Beiträge von JEB

    Ich verstehe nicht selbst nicht, Hera.

    Ich kannte Mittelaltermärkte aber auch mehr von meiner Kindheit, im meinem Kopf waren sie romantisch verklärt, vielleicht war das das Problem.

    Ja, ich habe wegen des Geschmacks nicht getrunken. Aber an dem Stand gab es auch normales Bier. Das hab ich ignoriert. Vielleicht hab ich mich auf den schlechten Geschmack der einen Sorte konzentriert, um einen Rückfall zu vermeiden. Und um auch die anderen Getränke nicht zu trinken.

    Wir sind dann auch direkt gegangen, aber die 10 Minuten bis zum Auto, vorher 2 Stunden in der prallen Hitze und nix zu tinken ... Das war schon heftig. Sobald ich im kühlen Auto war und Wasser getrunken hab, ist auch mein Kreislauf abgerauscht

    Gestern hab ich mal wieder einen dämlichen Anfängerfehler gemacht... War auf einem Mittelaltermarkt, der schlecht organisiert war. In der Mittagshitze. Für eine große Menge an Menschen nur EINEN Stand mit Pommes und einen Getränkestand. Bin fast kollabiert vor Hitze und hab heute furchtbaren Sonnenbrand.

    Leider hatte ich nicht genügend Wasser dabei. Und am Stand mit dem Honigmet war natürlich nix los. Ich hab nur nix getrunken, weil ich das Zeug geschmacklich nicht mag, so ist es leider...

    Wie macht ihr das bei Events, wo ihr die Gegebenheiten nicht kennt? Ruft ihr vorher an, geht ihr dann direkt weg? Selbst mehr mitnehmen habe ich gelernt.

    Ich würde auch den Arzt wechseln wenn er zum Alkoholiker sagt sie sind keiner. Welcher normal Trinker sagt denn er ist Alkoholiker

    Mittlerweile gibt's für mich nur 2 Antworten darauf: Frauen werden gerade während einer Schwangerschaft sehr wenig ernst genommen. Mir ging es so und ich kenne aus meinem Umfeld mehrere Beispiele, die das bestätigen.

    Oder zweitens: Der Arzt selbst hält problematisches Trinkverhalten für die Norm und hat ggf. selbst ein Alkoholproblem. Vor meiner Erkrankung war ich sogar einmal bei einem, der für mich (damals noch unwissend) klar als Alkoholiker identifizierbar war.

    So oder so, ein Arztwechsel ist angesagt

    Tut mir sehr leid, Aennie, dass es bei dir so gelaufen ist.

    Bei mir hieß es beim ersten Versuch: "Das ist nur Hysterie" wegen Kinderwunsch

    Dann waren es die Hormone und dann der Stress nach der Geburt. Der Alkohol war es nie...

    Alles klar, die Suchtberatung leitet mich bestimmt durch den Prozess 👍 Wenn ich nur bekennende Alkoholikerin sein muss, geht das. Die Diagnose bekomm ich ja bis jetzt noch nicht

    Kazik

    Die Kur bekomm ich nicht bezahlt... Bin wegen meiner PTBS in Behandlung, kann mich gut ums Kind kümmern und laufe wegen meiner langen Trockenphase und guten Werte bei den Ärzten nicht unter "Alkoholikerin".

    Optionen hab ich aber: Z.B. zu Freunden oder den Eltern. Oder eben selbst eine Kur bezahlen, dann halt unter dem Aspekt der Erziehungshilfe. Wobei die eigentlich für sehr überforderte Eltern ist, so sehe ich mich nicht. Ich könnte höchstens die Begründung anbringen, die Mutter-Kind-Bindung zu stärken

    "Mir kommt es vor, als ob er jetzt deine Trockenheit genauso wie deine nasse Zeit vorschiebt, und als Grund nimmt, um dich und die Beziehung schlecht zu machen, obwohl es vielleicht ganz andere Gründe sind."

    Ganz genau so seh ich das auch. Ich werde es morgen nochmal versuchen, vielleicht komme ich ja zu den eigentlichen Problemen... Aber meist mauert er.

    Vielleicht hab ich auch irgendwann keine Lust mehr, nachzuhaken

    Mein Partner hat mir gesagt, dass er nicht mal mehr zu einem klärenden Gespräch nach dem Streit gestern bereit ist. Sich gemeinsam hinsetzen und Fernsehen, das würde er noch machen.

    Im Moment bin ich safe und morgen sieht bestimmt alles schon anders aus, aber was macht ihr in solchen Situationen (z.B. Trennung), wenn ihr gerade versucht, trocken zu bleiben?

