Beiträge von Hartmut

    Nun zu meinen Punkt, ich würde mir wünschen das diese Disskussion nicht in meinen Faden geführt wird. Ansonsten würde ich die Beteiligten freundlich aber bestimmt bitten meinen Faden zu verlassen

    Der Thread ist Lebenskünstler und eine Diskussion wurde schon aus einem anderen Thread abgetrennt.

    Trotz allem lassen sich Diskussionen in verschiedenen Threads nicht immer vermeiden. Wenn der Wunsch besteht, bestimmte Diskussionen zu trennen, machen wir das, wenn es möglich ist.

    Aber manchmal muss man auch einfach akzeptieren, dass nicht alle Sonderwünsche berücksichtigt werden können, besonders bei der Menge und Schlagzahl der Beiträge.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich habe die letzten Tage viel darüber nachgedacht - obwohl unbequem - und auch viele Notizen gemacht für den Fall das irgendwann mein Erinnerungsvermögen die Fakten und Empfindungen in den Hintergrund drängt.

    Hier kannst du jetzt auch deine Notizen, wenn du magst, öffentlich machen. ;)

    Ich werde dich in Kürze freischalten und in den zuständigen Bereich verschieben. Dazu jetzt schon einen hilfreichen Austausch.

    Oder meinst du, dass ich den Alkohol hier zu stark mit einbinde, auch wenn es mir gut geht? Dass ich ihn zu stark fokussiere? Da muss ich wohl umdenken.

    Ich gebe dem Alkohol keinen Raum mehr und spreche ihm keine andere Funktion zu, als dass er mich umbringt.

    Beispiel: Am Anfang hatte ich hin und wieder den Gedanken: 'Jetzt ein Bier.' Da sprach nur die Sucht aus mir, denn ich war kurz vor dem Aufhören dem Tode nah. Dann habe ich alkoholfreies getrunken, um das Gehirn langsam umzuprogrammieren. Ganz löschen kann man es nicht, aber man kann neue Verhaltensweisen antrainieren, sodass irgendwann der Gedanke kommt: 'Jetzt würde ein Apfelschorle gut tun.

    Kurz gesagt: Kein Raum für den Alkohol, in dem er sich ausbreiten kann.

    ich hatte eine schlechte Nacht.
    Wahrscheinlich war ich in einem früheren Leben ein Wolf und habe den Vollmond angeheult

    Dann schicke ich dir mal den Whitewolf vorbei, der heult dann mit.:whistling::saint:

    Der Markt ist echt toll. Und die Alkoholabteilung ist so versteckt, dass man da nicht durch muss. Man sieht nicht mal hin, wenn man nicht möchte und das möchte ich nicht.

    Bei mir war es ganz am Anfang ähnlich. Ich war froh, dass ich da nicht vorbei musste. Mit den Jahren nehme ich es, wenn nur noch unterbewusst, wahr.

    . Ich bin heute froh, so empfinden zu können, weil ich keinen Alkohol trinke.

    Ist das der Grund?

    Ich habe immer versucht, den Alkohol nicht mit meinem aktuellen Zustand zu verbinden. Denn selbst in der nassen Zeit schien er positive Eigenschaften für mich zu haben. Auch wenn das nur Hirngespinste waren, ist es doch tief krankhaft verankert.

    Meine Ansätze waren: Mir geht es gut, weil ich auf mich achte und etwas für mich tue. Ich sorge dafür, dass es mir gut geht. Das hat nichts damit zu tun, dass ich keinen Alkohol trinke.

    Ich komme mal hier rüber und habe auch den letzten Beitrag mitgenommen, um nicht den von Heuel zu nehmen. Das hat ja nichts mit ihr zu tun.

    Ich hatte geschrieben, ich will keinen (von meinem Weg) überzeugen, und das meine ich ernst. Ich vertrete allerdings auch ganz gerne meinen Standpunkt.

