Beiträge von kati50

    Schlimm was du da erleben musstest. Wirklich schlimm. Gut dass es vorbei ist.

    Gestalte so viel um wie es geht, damit dein Wohnraum wirklich zu deinem wird und er nicht noch in allen Ecken sitzt.
    Trauern ist wichtig und gut, aber vergiss nicht, dass das nicht nur ein Ende sondern vor allem ein Anfang ist!

    Ja, ich bin dabei meinen Traum ganz exzessiv auszuleben, ich stehe total auf beach und Meer, so fange ich jetzt an, es in der Form alles zu gestalten, wir haben da ziemlich gleich getickt, er hat da auch ziemlich viel eingebracht, wenn er konnte. Und ich möchte diesen Stil für mich weiter durchziehen, da ich es für meine Seele brauche. Auch im Garten wird ein Strand entstehen, den wollte er immer nicht, da ich da seinem Versteck zu nahe gekommen wäre, wie ich herausfinden musste. Naja, ich erfreue mich an jeder einzelnen Sache die ich jetzt mache und nehme jede " Welle" so wie sie kommt, aber:

    Ich habe mittlerweile gelernt in diesen Momenten nicht zurück zublicken auf die schönen Zeiten, sondern mir in Erinnerung zu rufen wie schrecklich es war in den letzten Monaten. Mal gelingt es mir gut. Mal weniger gut.

    Sehr gut für mich ist, das es überhaupt keinen Kontakt gibt zu ihm, dadurch entstehen keine Triggerpunkte.

    Ich glaube schon das er in seinen nüchternen Momenten auch diese Träume hatte, aber die Sucht hat ihn komplett eingeholt, am Ende gab es keinen Tag, keinen Zeitpunkt wo er nüchtern war. Und das waren auch die schlimmsten Monate für mich, da ich nie wusste was erwartet mich zu Hause. Ich war schon froh wenn er seinen Pegel hatte und nicht in Streitlaune war. Er hat schon morgens angefangen zu trinken wenn ich die Kinder weg gebracht habe, hat dann sich bis mittags heimlich zwischendurch immer mal wieder in seinen Stall begeben zu seinen Tieren, angeblich um zu füttern, aber es war sein Trinkversteck. Bis ich mittags auf Arbeit gefahren bin, da konnte er natürlich trinken ohne das es jemand sieht und spätestens halb vier nachmittags war es soweit, das er einfach da umgefallen ist wo er war. So habe ich ihn abends halb neun vorgefunden. Bevor es so schlimm war, hatte er auch Träume, aber dann haben ihn die Schulden eingeholt und er musste mehr trinken um es zu ertragen, nehme ich an. Und damit gab es dann auch keine Träume mehr.

    Hallo Kati50,

    da hat es sich jemand ganz schön bequem gemacht, seine Verantwortung für sich selbst abgeschoben auf jemand anderen, er hatte sein Opfer gefunden und gehofft, dass er so in seiner Komfortzone bis an sein Lebensende weiterleben kann.
    Diese Hoffnung hast Du ihm genommen.

    Aber es geht hier nicht um ihn, sondern um Dich. Du hast Dich bis zur Selbstaufgabe um alles und andere gekümmert. Kann es sein, dass Du eine gewisse Leere verspürst?

    Ich verspüre zum Teil eine Leere, aber was für mich noch schlimmer ist, ich sehe hier jeden Tag Dinge die wir gemeinsam machen wollten, besser gesagt Dinge im Haus die wir uns nach unseren Wünschen aufbauen wollten. Die ich nun alleine mache. Er ist oft allgegenwärtig, oft rieche ich ihn hier. Aber ich halte mir dann immer die letzten Monate vor Augen, wie es war wenn ich abends nach Hause kam und ihn tief im Koma, komplett in Arbeitskleidung und Schuhen gefunden habe. Zu Hause nichts passiert ist. Er zwischendurch was gegessen hat und alles stand stundenlang auf dem Tisch, statt im Kühlschrank.

