Beiträge von Hartmut

    Willkommen bei uns!

    Aktuell geht es mir nicht gut. Ich ärgere mich, über den Rückfall.

    Nun, drei Jahre trocken und ein Rückfall ist jetzt nichts Ungewöhnliches. Natürlich ärgert man sich, aber es muss ja einen Auslöser gegeben haben, der irgendwann aufgearbeitet werden kann.

    Jetzt zählt aber nur eines: sich klar zu werden, ob man weiter trinken will oder den Wunsch nach Abstinenz hat.

    Wie sieht es bei dir aus? Wie war dein Weg bisher? Wie war das vor drei Jahren? Arzt, Entgiftung und Therapie? Hattest du jemanden, der dich unterstützt hat?

    Erzähl doch ein wenig von dir, damit wir dich besser kennenlernen können.

    Aber es war halt so locker, und das wollte ich mitteilen eigentlich....und meinen Humor hatte ich nie verloren, den verstehen auch nur wenige....

    Dein Humor hat mich sofort an den Spruch erinnert: "Er rennt lachend in die Kreissäge."

    Ob dich hier jemand versteht, dir zustimmt, Schulterklopfer gibt ist letztlich egal. Ob du das hier ernst nimmst oder nur den Kopf schüttelst ist auch egal. Am Ende des Tages bist du allein und der Einzige, der wieder säuft oder trocken bleibt.

    Unsere Grundbausteine der Nüchternheit wurden schon unzählige Male erwähnt. Ich denke, der Satz folgende bringt es auf den Punkt: "Nur nicht trinken reicht nicht."

    Alles Gute weiterhin!

    Ein Mal wurde ich fast zu einem Bier gezwungen. Ich sagte demjenigen zwar dass ich nichts trinke und dann auch noch Autofahren muss...

    Wenn er weiß, dass du Alkoholiker bist, ist sein Verhalten durchaus bedenklich. Wenn er es nicht weiß, ist es zwar nicht besonders rücksichtsvoll, aber irgendwie nachvollziehbar.

    Als ich noch getrunken habe, habe ich das auch so gemacht. Es ging ja um mich, denn ich brauchte immer einen "offiziellen Grund" fürs Saufen . Deshalb habe ich einfach andere mit ins Boot geholt dann musste ich mich nicht mehr rechtfertigen.

    Wenn ich meine Alkoholkrankheit verberge und in meinem direkten Umfeld nicht offen damit umgehe, entstehen solche Situationen zwangsläufig. In einem „nassen Umfeld“ ist ein Outing nicht erforderlich, da die meisten es ohnehin nicht verstehen – also bleibt nur, dieses Umfeld zu meiden.

    Die Vorstellung, dass es Menschen gibt, die wirklich auf meine Sucht eingehen und mich als mehr sehen als nur den Alkoholiker, ist rar – solche Menschen kann man an einer Hand abzählen. Wer bin ich denn momentan für die eigentlich, außer ein Alkoholiker?

    fast aber nur fast hätte ich das wieder in den falschen Hals bekommen

    Geht doch! :mrgreen: Das ich das nor erleben darf :saint:

    Eine Frage: Was würdest du machen, wenn das Forum schließt? Wie würdest du dich verhalten und was würdest du tun, um trocken zu bleiben? Diese Frage stelle ich mir immer wieder, denn ich muss ja auch trocken bleiben, wenn niemand mehr als Unterstützung da ist.

    Wir halten hier niemanden fest. Wer sich nicht mit dem System identifizieren kann oder will– oder meint, es sei besser zu gehen , darf das jederzeit tun. Ein System, das sich seit 20 Jahren bewährt hat, muss nicht infrage gestellt oder unterwandert werden.

    Wem es nicht passt, der darf die Flinte ins Korn werfen. Lieber ein User weniger, der sich bewusst gegen diese Vorgehensweise entscheidet und geht, als jemand, der bleibt und Unruhe stiftet– und damit anderen schadet, die hier ihren Weg gehen und ihre Trockenarbeit als oberste Priorität sehen.

    Das gilt für Langzeit-Trockene genauso wie für Quereinsteiger oder neue Mitglieder. Wir haben nicht den Anspruch, jedem helfen zu können. Und wir nehmen niemanden an die Hand, nur weil die Form des Austauschs wichtiger erscheint als der Inhalt.