    Das ist auch gut so, auch wenn ich oft sehr direkt bin, schätze ich solche Ansätze. Aber du hast die Grundbausteine mit Therapie vermischt und zum Thema gemacht. Dass ich darauf reagiere, ist dir vielleicht nicht neu :wink:

    Ich kenne auch viele, die zu den AA gehen, aber die 12 Schritte nicht als ihren Weg sehen oder nicht als sinnvoll empfinden.

    Ich nehme niemandem seine Selbsthilfe ab, solange es umsetzbar ist. Es klappt ja nicht immer, aber auch ich versuche, in manchen Situationen einen Schub zu geben, damit kritische Situationen anders betrachtet werden können.

    Obwohl sich im Forum bereits viele Langzeittrockene tummeln, freue ich mich über jeden, der hier aufschlägt. Betriebsblindheit ist nie gut. Ich bin ja auch immer nur bis gestern trocken.

    Was nicht wichtig ist?

    Wenn du denkst, es wäre nicht wichtig oder belanglos.

    So enthält mancher Tagesablauf alte Verhaltensweisen, die eventuell zum Saufen geführt haben. Es flackern ja auch da und da in bestimmten Situation Gedanken auf die ans Saufen erinnern.

    Ich hatte zum Beispiel schon beim Anblick meiner damaligen alten Saufkumpanen volle Erinnerungen an vergangene Zeiten und was wir da so alles an Partys weggekippt hatten. Sowas in dieser Art. Verstehst du was ich meine ?

    Wenn ich von den Grundbausteinen nicht überzeugt bin, sondern sie nur einhalte, weil ich irgendwie dazu gedrängt oder überredet wurde, helfen die Grundbausteine so wenig, wie wenn ich eine Therapie oder SHG aus den von Dir genannten Gründen angehe.

    Obgleich ich bereits darauf hingewiesen habe, dass es keinen Königsweg gibt, repräsentieren wir hier die Grundbausteine nach außen als Aushängeschild. Nicht jedes Forumsmitglied setzt diese explizit um; sie dienen als Richtwerte, um neuen User einen Einstieg zu ermöglichen.

    Und was ist nicht einfacher als eine Schablone zu haben wo die größtmögliche Risikominimierung beinhaltet? Und dann von Langzeittrcoekne zusammengestellt ? Die wissen doch wie sie es schafften!

    Wie einer trocken wird oder nicht, ist mir persönlich wurscht. Aber wer sich hier anmeldet, kriegt immer wieder die Grundbausteine vor die Nase gesetzt.

    Wir haben auch nicht den Anspruch, jeden Alkoholiker, der hier ankommt, gerecht zu werden. Es sind schon einige User in den vergangenen 20 Jahren aus diesem Gründen auch gegangen.

    Wie du ja schon bei der Vorstellung mitbekommen hast, legen wir desweiteren Wert darauf, dass sich Alkoholiker auch als solche bezeichnen, sonst werden sie hier nicht freigeschaltet.

    Wer sich in diesem Rahmen bewegt, ist selbstverständlich willkommen.

    ch weiß das ich euphorisch klinge und die alten Hasen hier denken sich ihren Teil

    Ist es dir wichtig, was andere denken?

    Wenn du ein Hoch hast, dann hast du ein Hoch. Solange diese Euphorie dich nicht zu Risiken zwingt, Alkohol griffbereit zu haben, dann ist alles okay.

    Einfach hier auch mal etwas schreiben, von dem du denkst, es wäre nicht wichtig. Du bekommst ein Feedback. Nicht immer 'mundgerecht' und manchmal schwer zu schlucken , jedoch nur der Sache und nicht der Person wegen.

    Zumindest meistens

    Und bei einer mehrwöchigen Entwöhnungstherapie halte ich es aus den genannten Gründen für ausgeschlossen das die geschlossen stattfinden. Insofern weiss ich gerade nicht welche Alkoholtherapie Du meinst.