    Dann wird es innerlich besser. Aber es wird noch lange dauern bis ich das überwunden habe. Manchmal denke ich, es wird nie wieder ganz verschwinden.

    Ich habe heute echt das Bedürfnis mich mal zu melden, ich hatte Urlaub, den habe ich damit verbracht meinen Wohnbereich etwas neu zu dekorieren und ich habe viel Zeit damit verbracht meine Beziehung zu analysieren. Unsere Beziehung war in meinen Augen am Anfang perfekt. Mittlerweile habe ich verstanden das er es praktisch zum perfekten gemacht hat um hier bei mir ein sicheres zu Hause zu haben und jemanden der sich um alles andere kümmert.

    Womit ich ein riesen Problem innerlich habe, er hatte hier alles, liebe, Geborgenheit, Ehrlichkeit, ein zu Hause. Er hätte diese Chance nutzen können und problemlos eine Entgiftung machen können und anschließend eine Therapie, aber er möchte es nicht. Er wusste das ich ihn in all seinen Problemen beim finanziellen Dingen unterstützt habe. Er hat wahnsinnig hohe Schulden, schon seit Jahrzehnten. Ich habe mich mit ihm hingesetzt und habe ihn bei der Schuldnerberatung anrufen lassen und er wurde auf die Liste gesetzt das er beraten wird.

    Ich war wirklich am Ende, körperlich und seelisch in der Beziehung. Ich hatte 3 Zusammenbrüche in dem letzten halben Jahr. Meine Hände sind nachts eingeschlafen, das ich vor Schmerzen im schlaf gejammert habe. Er hat es alles gesehen und nicht begriffen das es durch seine ganzen Provokationen und Fehlersuche entstanden ist. Wir hatten noch ein paar Gespräche am Ende, aber er hat die Schuld nur bei anderen gesucht.

    Ich bin sehr froh das ich diesen Weg gegangen bin, aber es tut auch zwischendurch verdammt weh. Meine Freundinnen und Freunde sagen, ich soll froh sein, das er weg ist. Bin ich auch, aber trotzdem gibt es diese Wellen wo alles hoch kommt.

    Hallo Ihr Lieben, ich fühle mich gut. Das musste ich zuerst loswerden, seit 3 Tagen keine Welle mehr. Ich hatte es Welle getauft um es meiner Tochter besser erklären zu können. Es sind die Momente, wenn die Erinnerung hoch kommt an den Mann, der er mal war, oder was er mir vorgespielt hat.

    Heute war ich beim Einwohnermeldeamt ein letztes Mal, er ist jetzt definitiv bei uns abgemeldet.

    Allerdings kommt weiterhin viel Post an ihn hierher, obwohl sein Name nicht mehr am Briefkasten steht. Wir haben jetzt immer alle Firmen, Inkasso oder Rechtsanwälte , was wir im Brieffenster sehen konnten, angerufen und mitgeteilt das er hier nicht mehr wohnt und die neue Adresse übermittelt.

    Es ist wahnsinnig viel Post, ich schreibe immer die neue Adresse drauf und wieder in den Briefkasten damit.

    Ansonsten ist es sehr ruhig, ich merke wie ich immer mehr durchatmen kann.

    Sämtliche Türen werden trotzdem verschlossen abends, die Fenster kontrolliert. Ich kann einfach nicht anders.

    Ich hoffe er hat es verstanden. Und für mich hoffe ich, das es weiter so geht, kleine Schritte, aber vorwärts.

    Ich habe natürlich Tage, da bin ich ganz unten, weil ich an die schönen Erinnerungen denke, aber es wird weniger. Ich gehe jeden Abend meinen Tag durch und überlege wieviele "Wellen " ich hatte, ich habe sie Wellen getauft, wenn es mal wieder ganz schlimm ist. Meine Tochter weiß von den Wellen und nimmt mich in den Arm. Und sie werden weniger. Es gab schon Tage ganz ohne, da war ich richtig stolz.

