    Heute hatte ich auch wieder Gespräch mit meiner Coachin, die sich über meine Fortschritte in Sachen Innere Impulse sehr gefreut hat, das eigentliche Thema, weswegen ich sie ursprünglich aufgesucht hatte. Aber ich möchte noch weiter mit ihr arbeiten und im Familiensystem noch etwas beleuchten und auch noch ein Gefühl, was mich manchmal überkommt ansehen, wenn ich mit anderen Leuten, Freunden etc. zusammen bin. Manchmal fühle ich mich "wie in die Ecke gestellt" - es ist schwer zu beschreiben. Ich bin zwar anwesend, höre zu, reagiere auf andere usw, kann aber nicht aus mir herauskommen und "ich selbst" sein, wie hinter einer unsichtbaren Wand. Das Gefühl kenne ich schon seeeehr lange, bislang dachte ich einfach ich wäre vielleicht "komisch" aber in Verbindung mit dem Wissen um EKA Muster lässt sich ein Zusammenhang vermuten.

    Auf der Heimfahrt kamen mir dann noch die Worte "Sorge dich nicht - Lebe!" in den Sinn. Sonst waren es einfach nur Worte, heute haben diese "einfachen" Worte mehr Tiefe für mich bekommen und Sinn, nachdem mir klar wurde, dass meine neuen Aktivitäten alle etwas mit dem Gefühl von Leichtigkeit zu tun haben - die Leichtigkeit, die sehr lange abwesend war in den vergangenen Jahren - also herzlich willkommen zurück liebe Leichtigkeit!

    In diesem Sinne wünsche ich allen lieben Mitgliedern hier schöne Feiertage.


    Viele liebe Grüße,

    Floralia

    So liebes Forum,


    Zeit für ein kleines Update. Allzu viel gibt es nicht zu berichten, keine Drunk-Mails mehr seitens Anton seit langem. Ich denke dennoch täglich an ihn und meine Entscheidung (die ich nach wie vor für richtig halte) und ein Teil von mir wartet auch noch auf eine vernünftige Nachricht oder Neuigkeit - während der andere Teil in mir weiß, dass Anton in solchen Angelegenheiten schon immer eher unbeholfen und ängstlich war und vermutlich lange nichts kommen wird - und die Vorstellung dann darauf reagieren zu müssen und zu entscheiden ist für den Moment auch eher noch unangenehm - dann sich lieber noch etwas länger die Fragen stellen und den Safestate beibehalten.

    Ich merke, dass ich meine Mutter vermisse. Die letzten Jahre hatte ich meine Mutter immer zu Ostern oder auch zum Muttertag eingeladen, was man halt so tut. Der Tag war dann so lange schön, bis sich herausstellte, dass Anton derweil die "Zeit genutzt" hatte. Ich bin mir daher noch unsicher ob ich sie einladen soll. Meine Coaching Dame hatte schon festgestellt, dass es so scheint, als hätte ich gar keine richtige Zeit mal nur mit meiner Mutter alleine, weil das Thema Alkohol und dass Anton wieder getrunken haben könnte, allgegenwärtig ist. Einerseits möchte ich es mir durch Antons Sucht nicht nehmen lassen - andererseits hat meine Mutter in den letzten Wochen auch keinerlei Anstalten gemacht mich sehen zu wollen oder zu fragen, wie es mir geht obwohl wir täglich mal WhatsAppen. Dass ich das Haus aus bekannten Gründen gerade meide weiß sie, auf den Gedanken sich mal auf einen Kaffee zu verabreden oder mich zu besuchen kommt sie jedoch nicht, das macht mich etwas traurig und ich frage mich ob ich da gerade "abgestraft" werde.

    An allen anderen Fronten läuft es gerade sehr gut, es erstaunt mich immer wieder wie viel Lebenskraft freigesetzt wird, wenn man sich nicht im Sorgenstrudel aufhält. Ich habe in den letzten Wochen so viele kleine Dinge umgesetzt für die ich seit Jahren keine Kraft hatte - das wiederum spendet sehr viel Freude und Motivation! Schade nur, dass ich das nicht so mit der Familie teilen kann, wie ich es gerne würde.

    Das war es erstmal wieder von mir.

    Viele liebe Grüße

    Floralia

    Liebe Seepandarine,

    ich kann sehr gut verstehen, dass das Herz blutet, gerade auch wenn die Katzen im Spiel sind. ❤️ Auch für mich sind geteilte Momente wertvoller, als allein erlebte. Einen Schritt ins Unbekannte ist immer sehr beängstigend und erfordert Mut. Das Nervensystem zieht das Bekannte dem Unbekannten immer vor, egal wie mies es einem mit dem Bekannten gehen mag.

