Beiträge von Issi

    Liebe Honighummel,

    sehe es auch wie Morgenrot und lese da einen Widerspruch in deinem Text....

    Aus welchem Grund gibst du ihm diese Chance? Für mich fühlt es sich nach der Hoffnung an, dass er sich ändert.

    Ich verstehe dich so gut, da ich in einer ähnlichen Situation bin, vor 3 Wochen gab es das Versprechen und am Donnerstag dann den Rückfall.

    Mich hat es dennoch weitergebracht, ein Stück weg von ihm .....

    Issi

    Er hat mir gestern geschrieben, er wirft sich jetzt vor den Zug, er wohnt in einem ehemaligen Bahnhofshäuschen.

    Ich habe nicht reagiert, aber seine Tochter informiert, da ich Angst hatte, wenn er es macht, dass sie mir dann Vorwürfe macht. Sie hat mir aber gesagt, sie hat "keine Lust auf sein Drama". Ich weiß, dass ich nicht verantwortlich für ihn bin, aber kann , darf oder muss ich diese Aussage von ihm ignorieren?


    Habe hier gestern von dem Suizid hier gelesen, deswegen hatte ich Angst....ich lese hier aber auch, das machen viele Alkoholiker,mit Suizid zu drohen.

    Hab mein Handy auf stumm gestellt und bin ins Bett....heute trotzdem gleich gecheckt, ob er online war....ja

    Hab die Nacht nur gegrübelt, fühle mich wie in einem Haus, gefangen von Mitleid, Hoffnung, aber auch Wut.

    Hab den Eindruck ( um bei meinem Bild zu bleiben), den Koffer habe ich gepackt und auch schon durch Fenster geschaut. Jetzt muss ich (nur) noch die Klinke drücken und meine Hand geht vor und dann doch wieder zurück.....

    Vor 30 Jahren habe ich während meiner Ausbildung auf der int. Intensiv gearbeitet und habe alles erlebt, wie das Ende sein kann....(weiß nicht ob ich das schreiben darf)

    Triggerwarnung: essigsaure Durchfälle, riesige Aszitesbäuche, Ösophagusvarizen ( die dann bluten), kein "friedliches Einschlafen" und die Bilder und Gerüche sind sofort wieder da....gelbe Menschen von Kopf bis Fuß, die auf eine Lebertransplantation warten....( die habe ich bei trocknen Alkoholikern auch in Frage gestellt). Heute sehe ich das etwas differenzierter,bitte , es geht hier um meine Meinung , will keinem Menschen das Recht darauf absprechen....


    Ehrlich gesagt, es ekelt mich, wenn ich daran denke ( bitte nicht persönlich nehmen, es geht um die Situation und es ist ja auch nicht bei jedem so) und ich möchte das auf keinen Fall bei meinem Partner erleben.

    Eins ist mir heute Nacht noch klar geworden, ich muss an mich und meine Zukunft denken...

    Danke fürs Lesen

    Update:

    er war jetzt seit dem 20.7 trocken, bei den AA und ich dachte ( dumm), es hat tatsächlich klick gemacht und er hat es erstmal geschafft und ist auf einem guten Weg ( naiv und absolutes Wunschdenken meinerseits)

    Er war alle 4 Tage zum Essen bei mir und es ging mir gut, in Bezug auf eine Zukunft mit ihm.

    Heute war er bei mir (45min zu spät, sonst immer pünktlich), ich habe sofort gemerkt, dass er getrunken hat. Zuerst abgestritten, dann zugegeben. Habe ihn sofort nach Hause geschickt...

    Bin momentan nicht in der Lage, ihn komplett aufzugeben, bezeichne mich daher (noch) als beratungsresistent. Lese hier sehr viel und vll komme ich der Realität und der Einsicht, ihn gehen zu lassen, so näher.

    Betrauer mich selbst, habe Angst vor dem Alleinsein in einem fremden Land, obwohl ich hier alleine ausgewandert bin und die ersten 2 Jahre auch alleine war...

    Alle Informationen über diese Co Abhängigkeit sind mir bewusst, kann aber (noch?) nix umsetzen.

    Der Satz , der sich mir eingeprägt hat:

    "Alkohol ist stärker als die Liebe"

    Was ich jetzt mache: erstmal keinen Kontakt. Das schaffe ich.....

    Muss mir das alles von der Seele schreiben, bin in dieser Achterbahn noch gefangen.

    Hat mir am Samstag geschrieben, er entscheidet sich gg den Alkohol und für mich.

    Er hat auch gesagt, er ist definitiv Alkoholiker, ca 2 l Bier/Tag, Jahrzehntelang.

    Heute 17.00 hat er sein erstes Gespräch, ca 6-8 Leute, Psychologe und Experte ( AA Ungarn). Habe etwas Angst, daß die Unterstützung hier wg nicht vorhandenem Geld evt weniger gut als in Deutschland ist🤔 Den Link hatte ich ihm ja ins KH geschickt und da hat et sich beschwert, warum ich ihm das sende.

    Habe die ganze Zeit Kontakt zu seiner Tochter (26) und er hat sich gestern auch bei ihr geoutet, habe ihm gesagt, es wäre gut, wenn er seine Familie informiert.

    Ich bin schon stolz auf ihn, der erste Schritt ist gemacht und ich werde ihn unterstützen und er weiß, wenn er weiter trinkt, bin ich weg.

    Für mich fühlt sich das im Moment richtig an, kann gar nicht glauben, dass er es zugegeben hat und heute sogar zu seinem ersten Treffen geht....