    Mittlerweile habe ich angefangen in meinem Kopf die Beziehung nochmal Revue passieren zu lassen um zu sehen, wann es für mich schon Dinge gab, wo ich hätte aufhorchen müssen.

    Ich muss es irgendwie verarbeiten und so ist es der beste Weg. Da ich es gerne für mich verstehen möchte, um nicht wieder den gleichen Fehler irgendwann zu machen.

    Auch das Nachdenken wird weniger, zwischendurch gibt es so Triggerpunkte, da geht es nicht anders.

    Ich habe jetzt angefangen meinen Wohnbereich so zu gestalten wie ich es immer haben wollte. Am Anfang war es sehr schwierig überhaupt etwas zu kaufen, ich habe mich richtig schuldig gefühlt, weil er mir immer eingeredet hat, das brauchen wir nicht, das ist eine unnötige Ausgabe. Aber mittlerweile wird es besser und ich werde sicherer, meine Wünsche umzusetzen. Gibt es jemanden der sich auch so gefühlt hat?

    Ich habe am Anfang viele Geschäfte besucht und nichts gekauft, weil ich wusste was er dazu gesagt hätte. Seit 4 Tagen gucke ich zum ersten Mal wieder Fernsehen. Er hat sonst das Programm bestimmt und ich habe mich einfach gefügt um keinen Streit herauf zu beschwören. Am Anfang lief zwar der Fernseher, aber ich habe es so gehalten wie im letzten halben Jahr und habe überhaupt nicht geguckt. Jetzt fange ich an und suche mir einen Film aus oä.

    Hallo Ihr Lieben, ich habe ab jetzt Urlaub, ich habe viele auf und ab's gehabt in der letzten Zeit. Er hatte sich erstmal nicht gemeldet und ich dachte, ok, vielleicht hat er eine neue gefunden und es herrscht Ruhe, aber nach 1,5 Wochen nach dem Auszug hat er mir einen Song geschickt, von KI erstellt, der genau meine gesamte Situation in den letzten Monaten vor der Trennung wiedergespiegelt hat, danach hat er mir gedroht und ich bin darauf hin dann doch zur Polizei. Es war eine sehr aufmerksame Beamtin, die sich alles angehört hat und dann die Vorkommnisse der letzten Wochen aufgenommen hat, auch die Zustände in den letzten Monaten in der Beziehung, seine komplette gesundheitlichen Auffälligkeiten usw. Die Polizei war noch am selben Tag bei ihm und hat ihm eine Gefährdenansprache gehalten, er soll mich nicht kontaktieren, nicht irgendwie aufsuchen usw. Seinen Abholtermin für seine restlichen Sachen wäre morgen gewesen, den hat er noch vor meinem Polizeibesuch abgesagt und wollte sich melden wann er seinen Kram abholt. Ich habe ihm nur geschrieben, er bekommt einen neuen und letzten Termin von mir, an den er sich zu halten hat. Und zu dem er nüchtern zu erscheinen hat. Und da er ja im Verzug ist, ist erst die fällige Aufwandsentschädigung zu zahlen in bar, bevor er irgendwas einladen kann. Donnerstag gehe ich zum Einwohnermeldeamt, da wird er zwangsumgemeldet. Da ist die gestellte Frist vom Einwohnermeldeamt abgelaufen, die hatten ihn angeschrieben. Und es sind jede Menge Briefe eingetrudelt, von Inkasso, Rechtsanwälten usw, da haben wir immer gleich angerufen und die neue Adresse mitgeteilt. Die Briefe habe ich mit neuer Adresse in den Postkasten geworfen.

    Er hat nämlich auch wahnsinnig hohe Schulden bei Finanzamt, Zollamt, und unwahrscheinlich vielen privaten Firmen.

    Ich hoffe er bereut mittlerweile mich kennengelernt zu haben und so belogen zu haben. Er hat wahrscheinlich nicht damit gerechnet das ich das so durchziehe, er kannte mich bis zur Trennung nur als die verständnisvolle, liebevolle, loyale Partnerin.

    Jetzt lernt er die andere Seite kennen.

