Ich bin dann doch eher der Freund von Musik als von Serien ...
Beiträge von Amun
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Hallo R/no ,
die meisten Serien auf Netflix würden mich eher wieder in den Alkohol zurück treiben 🤣 Nein, tagsüber habe ich eigentlich genug zu tun, aber die Abende und das Wochenende sind schon dramatisch ruhiger. Genau da grübelt man dann natürlich besonders viel. Und dann ist da auch im Moment Platz für viel Traurigkeit.
Vielleicht ist da etwas Selbstmitleid, ja, aber der größte Teil ist eher eine leicht deprimierte Stimmung: der Körper nicht voll einsatzfähig, die Frau weg, und die Erkenntnis dem Alkohol zu lange die Treue gehalten zu haben. Ich kenne mich, und weiß dass ich bald auch wieder optimistischer nach vorne Blicken werde. Dem Alkohol als Lösung will ich da keine Chance geben.Ja, meine Frau kommt von hier. Wobei auch sie eigentlich nicht so richtig tief verwurzelt ist im Dorf. Wir hatten schon früher mal darüber nachgedacht hier alles zu verkaufen und uns woanders nieder zu lassen. Aber Beruf und Familie haben gebremst, und dann ist es sicherlich auch etwas eingeschlafen ...
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Hallo Soapstar ,
danke für deine Sicht auf das "Dorfleben" beim Thema Alkohol. Ich habe früher in der Stadt gelebt, und auch da gibt es eine Menge Menschen die ständig Alkohol trinken. Aber man kann leichter "ausweichen" ... es gibt Alternativen.
Als spät Zugereister habe ich es eh nicht so wirklich geschafft mich tief in das soziale Dorfleben zu integrieren. Ich werde mir sicherlich auch Gedanken machen müssen, ob es sinnvoll ist weiter hier zu leben. Das sind aber Gedanken die ich im Moment gar nicht richtig vertiefen kann. Die anderen Themen sind einfach zu dominant. Eigentlich bin ich ein kommunikativer Menschen, brauche zwar nicht die Massen um mich rum, aber vollkommen isoliert möchte ich auf Dauer dann doch nicht sein.
Für die nächste Zeit werde ich mich jedenfalls von den üblichen Orten wie die Dorfkneipe distanzieren. Natürlich kann man auch da Wasser trinken, aber ich befürchte man wird dann wie ein Alien angeschaut 😅
Im Moment lockt da wirklich kein 1. Glass. Vielmehr bin ich neugierig wohin mich der neue Weg bringen wird. Das es nicht leicht wird, und da eine Menge Steine auf dem Weg liegen, ist mir schon klar...
Dir ebenfalls ein schönes und entspannendes Wochenende.
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Eigentlich dachte ich, dass ich ohne den Alkohol bestimmt viel besser schlafen kann. Aber leider war die letzte Nacht diesbezüglich eher nicht so toll. Schlecht geschlafen habe ich auch schon vorher. Und ich vermute es liegt gerade daran dass mein Kopf nicht zur Ruhe kommt. Nicht eine Sekunde steht das Räderwerk still ... so viele unbeantwortete Fragen.
Ja Abstinenzler , dass ist eine der kardinalen Fragen: warum nicht eher? Was hätte ich nur alles verhindern können? Natürlich kann man das Rad nicht zurück drehen. Der Blick muss jetzt nach vorne gehen. Blicke ich nach hinten werde ich traurig, blicke ich nach vorne habe ich tatsächlich noch Ängste.
Abende wie gestern sind schwer. Niemand da mit dem man reden kann. Die meisten sind in ihrer Familie/ Partnerschaft und beginnen das Wochenende. Runter ins Dorf zu gehen, war keine Option um Menschen zu sehen. Das Dorf ist klein, sehr klein. Das Highlight am Wochenende ist die einzige Kneipe. Und dort beherrscht an solchen Tagen der Flair des Alkohols die Szenerie. Nein, keine Option derzeit.
Meine körperliche Beweglichkeit kommt langsam wieder zurück. Vor 3 Wochen habe ich eine beidseitige Leistenbruch-OP über mich ergehen lassen müssen. Plötzlich ohne Hilfe zu sein, und das niemand fragt wie es mir geht, war und ist auch irgendwie ein komisches Gefühl.
Am schwersten aber lastet im Moment der Verlust meine Frau eventuell für immer verloren zu haben. Wie wenig habe ich gemerkt was in den Jahren passiert ist. Nein, ich war sogar im Glauben, dass alles gut ist. Wir haben gelacht, geredet, und natürlich manchmal auf gegensätzlich diskutiert. Wie trügerisch das doch war.
Die Beiträge im Forum für Co-Betroffene macht mir so wenig Hoffnung, und verstärkt eher den Schmerz. Sicherlich wird es noch eine Weile dauern bis ich das alles irgendwie richtig einordnen kann ...Und jetzt wird es Zeit für ein Käffchen. Die Sonne strahlt bereits. Die Abende und Nächte sind schon schlimm genug; wie gut mir da die Sonne tut.
