Beiträge von Ette

    Guten morgen crevette,

    du schreibst, dass du nicht verstehst, was die Schreiberinnen hier dir sagen wollen. Ja, das kann ich gut nachvollziehen, da es mir genauso ging. Ich war doch bloß die heftig Liebende, die wollte, dass ihr Freund aufhört mit der Sauferei. Er war doch schließlich der Kranke. Und mir gings schlecht. Tu was für dich, bleib bei dir.... das, was du als eingängige Phrasen bezeichnest, waren Ratschläge, die gut und richtig waren, die ich zu der Zeit aber nicht in der Lage war anzunehmen, weil ich meine eigene Krankheit nicht realisiert hatte. Ich weigerte mich geradezu, diese anzuerkennen. Denn – ER war ja krank und es wäre alles gut gewesen, wenn ER endlich aufgehört hätte zu trinken.

    Gut. Ich versuch es jetzt mal mit Klartext, auch auf die Gefahr hin, dass ich hier wieder als herzlos, wenig einfühlsam und überfallartig bezeichnet werde. Dein Freund trinkt und zwar so lange, wie ER das will. Ob du daran stirbst vor Kummer, ob du dich auf den Kopf stellst und mit den Beinen wackelst, DU WIRST DARAN NICHTS ÄNDERN. Punkt!

    Du bist traurig, müde, ausgepowert und beklagst die schlechten Aussichten für die nächsten Jahrzehnte. Hallo? Wer, außer DIR, hat denn Einfluss auf DEIN Leben? Du machst dein Wohlbefinden und deine Zukunft davon abhängig, ob er aufhört zu trinken oder nicht. Wohlgemerkt, DU KANNST dich ausruhen, erholen und dafür sorgen, dass deine Zukunft wieder besser aussieht, ganz alleine dadurch, dass DU DEINE Situation veränderst. Das würde vielleicht bedeuten, dass du sowohl seine als auch DEINE Krankheit anerkennen musst als etwas, was sich durch deinen Willen nicht beeinflussen lässt. Die Krankheiten sind da. DEINE kannst du in Angriff nehmen und dafür sorgen, dass du gesund wirst. SHG, Therapie und dich selbst wichtig nehmen. Für dein Befinden selbst sorgen und nicht davon abhängig machen, ob er trinkt oder nicht.

    Du fühlst dich schlecht. Guck mal genau hin, warum du dich schlecht fühlst. Seine Trinkerei ist es, um die sich alles dreht. Ja, wenn das so ist, warum machst du dann nicht den Abflug? Dann hast du seine Trinkerei aus DEINEM Leben und kannst anfangen, daran zu arbeiten, warum du in deinen Gefühlen derartig von ihm abhängig bist. Sicherlich sind es DEINE Gefühle. Aber sie hängen ursächlich nur mit IHM zusammen. Du lässt dich durch sein Verhalten leben. Es ist eine Illusion, dass du ihn vom Trinken wegbringst und dann euer Leben eitel Freue und Sonnenschein ist. Das ist ein massiver Realitätsverlust.

    Aber dieser Realitätsverlust bewahrt dich davor, endlich hilfreiche Schritte für dich zu unternehmen. Ein gesunder Mensch würde sich das nie solange angucken. Der hätte schon lange gesagt, sieh zu wie du mit deiner Sauferei klarkommst, ich mach das Spielchen nicht mehr mit. Ich bin raus.

    Du aber erzählst hier immer etwas von Liebe, von Gefühlen und findest seit einem Jahr tausend Argumente, warum du die Verantwortung für dich selbst nicht übernehmen kannst. Du versteckst dich hinter den Lamenti über seine Sauferei. Denn ansonsten müsstest du ja für dich etwas verändern. Und davor haben wir Co´s ganz schön Angst. Aber solange der Andere die Schuld an unserem schlechten Gefühl hat, müssen wir selber nix tun. So, wie du es hier immer wieder schreibst. Du schreibst du kannst uns nicht verstehen, was wir schreiben, was wir dir sagen wollen. Ich denke, du WILLST es nicht verstehen. Weil dir dann womöglich jemand sagen könnte, ja, wenn du so nicht leben willst, dann jammer hier auch nicht rum, sondern tu was. Du schreibst, du KANNST nicht. Zeigst uns also ein hilfloses, Opfer-crevettchen, das der Sauferei und schlechten Behandlung seines Alkis ausgeliefert ist. Bist du aber nicht, wenn du es nicht willst. Aber das würde ja bedeuten, DEINE eigene Abhängigkeit von ihm anzuerkennen und etwas dagegen zu tun. Aber du hast das ja alles im Griff und bist auch nicht abhängig. Schuld hat ja nur dein Alki. Hmmm.... irgendwie kenn ich das....(ich bin doch kein Alkoholiker, ich trink einfach nur gern, kann jederzeit aufhören, du bist doch selber krank mit deiner ewigen Rummeckerei, würdest du nicht immer meckern, würde ich nicht trinken). Nicht anders lese ich dein Verhalten. Du bist ja nicht abhängig, du fühlst dich nur so schlecht, weil er trinkt usw., usw. .

