Hallo
Zitat
Beispiel: Du bist auf einer Grillfeier zum Geburtstag Deiner Schwester eingeladen. Deine Schwester, ihr Mann, die Kinder, die Eltern und Schwiegereltern und an die 20 Freunde deiner Schwester (teilweise auch mit Kindern) werden kommen. Es verspricht ein schönes Fest zu werden. Die einen trinken Saft, die anderen ein, zwei Bier, zur Begrüßung bekommt jeder ein Glas Sekt. Aber: Die engsten Freunde wissen um deine Krankheit und man drückt Dir ein Glas Orangensaft in die Hand. Du weißt, es gibt kein Hänseln, kein Überreden, usw. Im Gegenteil: Würdest Du um ein Bier bitten, würdest Du Kopfschütteln ernten und auch keines bekommen. Würdest Du dieser Feier fernbleiben?
ich würde an deiner Stelle und in Anbetracht deiner kurzen Trockenheit und den mehren Anläufen die du hattest ,ohne wenn und aber im ersten Jahr solche Veranstaltungen fern bleiben und mich und meine Trockenheit kümmern, damit du auch eine gewisse Stabilität erreichen kannst und dir erstmals auch ein anderes Umfeld aufbaust.
Mein Suchtgedächtnis richtete sich , gerade am Anfang meines Trocken werdens ,nicht nur an Begebenheiten, an denen ich nicht gesoffen hatte ,sondern auch an Sinneswahrnehmungen die ihm dienlich waren, wieder saufen zu können. Und wenn da gerade an so einem Fest ,der Geruch, das Denken oder die Synapsen verrückt spielen, kann es zu spät sein. Selbst wenn ich dann , dieses Fest fluchtartig verlasse , nehme ich diese Eindrücke mit und baue mir automatisch einen Verzicht auf, der zu Suchtdruck werden kann.
Austesten, riskieren ,probieren, versuchen , experimentieren usw...ist die Sprache des Nasses Denkens (sucht orientiertes Denken) das nun mal am Anfang da ist.
Es dauerte auch eine Zeit ,bis ich das verstand, was ich eben geschrieben habe.
Nur diese Zeit solltest du dir geben, denn sie notwendig, um überhaupt dir eine Chance zu geben, es trocken verstehen zu können.
Gruß Hartmut