Beiträge von Loris

    Super, das freut mich für Euch.

    Sind denn Eure Gäste immer sehr trinkfreudig?

    Überwiegend nicht. Im September z.B. kommt ein befreundetes Ehepaar zum Abendessen zu uns. Die trinken gern ein bis zwei Gläser Wein zum Essen. Wenn da nach dem Essen nichts übrig bleibt, triggert mich das nicht. In so Gesprächs- und geselligen Situationen fiel es mir schon immer leicht, nicht zu trinken. Ich habe mich auch oft zum Fahren angeboten. Im Gespräch und im Kontakt bin ich sehr gerne nüchtern. Ich habe auch am liebsten allein geraucht. Jemand der da neben mir stand oder saß um auch zu rauchen, hat mir echt den Genuss, Stopp, das ist das komplett falsche Wort. Die Illusion von Befriedigung und Entspannung verdorben. Bei Essenseinladungen ist es eh meist so, dass die Paare mit dem Auto kommen und einer nix trinkt. Wir haben auch Bekannte, die schon immer alkoholfrei leben.

    Eine ganz andere Nummer ist eine Nachbarschaftsclique von der Christbaumloben- Whattsapp- Gruppe. Am vereinbarten Tag wird von Haus zu Haus gezogen, der Christbaum wird gelobt und Schnaps ausgeschenkt. Am Ende der Tour sind alle mehr oder weniger betrunken. Die kommen zu uns aber auch gern, da bin ich voll überzeugt, wenn wir etwas Alkoholfreies anbieten. z.B. Espressos mit Zimtsahne drauf, homemade limo o.ä. und die sind alle echt in Ordnung und kontaktfreudig. Wenn ich das vorher im Whattsapp- Chat anspreche, wie wir das machen, kriege ich mit Sicherheit viele Daumen hoch und klaro, kein Problem, Supersache. Ob ich dann zu den anderen mitgehe, weiß ich nicht, eher nicht. Mein Mann kann gern mitgehen.

    @ Alle: die häusliche Stimmung ist heute Abend gut, um nicht zu sagen sehr gut!

    Das Getränk des Abends (aufgrund des Scheinfastens zuckerfrei) :

    Crushed ice mit Limettenscheiben und einem Stängel Minze aus dem Garten in einer Glaskanne etwas anstossen, mit 1/3 zuckerfreie. Bitterlemon und 2/3Mineralwasser aufgießen, in schöne Gläser und mit Glasstrohhalm serviert.

    Serie gucken, die mit Kevin Costner und den vielen Pferden...

    Check!!!

    Ich muss selbst dafür sorgen, dass ich nüchtern bleibe. Trigger können gefährlich werden. Da spielt es keine Rolle ob ich erst seit wenigen Tagen, Wochen oder lange Jahre abstinent bin. Ein Glas kann alles zunichte machen. Das ist mir jederzeit bewusst.

    Das bringst Du es genau auf den Punkt und das ist auch meine Überzeugung. Es ist auch überhaupt nicht so, dass ich da die Verantwortung und das Tun auf meinen Mann abwälzen will, aber ich habe nach all Euren Beiträgen eingesehen, ohne Unterstützung oder wenn aus Ignoranz oder was auch immer meine Anstrengungen sabotiert werden (wie mit der Garagenaktion) bin ich über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt. Ich bedanke mich nochmal bei Euch allen und wünsche Euch alles Liebe, noch einen erfreulichen Tag, und ich werde weiter berichten!!!

    Das Wichtigste war für mich heute, die Sicherheit zu erhalten, dass es keine alkoholhaltigen Sachen im Haus mehr geben wird. Das wird eine große Hilfe für mich sein. Es ist eine gute Anregung sich mit dem Thema auch gemeinsam z.B. über Dokus zu beschäftigen. Dass, z.B. in Details, wie z.B. Gäste bewirten evtl. noch nachjustiert werden muss, kann gut sein, und ich glaube, das wird machbar sein. @ Kyra: genau wie Du, habe ich im Gespräch sehr die " Expertenmeinungen" also die Empfehlungen der Ärztin, des Forums, der Artikel im Netz betont. Sich dem zu verschließen ist viel schwieriger als sich der "unbequemen" und womöglich übertriebenen Ansicht der Partnerin zu verschließen. Ja, für meinen Mann ist das ein Verzicht, obwohl ein Alkoholproblem ( vllt. noch) nicht eingestanden werden kann. Und ich glaube auch, dass er mehr oder weniger bewusst durch die Kiste in der Garage, darauf aus war, meine Alkoholabstinenz zu beenden, damit es für in wieder behaglicher wurde, als allein zu trinken.