    Die Schlösser sind getauscht, es wird auch immer alles abgeschlossen. Auch wenn wir da sind. Das ist meine größte Angst, das er wieder versucht hier zu landen und nicht locker lässt. Er ist jetzt 2 Tage weg, befindet sich noch in seiner Ignorierphase, das läuft meist eine Woche und dann hat er immer wieder angefangen. Zum Glück ist seine neue Wohnung ca 15 Autominuten von mir entfernt, da er keinen Führerschein mehr hat und sein Auto keinen TÜV mehr, seit Februar ist er nicht so nah, er müsste mit dem Fahrrad oder Bus hierhin kommen.

    😱. Kati. Ich hab es nicht mehr aufm Schirm. Du hast Unterstützung familiär u die Polizei war auch schon involviert ?

    Der Fund lässt das Blut in den Adern stocken.😡

    Ja, ich lebe gemeinsam mit meiner Tochter, meinem Bruder und seiner Tochter in einem großen Haus, wir haben 2 Wohnbereiche, er hatte praktisch meinen Wohnbereich besetzt und ich bin mit meiner Tochter in das Gästezimmer meines Bruders gezogen. Die Polizei war eigentlich involviert ab dem Moment wo er betrunken in sein Auto stieg und mir einen Abschiedsbrief da gelassen hatte. Das ist jetzt ca 5 Wochen her. Ich habe damals die Polizei gerufen. Dann musste er natürlich mit, Blutentnahme usw. Sozialer Dienst, 1,7 Promille und er ist völlig normal zum Streifenwagen gegangen und mitgefahren. 3 Stunden später haben sie ihn wieder gebracht. Tja, und er hatte ja seine Kündigung bekommen von uns.

    Ach, es war so anstrengend, ich habe gedacht, ich stehe es nicht durch, eher drehe ich vorher ab im Kopf.

    Ja, ich muss aufpassen. Ich weiß was er alles für Ideen für seine Ex hatte, da war er aber noch nicht so weit unten und hatte mich ja getroffen und somit einen neuen Plan für sein Leben. Jetzt weiß ich nicht wie es bei ihm weitergeht, es ust mir auch egal, gut wäre für mich, wenn er jemand neues findet. Was ich allerdings niemanden wünsche.

    Aber ich kann mich auch nicht verkriechen und verstecken, sondern ich möchte langsam wieder zurückfinden in mein Leben, mit jedem Tag merke ich, was er mir alles weg genommen hat, oder ich unterdrückt habe, um kein Theater zu Hause zu haben.

    Ich war nicht mehr ich selbst, sondern nur noch ein ganz kleines gedrücktes etwas.

    Guten Morgen, gestern habe ich das Wohnzimmer gestrichen, wieder eingerichtet, endlich mit meinen Sachen. Und zum ersten Mal wiede in meinem Bett geschlafen. Es war komisch und es hat gedauert bis ich mich nicht mehr so unsicher gefühlt habe. Ich habe auch gestern eine schlimme Entdeckung gemacht, im Wohnzimmer stand noch ein Sessel von mir, mit vielen Kissen drauf, als ich die abgeräumt hatte, habe ich Feuerzeugbenzin, holz, Feuerzeug und einen Lappen gefunden. Das hatte ich 2 Tage vor seinem Auszug alles in seine Box gepackt, damit er es mitnimmt. Und ich war dabei als er seine Sachen aus der Wohnung getragen hat und habe sofort danach zugeschlossen, er hat 2x drum gebeten nochmal in die Wohnung zu können. Was ich ihm nicht mehr erlaubt habe.

    Es macht Angst. Ich rieche auch den ganzen Tag seinen Parfümgeruch von ihm, wovon er am Ende ja reichlich benutzt hat.

