Zum Thema "Mon Cheri" essen muss ich etwas schreiben, weil es mich förmlich anspringt, Miata
Meine Oma brachte mir als Kind immer Weinbrandbohnen mit, weil sie dem Kind (also mir) doch so gut geschmeckt haben. Damals war ich um die 10 Jahre alt, so genau weiß ich das nicht mehr.
Ja, sie haben mir geschmeckt, aber ich habe auch eine Wirkung gemerkt und alle haben sich gewundert, warum ich am Nachmittag so gut auf dem Sofa neben ihnen geschlafen habe.
Für mich wäre normale Zartbitterschokolade viel besser gewesen!
Später liebte ich Mon Cheri und habe sie öfter gegessen. Aber das ist für mich heute nicht mehr möglich. Ganz einfach, weil ich genau weiß, wie es enden wird. Nur ein paar dieser Pralinen und ich bin zurück in der Sucht.
Es gibt so viele andere Süßigkeiten, da muss ich kein Risiko eingehen.
Ich hatte nie den Gedanken, dass ich wieder normal trinken kann. Denn ich habe akzeptiert, dass ich Alkoholikerin bin. Und ich will nie wieder dahin zurück, wo ich einmal war, nämlich ganz unten, schwer krank und tief verzweifelt.
Du bist scheinbar momentan noch am Zweifeln, oder aber Dein Suchtgedächtnis will Dir etwas vormachen.
Und jetzt bekommst Du tatsächlich den Gegenwind, den Du erwartet hast. Aber trotzdem ist es gut, dass Du darüber geschrieben hast. Denn so kannst Du unsere Meinung dazu lesen und Dir weiterhin Gedanken machen.
Und wie es Bolle schon geschrieben hat, je länger Du abstinent bist, desto mehr verstehst Du unsere Worte.