    Ich habe diesen Schritt der räumlichen Trennung ebenfalls schon mal gewagt bei einem Ex-Partner (nicht wegen Alkohol aber anderer Nogo's). Der Gedanke daran, bis an mein Lebensende die Beziehung so weiterzuführen fühlte sich in meinen Gedanken nicht wie Leben an, sondern wie aushalten und ausgehalten hatte ich zuvor schon genug. Die räumliche Trennung hatte mir geholfen klarer zu sehen, auch anhand seines Verhaltens in der Zeit währenddessen/danach wo keinerlei zukommen seinerseits auf meine Bedürfnisse vorhanden war. Ich bin damit zur für mich absolut richtigen Entscheidung gekommen, trotz Gegenwind meiner Familie. Ich hoffe du fühlst dich jetzt nicht überredet oder so - ich gebe nur meine Erfahrung wieder und noch hast du alle Karten in der Hand und kannst anders entscheiden <3

    Ich nehme an, du hast die Situation auch schon ausgiebig besprochen und viele Gedanken und Arbeit in deinen Entschluss gesteckt <3 darüber hinaus schmeißt du ja auch nicht gleich hin und machst Nägel mit Köpfen, sondern räumst Zeit und Raum ein, der zum Nachdenken genutzt werden kann, auch für deinen Mann. Ich finde, das spricht sehr für dich. Jeder hat 50% Anteil an einer Beziehung - auch dein Mann darf etwas zum Gelingen beitragen.

    Und wer sagt überhaupt, dass es kein zurück gibt? :) (Ich verfalle manchmal in so schwarz weiß Schemata und sehe das grau dazwischen nicht)

    Musst du denn wegen dem neuen Zimmer / Wohnung nun schnell eine Entscheidung treffen? Oder kannst du im Sinne der Selbstfürsorge noch etwas warten bis du wieder weniger überwältigt von der Gefühlsflut bist?

    Viele liebe Grüße,

    Floralia

    Danke ihr Lieben,

    genau mit den Wahrnehmungen habe ich auch so meine Probleme, weswegen ich auch vorerst weiterhin Coaching-Termine nehme, das gibt mir mehr Sicherheit, da ich mich auch sehr hinterfrage ob mein Verhalten angemessen ist oder die anderen "spinnen".

    Glaube wenn man in so einer Familienkonstellation aufwächst ist unter Umständen die Kompassnadel einfach verrutscht, ggf bei allen Beteiligten.

    In dem EKA Buch, das ich begonnen habe zu lesen, wurde auch darauf hingewiesen, dass viele Therapeuten nicht über das "spezielle" Wissen verfügen und viele EKA, die sich in eine Beratung trauen, dann leider auf die Nase fallen.

    Rennschnecke nun auch bei mir gab es eine lange Pause der akuten Trinkphase bei meinem Elternteil (und inzwischen zum Glück schon lange Abstinenz). In meiner Vorstellung herrschen doch in der Familie grundsätzlich erstmal gewisse Muster vor und können ggf weiter Bestand haben auch wenn der Betroffene trocken ist? Zumindest ist meine Familie weiterhin verkorkst :)

    Ich hoffe für uns alle, dass wir mit der Zeit wieder lernen, was wichtig und richtig ist und für uns selbst einzustehen <3


    ich wünsche euch was, viele Grüße,

    Floralia

    Hallo zusammen,


    noch ein kurzes Update zum Mittwoch.

    Die letzte Woche war wieder turbulent und ich zudem kurzzeitig verreist, was zwar anstrengend war aber dennoch gut getan hat um den Kopf mal frei zu bekommen.

    Anton meldet sich inzwischen nicht mehr. Anhand gewisser Formulierungen im Kontakt mit meiner Mutter und meiner feinen Antennen weiß ich, dass er derzeit fast jedes Wochenende trinkt. Langsam stellt sich das Gefühl ein, dass es so, wie es aktuell ist vielleicht das Beste ist und Heilung meinerseits auf jeden Fall Zeit braucht. Die Frage wie ich mit Familienfesten umgehen soll ist noch so ein Thema, das mich beschäftigt. Wir haben dieses Jahr mehrere runde Geburtstage, es ist noch etwas Zeit bis dahin, dennoch löst der Gedanke Unbehagen aus.