    Wir werden sehen, wie sich alles entwickelt, Wenn es mal so wird, dass er sich selbst davon überzeugt hat, dass alkoholfreier Lebensstil letztlich "seine" Idee war, dann bin ich safe, dann wird das auch vor Gästen zelebriert werden...natürlich ließ ich auch nicht unerwähnt, welche Vorteile z.B. für seine Makuladegeneration im Alkohoverzicht liegen. Da hatte ich gestern noch extra recherchiert.

    Liebe Forumianer, ein sehr großes Danke füf alle Eure Beiträge und Eure Hartnäckigkeit, beim Betonen der Wichtigkeit des alkfreien Haushalts. Bereits gestern Abend habe ich auf Leberwickel und Atemmeditation verzichtet und mir eine Gesprächsstrategie für meinen Mann sehr gründlich überlegt, um ihn doch ins Boot zu holen. Wir haben dieses Gespräch heute früh geführt. Das Verhandlungsergebnis ist für mich sensationell gut und sicher:

    1.Die absolute Notwendigkeit dass ich 100% abstinent bleiben muss, wurde verstanden.

    2. die Notwendigkeit eines alkoholfreien Haushalts wurde ebenfalls akzeptiert. Da gingen zwar erst die Augenbrauen nach oben, nach Anbringen der hervorragenden Faustregel, wurde natürlich das eigene positive Selbstbild angesprochen, und das hat die Akzeptanz nach vorn gebracht.

    3. alternative Getränke für abends (Tees, Chai, alkoholfreie selbstgemachte Limos, die nicht so süß sind) wurden besprochen, und ich habe mich verpflichtet, für Abwechslung, neue Ideen und Zutaten zu sorgen, diese am frühen Abend bereitzustellen, für ein Jahr bis er in Rente geht, mehr Zeit hat, und evtl. ebenfalls aktiv mitgestaltet. Außerhalb des Haushalts kann mein Mann gerne auch in meinem Beisein trinken. Das war noch nie ein Problem für mich, zuhause lauert bei mir die Gefahr und wenn ich alleine bin. Wenn Besuch zum Essen kommt, können ebenfalls alle die wollen trinken, das wird aber kurz vor dem Essen von ihm besorgt, Reste von Wein etc. werden sofort beim Tischabräumen weggeleert von ihm.

    4.die Alkoholika aktuell wurden angeschaut, was in Frankreich steht rekapituliert und die Entfernung besprochen.

    das war der schwerste Punkt. Konsequent blieb ich bei der Betrachtung von Fruchtllikören. "ja und die? davon trinkst Du doch eh nichts?"

    Ja, alles, jeder Alkohol in jeglicher Form.

    Haken dran. Da mir aber klar ist, dass es am Sichersten für mich ist, wenn die Schaffung des alkoholfreien Haushalts zur "Chefsache" wird

    (mein Mann ist seit Jahrzehnten Chef einer Firma...und auch mein Arbeitgeber und Teamleiter im Kundenprojekt...)

    erklärte ich mich mit einer finalen Umsetzung bis 25.09. einverstanden. Seinen Plan bei Ankunft allen Alkohol in Frankreich wegzuräumen "den findest Du nicht..." und ihn eine Woche später nach Deutschland mitzunehmen, (da muss mein Mann alleine wegen Terminen nach Deutschland zurück, ich bleibe in Frankreich) damit er im Bekanntenkreis alles verteilen kann oder auch selbst davon trinken, fordert mir halt noch 9 Tage schwerere Bedingungen ab. Trotzdem für mich ein Super Ergebnis und er ist auch zufrieden. Ihm an dem Punkt seinen Plan madig zu machen, verstecken ist eine Furzidee, weil ich es natürlich schnell finde im Zweifelsfall, wäre nicht gut angekommen. Ich werde also nicht wie die SEK in Frankreich ins Haus stürmen, und sofort alles in den Guss schütten. Mein Mann wird diese Aufgabe in seinem Stil ausführen, denn dann kann ich mir langfristig sicher sein, dass er das Vorgehen im Nachhinein nicht in Frage stellen wird. Und für mich ist das ein sehr überschaubarer Zeitrahmen. Bin zuversichtlich, dass ich diese Hürde nehme. Ein paar Beutel Lakritze (mag ich eigentlich gar nicht) haben mir in Craving Momenten schon ein paar Mal geholfen. Die nehme ich nach Frankreich mit. Stricksach sowieso, neues Malen nach Zahlen, Hörbücher auch...

    Das wird!!!