    Diese Diskussion ist nicht neu, daher brauchen wir auch keine Fürsprecher für andere. Und ja, hier geht es etwas strenger zu. Das ist bewusst so und hat sich bewährt. Übrigens: Ich war selbst einmal User und dankbar, dass sich jemand kostenlos hingestellt hat und mir geholfen hat, ganz egal wie. Denn ich war nicht in Diskussionslaune, ich war am Verzweifeln. Vielleicht war das eine andere Zeit, aber gewisse Erwartungshaltungen, die manche heute mitbringen, sind schlicht überzogen.


    Bitte lasst uns das Thema nicht weiter auswalzen. Ich frage beim Bäcker ja auch nicht nach Leberknödel ich gehe dorthin, wo das Angebot zu mir passt. Man geht eben dorthin, wo man sich verstanden fühlt –nicht dorthin, wo man alles umkrempeln will.

    Oder?

    Das war allgemein gehalten, aber danke für deinen Beitrag.

    Du unterstellst jedem, der es nicht nach den Regeln dieses Forums machen will, kann, was auch immer, dass er seine Abstinenzversuche nicht ernst meint.

    Nein, das ist Unsinn. Aber es überrascht mich nicht, dass du es so für dich interpretiert hast. Du bist eben einen anderen Weg gegangen, doch hier ist es unser Weg.

    Bei der Ernsthaftigkeit geht es zunächst um das "Eintrittsticket" für das Forum, das wir besprochen haben. Es richtet sich an bekennende Alkoholiker, die den Wunsch nach lebenslanger Abstinenz haben.

    Und es gibt einen Unterschied zwischen dem Absprechen von Ernsthaftigkeit und dem Infragestellen dieser. Einfach beim Kontext bleiben.

    Und wem es hier nicht passt, wer sich nicht identifizieren kann oder denkt, er ist in seinem Austausch behindert, weil die Grundbausteine immer wieder angesprochen werden, ist eventuell auch verkehrt. Es wurde bisher niemand gezwungen, unseren Weg anzunehmen, aber dieser ist zu respektieren. Jeder kann sich austauschen wie er möchte

    Also unnötige Stimmung jetzt zu machen, braucht es nicht.

    Und damit bitte ich, die Diskussion über unseren Weg und das Programm des Forums hier zu beenden.

    Gerade weil es außerhalb manchmal weichgespült zugeht… gefällt mir als Co dieser strikte Kurs und die dazu passenden Spielregeln… die mir persönlich auch helfen, meinen Weichspülkurs zu hinterfragen…

    Danke für deinen Post.

    Es ist ja oft so, dass bei einem Beitrag wie "Ach, das wird schon, mach du mal, wie du denkst" meist die Herzchen und die Zustimmung von neuen Usern kommen, die darauf anspringen.

    Diese wundern sich dann, wenn sie rückfällig werden, weil sie das Ausmaß gar nicht in ihrem "nassen" Kopf erkennen können. Aber das macht nichts, dann müssen eben einige ein paar Runden schwimmen, wiederkommen oder eben beim saufen untergehen.

    Aber nun lassen wir diejenigen, die glauben, sie wüssten, wo es langgeht, den Thread wieder. Es ist ja nichts Neues, es ist Alltag hier.

    an dieser Stelle widerspreche ich Dir.

    Das kannst du machen.

    Meine Erfahrungen sind schlicht andere– und sie beruhen auf realen Begegnungen mit Alkoholikern sowie auf 18 Jahren intensiver Auseinandersetzung mit diesem Thema hier im Forum .

    Deshalb frage ich mich auch wie du dir ein umfassendes Bild von der Situation hier machen willst, wenn du erst seit wenigen Monaten dabei bist und dich bereits als Langzeit-Trockener angekommen bist?

    Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass hier nicht ein paar Dutzend, sondern zigtausende Menschen aufgeschlagen sind. Das ergibt ein völlig anderes Gesamtbild als das, was du aus deiner Arbeit mit einer begrenzten Zahl betreuter Alkoholiker kennst.

    Ich vermute, es waren keine Tausend – und genau deshalb hinkt dieser Vergleich. Es geht hier nicht um einen Wettbewerb, wer es besser macht. Es geht ums Überleben.