    Du zeigst dich hier als absolut abhängig und realitätsverleugnend. ES LIEGT NICHT AN IHM, DASS ES DIR SCHLECHT GEHT. ES IST GANZ ALLEIN DEIN DING, DAFÜR ZU SORGEN, DASS ES DIR BESSER GEHT. DEINE VERANTWORTUN! Egal, ob er trinkt oder nicht.

    LG
    Ette

    Zitat von Backmaus


    Ich wurde geliebt,solange ich funktionierte.
    War das nicht der Fall(schlechte Noten oder sonstiges "nicht passendes " Verhalten) wurde mit mir icht mehr gesprochen.Tagelang nicht!
    Seelische Schläge.Ich habe mir dann unseren Familienhund als Tröster gesucht und schon damals mein "Glück" draussen und bei sportlicher Betätigung sowie beim Lesen gesucht.

    Liebe Backmaus,

    das kenne ich nur allzu gut. Ich kann mich an Situationen erinnern, in denen ich weinend im strömenden Regen mit unserem Hund spazierenging, weil ich das Gefühl hatte, wenigstens der versteht mich. Ich hab mich in Bücher geflüchtet, was aber auch immer wieder negiert wurde.

    Und auch das Türknallen hat mich lange begleitet. Inzwischen versuche, bei solchen Impulsen tief durchzuatmen und zu gucken, ob jetzt Klein-Ette wieder mal agiert oder warum sonst dieser Impuls zur Flucht kommt.

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass der Alkohol deine Form der Flucht war. Meine war auf jeden Fall das mich Bemühen und Sorgen für andere.

    Lg und viel Spaß beim Sporteln. Ich geh jetzt erst mal Frühstücken.

    Ette

    Hallo Gotti,

    das hab ich eben bei meinem Morgenspaziergang, der eher ein zügiges Marschieren war, auch mit allen Sinnen empfunden. Nix war in mir außer der Freude über all diese Herrlichkeiten und einem Gefühl der Dankbarkeit und Demut, Teil dieses wunderschönen Ganzen zu sein.

    LG
    Ette

    Und noch etwas ist mir im Laufe meiner „Co-Bearbeitung“ aufgefallen. Ich stamme aus einer dysfunktionalen Familie. So, wie in meiner realen SHG keiner in einer funktionierenden Ursprungsfamilie groß geworden ist. Da gibt es welche, die wurden im Übermaß geliebt und auf einen Sockel gestellt, in einer Art und Weise, wie sie uns im erwachsenen Leben nie wieder passiert. Sie suchen also ihr Leben, dieses Gefühl der absoluten Überflieger-Einzigartigkeit, das sie aus ihren Familien mitgenommen haben. Wieder andere, wie zum Beispiel auch ich, wurden abgewertet, lieblos behandelt und auch geschlagen, sobald sie nicht so agierten, wie die Eltern sich das vorstellen.

    Ich habe in meinem emotionalen Gedächtnis Verhaltensstrategien gespeichert, wie auf einer altmodischen Magnet-Kassette, die mir in dieser Familie ein seelisches Überleben möglich machten. Und bei einer solch altmodische Kassette kann ich lernen, das Gespeicherte durch neue Erfahrungen zu „überspielen“.

    Brav sein, perfekt sein, mich so verhalten, dass ich nicht auffalle und damit meine Eltern mich liebhatten, weil ich als Kind alleine verloren gewesen wäre. Nun, als Erwachsene, muss ich es üben, die damals überlebensnotwendigen Verhaltensweisen, aufzugeben. Ich bin nicht mehr verloren, wenn ich alleine bin. Ich bin auch ein liebenswerter, wertvoller Mensch wenn ich NICHT perfekt bin oder so, wie ich meine, dass andere mich wollen. Mir sind Menschen begegnet, für die ich nur zwei Dinge tun muss, um angenommen zu sein: einatmen und ausatmen, also einfach nur leben. Das sind gute Erfahrungen, die so langsam das, was auf meiner „emotionalen-Gedächtnis-Kassette gespeichert ist, überschreiben. Ich habe meine Fehler und meine Stärken, die ich im Laufe meines Lebens entwickelt habe. Aber ich bin noch lange nicht zu alt, um mich zu verändern. Ganz im Gegenteil. Vielleicht bin ich jetzt erst stark genug, mich ehrlich zu betrachten.

    Ette

    Guten Morgen lobanshee,

    wieder einmal, wie auch mehrfach in meiner realen SHG, ist mir bei deinem Posting aufgefallen, dass sich Alkohol- und Co-Abhängigkeit nicht sehr unterscheiden.

    Wenn ich überlege, wie ich immer wieder gehofft habe, dass mein Ex-Freund etwas gegen seine Sucht tut und dabei nicht nur das vordergründige „ich hab ihn ja so lieb“ in Betrachte ziehe, sehe ich genau das, was du beschreibst.