    Letzte Woche hatte ich noch ein Coaching mit einer anderen Dame als üblich - sie hat meine Kontaktruhe eher nicht befürwortet, bzw. schon gesagt, dass ich mir die Zeit nehmen sollte die ich brauche aber dennoch durchblicken lassen, dass sie das nicht ganz so richtig findet. Das hat mich geärgert, da mir das alles andere als leicht gefallen ist und ich mir die Kraft und den Weg um diesen Schritt gehen zu können, lange und hart erkämpft habe und jahrelange Sorgen und Leid dahinterstanden, die hier einfach nicht gesehen wurden. Die Quintessenz war, dass durch mein Tun, eher noch mehr Gegendruck erzeugt würde. Es mag für sein wie es will, für den Moment empfinde ich das so als richtig. Vielleicht sehe ich das in ein paar Wochen oder Monaten auch wieder anders.

    Viele Grüße, Floralia

    So liebes Forum :)


    Dieses Mittwochs Update wird eher kurz ausfallen. Diese und die letzte Woche waren zeitlich sehr fordernd und ich war gut abgelenkt. Letzte Woche habe ich noch etwas mehr über Anton und diese seltsame Spannung, die die Kontaktruhe so mit sich bringt, nachgedacht, diese Woche wieder etwas weniger. Meiner Recherche nach ist das wohl ein normales Phänomen, bei einer abrupten Unterbrechung zu einer nahen Bindingsperson ohne ein "wirkliches Ende" wie einem klärenden Gespräch oder im schlimmsten Fall eben dem Tod. Die Angst, dass er sich etwas antut, ist gerade auch weit weg. Insgesamt merke ich, dass ich endlich die Kraft habe, mich um lange überfällige Themen zu kümmern und ich freue mich, schon bald die Früchte meines Tuns zu genießen. Der Buchempfehlung meiner Freundin konnte ich mich leider noch nicht widmen, ich hoffe, dass ich mir nächste Woche Zeit dafür einräumen kann.

    Das soll es erstmal wieder gewesen sein :)


    Alles Liebe für euch und viele Grüße

    Floralia

    So liebes Forum - das Mittwochs-Update :)


    Hat sich zumindest so etwas eingependelt. Ich habe die Woche bei meiner Mutter etwas zu erledigen gehabt. Allein der Gedanke dort hin zu müssen, hat mir eine schlaflose Nacht bereitet und in mir jene innere Unruhe aufploppen lassen, wie wenn mein Angehöriger wieder getrunken hat oder der Gedanke da war, dass es bald wieder so weit sein müsse. Meine Mutter wollte gerne, dass ich zum Essen bleibe, was ich verneinen musste, um meinem Angehörigen - ich will ihn jetzt einfach mal auf den Namen Anton taufen - nicht zu begegnen. Ich denke, daran ist auch gut zu sehen, dass ich für ein "finales" Gespräch auch noch nicht bereit bin und noch etwas Zeit ins Land gehen darf. Als ich meine Mutter sah, wirkte sie zermürbt und irgendwie um Jahre gealtert - es tat weh, sie so zu sehen, auch wenn ich weiß, dass ich auch das nicht ändern kann, genauso wenig wie Antons Trinken. Und wieder sprang eine altbekannte Strategie meinerseits an - mit Humor gegen die Schwere und Trauer anarbeiten, hat nur nicht funktioniert. Zumindest ist es mir gleich aufgefallen.

    Meine Freundin will mir ein Buch mitgeben über Somatische Übungen um das Nervensystem besser zu regulieren, das sollte laut ihrer Aussage dann jedoch regelmäßig geübt werden um das Nervensystem auch besser wieder einzufangen, wenn es mal über eine Grenze hinaus läuft - ich bin gespannt und dankbar für den Impuls , lässt sich ja schließlich für jeden Lebensbereich gebrauchen. Diesmal konnte ich zumindest genau den Auslöser für dieses Gefühl bestimmen, es meldete sich sonst auch immer mal ohne einen für mich konkret ersichtlichen Anlass und ich konnte es manchmal gar nicht so klar benennen, von den oben genannten Gründen mal abgesehen.

    Also wieder wertvolle kleine Puzzleteile gesammelt.


    Alles Liebe für euch und viele Grüße,


    Floralia

    Hallo Seepandarine :)


    Vielen Dank ❤️ es fühlt sich auch so an, wenn auch noch ganz klein :)

    Ich hatte öfter mal den Gedanken, dass es mir recht wäre, würde er nie wieder mit mir reden, wenn er nur gesund werden würde.