    Ja, das mache ich. Es ist Psycho, hier die letzten 2 Wochen schon. Ich muss jetzt gut aufpassen. Aber das werde ich. Er hat nichts mehr zu verlieren. Ich habe mich heute zum ersten Mal wieder richtig gespürt, ich habe Kraft und Energie gehabt, bis er weg war. Dann war natürlich erstmal die Luft raus, und heute Abend bin ich total kaputt und müde. Und morgen wird gestrichen, das Wohnzimmer, damit ich endlich wieder in meinen Bereich ziehen kann. Ich werde hier weiter schreiben, denn es hat mir geholfen in vielen schweren Situationen. Danke nochmal an alle

    Schloss ist gewechselt, alle, werde morgen zum Einwohnermeldeamt gehen und ihn bei uns abmelden und gleichzeitig Bescheid geben wo er jetzt wohnt, das hab ich heute früh dank der Umzugsfirma schnell herausgefunden. Und als Eigentümer darf man das, sollte man das sogar, wenn er schon von Behörden gesucht wird. Heute Abend hat er glaube ich ein Date. Morgen fange ich an zu renovieren in meiner Wohnseite, Ach es ist ein tiefes aufatmen.

    Jetzt die letzten 2 Wochen hatte er schon paranoide Züge und Wahnvorstellungen, es war schlimm, zum Glück hatte ich eine Zimmertür dazwischen und musste es nur hören. Ich glaube er macht das nicht mehr lange. Ich hatte ihm nochmal die Telefonnummer der Suchtberatung aufgeschrieben. Aber er sagt zwar das er dran ist an seinen ganzen Problemen. Aber voll war er trotzdem jeden Abend. Und er sucht schon wieder nach einem neuen Opfer, sein erstes Date hat er ziemlich betrunken wahrgenommen, war auch in der Nacht nicht hier, dafür kam er umso schlimmer am nächsten Tag nach Hause. Aber es ist mir egal. Soll er machen, sein Leben, seine Verantwortung.

    Hallo ihr Lieben, melde mich jetzt wieder. Es ist endlich heute geschehen, er ist ausgezogen. Ich habe es geschafft. Die letzten 2 Wochen waren furchtbar, ein ewiges auf und ab. Er hat gebettelt, geschimpft, mir geschrieben das er meine nähe vermisst. Aber ich habe einfach nicht reagiert. Es gab noch 3 lange Gespräche auf seinen Wunsch hin. Aber die führten genau da hin, wo wir schon am Ende der Beziehung standen. Ich hatte ja nach unserem Streit um ein Gespräch gebeten, was ja so richtig nie stattgefunden hatte. Dann kam er auf einmal, er hätte sich so sehr ein Gespräch gewünscht. Naja, es sind 3 draus geworden und die waren von seiner Seite nur mit Vorwürfen, Schuldzuweisungen usw , ich habe ihm noch ein paar Dinge gesagt die für mich wichtig waren, zb das seine Sucht ihm wichtiger ist als alles andere, das ich zwar den Menschen vom Anfang geliebt habe, aber nicht mit dem Menschen zusammen sein kann was er aus sich gemacht hat.

    Ich habe eine klare Linie gefahren was den Auszug betraff, er hat sämtliche Termine von mir schriftlich bekommen und auch mit Einhaltung aller Formalitäten und Fristen, so das ich es zur Not auch dann über das Gericht durchgekommen hätte. Er hat gemerkt, das er mich nicht mehr beeinflussen kann. Und ich habe ihm jeden Tag ein bisschen mehr Lebensqualität weg genommen. Alles was mir in der Wohnung gehört habe ich nach und nach entzogen. Vor zwei Tagen hatte er dann auch kein Besteck, kein Teller, kein Wasserkocher mehr, keine Seife, kein Duschgel, es war alles meins. Und heute früh hat er seinen restlichen Kram unter meinen Augen aus der Wohnung geräumt, die habe ich dann gleich verschlossen. Und er hat gewartet in der Hofeinfahrt auf die Abholung. Er hat ein Umzugsunternehmen gemietet, allerdings hatte er nur 4 Dinge angegeben, die waren ein wenig sprachlos über die Menge, haben auch gleich Fotos gemacht und von Neuberechnung gesprochen. Naja, sein Problem. Er wollte dann nochmal in die Wohnung, ich habe ihm erklärt, das ist erledigt, deine Sachen sind alle raus, da brauchst du nicht nochmal rein. Später fing er an, er müsste nochmal auf die Toilette, ich habe ihm gesagt, er soll zum Bäcker gehen, gegenüber, hier nicht mehr. Na er hat es dann wohl angehalten oder er musste nicht wirklich, sondern hat es halt versucht nochmal in die Wohnung zu kommen. Er hat ein bisschen was kaputt gemacht, das ist aber kein Problem, lässt sich erneuern. Und ich kann endlich wieder atmen. Es war 11.00 Uhr als der Spuk vorbei war. Das ist erstmal eine Zusammenfassung von den letzten Tagen. Ich konnte mich einfach nicht melden ich hatte keine Kraft dafür.