    Angst vor dem alleine leben, Unsicherheit, wie denn ein selbstbestimmtes Leben aussehen kann oder soll und mein Unvermögen, meine Grenzen zu setzen und zu vertreten, haben mich aushalten und hoffen lassen. Solange ich mich auf „meinen Alki“ konzentrierte, brauchte ich für all diese Dinge keine eigene Verantwortung übernehmen. Es hing ja alles an seinem Trinken. Ich konnte die Angst, die Unsicherheit und das Unvermögen durch die Sorge um ihn ignorieren, mir „wegsorgen“, so wie ein Alkoholiker sich diese Gefühle „wegtrinkt“. Und genau wie ein Alkoholiker hatte ich zu Anfang derbe Entzugserscheinungen. Kein Saufdruck, aber „Liebesdruck“. Immer wieder habe ich mich auf Gespräche eingelassen, darauf gewartet, dass „er“ anruft oder immer wieder einen fadenscheinigen Grund gefunden, es denn selber zu tun. Ich konnte auch prima die Realität verleugnen, indem ich mir Argumentationen „strickte“ die eine Erklärung für mein Verhalten darstellen sollten und die alles, nur nicht abhängig waren. Pustekuchen, als ich anfing, ehrlich mit mir umzugehen, konnte ich die Augen leider nicht mehr davor verschließen, dass alle meine „logischen“ Argumente nix anderes waren, als eine Legitimation, weiter mein „Suchtmittel“ zu benutzen.

    Oftmals bin ich wutentbrannt aus der Gruppe nach Hause gefahren, weil irgend jemand mir eine Rückmeldung gegeben hat, die meine „Vermeidungsargumentation“ entlarvt hat. Wenn ich ein paar Tage darüber nachgedacht hatte, konnte ich es nach und nach mir selbst gegenüber zugeben, dass der- oder diejenige recht gehabt hat. So bin ich Schrittchen für Schrittchen meiner Ehrlichkeit mir gegenüber näher gekommen. Hab langsam aber sicher MEINE eigenen Defizite, die mich in die Co-Abhängigkeit trieben, anerkannt und kam somit in die Lage, mich und leben zu verändern.

    Heute kann ich sagen, dass die Dinge, die mich am meisten ärgerten, wenn sie mir zurückgemeldet wurden, die waren, die mich am meisten schmerzten und die genau meine Abhängigkeit ausmachten. Und da hast du, julchen, recht. Es blieb was hängen und gärte und wuchs, solange, bis ich mir selbst gegenüber nicht mehr verleugnen konnte, was da eigentlich lief. Heute kann ich auch dankbar sein, dass mir jemand die Finger in meine Wunden gelegt. Das konnten diejenigen war nur, weil sie schon ein anderes Verständnis ihrer und meiner Abhängigkeit hatten als ich selber.

    Ich war in der tiefsten Phase meiner Co-Abhängigkeit zu einer ehrlichen, kritischen Selbstreflektion gar nicht mehr in der Lage. Hätte ich mein co-abhängiges Verhalten nicht immer wieder gespiegelt bekommen, wäre ich wahrscheinlich der Meinung, in dem Moment gesund geworden zu sein, als mein „Ex“ auszog oder spätestens dann, als er nicht mehr trank.

    Ach – Chef hab ich jetzt einen ganz netten ;) Und der andere, warten wir mal 10 Jahre, dann sehen wir, was aus ihm geworden ist. Ich hab schon einige der jung-dynamischen auch wieder abstürzen sehen.

    LG
    Ette

    Hallo Cata,

    ich kann verstehen, dass du dich freust. Zum einen über die Tatsache, dass dein Freund eine Therapie machen möchte. Und zum anderen, dass er DICH um deine Unterstützung bittet.

    Ich habe aber auch gelesen, dass du selbst mit dir nicht ungefährlich umgehst. Ich habe Bauchgrummeln, wenn du mit all deinen eigenen unbewältigten Problemen einen Suchtkranken unterstützen möchtest. Hast du denn eigentlich schon einen Therapeuten? Wenn ja, würde ich das unbedingt mit diesem besprechen. Pass bitte sehr gut auf dich auf.

    Cata, woran ich merkte, dass du jung bist? Ich hatte eine zeitlang eine Art, nun ja, Wahlsohn. Das heißt, dass eher er mich zu einer Art Ersatzmutter erkoren hatte. Und der hat sich auch oft selbstverletzt bis hin zu massiven Suizidversuchen. In dieser Zeit habe mich etwas über SSVler informiert. Dabei habe ich auch gelesen, dass die Mehrzahl der Betroffenen in der Regel, hmmmm.... ich meine es war zwischen 15 und 28 Jahren sind. Aber auf jeden Fall unter dreißig. Deshalb hatte ich vermutet, dass du auch relativ jung sein müsste. Keine Sorge, ;-), es war nicht dein Schreibstil.

