Hallo ihr Lieben, melde mich jetzt wieder. Es ist endlich heute geschehen, er ist ausgezogen. Ich habe es geschafft. Die letzten 2 Wochen waren furchtbar, ein ewiges auf und ab. Er hat gebettelt, geschimpft, mir geschrieben das er meine nähe vermisst. Aber ich habe einfach nicht reagiert. Es gab noch 3 lange Gespräche auf seinen Wunsch hin. Aber die führten genau da hin, wo wir schon am Ende der Beziehung standen. Ich hatte ja nach unserem Streit um ein Gespräch gebeten, was ja so richtig nie stattgefunden hatte. Dann kam er auf einmal, er hätte sich so sehr ein Gespräch gewünscht. Naja, es sind 3 draus geworden und die waren von seiner Seite nur mit Vorwürfen, Schuldzuweisungen usw , ich habe ihm noch ein paar Dinge gesagt die für mich wichtig waren, zb das seine Sucht ihm wichtiger ist als alles andere, das ich zwar den Menschen vom Anfang geliebt habe, aber nicht mit dem Menschen zusammen sein kann was er aus sich gemacht hat.
Ich habe eine klare Linie gefahren was den Auszug betraff, er hat sämtliche Termine von mir schriftlich bekommen und auch mit Einhaltung aller Formalitäten und Fristen, so das ich es zur Not auch dann über das Gericht durchgekommen hätte. Er hat gemerkt, das er mich nicht mehr beeinflussen kann. Und ich habe ihm jeden Tag ein bisschen mehr Lebensqualität weg genommen. Alles was mir in der Wohnung gehört habe ich nach und nach entzogen. Vor zwei Tagen hatte er dann auch kein Besteck, kein Teller, kein Wasserkocher mehr, keine Seife, kein Duschgel, es war alles meins. Und heute früh hat er seinen restlichen Kram unter meinen Augen aus der Wohnung geräumt, die habe ich dann gleich verschlossen. Und er hat gewartet in der Hofeinfahrt auf die Abholung. Er hat ein Umzugsunternehmen gemietet, allerdings hatte er nur 4 Dinge angegeben, die waren ein wenig sprachlos über die Menge, haben auch gleich Fotos gemacht und von Neuberechnung gesprochen. Naja, sein Problem. Er wollte dann nochmal in die Wohnung, ich habe ihm erklärt, das ist erledigt, deine Sachen sind alle raus, da brauchst du nicht nochmal rein. Später fing er an, er müsste nochmal auf die Toilette, ich habe ihm gesagt, er soll zum Bäcker gehen, gegenüber, hier nicht mehr. Na er hat es dann wohl angehalten oder er musste nicht wirklich, sondern hat es halt versucht nochmal in die Wohnung zu kommen. Er hat ein bisschen was kaputt gemacht, das ist aber kein Problem, lässt sich erneuern. Und ich kann endlich wieder atmen. Es war 11.00 Uhr als der Spuk vorbei war. Das ist erstmal eine Zusammenfassung von den letzten Tagen. Ich konnte mich einfach nicht melden ich hatte keine Kraft dafür.