    Hallo Alex_auf dem Weg,

    vielen Dank für Deine Offenheit und das Teilen Deiner Erfahrungen. Es ist ein schweres und komplexes Thema. Beziehungen können einem sehr viel geben, aber auch soviel negatives Potential entwickeln. Menschen verändern sich auch und nicht immer in die gleiche Richtung.

    Ich denke auch, dass Du mit Deiner Vermutung mehr oder weniger Recht haben kannst.

    Hallo Tabsi, ohje ich hab das mit dem Zitieren nicht hingekriegt...nochmal zur Erklärung:

    ich versuche, wie Du schriebst ein Verlassen des Zimmers wie Bolle es vorschlug, nicht als Sich Vertreiben lassen, sondern als Selbstschutz zu sehen.

    Zu Deiner Frage warum mir die Rigorosität beim Alkohol so schwer falle:

    also, das war deshalb für mich beim Rauchen einfach, da mein Mann eh Nichtraucher ist, und ich alles selbst in der Hand hatte, wie ich Gefahren fernhalte.

    es würde mir selber nicht schwerer fallen, da rigoros zu sein. Würde ich allein im Haushalt leben, wäre hier kein Tropfen mehr.

    Danke für Deinen Wunsch, dass wir doch noch eine Lösung finden.

    Ich finde es großartig, dass Dein Mann Dir zuliebe auf sein Bier verzichtet. Ganz toll!!!

    Hallo Rennschnecke, eine sehr sehr gute Faustregel ist das. Das merke ich mir.

    Aktuell geht es mir so, dass weniger mein Selbstwertgefühl leidet unter der mangelnden sagen wir mal Fürsorge meines Mannes, sondern mein Trotz geweckt wird. Jetzt erst recht. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass in meiner Patientenverfügung als Generalbevollmächtigte für den Fall, dass ich nicht mehr für mich sprechen oder entscheiden kann, lediglich meine Töchter stehen und nicht mein Mann. Er hat viele Eigenschaften die ich sehr schätze nach wie vor. Aber auch als seine Mutter pflegebedürftig wurde, sah er nur was er sehen wollte, das hat mit mir persönlich glaub ich gar nix zu tun.

    Kacke ist das trotzdem, ich weiß, dass es brandgefährlich für meine Abstinenz werden kann.

    Hui, jetzt war ich mit Schreiben bissle langsam. @ Bolle die Bedeutung für mich habe ich letzten Winter glaube ich ausreichend erklärt. Das Zimmer verlassen ist für Frankreich eine super Idee, weil ausreichend schöne Räumlichkeiten da sind. Hier in Deutschland dann, wenn ich aus dem Gäste- Bügelzimmer ein Zimmer für mich gemacht habe. Im Moment würde es sich eher so anfühlen, dass ich mich von ihm vertreiben lasse. Ein eher ungünstiges Gefühl.

    Hallo Rennschnecke, Deinen spontanen Ideen kann ich durchaus was abgewinnen. Sehr sympathisch. Ich denke ja selbst schon den ganzen Tag darüber nach und mir kam heute Mittag auch die Idee, mir im Haus ein eigenes Zimmer einzurichten. Thema Kühlschrank wären auch zwei getrennte denkbar, wir haben eh zwei. Einen in der Küche einen im Hauswirtschaftsraum, das wäre dann "seiner" und was ich nicht sehe, ist weniger gefährlich.

    Hallo Alex_auf dem Weg,

    jou Dein Kommentar ist ehrlich und verständlich. Ich kann über die Gründe für das Verhalten meines Mannes lediglich spekulieren, es kann alles Mögliche mitschwingen, das bringt mich aber auch nicht weiter.

    Eines habe ich wütend und enttäuscht feststellen müssen, bei früheren Versuchen zur Abstinenz: auf seine Unterstützung, die zwar vordergründig zugesagt wurde, ist kein Verlass. nach ein paar Wochen stufte er die Wichtigkeit als nicht mehr so hoch ein, hatte unabgesprochen für etwaigen Besuch einen Kasten " meiner" Marke gekauft und in die Garage gestellt. Tolle Idee, denn ich hole da natürlich auch ab und an Werkzeug... Zack! Rückfall! Er war und ist sich keiner Schuld bewusst.

    Fazit: es wird nur klappen, wenn ich es schaffe, mich an der Ecke unabhängig von seiner Unterstützung zu machen. Viel Rückenstärkung erfahre ich durch meine 3 erwachsenen Kinder.

    Die fanden das auch gar nicht witzig.