    Hab ihn jetzt mit den Leberwerten im Arztbrief konfrontiert und gesagt, wenn er weiter trinkt ohne mich.

    Steht auch drinnen, es muss mit weiteren Anfällen gerechnet werden. Er sagt, es kommt von einem Virus.

    Finale Antwort von ihm: er hätte jetzt gerne einen Herzinfarkt, dann wäre alles vorbei. Er geht seinen Weg.....


    Ehrlich jetzt, nach 4 Jahren??????? Alkohol sticht Liebe.....????

    Ist das ein typisches Verhalten, kein Gespräch, nada, nix????

    Sagt mir bitte, dass diese Reaktion für ein Suchtproblem spricht....

    Aurora

    Danke, das macht mir auch ein bißchen Druck, es wirklich zu tun und das ist gut.

    So entschlossen ich alles schreibe, gibt es in mir doch 2 Seiten:

    -abwarten, merk ja eigtl nur wenig von seiner Sucht, er ist so fürsorglich, liebevoll etc pp.

    - bis auf 2 Ohnmachtsanfälle und mal Nasenbluten, Schlafstörungen, keine Symptome, bild ich mir das alles nur ein?

    -ok, er ist gestolpert und war mehrmals unangenehm "komisch" ( meine Wahrnehmung)

    Kann ich evtl befreundet bleiben und ihm so helfen ?( Neeeeiiiiin)

    Der Zuspruch tut mir so gut, ich weine viel

    Danke, dass es dich und die Gruppe hier gibt ;(;(

    AnnaBlume sry, mich hat der erste Teil deiner Antwort so tief getroffen, dass ich das Gefühl habe, ich muss mich verteidigen.

    Meine Welt und Zukunft bricht gerade zusammen, aber ich will hier nicht jammern, sondern mich erklären, welchen Weg ich einschlagen werde, auch zur Bestärkung.

    Das hilft mir unendlich und auch wenn ich nicht viele Emotionen in meinem Thread zeige, sind sie sehr wohl vorhanden. Ich vermisse ihn jetzt schon....;(

    Er ist meine große Liebe und wir sind seit 4 Jahren zusammen. Im Moment rette ich mich mit Pragmatismus und mit meinem Kopf.

    Mein Herz bricht gerade, nur weil ich das nicht schreibe ist es mir alles andere als egal und leicht.

    Versuche bitte nicht meine Worte zu analysieren.

    Danke

    Ich lebe in Ungarn, Gesundheitssystem gerade in Bezug auf Sucht katastrophal. Im März hatte er ja bereits einen Vorfall (Epilepsie stand zur Debatte, war es dann nicht), denke eben auch, das ist dem kalten Entzug geschuldet.

    Er war 1 Nacht in der Notaufnahme, wurde dann mit 4 Blutdruckmedikamenten und 3 Medikamenten zum Entzug entlassen....einfach nur fahrlässig.

    Er ist dann zu Hause, also in seinem Haus wie ein Zombie rumgelaufen, absolut unverantwortlich, wenn jmd alleine lebt, konnte aber wg meinen Tieren nicht länger bei ihm bleiben. Er hat dann die Medis einfach weggelassen, außer gg den Hypertonus.

    Jetzt ist er seit 2 Tagen wieder im KH, meine Konversation beschränkt sich nur auf die Info, wie es seinen Hunden geht, die ich versorge.

    Er schreibt weiterhin "Schatz" und alles wie immer, obwohl ich ihm ja geschrieben habe, mit Alkohol, dann aber ohne mich.

    Ich lese hier so viel und habe auch mit jmd von CoDA telefoniert, bestärkt mich in meinem Entschluss.

    Werde ihn nicht mit "du bist Alkoholiker " konfrontieren, das streitet er ja vehement ab, sondern, "dass ich das mit dem Alkoholkonsum nicht leben kann", denn ein f2f Gespräch wird stattfinden. Ich kann auf ungarisch ihm das nicht am Telefon erklären, zu Hause kann ich im Notfall die Übersetzungsapp nutzen.

    Bin mir momentan sehr sicher und fühle mich sehr gestärkt durch die Berichte hier im Forum.

    Habe jetzt, nach 4 Jahren Beziehung, gemerkt, dass ich in einer CoAbhängigkeit stecke.

    Er trinkt täglich, wieviel genau, weiß ich nicht, wir leben nicht zusammen. Er hat immer 3 Tage frei, dann 19 Std Arbeit ( dort trinkt er nicht, da verboten)

    Liegt jetzt zum 2mal in 4 Monaten im Krankenhaus, ist kollabiert, immer wenn er nüchtern sein muss. Denke, es hängt damit zusammen, 3 Tage viel und dann plötzlich nichts mehr zu trinken.

    Eine Trennung fällt mir schwer, da er nicht aggressiv oder sonst unangenehm wird, wenn er trinkt. Aber ich merke es, wenn er zuviel hat, wird dann immer komisch, redet anders usw

    Denke,er verliert jetzt seinen Job und damit auch die Wohnung( ist gekoppelt).

    Will mir einfach keine Sorgen mehr machen müssen, Einsicht seinerseits null.

    Lebe alleine im nichtdeutschsprachigem Ausland und er unterstützt mich in allen Organisationsdingen, bequem für mich....

    Bin momentan noch "zwischen den Stühlen", obwohl ich ihm heute geschrieben habe, dass er in Zukunft gerne weiter trinken kann, aber ohne mich....