Ich wünsche euch allen einen schönen Samstag 🙂
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Ja, genau 7 Tage und 6 Stunden. Und auch ja ... ich bin ein wenig Stolz auf mich. Ich kann mich tatsächlich nicht erinnern in den letzten 10 Jahren mal so lange ohne Alkohol gewesen zu sein.
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Der Termin war vereinbart, und dann kam es leider doch anders. Wie auch immer ... ich konnte den Termin nicht wahrnehmen. Also habe ich natürlich nichts mit dem Arzt abgesprochen oder vereinbart. Aktuell scheinen bei mir viele Dinge nicht gerade planmäßig zu verlaufen. Ich habe deine mahnenden Worte in Erinnerung gehabt. Trotzdem will ich den begonnen Weg weitergehen ...
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Irre ... wieviele Flaschen mit Alkohol sich in so einem Haushalt befinden können. Meine Beschäftigung am heutigen Abend war alles zusammenzutragen und auszuschütten. Somit ist dieses Haus jetzt frei von Alkohl jeglicher Art. Der Glascontainer wird morgen ordentlich was zu fressen bekommen ...
Natürlich quält mich nach wie vor am meisten das meine Frau mich verlassen hat. Der Kontakt ist verständlicherweise sehr unterkühlt. Aber auch damit muss ich jetzt klarkommen.
Dienstag habe ich ein Gespräch in einer Suchtberatung ...
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Dann erst mal besten Dank bis hierhin.
Der Hinweis mit dem "moderaten weitertrinken" klingt irgendwie bizarr, und ich muss tatsächlich etwas lachen. Aber ich habe schon verstanden was damit gemeint ist.
Bis dahin.
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Ich werde am Dienstag meine Hausarztpraxis kontaktieren, und hoffen dass ich einen zeitnahen Termin erhalte.
Sollte ich derweilen in Probleme laufen wende ich mich an die 112
Sollte ich einen Termin bekommen, könnte es also vielleicht schon Dienstag oder Mittwoch hier weiter gehen, richtig?
Den Artikel hatte ich bereits gelesen bevor ich meinen Beitrag erstellt habe.
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Manchmal scheint es einen besonderen Punkt zu brauchen, bis man die Dinge wirklich klar sieht. Und dann fragt man sich, warum man es nicht vorher schon in dieser Deutlichkeit gesehen hat.
Mein letztes Bier war am Freitag Mittag.
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Guten Abend Nayouk,
es wäre absurd von mir zu leugnen das ich kein Alkoholiker bin. Natürlich bin ich Alkoholiker. Und mein jetziges Ziel ist es eine lebenslange Abstinenz zu erreichen.
Und ja, die Zerstörung von Körper und Seele werden mir immer bewusster. Deshalb muss sich etwas ändern. Schlimm das ich das nicht schon eher in der Klarheit gesehen habe.
Viele Grüße
Amun -
Hallo, ich bin Amun und 64 Jahre alt.
Ostern hatte ich mir sicherlich anderes vorgestellt. Jetzt sitze ich hier, und versuche meine Gedanken zu sortieren. Meine Frau ist gerade ausgezogen, was den Druck noch einmal enorm vergrößert, der jetzt auf mir lastet.
Mit Alkohol vernünftig umgehen wollte ich schon länger. Aber wir alle wissen ja, dass es wohl ein Trugschluss ist dass man den Konsum wirklich steuern kann. Der Gedanke ganz mit dem Trinken aufzuhören, und Abstinent zu bleiben, war auch schon ein paar mal in meinem Kopf. Aber ich dachte immer, dass ich die Sache doch im Griff habe, und es ja nur ein netter Genuss zum Feierabend oder zum leckeren Essen ist.
Ich trinke Alkohol (in erster Linie Bier, und gelegentlich Rotwein) bereits seit meinem 20sten Lebensjahr. Mit dem Beginn meiner Militärzeit hielt der Alkohol Einzug in mein Leben. Danach wurde es wieder deutlich weniger. Nur noch an Wochenenden. Aber dafür dann mitunter recht heftig. In den letzten 20 Jahren wurde der Konsum deutlich regelmäßiger, dafür aber bei weitem nicht mehr so exzessiv. Und in den letzten 10 Jahren habe ich eigentlich täglich mein „Feierabend-Bierchen“ getrunken. Zwischen 2 oder 3 und 5 Flaschen Bier. Unterbrechungen in dieser Regelmäßigkeit gab es nur in den letzten Jahren wenn ich mein 3 tägiges Intervall-Fasten (pro Quartal) durchgeführt habe. Jetzt weiß ich, dass es quasi jedesmal eine Art kalter Entzug war.
Insgesamt blicke ich jetzt auf über 40 Jahre Alkohol, und es wird Zeit das ich das hinter mir lasse. Wenn ich mein privates und soziales Leben gefährde, und ganz sicher auch meine Gesundheit, dann wird es mehr als Zeit, dass ich dem ein Ende setze.
Mir ist klar wie schwer das werden wird, aber der Wille zur Abstinenz ist vorhanden. Die Einsicht, dass ich etwas an mir und meinem Leben ändern muss ist vorhanden.
Jetzt werde ich über Ostern wohl die Zeit nutzen nachzudenken, mich zu sortieren, und das Forum zu durchforsten. Ich bin ja nicht der Erste der diese Reise angetreten ist …