    Notfalls kann ich bei meiner Ältesten oder meiner Mittleren und ihrer Frau eine Zeitlang unterkommen, oder bei einer Freundin. Ich kann von überall arbeiten solange ich Internet habe und arbeite auch nur noch 60 Prozent. Auch dass hier evtl. eine Handvoll Menschen gespannt sind, wie es weitergeht, jetzt auch meine Ärztin, spornt mich ebenfalls an.

    Die Grundbausteine habe ich gelesen und deshalb auch schon in meinen früheren Beiträgen erwähnt, ein alkfreier Haushalt steht mir leider,leider nicht zur Verfügung. Ich müsste mich scheiden lassen. Deshalb konnte ich vor einem Jahr auch eher das Rauchen wie das Trinken aufgeben. Bei vielen ist es ja andersrum. Als ich die Raucherei aufgab, hatte ich 4 Monate penibel darauf geachtet nicht mal Feuerzeug oder Streichhölzer im Haus zu haben, damit ich nachts nicht zum Automaten lief, denn spätabends war mein Verlangen meist am Stärksten. Rauchender Besuch wurde gebeten, auch nicht für 5min Rauchwaren auf der Terrasse liegen zu lassen, sondern die Zigaretten mit aufs Klo zu nehmen. Mittlerweile ist es einfacher geworden und ich kann sogar mal dabeisitzen oder stehen und kriege kein craving. Trotzdem weiß ich um die Rückfallgefahr und wiege mich nicht in Sicherheit.

    Nur zu gern hätte ich jeglichen Alkohol aus dem Haus. Das könnt Ihr glauben. Mein Mann zieht da nicht mit. Die Freiheit zu kaufen, nach was ihm ist, es in den Schrank zu stellen mit dem Anspruch: ja du musst ja nicht davon trinken, diese Freiheit lässt er sich nicht nehmen. In Deutschland und in Frankreich nicht. @ KaDett: wir wohnen dort allein im Haus.

    Es bleibt mir nur, Alternativen (z.B.gutes Essen) und Ablenkungen zu planen, damit ich den Alk stehen lassen kann, was dann hoffentlich solange gelingt, bis es leichter wird. Feine Teesorten kaufe ich noch, feines Teegebäck dazu für abends und vom Platz her kann ich mich in Frankreich auch gut ins zweite Stockwerk zum Lesen oder Stricken zurück ziehen, da ist der Kühlschrank ein Stück weg...

    Vielen Dank, ich freue mich über Eure Aufnahme! Erfreulicherweise ist mein 15h Termin ausgefallen und ich bin jetzt im Feierabendmodus. Belohnung und Entspannung: Meine Idee für nächste Woche: am Sonntag während meines Wiederaufbautags vorkochen und zwar Lieblingsgerichte aus meiner Kindheit. Krautwickel und oder Dampfnudeln auf Katoffelgulasch.

    Damit ich was habe, wo ich mich ab Montag abends drauf freuen kann, und was schon fix und fertig ist und ich nicht noch in die Küche stehen muss. Diese Funktion hatte ja das Bier.Das müsste bis Mittwoch funktionieren.

    Dann fahren wir. Das Ankommen in Frankreich wird heikel. Es stehen dort Biere im Kühlschrank, die ich auch mag. Ich werde mir für die Stunden nach der Ankunft also auch was besonders Gutes zu Essen vorbereiten. Da muss ich noch überlegen.

    Am Samstag bekomme ich Besuch einer lieben Freundin. Sie wird eingeweiht und vielleicht kann ich mit ihr einen Plan schmieden für einen schönen gemeinsamen Kurzurlaub irgendwann. Durch ein Jahr Nichtrauchen habe ich bereits 3000 Euro eingespart und fast nichts ausgegeben. Bin auch kein Shoppingtyp. Durch die Abstinenz wird ja noch mehr dazu kommen. Tee ist nicht so teuer. Sie verfügt nach ihrer Scheidung und mit einem kranken Kind über nicht soviel Geld. Da könnte und würde ich sie sehr gern einladen. Das wäre eine ganz starke Belohnung und fühlt sich für mich besser an, als das Geld auf unserem Konto zu lassen oder mit meinem Mann ein Extra Urlaub zu machen. Da er mich nicht supportet, sehe ich das gar nicht ein.

    Heute Abend mache ich zur Entspannung einen heißen Leberwickel und 30 min. Atemmeditation. Damit ich diese Tagesaufgaben in meiner App abhaken kann. Es ist verrückt, mit so einem Hilfsmittel, und weil das eigentliche Fasten nur 5 Tage geht, ohne Vorbereitungs und Wiederaufbautag, kriege ich das hin, und genieße auch die Wirkung wie heute Morgen nach dem Kneipen. Über einen längeren Zeitraum aber schaffte ich solche Routinen bisher nicht.