    1 Jahr also.. wenn der Kontakt dafür im Anschluss für beide Seiten in Ordnung war, ist es das Warten wert. Ich werde ausharren, man muss ja auch genug Zeit haben um Klarheit zu bekommen. Danke für dein Teilen, das hilft mir <3


    Herzliche Grüße,

    Floralia

    Hallo liebes Forum,

    die Tage gehen so fix vorbei - gut, wenn man Ablenkung hat :thumbup:

    Am Wochenende kam wieder ein Haufen an Nachrichten, die ich jedoch nicht gelesen habe und die dann später wieder gelöscht waren. Es hat mich auch nicht mehr so tangiert.

    Allerdings kommen wieder Gedanken an einen möglichen Suizid meines Angehörigen hoch und die Frage, was wäre, wenn wirklich etwas passiert und ob man dann noch seines Lebens froh werden kann? Und ob es einen Unterschied macht ob in ungewisser Zeit aufgrund der Sucht oder durch die eigene Hand? Auf der anderen Seite weiß ich, dass das Gedanken sind, die zum einen emotionalen Missbrauch zuzuordnen sind und auch sicher dazu dienen, wieder zurück ins einfach Vertraute zu schlüpfen, auch wenn man da unglücklich war und niemals glücklich werden kann.

    Ich hatte diese Woche wieder ein Coaching Gespräch, wo ich auch eben jene Gedanken angesprochen habe. Mein Coach hat mir versichert, dass das ganz normal ist und zurück ins Gewohnte der "einfachste" Weg wäre. Da ich aber wirklich neugierig bin und aus vielen anderen Gründen, ist zurück keine Option zu den vorherrschenden Bedingungen- also weiter stark bleiben. :)

    Nachdem ich frisch nach dem Break irgendwie davon ausgegangen war, dass sich relativ zügig ein vernünftiges Gespräch ergibt, eine Entschuldigung kommt oder ähnliches, denke ich nun in größeren Zeiträumen und frage mich, wie ich dann wohl mit Sachen wie Weihnachten oder zum Geburtstag gratulieren umgehen soll. Man weiß ja nicht, wie viele Geburtstage womöglich noch bleiben, auf der anderen Seite hat er darauf nie sonderlich Wert gelegt. Vielleicht habt ihr ja Anregungen? :saint:


    Herzliche Grüße

    Floralia

    So ihr Lieben,

    ein länger gewordenes Update als geplant . :)

    Ich gewöhne mich langsam an die neue Situation und es wird zunehmend "normaler" nicht täglich im Kontakt zu sein. Mit meiner Mutter hatte ich einen interessanten Chat, sie hat für sich einen neuen Entschluss gefasst. Da sie es so kryptisch formuliert hatte, habe ich erstmal nicht weiter nachgefragt wie der nun genau aussieht, denn sonst hätte sie es sicher gleich gesagt. Wie auch immer er aussehen mag - ich habe ihr gute Umsetzung gewünscht. Ich würde mich ja freuen, wenn irgendwie Bewegung in die Angelegenheit kommt, denn ihr geht es ja mit der Gesamtsituation auch gar nicht gut. Und wenn sich das Neue auch nur in kleinen Schritten vollzieht.

    Letzte Woche auf der Arbeit habe ich mich sehr über mich geärgert - bzw. über mein vorauseilendes Denken und Helfen, das gar nicht gefragt war.

    In meiner Abteilung gibt es weitere EKA - jene bei der es zum Ärgernis kam, sagt man einen Mangel an Empathie nach. Eine spannende Konstellation - ich die wie ein externes Gehirn immer die Bedürfnisse scant und überlegt, worüber ich mich an deren Stelle freuen würde, bzw vielleicht auch den Teamgedanken hege, vs eine Person, die alles alleine schaffen will und mehr auf ihren Kosmos fixiert ist und raushaut, was sie denkt, weniger sensibel in der Wahl ihrer Worte :D bitte nicht falsch verstehen - ich will hier nicht werten, jedes Muster ist eben was es ist - ein Überbleibsel aus einer suboptimalen Vergangenheit und hätten wir eine perfekte Welt - total unnötig. Nun es gab in ihrem Bereich Arbeitsrückstände und ich hatte helfen wollen und dabei etwas Chaos produziert, was sie zurecht gerügt hatte und klargemacht hat, dass sie ja auch bei mir Chaos machen würde wäre der Fall umgekehrt. Die Guten Sachen hat sie jedoch nicht angesprochen, war ja nicht alles falsch. Und da dachte ich mir dann so - okay ja meine Hilfe war nicht gewollt, für die guten Dinge gab es auch keinerlei Wertschätzung - ergo ist die Konsequenz ihr da künftig auch nicht mehr zu helfen. Aber - obwohl es eine Lappalie ist, hat mich das ganze innerlich doch sehr aufgeregt und den ganzen Tag begleitet. Ärger über mich, dass ich mal wieder nicht gecheckt habe, dass mein Muster unbemerkt anlief und auch eine trotzige Wut über die Reaktion der Kollegin, die den Gedanken dahinter nicht anerkannt hat.

