Guten Morgen Sonnenschein,
Du bist erst seit kurzem in unserer Selbsthilfegruppe und ich finde es gut, wie schnell Du Dich ins Thema eingefunden und auch was Du bewegt hast!
Für mich und ihn ist das alles neu. Vor kurzem war ich mir nicht einmal sicher, ob er Alkoholiker ist. Ich habe in dieser Woche mehr über die Krankheit, die Co-Abhängigkeit und den Entzug gelernt, als in all meinen Lebensjahren davor. Sollte ich mich nicht erst damit auseinandersetzen und auch ihm die Möglichkeit dazu geben? Ihm meine Sicht darauf und meine Regeln dazu mitteilen?
Der Arbeitgeber und Kollegen sind involviert, es ist Bewegung und kein Stillstand mehr.
Mich hat es auch gewundert, dass Dein Mann (angeblich) sofort entlassen wurde. Erstens ist das so rechtlich nicht in Ordnung, denn Dein Mann ist krank, Alkoholkrank. Und zweitens seid Ihr Teilhaber an der Firma, hast Du geschrieben.
Du hast schon mit Deinem Mann geredet und das alles muss erstmal sacken. Da bin ich ganz bei Dir.
Einen Schritt nach dem anderen. Schau, wie Dein Mann reagiert und ob er von sich aus weitere Schritte in Richtung Abstinenz unternimmt. D.h. einen Arztbesuch und anschließende Entgiftung.
Irgendwie kann ich kaum glauben, dass er am Wochenende nichts getrunken hat. So wie Du das geschildert hast, kann das gar nicht sein, ohne dass er in einen Entzug fällt.
Zusammenreißen geht bei Alkoholsucht nicht. Das kann nur jemand sagen, der nicht im Thema ist, Sonnenschein. Das hast Du gut erkannt. Und hoffentlich auch Dein Mann, damit er Nägel mit Köpfen macht und mit seinem Arzt spricht wegen einer Entgiftung. Aber all das muss er von sich aus tun. Da kann ihn niemand zu zwingen.
Ich wünsche Dir, dass es Dir bald besser geht. Und notfalls gehst Du zum Arzt und lässt Dich erstmal von der Arbeit herausnehmen, damit Du durchatmen und alles verarbeiten kannst.