Beiträge von Kathrin Antje

    Solltest es zum Äusserten kommen, brauchst du erst recht einen klaren Kopf.
    Deine Verhältnisse kenne ich nicht, aber sollte es einen Sozialplan geben, spielt das Alter auch eine Rolle und das wäre gut für dich.

    Hallo Nayouk24,

    ich bin jetzt arbeitstechnisch intensivst auf Umorientierung. Ich war über viele Jahre in mittleren Führungspositionen tätig und hatte mir auf meine letzten Arbeitsjahre eine Sachbearbeiterstelle gesucht, die nun durch die wirtschaftliche Situation gefährdet ist. Ich wollte einfach kürzer treten und ein bisschen Druck aus meinem Arbeitsleben nehmen. Jetzt habe ich die Sache angegangen und werde sehen, was sich ergibt. Das ist der Plan. Aufgeben ist zwar keine Option für mich, aber ich bin mir vollkommen bewusst, dass es schwierig werden kann.

    Da ich das so für mich entschieden habe, geht es mir wieder besser. Einen Plan B habe ich auch zur Hand, damit ich bei Enttäuschung nicht in ein Loch falle.

    Liebe Grüße:wink:

    Dass man nicht aufhoeren kann mit dem Trinken, wenn das 1 . Glas getrunken ist, schreit der Körper nach dem 2., dem 3. .....usw, bis man nicht mehr kann .

    So ging es mir auch immer. Ich konnte nicht aufhören, bevor die Flasche Wein leer war. Belastend waren dann Situationen, wo ich nicht einfach ein Glas nach dem anderen trinken konnte(ich wollte mein Problem nicht offen zeigen), z.B. bei Feiern beruflich oder privat. Da habe ich dann danach zuhause noch getrunken.

    Zum Glück ist das vorbei.

    Viele Grüße und auch gute Nacht

    Guten Abend,

    hoffentlich war der Feiertag für Euch gut.

    Bei mir gibt es jetzt ein Problem, was mich belastet und auch ziemlich nervös macht. Bei mir auf Arbeit wurde gestern Kurzarbeit angekündigt. Da ich ja Ende 50 bin, wird es sicherlich schwer, noch einmal eine neue Arbeit zu finden, falls sich die Sache weiterhin negativ entwickelt. Ich hatte das erstemal den Drang nach Alkohol seit langer Zeit. Es hat auch eine Weile gedauert, den Kopf wieder frei zubekommen. Bewegung an der frischen Luft und Reden mit meinem Mann haben mir zum Glück recht gut geholfen. Jetzt bin ich froh, dass die Attacke vorbei ist. Das hat mich ganz schön geschlaucht.😥

    Viele Grüße von mir

    Vielen Dank für Eure Glückwünsche und Antworten. Das freut mich sehr. Ihr "hört" mir zu und helft.

    Mein Mann sagt immer, dass ich nicht Allen und Jedem helfen kann und vor allem nicht "muss". Er hat ja Recht, meine Kinder sind erwachsen, haben Familie und ich bin auch schon Oma. Und meine Geschwister sind ja auch erwachsen.

    Aber ich kann da einfach nicht aus meiner Haut. Mein Mann hat ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Kindern, betrachtet aber gewisse Dinge viel pragmatischer als ich. Bei mir spielen dann immer Emotionen eine Rolle. Und er ist zum Glück der ruhige Hafen in unserer Ehe.

    Momentan ist der räumliche Abstand zu meiner Familie sicher gut. Ich kann mich auf mich konzentrieren. Mein Helfersyndrom hat auch schon mal dazu geführt, dass ich ausgenutzt wurde. Ich war halt immer präsent. Und seit ich umgezogen bin, eben nicht mehr.

    Liebe Grüße von mir

    P.S.: Langsam taue ich auf und öffne mich.:wink:

    Guten Morgen an Alle,

    ich hoffe, dass es für alle ein schönes Wochenende war.

    Mir geht es gut. Ich habe gestern die 9. Woche Abstinenz erfolgreich abgeschlossen. Das macht mich froh und auch stolz. Gestern war ja Muttertag und meine Kinder haben gratuliert und ein kleines Geschenk geschickt. Da sie weit weg leben, haben wir bis auf ein paar Besuche im Jahr nur telefonischen Kontakt. Aber das sehr regelmäßig. Meine große Tochter geht leider auf mein Alkoholproblem gar nicht ein. Sie kommt manchmal irgendwie empathielos rüber. Da ich die Anzeichen von Alkoholproblemen nur zu gut kenne, habe ich da ein bisschen Sorgen(ich habe bei Besuchen gesehen, dass sie sich schon vormittags mal ein Glas Wein gönnt). Meine kleinere Tochter ist da ganz anders. Sie ist stolz auf mich und unterstützt mich genau wie mein Mann sehr.

