Herzlichen Glückwunsch 🍀
Beiträge von Tabsi
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Die Stimmungsschwankungen hatte ich auch, teilweise heute noch - empfinde ich als normal. Was hab ich denn früher gemacht? Diese weggedrückt mit Alkohol. Nun prallt alles mit voller Wucht auf Dich ein. Deshalb finde ich wegdrücken und ablenken nicht immer gut. Gefühle wollen gefühlt werden- also genieße es.
Ich habe viele neue Menschen in meiner realen SHG kennengelernt, die ich 1x pro Woche seit 2 Jahren besuche. Wir unternehmen auch Sachen gemeinsam, z. B. Bowling, Eis essen, Grillen.
Und wer könnte mich besser verstehen, als Menschen mit der gleichen Krankheit? Ich kann dort meinen ganzen Schrott mal abladen, finde Gehör und kann an meiner Kommunikation arbeiten fürs Leben da draußen. Zudem bekomme ich Feedback und habe soziale Kontakte.
Als ich hierher zog, habe ich beim hiesigen Amt nach Ehrenämtern gefragt. Die haben meistens einen Bürgerbeauftragten, also eine Schnittstelle zwischen Bürgern und Amt und können einem Auskunft geben zum Ehrenamt.
Ich betreue seit 5 Jahren 1x in der Woche einen Kinder- u. Jugendtreff im Ort.
Dadurch habe ich nicht nur die Kinder, sondern auch Eltern kennen gelernt.
Genauso hätte ich auch für Senioren was tun können, wie jeder mag.
Von allein passiert halt nix, ich musste machen, mich trauen. Heute habe ich dadurch neue Freunde und Kontakte in meiner neuen Heimat.
Ab und zu betreue ich auch mal Tiere im Ort. ( habe schon Kaninchen, australische Rennmäuse, Fische, Katzen gefüttert ( natürlich nicht gegenseitig😂) , Hund aufgenommen während die Besitzer im Urlaub waren.
Ich wünsche Dir gute Besserung und einfach mal Mut zeigen💪🏼, gut fürs Selbstvertrauen🍀 -
Du sagtest ja mal soll gegenhalten und das mache ich
Je mehr Du gegen die Wand drückst, um so mehr drückt sie zurück
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Wie war bzw. ist das bei Euch gewesen?
1:1 ist das meine Geschichte.
Erstmal ein herzliches willkommen. Ich sehe das wie Nayouk, kapitulieren ist besser als ankämpfen.
Trinkt Dein Mann Alkohol und ist euer Haus/ Wohnung alkoholfrei? -
Hallo Flat. von mir auch ein Willkommen.
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Alkoholsucht bedeutet „ machen“ und das hast Du getan, indem Du zum Hörer gegriffen hast und zur Gruppe gehst.
Sei Dir selbst der wichtigste Mensch, Du hast nur dieses eine Leben. Du bist es Dir wert.
Hilfe zu suchen und anzunehmen ist keine Scham. Das sind nur Deine Gedanken. Lass sie weiterziehen, wie Wolken am Himmel.
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ich bin anscheinend schwer depressiv.
meine Abstinenz hat meine richtigen Probleme offen gelegt.
die Probleme sind größer denn je, teilweise nicht lösbar.
Die Probleme waren schon vorher da.
Eine Tablette löst auch nicht die Probleme.
Ich habe in meiner Abstinenz gelernt, mir Hilfe zu suchen. Schreib Dir hier die Finger wund.
Was brauchst Du damit es Dir besser geht? -
Ach Alyfee, ich drücke Dich mal aus der Ferne. Ich kann Deinen Schmerz verstehen, die Trauer, die Wut, … eine Familie, die in Wirklichkeit keine ist.
Ich sag mir immer, Freunde kann man sich aussuchen , Familie nicht.
Du musst und kannst Dich nicht verstellen, nur damit Du in deren Weltbild passt.
Lasse los von allem, was Dir nicht gut tut und so wie Du es beschreibst, wäre das auch diese Familie für mich. Ich denke, Du wirst die richtige Entscheidung treffen, höre auf deinen Bauch und dein Herz. -
aber ich glaube auch,dass wir genau das glauben wollen
…Nein glauben SOLLEN…
Im Marketing und in der Werbung wird BEWUSST mit Emotionen und unseren Sinnen gespielt, um das Produkt an Mann, Frau und Kind zu bekommen.
Wollen ist, wenn Du es willst. -
Ich finde es nicht gut, jemanden einzuordnen, ob er Alkoholiker ist oder den Alkohol „ nur“ missbraucht. Da fängt für mich die Alkoholsucht schon an.
