Beiträge von Hartmut

    Leider hatte ich nicht den Mut, gestern in meine SHG zu gehen und über den Rückfall zu sprechen. Ich fühle mich dort nicht wohl, obwohl ich durch sie immerhin eine 1,5jährige Trinkpause hatte. (Bevor du fragst :| ..

    Jetzt bist du hier in einer Online SHG und kannst dich nach einer Freischaltung frei austauschen.

    Ich bin im Kontakt mit ihr, so wie vereinbart und es geht mir täglich besser.

    Das genügt für den Vorstellungsbereich. Ist ja eine Art der Überwachung und das ist wichtig . Bitte klicke auf den untenstehenden Link, um die Freischaltung zu beantragen. Der nächste Moderator wird dich dann freischalten und in den zuständigen Bereich verschieben, damit der Austausch richtig beginnen kann.


    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Jeder Alkoholiker hat das Recht, weiterzusaufen, so wie jeder Co-Abhängige das Recht hat, weiter darin zu verharren.

    Jeder hat meiner Meinung nach auch eine zweite Chance verdient.

    Aber wenn man noch nicht erkannt hat, dass man ein Co-Problem hat, kann man auch keinen Co trockenlegen.

    Mine, ich ziehe weiterhin meinen Hut vor dir und zolle dir den größten Respekt, was du auf dich nimmst. Ob das jetzt aus einer Krankheit heraus passiert oder ein fehlgeleitetes Pflichtbewusstsein ist, ist da erstmal egal.

    Aber die Frage ist doch, ob das hier noch die richtige Plattform für dich ist, wenn es darum geht, sich von der Co-Abhängigkeit zu lösen?

    Inwiefern siehst du dich denn eigentlich co-abhängig? Du hattest dich soweit ich mich richtig erinnere angemeldet, weil er mehrmals versucht hat, mit dem Saufen aufzuhören, es aber nicht schaffte.

    Du warst am Verzweifeln und konntest nicht mehr so weitermachen. Was hat sich denn außer der Hoffnung, dass es diesmal gut ausgeht, geändert?

    Oder was war geanu deine Motivation, dich hier anzumelden, bevor er zusammengebrochen ist?

    Willkommen bei uns.


    15 Monate sind auch schon mal ein Zeichen dafür, dass es machbar ist. Bleibe am Ball.

    Ja das Thema Alkohol wird in der Therapie immer mal wieder angesprochen aber hauptsächlich geht es dort um das Thema Depressionen und Traumaverarbeitung. Ich bin mir dessen bewusst, dass das alles miteinander verwoben ist.

    Ist das so? Oder denkst du das so für dich? Wie kommst du darauf?

    Selbstgestellte Diagnosen waren für mich nicht hilfreich. Genauso den Versuch, alles miteinander zu verbinden.

    Wichtig ist für mich aber auch dass ich nicht alles auf einmal leisten kann. Ich kann nicht alle „Fässer gleichzeitig aufmachen“.

    Zu Beginn meines Weges war es entscheidend, mich selbst richtig zu positionieren. Mit meiner Registrierung hier habe ich den Fokus und die Priorität auf den Alkoholismus gesetzt. Davon hing alles weitere ab.

    nein ich hatte nie Entzugserscheinungen, ich glaube bei mir ist die Abhängigkeit überwiegend psychisch.

    Alkoholismus ist stets eine psychische Abhängigkeit, unabhängig davon, ob sichtbare Entzugserscheinungen vorliegen oder nicht. Der Kontrollverlust und das zwanghafte Weitertrinken sind ebenfalls Symptome des Entzugs. Oder warum habe ich sonst den Drang weiter trinken zu müssen?

    Eine Frage, die mich beschäftigt: Warum hast du dich Troll genannt? Auch mit der Bezeichnung hinten MS?

    Es ist eine der üblichen Zwickmühlen. Ich finde es gut, dass du darüber nachdenkst.

    Es gehört zum guten Ton in meiner Firma, nach so einem Abschluss einen kleinen Umtrunk zu organisieren.