    Tabsi und Rennschnecke , ich bin echt froh, hier mit Leuten reden zu können, die mich verstehen. Beim Einkaufen gestern hab ich mir extra jemanden mitgenommen, um auf Nummer Sicher zu gehen. Und einen weiten Bogen um die Getränkeabteilung gemacht, wie schon empfohlen.

    Nein, so ein Partner macht mich auf Dauer nicht glücklich. Um eine Trennung durchzuziehen, dazu noch mit kleinem Kind, bin ich allerdings noch nicht stabil genug.

    Und ich sehe auch nicht ein, darauf meine Energie zu verschwenden. Abstinenz ist wichtiger. Ich fokussiere mich auf's Trockensein. Zum Glück lässt er mich dann einfach in Ruhe. Räumliche Trennung muss erstmal reichen.

    @absti: nicht nur doof, sondern es fällt halt auf ihn selbst zurück. Er ist ja kein Alkoholiker und hat totzdem zahlreiche Fehler gemacht in all den Jahren. Und ich halte sie ihm nicht vor. Denn das ist unfair und kleinlich.

    Tabsi und die anderen: Ich bin ehrlich, kurz hat sich das Saufhirn wieder gemeldet und gesagt, ich solle den ganzen Ärger einfach wegsaufen. Dann hab ich es aber gemerkt und ein gesunder Trotz kam auf: Wieso sollte ich meine Erfolge gerade jetzt kaputt machen? Wieso sollte ich wieder mich kaputt machen und noch dazu meinem Partner noch mehr Material liefern? Mach ich nicht. Es ist mein Leben. Ich bin nicht perfekt, aber zumindest meine Abstinenz wird immer fester.

    Hab es sogar geschafft, der Familie zu vermitteln, was ich will. Einfach in keine Location, die Bier, Wein oder Brau im Namen hat. Wie für Kinder erklärt, aber das haben sie gerafft 😅

    Es ist ja auch viel einfacher die Schuld auf andere zu schieben, … dann brauche ich nicht bei mir selbst gucken.

    Was machen denn solche Schuldzuweisungen mit Dir und Deinen Gefühlen?

    Ich glaube, ich verstehe Janes Punkt mit der Kommunikation. Die hätten wir schon viel früher verbessern und lernen sollen, dazu hatten wir 10 Jahre Zeit und waren auch in der Paartherapie. Hat aber nix geholfen. Ich bin sehr interessiert an gewaltfreier, wertschätzender Kommunikation. Er leider nicht. Er knallt Aussagen hin und fertig.

    Dass man mit mir in der nassen Zeit nicht reden konnte, ist korrekt. Aber jetzt bin ich trocken und werde es bleiben.

    Das Paradoxe ist nur, dass mir jetzt Dinge aus der Zeit vor der Alkoholerkrankung vorgeworfen werden. Und die Schuld an unseren damaligen Problemen gibt er meinem Rückfall, der ja erst dieses Jahr war.

    Diese Schuldzuweisungen führen dazu, dass ich mich hilflos und klein fühle. Und unfair behandelt. Ich hab lange Zeit ein normales Leben geführt, bis ich erkrankt bin. Jetzt tut er so, als ob das nie so gewesen wäre. Und er tut auch so, als könne ich eh kein besseres Leben in Zukunft führen, wäre immer noch nass und würde gar nix verbessern. Dabei spiegelt mir der Rest meines Umfelds und ihr ja auch, dass es aufwärts geht.

    Du hast aber auch einen Nerv bei mir getroffen... Genauso kommt es mir mit meinem Partner vor. Alles Schlechte wird gesammelt, ggf. auch von vor Jahren.

    Wenn ich das bei ihm machen würde, wäre ich nachtragend und kleinkariert. Bei mir ist es legitim, weil ich ja so eine böse Alkoholikerin bin. Dabei werde ich seit ich trocken bin auch jeden Tag besser. Und auch durchsetzungsfähiger. Und Erfolge wegen kleingeredet.

    Auf einmal an Allem Schuld...

    Ich hab das in den vergangenen Tagen schon öfter beobachtet... Auf einmal ist mein Alkoholismus Schuld an Allem, was ihm nicht gefällt/ bei ihm nicht geklappt hat. Sogar Sachen von vor 2 Jahren, als ich in meiner längsten Trockenphase war, werden mir vorgeworfen. Z.B. dass er was bei uns im Haus nicht repariert hat etc.

    "alles wegen deiner Sauferei". Kennt ihr sowas und wenn ja, wie geht ihr damit um?