Das muss jeder für sich entscheiden, ob er sich als Alkoholiker sieht.
Ich hab mich ja hier auch nicht aus Jux und Dallerei angemeldet. Ich wollte weg vom Alkohol und wissen, wie andere es geschafft haben. Ich spürte, ich bin nicht mehr allein mit dem Thema. -
Aber diese Filmszene hat genau DAS eingefangen und ich spürte Bedauern,dass das für mich nicht möglich ist.
Guten Morgen Fruechtetee,
Du hast mich gerade mit Deinem Beitrag abgeholt, mit dieser Gedanken- Wunschwelt, aber ich bedauere es nicht mehr, ich trauere dem nicht mehr nach.
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Guten Morgen, kleiner Nachtrag noch…komme aus Deinem ASS und Deinem Selbstmitleid, sei stolz auf Dich, dass DU DEINEN Weg gehst.
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Sicherlich bist Du nicht der einzige. Die Rückfallquote liegt immerhin bei über 90 % und nur wenige schaffen es, lebenslang trocken zu bleiben. Die, die es nicht schaffen, sind über kurz oder lang irgendwann ein Pflegefall oder begraben.
Ich brauche den Alkohol nicht mehr, für mich ist jedes alkoholische Getränk ein aus Ethanol bestehendes Nervengift. Zu Trinkzeiten habe ich mich damit nicht befasst, Alkohol gehört(e) auf dem Dorf mit dazu, Wein oder Prosecco zu trinken war Lifestyle. Niemand, mich eingeschlossen, stellte sich da die Frage, was man sich da gerade einflößt. Kenne heute noch die Sprüche: „ trinke ja nur Bier oder Wein“.
Es gibt nur 2 Optionen: Leben oder am Alkohol krepieren. Es liegt an Dir, wofür Du Dich entscheidest.
Schlaf gut. -
Die ersten paar Wochenenden waren die Erinnerungen an die letzten Abstürze noch sehr präsent und das Verlangen deswegen sehr klein. Aber die Erinnerungen verblassen leider viel schneller als der Gedanke an "gesellige Runden".
Ich hab mal deine alten Beiträge überflogen, ich weiß nicht, ob Du sie Dir auch nochmal durchgelesen hast…
Da waren zu Saufzeiten mal die 3 K‘s …Wie haben Deine „Kumpels“ ( wäre eigentlich das 4. K) darauf reagiert, wenn Du mal nicht im Vollrausch gefunden hast?
Lange Rede kurzer Sinn, ich fühlte mich nicht ernst genommen
Wahre Freunde nehmen mich Ernst
Ich bin immer noch trocken und aktuell nicht mehr ganz so neidisch auf trinkende Mitmenschen
… da scheint wohl aktuell der Neid gepaart mit Suchtgedächtnis wieder gewaltig an Deine Tür zu klopfen….
und nicht wirklich hat sich seit letzten Sommer etwas verändert…
Ich wohne auch auf dem Dorf. Wenn Besoffene vollgepinkelt, gröhlend und torkelnd nach Hause gehen, hat die Dorfgemeinschaft mal wieder Gesprächsstoff und derjenige hat die Lacher auf seiner Seite.
Möchtest Du wieder dazugehören? -
Ich find in meiner Kindheit auch keine Ursache.
Zum Anfang meiner Abstinenz habe ich auch nach Ursachen/ Auslösern gesucht. Irgendwer musste doch Schuld daran sein, mein Ex, der schon immer gern trank, Probleme in der Beziehung, Stress auf Arbeit. Es ist leicht, die Schuld auf andere abzuwälzen, dass rechtfertigte ja auch immer mein Saufen.
Letztendlich war ich diejenige, die das Glas zum Mund geführt hat und irgendwann hat der Körper mehr verlangt und wurde süchtig.
Der Leidensdruck war eigentlich noch nicht groß genug, irgendwelche Veränderungen herbeizuführen, lieber schmollte ich im Selbstmitleid und dröhnte die schlechten Gefühle weg.wichtig ist das Jetzt.
So sehe ich das auch. Aus der Vergangenheit konnte ich lernen. Heute mache ich neu, frei von alt.
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Mir hilft in solchen Situationen der Gelassenheitsspruch… Dinge. die ich nicht ändern kann…
Zum Anfang war ich auch immer unruhig. Fühlte mich innerlich wie ein Aufziehmännchen. Die kleinsten Dinge brachten mich auf die Palme und heute?
von einem unterbrochenen Telefonat geht die Welt nicht unter…. Geduld und Gelassenheit kamen und kommen ganz langsam wieder… -
Ich will nicht wieder irgendwelche Erwartungen erfüllen müssen, die mir aber immer niemand sagt. Ich will mich nicht rechtfertigen, warum ich mich nicht gemeldet habe, vorbeigefahren bin, mich nicht mehr bemüht habe.
