Ja, das mit dem Rauchen nervt mich zur Zeit tierisch. Es „ schmeckt“ mir auch nicht mehr. Ich denke, ich komme bald an den Punkt, aber momentan ist die Sucht noch stärker. Hab mir schon ne E- Dampfe besorgt, aber das ist ja auch nur Suchtverlagerung. Das Rauchen aufhören fällt mir echt schwerer als mit dem Alkohol.
Beiträge von Tabsi
-
-
Danke für Deine Antwort und Deine Fragen.
Ich bin Alkoholikerin, kann nicht kontrolliert trinken. Von daher weiß ich, dass ein Glas mich wieder dahin bringen würde, wo ich vorher war. Zuhause habe ich keinen Alkohol und mein jetziges Umfeld trinkt nicht. Mein Mann mag keinen Alkohol, verwehre es ihm aber nicht in Gesellschaft mal ein Bier mitzutrinken. Es ist ja meine Krankheit. In der Regel trinkt er dann mir zuliebe auch nichts. Vor 2 Jahren habe ich mich meiner Familie ( erw. Tochter, Mutter, Schwester) und Freundeskreis „ geoutet“. Die Reaktionen waren überraschend, niemand scheint etwas mitbekommen zu haben, außer meinem Mann.
Als ich noch trank, konnte ich mir nicht vorstellen nie wieder Alkohol trinken zu dürfen. Das fühlte sich so groß an. Da waren dann Feiern, Dorffeste, Konzerte, Feiertage usw. im Kopf. Ich habe mir den Druck rausgenommen, in dem ich mir sage, ich könnte ja, wenn ich will, möchte aber nicht. Ich denke, ich habe vor dem Alkohol kapituliert. Ich habe mich viel mit dem Thema befasst, was Alkohol bewirkt usw. und bin immer noch am Thema dran, weil mein Suchtgedächtnis nie schläft und ich versuche achtsam zu sein und zu bleiben. Ich versuche im Heute zu leben. Was gestern war, kann ich nicht mehr ändern, was morgen kommt weiß ich nicht. -
Schreibe ich jetzt hier unter meinem Namen weiter, wenn ich ein Thema habe oder muss ich einen neuen Thread aufmachen?
-
Danke für die Aufnahme.
-
Ein klares JA
Trotzdem ist mir ein NIE WIEDER zu groß.
Das 1. Glas für HEUTE stehen lassen reicht -
Hallo, ich bin Alkoholikerin und seit 27.4.24 nüchtern.
Ich bin 52 Jahre und meine Süchte ( Tabak , Alkohol, Schokolade) begannen im Jugendalter. Zu diesem Zeitpunkt lernte ich auch meinen Partner kennen, mit dem ich fast 3 Jahrzehnte zusammen war. Alkohol zu konsumieren auf dem Dorf, mit Freunden, Feierabendbier ( Partner) und ich den Wein gehörten zum Lifestyle und waren „ normal“. Aus meinem Elternhaus kannte ich Alkohol zu trinken nur zu Feierlichkeiten. Der Alkohol war also über Jahrzehnte mein ständiger Begleiter. Die Trinkmengen- und Zeiten erhöhten sich schleichend peu a peu.
Nach der Trennung von meinem Ex vor 8 Jahren machte mich mein jetziger Mann auf das Problem aufmerksam, da trank ich dann schon jeden 2.Tag 1-2 Flaschen Wein oder Sekt , in der Regel heimlich. Ich war die typische Gardinentrinkerin. Vor 2 Jahren bin ich dann zur Suchtberatung und Hausärztin. Hat mich viel Scham, Angst und Kraft gekostet. Der Schritt bis dahin war lang. Seitdem besuche ich wöchentlich eine reale SHG und weiß, dass ich meine Sucht nur selbst zum Stillstand bringen kann und mich bis zu meinem Lebensende begleiten wird.
Geblieben ist die Sucht nach Zigaretten, Schoki und Kaffee, aber ein Leben ohne Alkohol ist soviel wertvoller geworden. Ich suche einen Austausch 24/7 und versuche mich hier gerade in der Community durchzuwurschteln. Hab das System noch nicht ganz gecheckt.