    Kenne ich;)

    Wenn du den alkoholfreien Sekt weglässt, passt es. Außerdem ist es dann erfahrungsgemäß so, dass die Feier ohne Alkohol ohnehin schnell endet.;)

    . Ich weiß nicht, ob ich jetzt einfach erwarten darf, dass hier auf Arbeit alle um mich herumkreisen müssen und ich mich nicht ans „Protokoll“ halte, weil ICH ein Problem habe. Hat vielleicht jemand eine ganz andere Idee?

    Nein, das müssen Sie nicht, aber ich kann von mir selbst erwarten, dass ich alles dafür tue, um trocken zu bleiben.

    Die Welt um mich herum wurde nicht trockener, nur weil ich nichts mehr getrunken habe, aber ich sorgte weitgehend dafür, was in meiner Hand lag, so zu gestalten, dass ich nicht in Gefahr komme. Gerade in der sensiblen Anfangsphase ist es sehr wichtig.

    Wenn jemand jedoch anderes für den Umtrunk verantwortlich ist, muss ich mich an die Regeln halten, die dann gelten.

    Ich war dort auch zu Beginn meiner Zeit, aber nicht für lange, denn üblicherweise wird man nicht lange gefragt und bekommt schnell ein Glas in die Hand gedrückt.

    Kennst es ja selbst.

    Ich hatte mich aus Krankheitsgründen sehr schnell verabschiedet, die ich nicht näher erläutert hatte.

    Ein übermäßiges Trinkverhalten lässt sich auch nicht vertuschen. Und jeder, der irgendwann mal Probleme mit dem Alkohol hatte, kann das genau deuten. Außerdem ist es eine Tatsache, dass der Alkoholiker es als Letzter merkt

    Dein Mann

    ich hatte einen Verdacht, ich bin stolz auf deine Entscheidung und auf dich, wenn ich dich unterstützen kann,

    Mich hätte das auch gewundert, wenn dein Mann nichts mitbekommen hätte. Deine Entschlossenheit und Offenheit gefallen mir. Weiter so.

    Willkommene bei uns.

    Beim letzten Mal hab ich meine Ärztin ins Boot geholt und warm entzogen, da ging es mir aber deutlich schlechter. Jetzt aktuell werde ich sicher ein paar Schlafprobleme haben. Ansonsten keine körperlichen Beschwerden.

    Es ist nicht so prall zu Beginn eines trockenen Lebens eigene Diagnosen zu stellen, insbesondere bei einem kalten Entzug, der unberechenbar sein kann.

    Wir nehmen solche kalte Entzüge hier sehr ernst und möchten auch nichts darüber lesen. Zu viele "Hilfesuchende" könnten daran ein Beispiel nehmen und daran zu Grunde gehen.

    Ich kann dir nur nochmals dringend empfehlen, einen Arzt aufzusuchen.

    Was waren denn deine "Gründe" nach 16 Monaten wieder anzufangen?

    Ich war ja nicht der typische Alkoholiker sondern wusste gar nicht, das ich einer bin bzw. habe das verdrängt / wollte es nicht wahrhaben

    Doch das ist, geschweige denn das es keine typischen Alkoholiker gibt, ein typisches Symptom.;) Alkoholabhängigkeit ist unabhängig von Lebensstil, Bildungsniveau oder sozialem Status. Typisch ist nur, dass sich einige Alkoholiker davon abgrenzen wollen.

    Guten Morgen, erst einmal möchte ich mich für die wirre schreiberei von mir entschuldigen

    Warum? Alles ist gut.

    Wir tauschen uns doch aus. Es geht hier nicht um richtig oder falsch, sondern um die Sucht. Und da dauert es eben auch mal etwas länger, um den anderen zu verstehen.

    Wer andere aus diesen Gründen abwertend und von oben herab behandelt, ist nicht nur fehl am Platz, er zeigt auch einen Einblick seines Charakters. Es geht auch nicht darum, dass es alle verstehen, du musst es verstehen, es ist deine Selbsthilfe.