    P.S. Die Geschichte mit den Scherzen habe ich auch erlebt und immer mit sehr gemischten Gefühlen. Mir ist es mal passiert, dass ich meinen damaligen Freund nach dem Wochenende in die LZT-Klinik zurückbrachte. Bevor wir auf sein Zimmer gehen konnten, musste er bei der Schwester zum Pusten. Die sagte: hallo, Herr xy, sie hatten ja wohl ein wildes Wochenende. Das sind ja 1,5 Promille. Ich dachte, mir zieht einer den Boden unter den Füßen weg. Mein Freund lachte nur und sagte: So ein Mist Schwester, jetzt habe sies doch wirklich gemerkt. Dann gackerten beide drauf los.... und die Sache war erledigt. Denn natürlich hatte er nix getrunken. Also....die Scherzerei ist nicht unüblich, glaub ich.

    LG
    Ette

    Dank dir, Julchen,

    ja, so ähnlich sehe ich auch. Und - jeder von uns hat sein Illusionskuscheldeckchen, unter dem er die Dinge verborgen hält, die er noch nicht in der Lage ist, zu ertragen. An dem Deckchen wird zwar von außen immer mal gezogen und geruckelt. Wenn aber der Einzelne nicht selbst bereit und stark genug ist, das auszuhalten, was unter dem Illusionskuscheldeckchen steckt, nützt all das Ziehen und Ruckeln nix. Er wird es erst dann loslassen, wenn er sich soweit fühlt, es auszuhalten.

    LG
    Ette

    Guten Morgen Weitsicht,

    ich bin mir nicht sicher, ob du mich richtig verstanden hast.

    In meinem Thread befasse ich mich mit der Zufriedenheit im hier und jetzt, weil es mir hilft, ein gesundes Lebensgefühl zu entwickeln. Als ich nun sah, dass du bei mir gepostet hattest, dachte ich, du würdest auch anfangen, DEINEN Fokus auf DEINE Zufriedenheit zu richten. Wie wir lesen können, hatte ich mich getäuscht. Nun gut!

    Ich befürchte, du hast mich auch in meinem Thread über die Empathie falsch verstanden. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich die Fragestellung eher satirisch formuliert habe.

    Für mich ist Empathie, weiß Gott, keine Modewort. Ganz im Gegenteil. Gerade weil ich co-abhängig bin, ist Empathie für mich eine Gratwanderung. Ich muss mich immer wieder beobachten, ob es NUR Empathie, also das Einfühlen oder Nachempfinden eines Gefühls, das mein Gegenüber hat oder ob ich mich schon wieder mit den Empfindungen des Anderen identifiziere, sie also als meine eigenen übernehme. Mich von ihnen anstecken lasse. Zudem bin ich der Meinung, wenn ich nachempfinde, was jemand anderer fühlt, kann ich nicht nur die Gefühle nachvollziehen, die liebevoll und integer sind. Gerade weil ich selbst in meiner Co-Abhängigkeit das Verleugnen und nicht hinsehen wollen gelebt habe bis zur Perfektion, kann ich auch diese weniger netten Gefühle nachempfinden.

    Ich habe zum Beispiel das Empfinden, dass du gerne hättest, wenn ich so dächte wie du. Immer wieder lese ich, dass ein „Austausch“ nur dann fruchtbar für dich ist, wenn du Bestätigung von anderen Postern bekommst. Alle anderen Meinungen bezeichnest du als wenig liebevoll, überfallartig und somit für dich schlecht. Zu einem liebevollen Leben gehört für mich auch, Menschen so zu akzeptieren, wie sie nun einmal sind. Die, die leben und die, die bereits tot sind. Wenn ich Menschen nur dann liebevoll betrachten kann, wenn sie so agieren, wie es MIR gut tut, dann bin ich nicht liebevoll sondern abhängig.

    Irgendjemand hat geschrieben, du würdest den Eindruck erwecken, einen Machtkampf mit mir führen zu wollen. Diesen Eindruck habe ich auch. Du möchtest mich, so empfinde ich das, „bekehren“ zu einem, deiner Meinung nach, liebevollem Miteinander. Ich kann das gut nachempfinden, ich habe lange Zeit versucht, „meinen Alki“ dazu zu bekehren, sein Leben genauso zu leben, wie ich es für richtig hielt. Ich habe aber die Freiheit, die Dinge zu sehen, wie sie sind und nicht so, wie du gerne hättest, dass sie wären.