Wer sagt dass Du das musst? Deine Gedanken? DU bist nicht Deine Gedanken.
Ich muss mich heute vor niemandem mehr rechtfertigen. Das habe ich in meiner nassen Zeit zu oft getan.Ich will nur in Ruhe Abschied nehmen.
Das darfst Du.
Nein, ich warte darauf, dass du eine Pause machst, damit ich dich in den Arm nehmen kann, weil ich glaube, das brauchst du heute, weil du bestimmt traurig bist. Und dann hat er mich in den Arm genommen.
Das hat mich sehr berührt 💕
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Ich bin kein Kind alkoholkranker Eltern, hatte eine gute Kindheit und trotzdem bin ich Alkoholikerin. Mein Onkel ist Alkoholiker und ja, die Familie hat darunter gelitten. Ich habe als Kind genau gespürt, wenn sich mal wieder alles um meinen betrunkenen Onkel drehte. Zudem bin ich auf einem Dorf aufgewachsen. Wenn die Gerüchteküche um ihn mal wieder brodelte, war mir das als Teenager peinlich.
Ich denke aber auch, dass Kinder alkoholkranker Eltern schon oft früh Verantwortung übernehmen müssen, zusätzlich unter psychischer und physischer Gewalt leben. Das wirkt sich dann auch auf das zukünftige Verhalten und Leben aus. Oft gerät man dann an Partner, die man ebenfalls „retten“ möchte.
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Ich bin seit 1 Monat hier in diesem Forum, habe mitgelesen und kommentiert.
Heute möchte ich mal denen Mut machen, die vor schwierigen Situationen im Leben stehen.
Als ich im letzten Jahr ca. 1 Jahr abstinent gelebt habe, bekam meine Tochter die Diagnose Magenkrebs. Eine Welt brach für mich zusammen. Sie hatte gerade ihr Studium beendet, ihren Arbeitsvertrag frisch unterschrieben und wollte nun beruflich durchstarten.
Ich hatte das Gefühl wieder in eine Depression zu fallen. Hab nur noch im Bett gelegen und geheult. Meine Gedanken haben sich das schlimmste Szenario ausgemalt. Zudem kam auch der Krebs ihres Freundes wieder. Eine große Belastungssituation für uns alle. Untersuchungen, Chemos, Operationen nahmen kein Ende.
Ich suchte mir bei der Krebshilfe Unterstützung für Angehörige, ging regelmäßig in meine reale SuchtselbsthilfeGruppe, in die für KrebsAngehörige, zu meiner Therapeutin und schrieb mir in einer anderen Onlinegruppe die Finger wund. Zu Saufzeiten wäre das überhaupt nicht möglich gewesen, verkatert irgendwelche Termine wahrnehmen und Gefühle zu benennen…Die Erkenntnis der radikalen Akzeptanz ( gibt es auch Bücher dazu) und der Gelassenheitsspruch ( Dinge, die ich nicht ändern kann) halfen und helfen mir auf meinem Weg. Kein Tropfen Alkohol hätte die Situation geändert und besser gemacht.
Im Gegenteil, ich konnte und kann für meine Tochter und Schwiegersohn da sein, wenn sie mich brauchen - ohne vernebelte Brausebirne, könnte jederzeit Auto fahren.
Nach der Trennung von ihrem Vater hatten wir nicht immer eine gute Zeit. Vertrauen zwischen mir und meiner Tochter war verloren gegangen… Heute können wir wieder auf Augenhöhe miteinander reden.
Deshalb bin ich dankbar und demütig, trocken zu sein.
Gefühle dürfen sein, auch schlechte…sie dürfen mich nur nicht übermannen und mich vereinnahmen. Irgendwann darf auch wieder die Sonne in meinem Herzen scheinen…. und heute scheint sie. -
Liebe Alyfee, die Alkoholsucht ist eine Familienkrankheit, die ihren Ursprung meist schon im Kindesalter hat. Es liegt in Deiner Hand, dieses Gefüge zu durchbrechen. Du siehst in Deiner unmittelbaren Umgebung, dass die Alkoholkrankheit eine tödliche Krankheit ist. Jedes Glas würde Dich genau dort auch hinführen. Ich wünsche Dir viel Kraft. Bleib auf Deinem Weg.