    Ich hoffe, dass die Situation mir in Erinnerung bleibt, sodass ich nicht vergesse mir vorab immer die Frage zu stellen, ob meine Hilfe überhaupt gefragt ist.

    Jetzt ist so ein Überschuss an Helfen wollen übrig, den ich sinnig in mich selbst zu kanalisieren lernen muss :D

    Aber es gibt auch noch was Gutes was mir aufgefallen ist, es ist als würde ich langsam auf einem Nebel auftauchen. Mir ist aus der Beziehung zu meinem Angehörigen wieder eingefallen , dass es in der Vergangenheit auch immer wieder Phasen gab, in denen er mich gemieden hatte und das auch über längere Zeiträume hinweg, vermutlich aus Scham - obwohl ich nichts getan hatte. Das war jeweils ohne Begründung - wer mir jedoch Vorhaltungen darüber zu macht, dass mein Verhalten nicht in Ordnung ist,sollte sich erstmal an die eigene Nase fassen :) . Daher bin ich mit meiner Entscheidung noch etwas feiner als zuvor.

    Und, was auch schön ist, die freien Kapazitäten sorgen dafür, dass mir Impulse plötzlich in die Gedanken huschen, Dinge, die ich gerne machen möchte, kleine Dinge und auch größere. Und das finde ich so toll, weil ich über Jahre versucht habe herauszufinden, was ich möchte, ich hatte keine Vision für mein Leben, schon als Kind nicht. Ich hatte als Kind immer gedacht, dass ich wohl hoffentlich mal wissen würde, was ich will wenn ich groß bin.. Tjaaa :|

    Und nun kommen die Dinge ganz von selbst aus mir <3 das macht mich total glücklich und demütig und erleichtert zu gleich - ich hatte nie erwartet, dass mich dieses Geschenk durch dieses Tor erwartet und ich bin total gespannt, was sich da noch zeigt.


    In diesem Sinne, viele Grüße

    Floralia

    So, nun sind wieder ein paar Tage vergangen. Das Wochenende war ruhig - keine Drunk-Mails erhalten. Die Heilung schreitet langsam voran.

    Der Kontakt zu meiner Mutter ist aktuell recht oberflächlich, vielleicht auch, weil ich darum gebeten hatte, nur Infos bezüglich der Vorgänge im Haus auf Anfrage zu erhalten. Das respektiert sie auch.

    Ich hatte mir ein kleines Büchlein bestellt über EKA und wie sie trotzdem ihr Glück finden. Es hat gerade mal 140 Seiten, der spannenste Part liegt noch vor mir. Gut gefällt mir, dass die Autorin die Angehörigen nicht stigmatisiert.

    Es fühlt sich alles noch etwas komisch an - ich weiß, dass ein Zurück in die alte Rolle für mich nicht mehr möglich ist, und das neue (eigentliche?) Ich ist noch nicht so recht etabliert.

    Statusbericht Ende :)

    Viele Grüße, Floralia

    Hallo zusammen.


    Die Woche war vollgestopft von Terminen. Die Familienaufstellung war der Hammer und das Gefühl, was ich daraus mitgenommen habe, trägt mich noch immer. Die Gedanken kreisen nicht mehr so sehr um die Situation und ich bin wieder mehr bei mir.

    In der Aufstellung habe ich tolle Sachen für mich mitgenommen - z. B. dass es OK ist, nun Schritte in mein eigenes Leben zu machen ohne meine(n) Angehörigen und dass es auch noch gar nicht wichtig ist, genau zu wissen, wie die nun aussehen müssen.

    Dass er immer Teil meines Lebens ist, auch wenn er gerade vielleicht keine aktive Rolle darin spielt. Liebe aus Distanz sozusagen.

    Auch ein tiefes inneres Wissen, dass es sinnlos ist, sich über Dinge zu sorgen, auf die man keinen Einfluss hat, durfte ich spüren.

    Alles in allem fühle ich mich wieder mehr im Gleichgewicht und ich hoffe einfach mal, dass sich das alles nun verankert <3

    So weit der Statusbericht :)

    Viele Grüße Floralia