    Für mich war es ein schmerzhafter Prozess, die Realität anzuerkennen. Eine Realität, in der ich plötzlich nicht mehr die grenzenlos Liebende war, die nur das Beste für ihren trinkenden Partner wollte. Sondern ich war die, die ihn umkrempeln wollte, ob ER es wollte oder nicht. Er sollte gesund werden, damit auch ich mich heil und gut fühlen konnte. Er sollte für mich so sein, wie es mir gut tat, weil ich es selbst nicht auf die Reihe bekam, mich gut zu fühlen. Ich brauchte das Gefühl, der „bessere Mensch“ zu sein. Und da kommt ein trinkender Angehöriger gerade recht, denn er zeigt sich ja in seiner Sucht so schwach und krank und so viel weniger „gut“ als ich in meiner Hilfsbereitschaft, in meinem selbstlosen Kampf, ihn zu retten. Ich konnte ihn jedoch nicht „retten“, bevor er selbst dazu bereit, war dies für sich selbst zu tun.

    Ich kann auch dir kein zufriedenes Leben „herbei schreiben“ und wenn ich dir deine Sicht der Dinge noch so sehr bestätigen wollte. Wenn du noch nicht so weit bist, dein Leben für dich zufrieden zu gestalten, wird es auch durch noch so viele Bestätigungen von außen nicht zufrieden werden. Irgendwann wirst du dazu vielleicht in der Lage sein. Es ist DEINE Entscheidung und DEIN Leben. Und KEINER ist für deine Zufriedenheit verantwortlich außer dir selbst.

    LG
    Ette

    Guten Morgen Weitsicht,

    da hatte ich mich doch heute morgen gefreut, als ich sah, dass du in meinem Thread geschrieben hast. Hmmmm.... nur leider nicht an mich sondern an Hermann.

    Gönn mir doch einfach mal, dass jemand nachvollziehen kann, wie ICH mich hier manchmal fühle. Auch das ist nämlich Empathie.

    LG
    Ette

    Hallo Thelma,

    ich kann dein Posting und deine Bitte um Rückmeldung von Hermann nachvollziehen. Allerdings finde ich für mich, dass die „Perlen“ von Hermann, mir die Möglichkeit geben, wenn ich sie mir EHRLICH beantworte, Ansatzpunkte für meinen eigenen Umgang mit meiner Abhängigkeit zu finden. Ich habe dann nicht unbedingt das Bedürfnis, meine Antworten von Hermann kommentieren zu lassen. Das, was ich in meinen Antworten finde, gibt mir erst einmal genug zu denken.

    Im übrigen denke ich auch nicht, dass wir uns jeden Schuh anziehen sollten, der hier so in den Raum gestellt wird. Den borstigen, den du dir anscheinend angezogen hast, der passt dir meines Erachtens kein Stück ;-).

    LG
    Ette

    Zitat von Rosita

    Hallo bigbee,
    es ist schön zu lesen, wie du deine eigene Sucht gesehen hast. Als Co fällt es mir oft schwer zu verstehen, weshalb mein Partner trinken MUSS. Ich habe auch das Gefühl, dass hinter seiner Sucht ein totales Minderwertigkeitsgefühl steckt.
    Mir persönlich fällt das LOSLASSEN auch in Gedanken schwer. Ich kreise oft um ihn herum und suche nach Lösungen für ihn - was mich wiederum zermürbt, weil ich es NICHT verstehen kann.
    Ich würde mich freuen, wenn ich noch mehr Erfahrungen mit der Sucht von dir lesen könnte.

    Hallo Rosita,

    hier im Forum kannst du jede Menge über Sucht, also Abhängigkeit lesen, über Co-Abhängigkeit! Das ist die einzige Abhängigkeit, die DU ändern kannst. Vielleicht kannst du dann auch verstehen, warum DU sorgen MUSST und nicht loslassen kannst. Die Lösungen für deinen Freund - die kann nur er selber finden und da nützt es auch nichts, wenn wir versuchen zu verstehen. Es ist für einen Außenstehenden nicht nachvollziehbar, wie die Alkoholabhängigkeit funktioniert. Aber solange wir uns um den trinkenden Partner kümmern, brauchen wir ja auch nicht auf unsere eigenen "Baustellen " zu gucken. Zum Beispiel unser eigenes, schwaches Selbstwertgefühl, das durch das Sorgen um den Anderen überdeckt wird.

    LG
    Ette

    Zitat von malola75

    l.

    ja,mein Mann probiert es zwar aber es wird nicht lange dauern.Er möchte nicht alleine zum Arzt und mit mir zusammen auch nicht. Ausserdem will er das so einrichten,dass er bei Geschäftsessen ein Glas mittrinken kann. Jetzt kannst du schon sehen,dass es keine Aussicht auf Erfolg hat,leider..... Obwohl er sooooo lieb ist,wenn er nichts getrunken hat.Halt ein anderer Mensch.......
    lg

    Hallo malola,

    für mich liest sich das nicht so, als ob dein Mann a) zu seiner Abhängigkeit steht und b) wirklich etwas dagegen tun will. Das ist eher so ein "wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass". Aber das ist, wie gesagt, nur mein Eindruck.

    Und dass er sehr lieb ist, wenn er nicht trinkt, dass will ich dir gerne glauben. Das kenne ich auch. Ich habe im Nachhineine die Erfahrung gemacht, dass es wohl etwas mit seinem schlechten Gewissen zu tun hatte. Schließlich meinte er, mich glücklich machen müssen. Das ging ja nicht während er trank. Also war er entsprechend lieb, wenn er wieder nüchtern war.