    Er hat jetzt gemerkt das ich hart bleibe, da ich ihm nochmal ein Schreiben hingelegt habe, das bestätigt das der 30.6. sein Auszugstermin ist und war. Das war wichtig, damit nicht stillschweigend ein fortgesetzten Mietverhältnis entsteht. Daraufhin habe ich zwei böse Nachrichten bekommen von ihm, damit hätte ich alles kaputt gemacht. Am liebsten hätte ich geantwortet, das er doch schon zig mal damit gedroht hat auszuziehen und ich es nur nochmal schriftlich bestätigt habe, und ich habe es nicht damit kaputt gemacht, sondern kaputt gemacht hat es der Alkohol den er braucht.

    ABER dann habe ich überhaupt nicht reagiert, wozu auch, er weiß das er ausziehen muss. Ich musste mich absichern, das ich es gerichtlich durchsetzen kann. Und ich gehe stark davon aus das er heute wieder richtig gut getankt hat.

    Vorgestern ging ja nicht soviel, durch die Polizei und das Gespräch mit mir danach. Da ist mir zum ersten Mal aufgefallen das er immer seine Hände extrem in die Seite knickt oder in der Hosentasche hat. Das heißt dann wohl auch es war nicht genug um das zittern abzustellen.

    Die Phasen wo ich der früheren Beziehung hinterher trauere gibt es noch, aber es wird besser, alleine schon dadurch was er mir entgegen bringt für Argumente.

    Wie man einen Menschen mit ganz anderen Augen beobachtet wenn man nach bestimmten Anzeichen sucht. Manchmal denke ich, vielleicht interpretiere ich zuviel hinein in jeden Satz, jede Tätigkeit usw die er tut und sagt, vielleicht ist es nicht so schlimm wie ich denke mit der Menge was er trinkt. Aber ich brauche mir dann nur in Erinnerung zu rufen wie oft ich gesehen habe, das früh noch 20 Flaschen im Kasten waren und wenn ich nach Hause kam waren nur noch 10 übrig und ich habe noch weitere 5-6 Flaschen einer anderen Marke in einem Eimer gefunden, die vor meiner Arbeit nicht da waren.

    Ich bleibe dran. Es geht nicht mehr. Es ist nur noch anstrengend und ich weiß es würde so niemals einfach aufhören. Eher im Gegenteil, es würde noch schlimmer.

    Das klingt tatsächlich alles sehr kompliziert, da hilft wohl nur ein Anwalt.

    Aber ihr habt beim Einwohnermeldeamt bestätigt, dass er bei euch wohnt, ohne einen Mietvertrag zu haben und ohne dass er Miete zahlt? Da merkt man dann leider erst hinterher, was das für Konsequenzen haben kann :-(.

    wünsche dir auf jeden Fall viel Kraft und starke Nerven.

    Danke dir, leider habe ich das nicht gesehen was sich heimlich bei ihm abspielt, sonst wäre es nie so gekommen. Da wäre schon nach dem ersten Treffen kein zweites gewesen. Nur leider passiert es ja heimlich. Und er hat natürlich nicht gesagt: hier ich trinke jeden Tag 10 -15 Flaschen Bier und falle dann erstmal ins Koma für 6-8 Stunden.