Heute hatten wir in der Gruppentherapie meine Lebenslinie ausgewertet und dabei ist mir etwas bewusst geworden, was mich gerade ziemlich beschäftigt.
Es ging viel um meinen Vater. Ich habe gemerkt, dass ich von ihm eigentlich nie wirklich Liebe oder Zuneigung bekommen habe und dass ich oft zwischen ihm und anderen gestanden habe. Ich habe Konflikte eher vermieden und vieles runtergeschluckt, anstatt für mich einzustehen.
Mir wurde heute gesagt, dass genau das ein großer Punkt bei mir ist. Auch in Bezug auf meine Depression und meinen Alkoholkonsum. Dass ich gelernt habe, Gefühle eher zu unterdrücken, statt sie zu zeigen.
Jetzt stehe ich vor der Frage, wie ich damit umgehen soll. Mir wurde geraten, Abstand zu meinem Vater zu halten, weil mir der Kontakt oft nicht gut tut. Aber das fällt mir extrem schwer, weil es eben mein Vater ist.
Kennt jemand von euch so eine Situation? Wie seid ihr damit umgegangen?
Ich merke gerade, dass das wahrscheinlich einer meiner größten Baustellen ist.