Liebe Forumianer, ein sehr großes Danke füf alle Eure Beiträge und Eure Hartnäckigkeit, beim Betonen der Wichtigkeit des alkfreien Haushalts. Bereits gestern Abend habe ich auf Leberwickel und Atemmeditation verzichtet und mir eine Gesprächsstrategie für meinen Mann sehr gründlich überlegt, um ihn doch ins Boot zu holen. Wir haben dieses Gespräch heute früh geführt. Das Verhandlungsergebnis ist für mich sensationell gut und sicher:
1.Die absolute Notwendigkeit dass ich 100% abstinent bleiben muss, wurde verstanden.
2. die Notwendigkeit eines alkoholfreien Haushalts wurde ebenfalls akzeptiert. Da gingen zwar erst die Augenbrauen nach oben, nach Anbringen der hervorragenden Faustregel, wurde natürlich das eigene positive Selbstbild angesprochen, und das hat die Akzeptanz nach vorn gebracht.
3. alternative Getränke für abends (Tees, Chai, alkoholfreie selbstgemachte Limos, die nicht so süß sind) wurden besprochen, und ich habe mich verpflichtet, für Abwechslung, neue Ideen und Zutaten zu sorgen, diese am frühen Abend bereitzustellen, für ein Jahr bis er in Rente geht, mehr Zeit hat, und evtl. ebenfalls aktiv mitgestaltet. Außerhalb des Haushalts kann mein Mann gerne auch in meinem Beisein trinken. Das war noch nie ein Problem für mich, zuhause lauert bei mir die Gefahr und wenn ich alleine bin. Wenn Besuch zum Essen kommt, können ebenfalls alle die wollen trinken, das wird aber kurz vor dem Essen von ihm besorgt, Reste von Wein etc. werden sofort beim Tischabräumen weggeleert von ihm.
4.die Alkoholika aktuell wurden angeschaut, was in Frankreich steht rekapituliert und die Entfernung besprochen.
das war der schwerste Punkt. Konsequent blieb ich bei der Betrachtung von Fruchtllikören. "ja und die? davon trinkst Du doch eh nichts?"
Ja, alles, jeder Alkohol in jeglicher Form.
Haken dran. Da mir aber klar ist, dass es am Sichersten für mich ist, wenn die Schaffung des alkoholfreien Haushalts zur "Chefsache" wird
(mein Mann ist seit Jahrzehnten Chef einer Firma...und auch mein Arbeitgeber und Teamleiter im Kundenprojekt...)
erklärte ich mich mit einer finalen Umsetzung bis 25.09. einverstanden. Seinen Plan bei Ankunft allen Alkohol in Frankreich wegzuräumen "den findest Du nicht..." und ihn eine Woche später nach Deutschland mitzunehmen, (da muss mein Mann alleine wegen Terminen nach Deutschland zurück, ich bleibe in Frankreich) damit er im Bekanntenkreis alles verteilen kann oder auch selbst davon trinken, fordert mir halt noch 9 Tage schwerere Bedingungen ab. Trotzdem für mich ein Super Ergebnis und er ist auch zufrieden. Ihm an dem Punkt seinen Plan madig zu machen, verstecken ist eine Furzidee, weil ich es natürlich schnell finde im Zweifelsfall, wäre nicht gut angekommen. Ich werde also nicht wie die SEK in Frankreich ins Haus stürmen, und sofort alles in den Guss schütten. Mein Mann wird diese Aufgabe in seinem Stil ausführen, denn dann kann ich mir langfristig sicher sein, dass er das Vorgehen im Nachhinein nicht in Frage stellen wird. Und für mich ist das ein sehr überschaubarer Zeitrahmen. Bin zuversichtlich, dass ich diese Hürde nehme. Ein paar Beutel Lakritze (mag ich eigentlich gar nicht) haben mir in Craving Momenten schon ein paar Mal geholfen. Die nehme ich nach Frankreich mit. Stricksach sowieso, neues Malen nach Zahlen, Hörbücher auch...
Das wird!!!