Beiträge von Hartmut

    Bei uns ist immer noch Alkohol im Haus und das macht mir wirklich nichts aus,

    Unabhängig davon, dass es am Anfang gar nicht richtig einzuschätzen ist, frage ich mich gerade, ob deine Frau auch ein Alkoholproblem hat? Denn wer kein Problem damit hat, muss ja nichts trinken und das Zuhause ist alkoholfrei.

    Vielleicht bekomme ich es die Tage hin es besser zu erklären aber ich möchte euch auch nicht als Kummerkasten missbrauchen. Mein Geschreibsel ist aus Wut und Verzweiflung entstanden, das musste mal raus.

    Du bist hier in deiner Selbsthilfegruppe und es ist wichtig, das loszuwerden, wo früher zur Flasche gegriffen wurde. Du bist nicht alleine.

    Wir sitzen hier alle in einem Boot.

    Es kommt darauf an, wer im Boot sitzt. Manchmal gerät das Boot ins Wanken, wenn alle auf einer Seite sitzen. Ich verstehe, wie du das meinst, aber ich bin lieber alleine in meinem Boot und trage die alleinige Verantwortung für mich.

    Es gibt einen Unterschied, ob jemand neu ankommt und sich jemanden sucht, der ebenfalls gerade da ist, oder ob man sich an jemanden hält, der schon Erfahrung hat. Als Neuling, wenn ich das so nennen darf, hat man andere Gedanken im Kopf als jemand, der schon seit Jahren trocken ist.

    Es kommt immer wieder mal zu einer Art von Verbrüderung, weil sie einen alternativen Weg gefunden haben, der sie jedoch zum Kentern bringt. Der Satz "Zwei Ertrinkende können sich nicht retten" ist da noch nett umschrieben

    Deswegen sind die Co's hier aber auch vollkomme richtig,

    Schuster, bleib bei deinen Leisten: Ein Co tickt anders als ein Alkoholiker und beide profitieren nicht immer voneinander. Denn hier tauschen sich trockene Alkoholiker aus und die meisten haben einen "nassen" noch saufenden Partner zu Hause, mit dem sie sich rumschlagen.

    gibt es eine Möglichkeit das ich meine Benachrichtungen an die von mir hinterlegte Mailadresse bekomme?

    Diese ist nur für das erstmalige Anmelden da, es kommen keine Nachrichten, da sie anonym bleibt.Du erhältst höchstens private Nachrichten. Das sind die zwei Sprechblasen oben rechts.

    Und es ist nur erwünscht, die vorgegebenen Smileys, die im Forum integriert wurden, zu benutzen.

    Ist es wirklich notwendig sich in Trinkertypen einzusortieren? Ich habe das bisher noch nicht gemacht und hab’s ehrlich gesagt auch nicht vor.

    Ich weiß, dass mein Alkoholmissbrauch mich zum Alkoholiker gemacht hat. Ob ich nun kategorisiert werde, ist unwichtig. Wichtig war, dass ich ohne Umschweife und ohne viel wissenschaftlichen Schnickschnack trocken werden konnte. Das zählte für mich.

    Wissenschaftliche Studien allein reichen nicht – nur das Handeln und Umsetzen macht einen Trocken.

    Bitte gib mir einen konkreten Rat wie ich verhindern kann, dass er wieder in die Wohnung kommt?

    Anwalt einschalten, falls nicht schon geschehen, Schloss austauschen, Annäherungsverbot erwirken..

    Wenn die Ihn aus dem Krankenhaus entlassen, was dann?

    Sein Problem. Dann lebt er eben auf der Straße. Aber auch dieser Rat wurde dir schon gegeben und viele mehr.

    Jetzt darf ich mal wieder saubermachen.

    Oh, er wird sich freuen, wenn er nach Hause kommt und sieht, dass sein Leben als Säufer und das dafür erhaltene Mitleid so großzügig belohnt wird. Dann dreht sich der Alkoholiker weiter im Kreis, und der Co-Abhängige macht weiter fröhlich mit.