    Mal sehen, ob da noch Entwicklung drin ist. Meistens will ich abends bloß meine Ruhe, Fernsehen, Lesen. Nicht immer gelingt das Abschalten. Das Forum wird mit Sicherheit hilfreich, ich schreibe liegend auf dem Sofa auf dem Handy. Alle anderen Verpflichtungen und Belastungen sind dann eine Weile weit weg. Sehr gut das. Wie belohnt Ihr Euch? Vielleicht hat jemand Lust zu berichten...

    Liebe Morgenrot und liebe Hera, an Euch erstmal vielen Dank für Euer engagiertes Nachfragen und Nachhaken. Ohne das Forum hätte ich die Entzugsthematik völlig blauäugig unterschätzt und wäre auch nicht zeitnah zur Ärztin. Auch wenn es einen Tag später als am Wochenende geplant war. Meine junge, sehr kompetente Hausärztin hat die möglichen Gefahren beim Entzug alle bestätigt, ich hatte in der Rückschau Glück. Sie rechnet nicht mehr mit Akutkomplikationen, aber natürlich ist der Zeitpunkt mit einem Auslandsaufenthalt ab nächster Woche auch nicht ideal. Vereinbart habe ich gemeinsam mit ihr Folgendes: im November Termin für ausführlichen Checkup. Die Werte vom Checkup 2024 waren alle gut, aber da nicht ausgeschlossen werden kann, dass in der Zwischenzeit organische Schäden eingetreten sind, werde ich sofort, falls es mir an irgendeiner Ecke nicht gut geht, in Frankreich zur Ärztin gehen, und auf den Entzug hinweisen. Eine hausärztliche Praxis dort ist in unserer Nähe. Zum Thema Scheinfasten ist ihre Meinung, dass es durchaus zusätzlich stressen kann, da der Körper im Entzug angestrengt ist. Andereseits ist genausogut möglich, dass das Fasten dem Körper beim Entgiften hilft. Fazit, ich beobachte ehrlich wie ich mich damit fühle, und wenn mein Befinden schlechter wird, höre ich früher auf. Insgesamt hat es mir sehr gut getan, die Karten auf den Tisch zu legen, und die Bestätigung zu bekommen, dass das was ich über mich bzgl. Alkohol und Sucht denke richtig ist, und ich mit der Entscheidung zur Abstinenz richtig unterwegs bin. Ich habe auch berichtet, dass die Forumsregel mich zum Termin gebracht hat. Sie kannte das Forum noch nicht, hat es gleich gegoogelt. Soweit das heutige Update. Heute Mittag gab es ein Schälchen Süßkartoffeln mit Mandeln, und jetzt gehe ich erstmal für eine Stunde mit dem Hund in den Wald. Das ist eine meiner 9 "Tagesaufgaben" bei der FastenApp. Vor dem Arzttermin habe ich schon Ganzkörpertrockenbürsten, Duschen mit kaltem Beinguß absolviert. Die App hilft mir, mich dazu aufzuraffen, wie so eine kleine Kur...nun gehe ich also "Waldbaden" um 15h ist das nächste Meeting, allen einen schönen Nachmittag!

    Hallo Hera, normal ist Dienstag ein ruhigerer Tag. Ich arbeite selbständig, und muss mich oft aktuell am Bedarf unseres Kunden orientieren. Gestern hatte ich einfach keine Zeit, so ist das. Heute konnte ich um 11 Uhr einen Arzttermin vereinbaren und werde im Anschluß berichten. Gestern hat es mir nichtmal zum Telefonieren gereicht. Mein Mann weiß Bescheid, aber er kann kein Problem erkennen. Er kann Sucht nicht nachvollziehen. Er trank auch nur dieses eine Weizenbier gestern Abend. Und das nicht mal ganz leer. Vielleicht wäre es anders, wenn er mich mal betrunken erlebt hätte. Aber ich konnte eine ganze Flasche Wein am Abend trinken, habe nicht gelallt, komme gut die Treppe rauf, mache am nächsten Tag meine Arbeit, halt mit schwerem Kopf, aber den sieht er nicht. Wir sind erst 9 Jahre verheiratet, also nicht ein Leben lang zusammen. Das Fasten entstresst mich eher, ich muss nix kochen, der Mann muss selbst für sich sorgen, die Fastenmahlzeiten sind sehr lecker und ich genieße mehr Zeit zu haben. Ich werde mekne Ärztin um eine Beurteilung bitten, ob ich das lieber beenden soll. Also meine Seligkeit hängt nicht dran.