    Dann hatte ich noch ein Telefonat mit einem Bruder von mir. Mir wurde stolz berichtet, dass am Samstag Straßenfest oder besser Straßenbesäufnis war und er trotz Diabetes ordentlich gebechert hat. Seine Frau ist vor nicht langer Zeit verstorben, Alkohol war eine Ursache des zeitigen Todes. Er hat die Diabetes aufgrund massiven Alkoholmissbrauchs und folgender Schädigung der Bauchspeicheldrüse entwickelt. Aber gelernt hat er anscheinend nichts. Wochentags nüchtern oder alkoholfreies Bier und am Wochenende wird getrunken. Das macht mir etwas Sorgen. Aber ich kann es nicht ändern. Das weiß ich.

    Es tut mir gut, dass ich hier im Forum sein darf. Ich lese sehr viele Beiträge und nehme daraus viel mit. Was ich hier gelernt habe, ist dass ich mich nicht schämen muss und dass ich mir meine Problem von der Seele schreiben kann. Außerdem ist immer jemand mit einem Rat zur Stelle. Das hilft mir sehr.

    Viele liebe Grüße

    Hallöchen,

    ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende. Bei mir liegt nicht viel an. Ich war die letzten Tage etwas zickig drauf, immer ein Auf und Ab in der Stimmung. Ich habe da ein kleines Problem. Mein Mann muss bald für 4 Tage dienstlich verreisen🥲. Davor habe ich ein bisschen Angst, weil ich dann nach der Arbeit allein bin. Ich werde mir am Wochenende einen Plan machen, was ich an den Tagen abends allein so machen kann. Schwimmen gehen und Fahrrad fahren können ja nicht schaden. Das habe ich mir schon mal vorgenommen.

    Viele liebe Grüße

    Hallo MoniSi,

    ich bin seit 2 Monaten abstinent. Bei mir war es ein schleichender Entschluss, da ich ja wusste, was ich mir und meinen Lieben mit der Trinkerei antue. Der Entschluss ist richtig gereift, als meine Schwägerin aufgrund ihres Alkoholproblems verstorben ist. Das war ein Schock für mich, obwohl ich wusste, dass sie schon länger sehr angeschlagen war.

    Mein Mann hatte nach einer gewissen Zeit nicht mehr versucht mich vom Trinken abzuhalten. Ich glaube, dass er gewusst hat, dass er mir nicht helfen kann, solange ich nicht mit dem Trinken aufhören will. Als es dann so weit war, hat er mich sofort bestärkt und unterstützt. Aber ohne zu Drängen.

    Gesundheitlich ging es mir nicht gut. Es wurde Vieles zur Last, da ja Beruf, Haushalt, Freizeit... meiner Sucht im Weg standen.

    Es war also ein Mix aus vielen Dingen.

    Viele Grüße

    Guten Abend zusammen,

    ich hoffe, alle hatten ein gutes Wochenende. Heute wieder eine kleine Info von mir.

    Wir waren bei einem Oldtimertreffen einmal gucken. Leider gab es dort an jeder Ecke Alkohol. Da sind wir nicht lange geblieben. Gestört hat es mich nicht sehr, aber ich will kein Risiko eingehen. Na und dann haben wir den Rest des Wochenendes in trauter Zweisamkeit verbracht. Also entspannt. Da ich immer noch ziemlich müde bin, ist das für mich die beste Lösung momentan. Ich beschäftige mich mit Dingen, die mir Spaß machen und habe genug Freiraum zum Ausruhen. Momentan bin ich beim Ausmisten meiner Schränke, was mir gut gefällt.

    Heute war auch wieder eine Kontrolle wegen der abgesetzten Blutdruckmedikamente direkt beim Arzt fällig. Es sieht gut aus. Ich muss die Tabletten momentan nicht wieder nehmen und soll auch noch die Betablocker absetzen. Ich messe regelmäßig und führe eine Tabelle. Wenn etwas aus dem Ruder laufen sollte, kann ich reagieren.

