Beiträge von Sweppes

    Hallo Sweppes,

    es ist so, dass der Grund aufzuhören und abstinent zu bleiben aus dem Abhängigen selbst kommen muss. Nur aus ihm selbst kommen kann.

    Genau, das meine ich mit "der Anlass muß groß genug sein "



    Ich finde und fand dieses Wissen damals, als ich mich anfing mit Sucht zu beschäftigen, ganz wichtig. Denn dadurch habe ich verstanden, dass es nicht meine Verantwortung ist.

    Stimmt, ist es nicht... das habe ich für mich aber ganz schnell gewusst. Trotzdem kann man unterstützen .


    Ich bin ja mit einem Alkoholiker in 2. Ehe verheiratet, er ist seit fast 20 Jahren trocken. Er hat die Vorgaben gemacht was für ihn wichtig ist in

    unserem gemeinsamen Zusammenleben. Zum Beispiel ein alkoholfreies Zuhause. Natürlich akzeptiere ich das und achte beim Einkaufen darauf, nicht was zu kaufen wo Alkohol drin ist.

    Das ist die Unterstützung :)

    Aber grundsätzlich handelt er für sich, eigenverantwortlich und offen, was seine Suchterkrankung angeht. Alles andere würde für mich selbst, also für mein Leben, wieder in eine ungesunde Richtung gehen.

    Liebe Grüße Aurora

    Eigenverantwortlich kann ich gut nachvollziehen! Wie meinst du "offen" ? Das er mit dir offen darüber kommuniziert? Oder allgemein nach außen?

    Da hatten wir bei der letzten Suchtberatung ein gutes Gespräch drüber, wo uns gesagt wurde, das man schon differenzieren soll wie weit man nach außen offen damit umgeht.

    hallo Sweppes,

    ...

    Was ist für dich groß?...

    lg Morgenrot

    Das kann ganz unterschiedlich sein, aber es muß einen selbst überzeugen, dafür mit trinken/rauchen/Drogen/Medikamente zu nehmen aufzuhören.

    Ich habe z.b. nie geschafft ganz mit rauchen aufzuhören obwohl ich es auch wollte. Als ich schwanger wurde, habe ich ab dieser Minute nie wieder geraucht. Der Anlass war "Groß" genug!

    Bei meinem Mann war es der Aufenthalt auf der Intensivstation.


    Der Nächste kommt evt. nie an diesen Punkt, weil er vorher daran verstirbt oder immer noch irgendwie im Leben weiter kommt, ohne ganz aufzuhören.

    Die Entscheidung aufzuhören hat immer einen Anlass!

    Hallo,

    nach der Entgiftung hat mein Mann eine Langzeittherapie gemacht und war 6 Jahre trocken. Dann hatte er einen Rückfall, der angeblich aus heiterem Himmel kam.

    O.k. Ich lese daraus das der Rückfall für dich nicht so überraschend kam.

    Scheinbar hat ein Rückfall auch nichts damit zu tun welche Therapieform im Vorfeld gemacht wurde.

    Ich glaube eher das der Anlass/Grund aufzuhören so "groß" sein muss, das er immer über der Verführung Alkohol steht. Kann ein guter ( Erhalt der Partnerschaft /Familie) o. schlechter (Vermeidung entwürdigender unangenehmer Entzug) Grund sein.

    Ja, so sehe ich das auch. Ich habe das Haus alkoholfrei gemacht, ihm Erstkontakt zur Suchtberatung, Psychologin u. Selbsthilfegruppe hergestellt u. Ab da ist es jetzt seine Sache was er daraus macht. Zur Zeit muß ich ihn noch zu den Terminen hinfahren, weil er bis Ende Mai kein Auto fahren darf, wegen der Krampfanfälle. Das sehe ich noch als Unterstützung, da wir auf dem Land wohnen u. mit Öffis es hier etwas schwierig ist.

    Alle Entscheidungen was er z.b. für Sport macht, womit er sich entspannt o. Beschäftigt u. mit wem er darüber spricht usw. Überlasse ich ihm.

    Ansonsten habe ich meine Freunde, meinen Hundesport wo ich für mich was mache u. Wir genießen aber auch Zeit zu Zweit( Badewanne, Hundespaziergänge ) o. Als Familie ( Gesellschaftsspiele, Garten).

    Ich glaube wir sind da auf einem guten Weg, aber mit ist bewusst es gibt nur diesen einen Weg, kein Zurück, kein Abweichen. Verlässt er diesen Weg, gehe ich nicht mehr mit.

    Ich bin gespannt ob er es auf lange Sicht durchhält. Leider provezeien ja Viele das es oft einen Rückfall gibt.

    Morgenrot Ist dein Mann nach der ersten Entgiftung trocken geblieben?

    Hallo Zusammen,

    Ich bin neu hier, mein Mann ist seit kurzem trockener Alkoholiker u. Ich habe für mich noch nicht die richtige Antwort gefunden wo der Unterschied zwischen Co-Abhängigkeit ist u. Was man noch als "Unterstützung in schweren Zeiten " sehen kann!? Ich bin jemand der nkcht gleich aufgibt wenns anstrengend o. Schwierig wird, achte dabei aber schon auf mich selbst, weiß wo meine Grenzen sind für wen Anderes da zu sein. Woran erkennt man denn das die Unterstützung in eine Co-Abhängigkeit übergeht?

    Hallo Zusammen,

    Ich bin 49Jahre, verheiratet, habe einen 11jährigen Sohn u. mein Mann ist Alkoholiker. Seit Anfang Februar ist er trocken, aber auch nur weil sein Körper nach über 30Jahren täglichem Alkoholkonsum kapituliert hat. Mein Mann trank über 30 Jahre täglich Alkohol. Erst nur das 1 Bier, bis er schließlich am Ende harten Alkohol wie Ouzo oder Vodka brauchte. Er hat trotzdem immer gearbeitet, versucht für die Familie da zu sein. Ich habe gebeten, gefleht u. geschimpft das er aufhören muss u. Wir uns Hilfe holen müssen. Er hat immer abgestritten ein Problem zu haben, hat mich stattdessen belogen u. Betrogen. Bis zuletzt hat er geglaubt, es allein schaffen zu können mit dem Aufhören. 2022 hatte er einen Herzinfarkt , im Oktober 25 den ersten Krampfanfall, Anfang Februar 26 den 2. Krampfanfall der ihm im Urlaub fast das Leben u. 2 Wochen Intensivstation gekostet hat. Er ist durch einen schweren Entzug gegangen. Mit Delir, Fixierung am Bett u. Mehrere Tage war er weder ansprechbar noch Geschäftsfähig. Nicht nur für ihn, auch für mich u. Unser Kind waren die Jahre mit Alkohol sowie die Zeit im Krankenhaus eine sehr schwere Zeit . Ich muß drüber sprechen um das alles zu verarbeiten u. Hoffe ihr einen Austausch zu finden. Vielleicht kann ich auch dem ein oder Anderen durch meine Erfahrungen helfen.