Hallo Leute,
will mich heute mal wieder zu Wort melden.
Die bisherige Woche war sehr ereignisreich und durchwachsen. Am Montag war ich - wie angekündigt - für ein Vorstellungsgespräch in München. Morgens um halb elf von Berlin-Schönefeld nach München, dann dort versucht, Wohnungsvermietungsgesellschaften aufzusuchen. Leider vergeblich. Aber ich habe daraus gelernt. Z.B. das Gemeinnützige Wohngesellschaften keinen Wohnraum für Zureisende zur Verfügung stellen und das Wohnbaugenossenschaften nur äußerst knapp bemessene Geschäftsöffnungszeiten haben.
Ich war zweifelsohne schlecht vorbereitet.
Egal, der Hauptgrund meiner Reise war ja ein anderer. Ich hatte ja ein Vorstellungsgespräch - und zwar um 16:00 Uhr. Pünktlich war ich da - und das Gespräch war sehr nett. Mir saßen insgesamt 3 Mitarbeiter gegenüber und interviewten mich. Sie stellten mir die ganzen Fragen, die ich in meinem jetzigen Job spielerisch versuche, meinen arbeitslosen Jugendlichen beizubringen bzw. sie darauf vorzubereiten. Tja, vielleicht hätte ich mir auch selber mal Gedanken machen sollen, was ICH denn auf diese Fragen antworten würde
. Nun ja, ich kam aber trotzdem ganz gut zurecht und denke, einen passablen Eindruck hinterlassen zu haben. Jedenfalls hat man mir zugesagt, mir einen weiteren Vorstellungstermin zuzuschicken in den nächsten 2 Wochen, an dem dann der Vertrag gemacht werden soll.
Abends flog ich dann nach Berlin zurück. Von Flugangst mittlerweile übrigens (fast) keine Spur mehr. 
Zu Hause angekommen war ich erst mal ziemlich geplättet und mir war ein bisschen übel. Es war kurz vor Mitternacht, als ich zu Bett ging - und der Gedanke, in 5 Stunden wieder aufstehen und arbeiten gehen zu müssen, war alles andere als einschlaffördernd.
Am Dienstagmorgen hatte ich dann auch noch mir einen richtig heftigen Schnupfen eingefangen - sozusagen ein Mitbringsel aus München. Ich überlegte mir kurz, ob ich mich für einen Tag krank melde - verwarf den Gedanken aber umgehend wieder. Nein, ich wollte mit sowas erst gar nicht wieder anfangen. Objektiv war ich einfach nicht krank, sondern nur erschöpft und verschnupft. Ich legte mich dann schon um halb fünf in die heiße Badewanne, nahm einen Aspirinkomplex und eine Koffeintablette und noch ein anderes prophylaktisches rezeptfreies Anti-Erkältungsmedikament - und schon gings mir besser.
Die darauffolgenden Arbeitstage quälte mich mein Schnupfen auf der Arbeit aber doch sehr. Alle paar Minuten musste ich mich schneuzen. Verbrauchte eine Packung Taschentücher nach der anderen und musste dann sogar auf Toilettenpapier zurückgreifen, was meiner Nase nun gar nicht gefiehl. 
Heute nachmittag wurde es besser. Dafür aß ich dann bei einem verspätetem Geburtstagsessen in der Firma viel zu viel Kuchen. Als ich dann nach Hause kam, war mir richtig schlecht. Jetzt gehts wieder einigermaßen.
Tja - und was wird nun aus dem Job in München? Eigentlich habe ich noch Montag Nacht die Entscheidung getroffen, das Angebot abzulehnen, weil der Job nicht 100 % in dem Arbeitsgebiet war, dass ich anstrebte. Mittlerweile tendiere ich aber eher wieder dazu, doch zuzusagen. Die Bezahlung ist einfach sehr gut - mehr als 60 % mehr als bei meinem jetzigen Job. Unbewusst fürchte ich wohl einfach die Verantwortung, die mit der Übernahme des Jobs einhergehen würde. Immerhin wäre ich dann für 500 Hauptschüler zuständig - kein Zuckerschlecken für einen 28-jährigen Sozialarbeiter.
Mal sehen, ob noch weitere Rückmeldungen auf meine Bewerbungen kommen. Ich lasse mich überraschen.
Während all dem was da letzte Woche geschah, merke ich, dass ich mich wirklich gut von jeglichem Alkohol-Einfluss entziehen konnte. Die Schärfung meines Bewusstseins für meine Krankheit über das letzte Jahr hinweg trägt die Früchte, die ich mir erhofft hatte.
Nun ja, das solls erstmal gewesen sein. Wünsche allseits noch einen geruhsamen Abend.
Herzlichst,
Blizzard