    Also alles in allem bin ich happy, dass die Abstinenz so gut klappt und ich gesundheitliche Fortschritte mache. Ich bin so froh, dass ich nicht mehr trinke. Manchmal bin ich nur traurig, weil ich mir und auch meinen Lieben die Trinkerei so lange angetan habe.

    Viele liebe Grüße

    Hallo Stef,

    danke für die prompte Antwort.

    Ich habe mein Leben seit ich abstinent bin, schon ganz schön geändert. Da ich nicht mehr die Zeit mit Trinken verbringe, habe ich ja auch Zeit. Lesen, Handarbeit, Basteln...

    Mein Problem ist glaube auch der fehlende außerfamiliäre soziale Kontakt, der sich momentan außerhalb der Familie eigentlich nur auf das Arbeitsumfeld beschränkt. Ich bin zwar ganz gerne allein, aber mitunter fehlt etwas. Ich lebe erst seit ca. 6 Jahren in BaWü und stamme aus Dresden. Ich muss gestehen, dass ich nicht so richtig in BaWü klarkomme, was aber auch mit an mir liegt. Mein Mann nennt mich "speziell", weil ich halt sehr ehrlich bin(auch zu mir), was nicht immer gut ankommt. Meine Kinder und mein Freundeskreis sind in Sachsen geblieben. Ich habe immer noch Heimwehattacken, besonders schlimm nach Besuchen "zuhause". Natürlich telefonieren wir viel, aber sehen können wir uns halt nicht so oft. Zum Rest der Familie habe ich nicht viel Kontakt, da Alkohol dort eine große Rolle spielt, was natürlich immer heruntergespielt wird. Meine Brüder z.B. sind stolz darauf, dass sie nur am Wochenende(Fr. - So.) trinken. Dabei warten sie den Rest der Woche sehnsüchtig darauf, dass Freitag wird. Gesundheitliche Probleme haben die Beiden auch, die ich auf den Alkoholkonsum zurückführe.

    Puh, es tut gut, sich zu öffnen. Damit habe ich auch so ein Problemchen. Ich kläre meistens alles mit mir allein, bin auch ziemlich misstrauisch. Daher habe ich auch wenig Menschen, mit denen ich mich austausche. Hier im Forum fühle ich mich sehr wohl, obwohl ich anfangs schon ziemlich wortkarg war. Aber es klappt immer besser.

    Liebe Grüße von mir

    Guten Abend,

    leider ist ja das Wochenende vorbei. Ich habe an mir festgestellt, dass ich in den letzten Tagen leichte Stimmungsschwankungen hatte. Manchmal war ich gereizt. Bis jetzt hatte ich damit keine Probleme in meinem neuen trockenen Leben.

    Nun bin ich auch noch krank geworden(Bandscheibenproblem im Genick). Also habe ich mir einen Plan gemacht, wie ich die Zeit den Umständen entsprechend ausfüllen kann, die ich sonst auf Arbeit verbringe. Es gibt noch allerlei Papierkram , der liegengeblieben ist und sortiert und gescannt bzw. abgelegt werden muss. Das kann ich trotz Krankheit mit entsprechenden Pausen erledigen. Mir hilft sehr gut, wenn ich mich beschäftige, da ich nicht gern allein bin.

    Wie geht Ihr mit plötzlichen Freiräumen um?

    Liebe Grüße

    Hallo Ihr lieben Leute,

    ich wünsche Allen ein wunderschönes Wochenende. Bei uns liegt nicht viel an, wir werden in unserer Wohnung rumpuzzeln, einen schönen langen Spaziergang machen und noch grillen. Also immer schön ruhig.

    Meinem Blutdruck geht es ganz gut, keine besorgniserregenden Werte. Da bin ich froh.

    Viele Grüße von mir:wink:

    Guten Abend,

    vielen lieben Dank für die Willkommensgrüße und Antworten auf meine Anliegen. Es tut mir sehr gut, dass ich so gut aufgenommen werde und Eure Antworten helfen mir, mich in meinem neuen alkoholfreien Leben zurechtzufinden.

    Es ist alles so neu für mich, ich kann wieder klar denken, habe viel mehr Optimismus als zur Trinkzeit. Ich blicke auch nicht zurück, das ist ja jetzt rum. Ich denke, dass ich guten Zeiten entgegenblicke. Gesundheitlich geht es jedenfalls bergauf.

    Viele Grüße von mir