Ich habe mich zu zwei Sachen entschlossen. Erstens das ich nicht mit meinem Suchtgedächtnis diskutiere. Und zweitens das ich an Gedanken die mir mein Suchtgedächtnis aufdrängt nicht festhalte sondern sie einfach in meinen Bewusstsein kreisen lasse bis sie von alleine verschwinden.
Nun ist der Saufdruck temporär, und ich kann ihn mit meinem 'Notfallkoffer' steuern und aktiv aushalten. Ich bringe auch keine Suchtgedanken zu Ende, weil ich das Ende bereits kenne.
Mein krankes Gehirn bietet mir unter anderem auch seine kranke Lösungen an, und wenn ich dann noch in einem emotionalen Ausnahmezustand bin, ist die Gefahr, diesen zu folgen, viel höher, als gesunden Gedanken zu folgen.
Ich male mir auch nicht aus , was passieren würde, wenn ich ohne Fallschirm aus einem Flugzeug springe. Kann ich zwar machen und die Chance besteht gut anzukommen . Oder? 
Nein, Sucht bedeutet auch, dass man zeitweise etwas aushalten und im Sinne kapitulieren muss und sich nicht mit der besten Rhetorik erklären lässt. Würde ich es zu Ende denken, befände ich mich im weitesten Sinne gedanklich im Kampfmodus.