    Und wer Risiken eingeht, geht zwangsläufig Kompromisse ein –mit der Folge, dass die Gefahr eines Rückfalls real und allgegenwärtig bleibt.

    st hier auch so, fällt wegen der Vorauswahl nur nicht so auf.

    Weiß jetzt nicht, was du damit meinst. Hier kommt jeder rein, der Alkoholiker ist, sich dazu bekennt und das Ziel hat, ein abstinentes Leben zu führen.

    Und wenn andere das nicht möchten, bitte schön, wir nehmen es bereits durch die Vorauswahl ernst. Wir sind hier aber auch kein Auffangbecken für jemanden, der sagt: "Na gut, ich probiere es einfach mal." Eine gewisse Ernsthaftigkeit sollte schon dahinterstecken.

    Das macht wohl den Unterschied aus. Und das Forum steht für Risikominimierung und den Grundbausteine.

    Es mag nicht für jeden der richtige Ort hier sein. Niemand wird gezwungen, sich damit zu arrangieren. Es ist jedoch ein Ort, der Risiken minimiert und ehrlich auf Fallstricke hinweist.

    Ich schreibe da jetzt meinen, nicht forumskonformen Senf dazu, und das mit knapp 25 Jahren Trockenheitserfahrung.

    Ich weiß nicht, was das mit "nicht forums-konform" zu tun hat. Die Grundbausteine basieren auf den Erfahrungen aller und nicht auf einzelnen Langzeit-Trockenen.

    Dass es hier und da Ausreißer gibt, die es anders machen, heißt nicht, dass es nicht funktioniert. Es bedeutet nur, dass die Mehrheit es so nicht schafft. Deshalb steht am Anfang die Risikominimierung, um sich selbst erst einmal zu stabilisieren. Rückfälle sind im ersten Jahr an der Tagesordnung.

    Ich muss für mich klären, ob ein Experiment mit dem Risiko eines Rückfalls es wirklich wert ist oder ob eine stabile Ausgangssituation wichtiger ist, um trocken zu bleiben. Wer sich in einem alkoholreichen Umfeld sicher fühlt, nur weil dort nicht das Lieblingsgetränk ausgeschenkt wird oder andere nur sporadisch trinken, zeigt damit, dass der notwendige Weitblick noch fehlt.

    Wenn es so einfach wäre, warum sind dann alle Trinkpausen zuvor kläglich gescheitert? Nur einen Schalter im Kopf umzulegen, reicht eben nicht aus.

    Mensch R/no ,

    Bleib doch locker. Es kommt manchmal so rüber, als würdest du dich schnell angegriffen fühlen, wenn jemand etwas schreibt. Du bist nicht allein hier im Forum, alles ist gut. Warum fühlst du dich immer direkt angesprochen, wenn etwas Gegensätzliches gepostet wird, obwohl du nicht mal zitiert wurdest? Rhetorische Frage.;)

    Wenn du mit dir selbst im Reinen bist, ist alles gut. Ob du zustimmst oder nicht, ist nebensächlich. Geh deinen Weg, und alles ist in Ordnung. Es geht um den Austausch von Erfahrungen, und wenn keine gemacht wurden, bleiben es eben nur Meinungen.

    Ob da nun jemand zustimmt oder nicht, das ist sowas von egal. Es geht nicht darum, eine endgültige Lösung zu finden. Einfach mal was stehen lassen und gut ist.

    Und etwas mehr Selbstvertrauen wünsche ich dem einen oder anderen, auch dir.

    Nicht vergessen, das ist der Thread von. Kater Stanislaus

    Wenn ich mich nur auf Hörensagen verlassen und alles glauben würde, was andere angeblich erlebt haben könnten, ohne es selbst erlebt zu haben, dann landet das bei mir in der Schublade "Schall und Rauch". Leere Worthülsen eben, solange es nicht meine eigenen Erfahrungen sind, die ich gemacht habe.