    Der Klassiker.

    Weiter so!

    Schließlich ist ja alles andere schon geschrieben, und wenn man sich in dieser Rolle wohlfühlt, dann wünscht man sich doch auch das Beste. Wenn es jedoch kein Wohlfühlen ist, dann sorge einfach dafür, dass es sich für dich ändert.

    Nur als Alkohliker

    Vielleicht ist das einfach eine Phase in meiner Heilung. Kennt das jemand von den alten Hasen hier?

    Nun kam bei mir die Zeit des Trockenwerdens und das Verinnerlichen und Umsetzen meines Weges. Das gelang mir relativ schnell, da ich mich einfach auf die verlassen habe, die den Weg schon erfolgreich gegangen sind. Ab dem ersten Jahr war es nur noch "Erhalten, was ist" und da und dort noch eine Feinjustierung.

    Und Ruhephasen einzuhalten und nicht auf alles anzuspringen ist völlig normal. Ich war ja auch wegen mir hier, und der Austausch mit anderen, sei es als Moderator oder als Alkoholiker, war dann Privatvergnügen.

    Hallo Arnoym,

    Das ist schön, dass du dich meldest.

    Wenn du noch weitere Unterstützung für dich und deinen Weg brauchst, lasse ich dir hier einen Link da, bei dem du dich für die Freischaltung für dieses Online SHG anmelden kannst.

    Einfach nur kurz schreiben, "Freischaltung" das reicht mir dann.

    Du wirst dann an die richtige Stelle verschoben und kannst dich dann mit allen anderen hier austauschen.


    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Ich habe mich zu zwei Sachen entschlossen. Erstens das ich nicht mit meinem Suchtgedächtnis diskutiere. Und zweitens das ich an Gedanken die mir mein Suchtgedächtnis aufdrängt nicht festhalte sondern sie einfach in meinen Bewusstsein kreisen lasse bis sie von alleine verschwinden.

    Nun ist der Saufdruck temporär, und ich kann ihn mit meinem 'Notfallkoffer' steuern und aktiv aushalten. Ich bringe auch keine Suchtgedanken zu Ende, weil ich das Ende bereits kenne.

    Mein krankes Gehirn bietet mir unter anderem auch seine kranke Lösungen an, und wenn ich dann noch in einem emotionalen Ausnahmezustand bin, ist die Gefahr, diesen zu folgen, viel höher, als gesunden Gedanken zu folgen.

    Ich male mir auch nicht aus , was passieren würde, wenn ich ohne Fallschirm aus einem Flugzeug springe. Kann ich zwar machen und die Chance besteht gut anzukommen . Oder? ;)

    Nein, Sucht bedeutet auch, dass man zeitweise etwas aushalten und im Sinne kapitulieren muss und sich nicht mit der besten Rhetorik erklären lässt. Würde ich es zu Ende denken, befände ich mich im weitesten Sinne gedanklich im Kampfmodus.

    Ich frage mich gerade, wie man eine unheilbare Krankheit an der Anzahl der Tage festmachen kann?

    Die Krankheit bleibt einem ja bis zum Lebensende und die Illusion, nach gewisser Zeit stabil zu sein, wird immer wieder von einem Rückfall eingeholt. Und das bei einigen auch erst nach Jahren..

    Aber am Anfang ist es jedoch gut, die Anzahl der Tage als Bestätigung zu sehen, dass man auch ohne Alkohol klar kommt. Das war zumindestens bei mir so.

    Alles Gute weiterhin!

    Nun war ich ja bei keiner Suchtberatung und es war mehr aus Interesse als irgendwelche Hintergründe.

    Ich bin ja ein Forumskind, bei dem ich alles soweit erfahren habe oder sagen wir, es reichte aus, um zufrieden trocken zu werden. Ich hatte ja vieles im Kopf, als ich hier aufschlug, was mir jedoch gleich wieder aus dem Kopf geschlagen wurde.


