Beiträge von Kathrin Antje

    Vielen lieben Dank für Eure Antworten.

    Es ist sehr gut zu lesen, wie Ihr mit der Sucht umgeht. Da es ja für mich noch ein Lernprozess ist, bin ich sehr dankbar für Eure Antworten.

    Jetzt winkt der Bettzipfel. Es ist so ein Segen, wieder gut zu schlafen.

    Liebe Grüße

    Hallo Tabsi,

    mein Mann trinkt gar keinen Alkohol mehr. Das ist für ihn selbstverständlich geworden. Er hat aber schon früher höchstens mal ein Bier getrunken. Und Alkohol gibt es in unserem Haushalt nicht mehr. Auch Feierlichkeiten sind für uns ersteinmal tabu, wenn wir wissen, dass da getrunken wird.

    Meinen Kampf werde ich überdenken. Da ich die Sucht ja schon als zu mir gehörend akzeptiert habe, ist es sicher kein zu großer Schritt für mich, nicht mehr zu kämpfen, sondern zu akzeptieren. Das alkoholfreie Leben ist für mich noch ein Lernprozess.

    Liebe Grüße

    Hallo Nayouk,

    ich kämpfe gegen die Sucht. Ich trinke nicht mehr. Das tue ich, indem ich mein Leben in großen Teilen neu organisiert habe. Das hat dazu geführt, dass es bisher ein relativ leichter Kampf ist. Ich bin mir vollkommen bewußt, dass ich nicht leichtsinnig werden darf, dass ich immer am Ball bleiben muss. Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich krank bin, chronisch krank. Die Krankheit wird mich in meinem Leben immer begleiten. Ich kann sie nicht wirklich besiegen, aber darum kämpfen, dass sie nicht wieder die Oberhand gewinnt. Ich gehe aktiv mit dem Alkoholismus um. Ich rede mit meinem Mann und meinen erwachsenen Kindern, wenn es mir mal nicht so gut geht.

    Viele Grüße

    Ich hatte schon ein wenig Angst, habe täglich zweimal meinen Blutdruck kontrolliert und meinen Körper genau beobachtet. Aber zum Glück ist es ja gutgegangen.

    Seit ich nicht mehr trinke und meine Umwelt wieder mit allen Sinnen wahrnehme, habe ich sowieso das Gefühl, dass die halbe Menschheit trinkt und es nicht mal wahrnimmt, dass das ein Problem ist. Daher sind vielleicht manche Ärzte so nachlässig. Alkoholkonsum wird ja gesellschaftllich toleriert.

    Ich komme aus einer Familie, wo Alkohol immer präsent war. Eltern, Großeltern, meine Geschwister und später mein jetziger Exmann waren alle dem Alkohol nicht abgeneigt. Das heißt nicht, dass sie ständig betrunken waren, aber es war halt immer was da und es wurde auch regelmäßig getrunken. Ich bin sozusagen in die Sucht hineingewachsen.

    Leider hatte meine gleichaltrige Schwägerin ein ganz gewaltiges Alkoholproblem, was sie letztendlich mit knapp 57 Jahren das Leben gekostet hat. Ihr Tod war wie ein Schlüsselerlebnis für mich. So will ich nicht enden.

    Und jetzt trinke ich nicht mehr und das soll auch so bleiben.

    Guten Abend,

    ich wünsche Allen ein schönes Wochenende. Wieder eine Woche ohne Alkohol. Morgen sind es 6 Wochen. Mein Mann ist sehr stolz auf mich. Und ich freue mich auch sehr, dass es so gut klappt. Nur müde bin ich noch manchmal sehr. Aber das wird sicher auch bald besser.

    Ich habe die Abstinenz bis jetzt alleine ohne ärztlichen Rat / Beistand geschafft. Ich habe mich geschämt, einen Arzt in mein Problem einzuweihen. Als ich mein Trinkverhalten einmal beim Arzt angesprochen habe, fühlte ich mich nicht ernstgenommen. Die Reaktion war, solange es nur Wein ist und nichts Härteres, ist es nicht so schlimm.

    Jetzt wird gemütlich ins Wochenende gestartet.

    Viele Grüße

    Guten Abend,

    heute wieder ein kleines Update von mir. Es läuft gut bei mir und ich fühle mich auch gut. Den körperlichen Entzug habe ich ja sicher jetzt hinter mir. Verlangen nach Alkohol habe ich auch fast nie. Ich bin dabei, mein Leben neu zu gestalten. Nach der Arbeit erledige ich erst einmal die ganzen Dinge, die ich vernachlässigt habe. Ich lese auch wieder viel und mache kleine Basteleien. Es beruhigt mich außerdem sehr, dass ich jetzt genau weiß, wohin ich mich wenden kann, wenn es mir einmal schlecht geht. Aus den Beiträgen, die ich immer lese, kann ich entnehmen, dass hier auf die Menschen eingegangen wird und Unterstützung da ist. Das gibt mir Sicherheit.

    Viele Grüße

    Hallöchen,

    ich bin neu bei Euch dabei. Und ich bin sehr froh darüber. Ich bin Alkoholikerin, obwohl ich keine schlimmen körperlichen Entzugserscheinungen durchgemacht habe. Ich habe bis auf wenige Ausnahmen bis vor 5 Wochen täglich 30 Jahre lang mindestens eine Flasche Wein konsumiert. Manchmal bin ich unruhig und nervös. Mein Mann und meine Kinder sind mir zum Glück eine große Stütze. Ich merke jetzt erst mal bewusst, was alkoholtechnisch in meinem entfernteren Umfeld so abgeht. Bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit wird getrunken. Trinkt man nicht mit, wird man gefragt, was los ist. Wenn ich dann sage, dass ich nicht mehr trinke, gucken die Leute mitunter komisch. Und ich sehe jetzt, wie sich Menschen unter Alkoholeinfluss verändern, was ja bei mir auch so war. Wenn ich mir das dann so anschaue, festigt das meinen Willen noch mehr nicht mehr zu trinken. Ich muss mich sicher aus diesem Umfeld zurückziehen, es tut mir nicht gut.

    Gesundheitlich geht es mir schon viel besser, was mich auch anspornt. Ich war immer nur müde und erschöpft, sah schlecht aus und war unruhig, wenn kein Wein im Haus war. Das hat sich schon verbessert.

    Wie war bzw. ist das bei Euch gewesen?

    Ich werde nächsten Monat 59 Jahre alt, habe Mann und zwei erwachsene Töchter, bin berufstätig.

    Ich habe eigentlich seit Jahrzehnten ein Alkoholproblem. Ich habe immer wieder Phasen der Abstinenz, aber meistens hat eben der Wein mein Leben maßgeblich bestimmt. Das will und muss ich unbedingt ändern.