    LG
    Ette

    Zitat von skypy

    hallo ette und julchen wo seit ihr ?????????????

    lg skypy

    Hallo skypy,

    Es gibt ja auch noch so etwas wie das “richtige” Leben außerhalb des PC. Und da bin ich in der Regel schon mal länger. ;)

    Zitat von skypy


    ich habe sehr wenig selbstbewußtsein, ich denke das merkt jeder.

    Das hatte ich auch und ebenso das Gefühl, dass es jeder merkt. Ich glaub noch nicht mal, dass das jeder merkt. Das bilden wir uns nur ein. Und was das Selbstbewusstsein betrifft, man kann es lernen, selbstsicherer und somit selbstbewusster zu werden. Es ist eine Lern- und Übungssache. Hast du dir schon einmal darüber Gedanken gemacht, wie du dein Selbstbewusstsein stärken könntest?

    Zitat von skypy

    weißt du er ist hübsch wenn er nicht trinkt sehr gepflegt, ja wenn er will sehr zährtlich, manchmal kann mann alles von ihm haben , dann wieder nichts...............ette ich weiß es auch nicht mehr.

    Hmmm..... also hübsch und gepflegt wär´ mir persönlich ja n´bisken wenig für sonn Mann. Ich kann mir natürlich vorstellen, dass es Streicheleinheiten für dein Ego sind, wenn dich ein attraktiver Mann zur Frau nimmt.

    Ansonsten – womöglich hat es gar nix mit dir zu tun, dass er manchmal nicht zärtlich sein mag. Vielleicht hat er dann einfach keine Lust. Ebenso kann es sein, dass du „alles von ihm haben kannst“ wenn ihm selbst danach ist. Ich halte das für relativ normal, dass zwei Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben.

    Zitat von skypy


    manchmal hab ich das gefühl er kann erst nach drei bier zeigen was er fühlt. seine liebe zeigen einem halten . ohne bier ist das eher selten der fall.

    Ja war er denn zu Anfang, als ihr euch kennenlerntet, anders? Ich hab nämlich die Erfahrung gemacht, dass genau das, was am Anfang so toll ist und uns anzieht, im Laufe der Zeit genau das gleiche ist, was uns irgendwann annervt. Hast du nicht vielleicht gedacht: na, wenn ich bloß lieb genug zu ihm bin, dann wird er sich schon ändern?

    Zitat von skypy

    un dennnoch leibe ich ihn. aber manchmal frag ich mich auch das?? was liebe ich noch?? aber wenn wir getrennt sind ist die sehnsucht so groß, der schmerz auch und es zerreisßt mich dann .

    skypy, kanns vielleicht sein, dass du, wenn er weg ist, Angst hast, er kommt nicht wieder? Ich hatte früher immer Angst, dass er eine bessere findet und sich verabschiedet. Das war auch in meinen anderen Beziehungen so, nicht nur mit „meinem Alki“. Ich halte es nicht für gesund, sich so zu sehnen, dass es schmerzt. Ich kenne dieses Gefühl aber aus der Zeit meiner tiefsten Co-Abhängigkeit. Und das habe ich für mich inzwischen nicht mehr als Liebe definiert. Das ist ganz einfach Entzug von unserem „Suchtmittel“. Jeder gesunde Mensch ist auch in der Lage, eine Zeit alleine zu sein, ohne vor Sehnsucht zu vergehen. Aber das habe ich eben auch erst im Laufe der Zeit gelernt. Früher meinte ich auch, dass dies einfach meine tiefe Liebe sei. Dabei wars nur tiefe Abhängigkeit.

    Für mich hat das so eine Art von: besser einen, der nicht so toll ist und mich nervt, als gar keinen, wenn ich lese, was du über deine Beziehung schreibst. Kann ich nachvollziehen, schließlich hab ich lang gebraucht, bis ich mich selbst auf die Socken gemacht habe. Immer wieder ein Stück weiter und weiter. Manchmal auch ein, zwei Schritte zurück, aber dann halt wieder drei vorwärts. Es liegt in DEINER Hand, wie dein Leben aussehen soll. Egal, ob dein Mann trinkt oder nicht, ob er zärtlich ist oder nicht. Er ist, wie ER ist und kann nicht sein, so wie DU ihn brauchst, damit es dir gut geht und du dich zufrieden fühlen kannst. Dafür musst du schon selber sorgen.

    LG
    Ette

    Guten Morgen,

    Schietwetter liegt um die Häuser wie so eine dicke graue Wolldecke und von draußen statt Vogelgezwitscher Regengetropf. Na, da muss ich heute die Sonne wieder im Herzen haben!

    Zufriedenheit? Hält sich in Grenzen. Aber froh bin ich, dass ich wieder vernünftig schreiben. Zwar noch nicht ganz schmerzfrei, aber es geht.