    Um es mit Deinen Worten zu sagen, der Weg zu einer zufriedenen Abstinenz ist ein Marathon kein Sprint.

    Genau, und beim Marathon ist es ratsam, sich nicht am Anfang zu überanstrengen. Ich erlebe es immer wieder hier, dass getragen von der Anfangseuphorie alles ausprobiert in Anspruch genommen wird, und es dann irgendwann nach kurzer Zeit ein Loch entsteht.

    Ich habe ja den Rest meines Lebens Zeit und muss nicht zum nächsten Discounter rennen, um mir wieder etwas zu Saufen zu holen.

    Dann bin ich mal gespannt wie es bei dir weiter geht.

    Ihr noch Kürze meine Weg in meinen Alkoholismus erzählt. Beratung war noch nicht wirklich. Habe ich auch nicht erwartet

    Wenn du es nicht erwartet hast, warum bist du dann hingegangen? Oder in welcher Richtung erhofftest du dir etwas zu erfahren? Therapie, Selbsthilfegruppe oder dass sie dir einen Weg aufzeigt, der dir die Sicherheit gibt, trocken zu bleiben?

    Das würde mich mal interessieren.

    Nicht jeder emotionale Zustand ist auf Alkoholismus zurückzuführen. Zwar hat das Saufen einiges unterdrückt oder verfälscht, doch es ist nicht die eigentliche Ursache. Je mehr ich die Sucht dafür verantwortlich mache, desto mehr Raum und Macht gebe ich dem Alkohol über mein Leben.

    Am Anfang war es mir nur wichtig, Werkzeuge in der Hand zu haben, um gegen den Saufdruck anzukämpfen und Hilfe zu bekommen, wie ein Leben außerhalb der Sucht aussehen könnte. Das habe ich durch den Austausch und den Grundbausteine hier erhalten.

    Einfach handeln und keine weltverändernden Erwartungen haben: Ich tue nichts "Besonderes" sondern lebe einfach so, wie es die Mehrheit der Menschen tut, die nicht süchtig sind. Wichtig war und ist mir, keine Wissenschaft aus dem Trockenwerden zu machen, und das empfehle ich auch.

    Tun muss man tun und vieles ergibt sich mit der Zeit von selbst.

    Bitte keine Links einfügen, nur Buchtitel. Die Links wurden entfernt.


    und dann in folgenden Thread

    Thalia1913
    12. Oktober 2021 um 07:38

    Leider finde ich den gerade selbst nicht und könnte ihn auch nicht verlinken. Vielleicht kann ein Mod hier weiterhelfen?

    Thalia1913
    12. Oktober 2021 um 07:38

    Das heißt du bist jetzt in der Entgiftung?

    Ich denke dass viele erschüttert sein werden wenn ich bei der nächsten party nein zum trinken sagen werde.

    Wir raten im ersten Jahr auf solche Dinge zu verzichten, bis eine Stabilität eingetreten ist, aber dazu später mehr. Und bei YouTube-Videos, die meist auf Kommerz ausgelegt sind, würde ich sehr vorsichtig sein.

    Aber,da dies hier erst der Vorstellungsbereich ist und der Austausch erst nach einer Freischaltung richtig losgeht habe ich noch Fragen.

    Für die Freischaltung sind drei Voraussetzungen: die Erkenntnis, Alkoholiker zu sein, eine überwachte Entgiftung oder selbst entgiften und den Wunsch, lebenslang abstinent zu bleiben.

    Trifft das alles zu?

    Gelesen habe ich jetzt nicht , dass du Alkoholiker bist, oder habe ich das überlesen? Bist du ausgewichen oder siehst du dich nicht als solchen? Du bist ja nicht direkt auf die Antworten eingegangen. Dann die lebenslange Abstinenz wäre noch zu klären.