    "Entwöhnungstherapie" ist ja etwas anderes als eine Entgiftung. Letztere dauert meist nur bis zu 14 Tage und ist für mich eher ein Krankenhausaufenthalt, um die Entzugserscheinungen unter Kontrolle zu bringen, und keine wirkliche Therapie.

    Das ist schon ein guter Anfang.

    Es ist normal, dass du immer wieder mit Alkohol in Berührung kommst, da du früher oft mitgetrunken hast. Wenn die anderen nicht wissen, dass du keinen Alkohol mehr trinkst, werden sie dir vermutlich weiterhin etwas anbieten.

    Bei mir ist das anders: Da alle wissen, dass ich keinen Alkohol mehr trinke, bietet mir auch niemand mehr etwas an.

    Wie bist du darauf gekommen, Alkoholiker zu sein, oder wie bist du zu dieser Erkenntnis gekommen ? Von dir aus oder hat deine Ärztin darauf hingewiesen?

    Depressionen treten häufig zusammen mit Alkoholismus auf.

    Ich weiß, dass Depressionen und Alkoholismus oft zusammen auftreten. Es gibt auch Menschen, die eine depressive Verstimmung als Depression bezeichnen, was denen nicht gerecht wird, die wirklich an Depressionen leiden. Dies ist eine schwerwiegende Krankheit.

    Du schreibst das Du sonst keine psychischen Defizite (aka Krankheiten) hast. Das freut mich für Dich. Heißt aber auch das nicht so viel Ahnung von diesen Krankheiten hast.

    Wir sind hier in einem Alkoholiker-Forum und mein Beitrag bezog sich auf Alkoholtherapien, wie ich sie vor 17 Jahren erfahren habe und wie sie heute noch praktiziert werden. Wie du darauf kommst, dass ich keine Ahnung davon habe, erschließt sich mir nicht.

    Ist aber auch relativ. Denn die Kernaussage betraf Therapien, wenn notwendig, alles gut; wenn jedoch ohne Diagnose erstellt zu haben, weil es Standard ist, unnötig.

    Ich soll Allen erzählen dass ich Alkoholikerin bin?

    Wer sagt das?

    Bei mir sind die Sinnesreize sehr ausgeprägt, bestimmte Szenen in einem Film reichen schon

    und am Anfang hast du geschrieben

    Vielen Dank für die Aufnahme.

    Mein Mann trinkt jeden Abend eine Büchse Bier, hat mich aber nie gestört.

    Alle meine Freunde, Bekannten Verwanten trinken Alkohol, bin jeden Tag damit konfrotiert.

    Ist das immer noch so? Ist deine Wohnung nicht alkoholfrei? Besuchen euch noch trinkenden Freunde und du schaust dir das alles an? Oder gehst du noch auf Feiern, bei denen vorwiegend getrunken wird? Wenn das so ist, dann ist es nicht die Fernsehszene, sondern die Summe aller Eindrücke, die das auslösen.

    Wenn meine Sinne anschlagen, dann muss ich mich doch als Alkoholiker schützen. Mach doch die Bude alkoholfrei. Oder ist dein Mann auf Alkohol angewiesen?

    Nicht falsch verstehen, es könnte der Eindruck entstehen, dass ich gegen Selbsthilfegruppen (SHG) oder Therapie bin. Das ist Unsinn.

    In den vergangenen 18 Jahren habe ich hier Hunderte von Alkoholikern kennengelernt, ihre Wege verfolgt und zig Tausende Beiträge gelesen. Mich mit Alkoholikern außerhalb des Forums befasst, mich real getroffen und vieles mehr.

    Mein Fazit ist da ganz eindeutig:

    Es reicht nicht aus, einfach nur eine Therapie zu machen oder Selbsthilfegruppen zu besuchen, wenn man nur die Zeit absitzen möchte. Wenn ich mehr oder weniger dazu "überredet" worden bin. Es reicht nicht aus, trocken zu werden, wenn Zweifel einen quälen, ob man überhaupt Alkoholiker ist. Es reicht auch nicht, keinen Tiefpunkt erlebt zu haben.

