Guten Abend Ahimsa!
Während des ersten Jahres, und ich glaube auch länger, habe ich nur noch an Familienfeiern teilgenommen. Und dort wurde und wird kaum etwas Alkoholisches getrunken.
Bewusst erinnere ich mich an die erste Silvesterfeier im Freundeskreis. Damals hat eine Bekannte für mich alkoholfreien Sekt besorgen wollen. Nicht jeder ist genau über Alkoholismus und abstinente Menschen informiert.
Sie hat meine Absage jedoch gleich akzeptiert und ich habe zum Anstoßen Orangensaft getrunken.
Auch sogenannte alkoholfreie Getränke solltest Du nicht mehr trinken, um nicht wieder auf "den Geschmack" zu kommen. Es gab schon Rückfälle, nur weil wieder ähnliche Getränke konsumiert wurden, außerdem besteht auch die Gefahr, dass man aus Versehen doch ein alkoholhaltiges Getränk bekommt.
Wir raten jedem im ersten Jahr auf Veranstaltungen zu verzichten, auf denen der Alkoholkonsum eine Rolle spielt.
Erstens kann es passieren, dass man auf einmal ein Glas in die Hand gedrückt bekommt, das man nicht will. Zweitens kann es passieren, dass Du nicht gleich an diesem Abend, sondern etwas zeitverzögert, Suchtdruck bekommst.
Gerade am Anfang ist man noch nicht ganz so stabil und viele alte Gewohnheiten müssen erst überschrieben werden.
Mit der Zeit verändert sich einiges. Heute nehme ich an Vielem nicht mehr teil, weil es einfach nicht mehr in mein trockenes Leben passt.
Wichtig ist, dass Du Deinen engsten Freunden, sowie auch der Familie die Wahrheit sagst. Nämlich, dass Du keinen Alkohol mehr trinkst, damit sie informiert sind.
Wie Du das verpackst, d.h. ob Du offen sagst, dass Du trockene Alkoholikerin bist, oder ihnen sagst, dass Du den Alkohol nicht verträgst, das bleibt Dir überlassen. Je offener Du damit umgehst, desto leichter wird es für Dich sein.