    Und wenn ich lese, welche Rechtfertigungsarien da teilweise angestimmt werden, welche Begründungen noch dazu gesucht oder gedichtet werden, erinnert mich das stark an altbekanntes "Stammtischgeschwätz"-

    Ganz am Anfang wollte mir ein Zahnarzt mal einen Zahn ziehen. Dreimal musste er nachspritzen, weil ich durch das jahrelange Saufen völlig unempfindlich gegenüber Schmerzen geworden war. Verschweigen hilft auch, über Schmerzgrenzen nachzudenken und darüber, was einem selbst wirklich wichtig ist.

    Die Art wie man miteinander kommuniziert ist etwas anderes. Etwas mehr Empathie schadet manchmal nicht.

    Wäre ich nicht empathisch, hätte ich gar nicht geantwortet. Und wäre ich nicht empathisch, würde ich mich nicht seit 18 Jahren intensiv mit den Sorgen und Empfindlichkeiten von Alkoholikern hier auseinandersetzen.


    Fragt doch mal den Alkoholiker, der verzweifelt in der Ecke sitzt, in seinen vollgekotzten, verpissten und verschissenen Kleidern, der um sein Leben kämpft, ob ihm blumige Empathie geholfen hat, mit dem Saufen aufzuhören. Denn so endet es eben.

    Einfach mal darüber nachdenken.

    Das ist mir einfach zu ernst, und wie immer werde ich nicht nach dem Mund reden, sondern in der Sprache der Sucht bleiben. Jegliche weitere Diskussion dieser Art des Austauschs lenkt nur davon ab, das Problem anzugehen, trocken zu werden.

    Daher ist es sinnvoll, sich genau darauf zu konzentrieren.

    Danke für dein Verständnis.

    Nein, dafür gibt es kein Verständnis. Es geht um eine tödlich verlaufende Krankheit.

    Ich mag mich nicht auf eine detaillierte Auseinandersetzung mit dir einlassen.

    Es ist keine Auseinandersetzung, es ist ein Erfahrungsaustausch Aber das ist dein Recht, du musst es nicht tun.

    Meine Verantwortung hier liegt jedoch auch darin, Nachahmer, die nur mitlesen, darauf aufmerksam zu machen, dass solche Wege, wie du sie gehst, gefährlich sind und sie sich möglicherweise irgendwann zu Tode saufen.

    Wir sind hier eine Sucht-SHG und betreiben keine soziale Plattform.

    Also, tausche dich aus, wie du möchtest, aber die Regeln hier bestimmt das Team.

    Was genau hat das mit der Moderatorenseite zu tun? Ich bin nicht hier, um gute Laune zu verbreiten, wenn ich sehe, wie manche User sich in gefährliche Situationen bringen. Ich bin seit 18 Jahren trocken und habe in dieser Zeit tausende Beiträge gelesen.

    Die Erfahrungen, die ich selbst und hier gesammelt habe, spiegeln sich in meinem Post an dich wider.

    Demotivierend ist ein Rückfall –Motivation entsteht, wenn klar wird, dass riskantes Verhalten genau zu den unerwünschten Konsequenzen führen kann. Aber das funktioniert nur, wenn ich bereit bin, Hilfe anzunehmen.

    Ich muss es lediglich richtig einordnen.

    aber du entscheidest, ob du in den "Nun erst recht"- oder "Lass mich darüber nachdenken"-Modus schaltest.

    Mich wundert es nicht, dass es unter "Nun erst recht" eingeordnet wird . Das ist auch nicht unüblich, man nennt das eben "nasses Verhalten".

    Ich wünsche dir mal etwas mehr Weitsicht für dein Tun.

    Was mir dieser Austausch zeigt: verheimlichen, beschönigen, austricksen, etwas weglassen, sich hinter der Krankheit verstecken, unauffällig bleiben und vieles mehr. Geduckt durchs Leben gehen. Ja, ich weiß, es gibt sicherlich irgendwelche Gründe, warum man so oder der Einzelne so handeln müsste, und die übliche Rechtfertigungen dazu .

    Es ist nicht meins und wird es auch nie sein. Wie das vergleichbar ist und wie es mich an die "nasse Zeit" erinnert, lässt sich nicht leugnen. Anstatt klar zu sagen, was Sache ist, und die Verantwortung zu übernehmen, wird so lange "herumgedoktert" (der musste sein:whistling:), bis ein Gerüst aufgebaut ist, das irgendwann zusammenbricht.

    Kann man machen.