    Und das zweite Fazit: Es gibt nicht den Königsweg, aber es gibt den Weg der Risikominimierung. Wenn ich schon im Kopf nicht klar bin, muss ich mich erst einmal so schützen. Das anhand der Grundbausteine.

    Ich kenne einige langjährig trockene Alkoholiker, die nichts von unseren Grundbausteinen wussten, aber weitgehend danach lebten. Und noch eine ernüchternde Weisheit: Es schaffen eben nur 5 %, trocken zu bleiben. Und wer dazu gehören will, darf nicht zimperlich sein.

    Meine Ärztin hat mich darauf hingewiesen. Und da ich bis kürzlich alles mit mir alleine ausgemacht habe, möchte ich einfach mal einen anderen Weg einschlagen.

    Ich möchte dich nicht aufhalten, wenn es hilft, ist alles in Ordnung.

    Kann doch nicht sein, dass ich nach 5 Monate (nüchter sein) immer noch solch einen Saufdruck habe

    Doch das kann sein, deswegen habe ich dir gestern Fragen gestellt.

    Und wenn der Saufdruck verflogen ist und du nicht nicht zur Flasche gegriffen hast, würde ich mich selbst genau hinterfragen, ob ich wirklich schon soweit bin, das Saufen sein zu lassen. Ob jeder einzelne Zweifel ausgeräumt ist, Alkoholiker zu sein, und ob es der einzige Weg ist, ein Leben lang trocken zu bleiben.

    Das würde ich machen. Und wenn dann ein JA rauskommt, alle, die um mich herum sind, in Kenntnis setzen und ein alkoholfreies Umfeld schaffen. Das entspannt so manche Situation.

    Hast du dir da schon mal Gedanken gemacht?

    Wie sieht dein alkoholfreies Umfeld aus, wer weiß Bescheid, wer unterstützt dich wo und wann kommt der Druck auf? Was passiert vorher? Sind es Sinnesreize, sind es Verzichtsgedanken oder Angst?

    Deshalb meine Frage warum ziehst Du eine Therapie oder einen Klinikaufenthalt nicht ernsthaft in Erwägung? Das ist doch Selbstfürsorge.

    Therapie bedeutet nicht für jeden automatisch Selbstfürsorge, aber sie kann es werden. Sie ist kein Allheilmittel und hilft nur, wenn ich bereit bin, Einsicht habe und erkenne, dass ich noch Schwächen habe, und dass diese Therapie mir helfen kann.

    Wenn ich heute "nass" bei einem Arzt erscheine und trocken werden möchte, folgt er streng dem Behandlungsplan: Er schickt mich in die Entgiftung (was absolut richtig ist) und dann, weil es im Behandlungsplan steht, in die Therapie.

    Ich war dagegen, weil ich nicht den Sinn darin sah, für ein paar Wochen weggesperrt zu werden, nur um danach wieder in das alte Leben zurückzukehren. Hatte auch keine andere pyschiche Defizite oder sah einen Grund dazu in Therapie zu gehen.

    Es ist nicht die Therapie, die falsch ist, sondern das Überstülpen eines Standards, gegen den ich bin.

    Habe mich entschieden, ich gehe diese Woche noch in ein AA Meeting.

    Habe aber sooooo einen bammel davor, doch ich werde es packen.

    Nun, bevor ich auf dieses Treffen gehe, würde ich mich zunächst fragen , was ich eigentlich davon erwarte: Wer oder wie kann es mir helfen? Brauche ich soziale Kontakte von Angesicht zu Angesicht, oder reicht mir eine digitale Selbsthilfegruppe?

    Wieso möchtest du dahin?

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.

    Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.