    Die letzten Tage habe ich mich mehr aufs Lesen hier beschränkt und weniger geschrieben. Irgendwann bin ich dann nur noch sporadisch an den PC. Ich merkte nämlich, dass das Lesen mir ähnliche Gefühle bereitet wie ich sie aus der Zeit kenne, als „mein Alki“ trank. Dieses hilflose Gefühl, gegen Windmühlen zu schreiben. Mir Gedanken um jeden Satz zu machen, damit er transportiert, was ich vermitteln möchte. Bis ich dann plötzlich da saß und dachte, hey, du versuchst hier grad was zu ändern, was DU nicht ändern kannst.

    So wie „er“ einfach lange noch nicht soweit war, für sich etwas zu verändern, sind es auch etliche der Schreiberinnen und Schreiber hier nicht. Und es ist, weiß Gott, nicht meine Aufgabe, ihnen dies klar zu machen. Aber der kleine Co-Teufel kanns halt nun mal nicht lassen. Ich glaub, dass Bienchen Maya fragte, ob sie nun nicht mehr co-abhängig sei, da sie sich getrennt hatte. Na, ich kann für mich ganz klar sagen, dass meine Strukturen in dieser Richtung von „meinem Alki“ unabhängig sind. Sie waren vor ihm da und sind es auch nach ihm. Und wie ein trockener Alkoholiker, der seine Krankheit lediglich zum Stillstand bringen kann und sie nicht aus seinem Leben eliminieren kann, muss ich auf mich achten, meine Co-Strukturen im Zaum zu halten. Mir immer wieder einmal bewusst machen, was hier grad mit mir passiert. Etwas, was ich erst gelernt habe. Auf MICH und MEINE Gefühle zu achten. Sie wahrnehmen und entsprechend handeln, auch wenn der erste Impuls ein ganz anderer wäre.

    Die letzten Tage hab ich mich auch ein wenig "eingesiedelt". Es hat gut getan, meine Gedanken kommen und gehen zu lassen. Mich mal wieder mit der "Wolfsfrau" befasst und einfach die Zeit fließen zu lassen.

    LG
    Ette

    Zitat von Fritzl


    Ich habe in diesem Forum gelesen, daß einige Akli diese 8 Wöchige Therapie 2und 3 mal gemacht. was ist dann.

    Guten Morgen Fritz,

    es ist nicht ungewöhnlich, dass manche Menschen mehrere Therapieversuche benötigen, um endgültig trocken zu werden. Andere dagegen schaffen es nur mit Hilfe einer SHG. Es gibt keine Norm dafür, wie lange es dauert aus der Sucht auszusteigen und zu genesen.

    Mir wurde früher immer ganz lapidar gesagt, wenn ich beklagte, dass mein Ex-Partner rückfällig geworden war, "er ist eben noch nicht soweit".

    Welche Rolle du in dem Stück dann übernimmst, ist DEINE Entscheidung. Schließlich übernimmst du die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten nicht nur für deine Frau sondern auch für dich und deine Kinder.

    Wieso denkst du, dass du als Ehemann und Vater versagt hast? Gegen den Alkohol sind wir alle machtlos. Du kannst aber versuchen, für dich selbst etwas zu tun und für deine Kinder. Das mit den Kindern kann Zeit brauchen. Schließlich haben sie schon eine Weile in dem alkoholischen Umfeld gelebt.

    Steht es denn fest, dass ihr euch scheiden lasst? Und wenn nein, warum machst du dir dann JETZT schon Gedanken darüber, wer die Kinder bekommt? Der erste Schritt ist doch, dass sowohl du als auch deine Frau die jeweilig Abhängigkeit in den Griff bekommt. Dann werden sich die weiteren Schritte finden.

    Du schreibst, dass du ebenfalls therapeutische Hilfe suchst. Das ist doch ein guter Anfang für dich. Alles andere kommt dann Schritt für Schritt, auch wenn es manchmal klitzekleine Schritte sind.

    LG
    Ette

    Guten Morgen Cata,

    willkommen hier im Forum. Du hast hier schon gelesen, schreibst du, und an dir Verhaltensweisen festgestellt, an denen du arbeiten willst.

    Wir sind hier alle keine Psychologen oder Ärzte. Ich kenne mich mit selbstverletzenden Verhalten auch nicht aus. Habe allerdings zwei Personen kennen gelernt, die dieses Verhalten haben bzw. hatten.

    Co-Abhängigkeit kann sich auch bei einem Alkoholiker zeigen. Oftmals während und vor allem nach der nassen Phase. Das habe ich in meiner realen SHG festgestellt. Wenn dein Freund sich dir gegenüber co-abhängig verhält, wäre es aber an ihm, daran zu arbeiten.

    Den Stolz, den du darüber empfindest, dass dein Freund eine Therapie macht, um vom Alkohol loszukommen, sehe ich als recht „normal“ an. Schließlich ist es schon eine Leistung, sich zu seiner Krankheit zu bekennen und etwas dagegen zu tun. So, wie auch du es in deiner Therapie tun möchtest.

    Da du eine Therapie anstrebst, hast du ja für dich erkannt, dass du etwas tun musst. Das ist ein guter Schritt, denn ich nehme an, dass du noch relativ jung bist. Hab keine Angst davor, dich mit deinem Leben auseinander zu setzen. Du kannst für die Zukunft dabei nur gewinnen. Sicherlich findest du dann auch heraus, was genau dich an einem ebenfalls kranken Menschen fasziniert. Es ist viel in uns, was unser Leben beeinflusst, ohne dass wir uns dessen bewusst sind und was uns zu Handlungen bringt, die uns nicht unbedingt gut tun. Du hast nun für dich den Vorteil, dass du in einer Therapie hinguckst, warum du tust, was du tust. Das finde ich mutig von dir. Und damit bist du vielen Co´s ein ganzes Stück voraus.

    Ich wünsche dir Mut und Kraft, deinen Weg zu gehen. Und kann dir nur aus meinem eigenen Erfahren sagen, dass es spannend und hilfreich ist, sich mit sich und seinem Leben auseinander zu setzen. Manchmal ist es auch unangenehm und schmerzhaft. Aber das Leben, und somit auch unser eigenes, beinhaltet eben viele Facetten und Gefühle, die alle ihren Ursprung, Sinn und die Möglichkeit bieten, an ihnen zu wachsen.

    LG
    Ette

    Zitat von Weitsicht


    Es ist doch ein ganz natürliches Bedürfnis, dass ein Kind von seiner Mutter geliebt werden möchte. Da kann sie 30 Jahre tot sein, der Schmerz, über die nicht erhaltene Liebe von ihr, taucht immer wieder mal, bei mir auf.

    Ist das bei Dir nicht so?

    Hallo Weitsicht,

    es WAR bei mir genauso. Aber irgendwann im Laufe der Zeit, in der ich mich mit mir und meinem Leben auseinandergesetzt habe, habe ich einfach akzeptiert, dass mir meine Mutter keine liebevolle Mutter sein KONNTE. Und weil ich mich selbst wichtig nehme und gut für mich sorgen möchte, muss ich die Vergangenheit einfach stehen lassen. Ich kann sie nicht mehr verändern. Ich kann Menschen in der Gegenwart nicht ändern, geschweige denn in der Vergangenheit. Und auch eine Entschuldigung oder die Einsicht meiner Mutter oder meiner Eltern würde mir keine liebevolle Kindheit mehr bereiten können.

    Ich habe die Wut und die Trauer losgelassen. Einfach weil ich es mir wert bin, zufrieden und im Einklang mit mir selbst zu leben. Das kann ich aber nicht, wenn ich immer noch von meinen Eltern verlange, dass sie mir etwas geben sollen, was sie nicht geben können, nämlich Liebe. Selbst wenn ich es bis zu meinem Lebensende einfordern würde, hätte ich keine Chance, die Liebe, die ich als Kind von meinen Eltern nicht bekam, noch zu erhalten. Ich kann mich aber selbst annehmen, wertschätzen und lieben.

    Das Bedürfnis, von meiner Mutter geliebt zu werden und anerkannt zu werden, so, wie ich bin, habe ich als unerfüllbar akzeptiert. Und ich würde nicht gut mit mir umgehen, wenn ich mir diese Bedürftigkeit immer und immer wieder vor Augen hielte. ICH BIN nicht mehr das kleine Kind, das die Liebe seiner Mutter zum Überleben braucht. Und mein Leben wäre ärmer, wenn ich mich immer und immer wieder nach etwas sehnen würde, was ich einfach nicht mehr bekommen kann. Das ist nämlich der Vorteil des Erwachsenseins. Als Kind hatte ich keine Wahl. Aber heute kann ich mich FÜR MICH entscheiden, egal ob mich meine Mutter lieben konnte oder nicht. ICH kann es.

    LG
    Ette

    Zitat von Weitsicht

    Jedes Kind braucht Respekt, Schutz, Zuwendung, Ehrlichkeit, Verständnis und vieles andere mehr. Das alles zusammen nennen wir Liebe.

    Hallo Weitsicht,

    damit hast du unbedingt recht. Auch unser inneres Kind braucht dies, da es in der Kindheit zu wenig davon bekommen hat. Nun ist es an uns, unserem inneren Kind Respekt, Schutz und all das zu geben, was es braucht, um glücklich zu sein. Wenn ich für mein inneres Kind nicht gut sorge, dann würde ich mich selbst verraten.

    Zitat von Weitsicht

    Heute möchte ich mein Selbst nicht mehr verraten.

    Warum lässt du dann dein inneres Kind immer noch nach der Liebe deiner Mutter verlangen, die es doch nie mehr bekommen kann, da deine Mutter tot ist?

    LG
    Ette