    Lass dich nicht verunsichern und vor allem verunsichere dich nicht selbst.

    Es geht mir wirklich sehr gut, verglichen zu meiner nassen Zeit. Ich möchte hier aber auch betonen das die Saufzeit, wie sollte es auch anders sein nicht spurlos an meiner psyche vorbei gegangen ist.

    Ist doch schön, dass es dir gut geht.

    Ich kenne aber auch keinen Alkoholiker, der trocken geworden ist, ohne dass die nasse Zeit nicht seine Psyche beeinträchtigt hätte.

    Viele schaffen es nicht alleine damit zurechtzukommen und nehmen zusätzlich qualifizierte Hilfe in Anspruch.

    Welcher Teil meiner Persönlichkeit gehört denn nun wirklich zu mir?

    Beide.

    Warum etwas aufdröseln, das vergangen ist, wenn doch das, was vor einem steht, besser aussieht? Wieso sich mit etwas belasten, was nicht änderbar ist? Und vor allem, wo mache ich den Unterschied?

    Ich habe mich bei denen entschuldigt, denen ich durch mein Trinken bewusst Unrecht oder Schaden zugefügt hatte; alles andere wäre vergebene Mühe gewesen. Dies tat ich jedoch nicht zu Beginn meines Weges, sondern erst als ich eine gewisse Stabilität erreicht hatte.

    Und es waren weitaus weniger, als ich ursprünglich angenommen hatte.

    Lass dich von der anfänglichen Euphorie treiben, aber lass dich nicht verführen. Alles zu seiner Zeit.

    Da könnte ich auch den Hersteller von meiner ehemaligen lieblingsmarke hassen oder das Personal in dem Supermarkt wo ich den alk gekauft habe oder den LKW Fahrer der das Zeug Palettenweise transportiert hat.... Nein das ist nicht mein Problem

    Dann lag es wohl an einem Kommunikationsproblem und ich habe folgeden fehimntprteiert

    Ich wurde über mehrere Jahrzehnte verarxxxt

    Sich wieder 355 Tage durch das Gift versklaven lassen,

    Wenn ich aber absolut keinen verlangen habe weil ich dieses Zeug hasse,

    Nun schenke ich dem Alkohol nicht mehr Aufmerksamkeit, als dass er Gift ist, mich süchtig hält und umbringt.

    Dauert jedoch ein Weilchen.

    Dann bleibe mal weiter auf deinen Pfad

    Danke für deine Schilderungen

    In deinem Beitrag lese ich viel Wut und Hass gegenüber Alkohol. Es scheint, als würdest du ihn immer noch als Feind betrachten und gegen ihn kämpfen. Ist das der Fall? Hast du noch nicht kapituliert?

    Niemand hat mich gezwungen, den Alkohol zu trinken, niemand hat mich gezwungen in die Sucht zu saufen. Ich war auch nicht so bescheuert, um nicht zu wissen, dass ich süchtig werden konnte. Ich habe einfach den Absprung verpasst.

    Ich wusste ja auch in dieser ganzen Zeit, dass es böse enden kann. Nur das eigene Überschätzen war mein Fehler.

    Auch nach dem Aufhören habe ich keinen Hass auf Alkohol entwickelt. Er tut ja nichts aus sich heraus. Er verfolgt mich nicht, schenkt sich nicht selbst in das Glas ein oder zwingt mich zum Trinken. Jedenfalls nicht mehr, seit ich trocken bin.

    Damit bin ich durch! Und hoffe für viele das sie sich auch aus diesem giftigen Strudel befreien können und aus ihrer persönlichen Vergangenheit lernen und vorsichtig sind.

    Ich hoffe es für dich, denn selbst nach 17 Jahren bin ich noch nicht am Ziel. Was du jedoch richtig und wichtig erkannt hast, ist, dass es notwendig ist, aktiv zu werden, das Risiko zu minimieren und nie zu vergessen, dass die Sucht nur schlummert.

    Ich möchte demnächst noch etwas dazu schreiben wie ich mittlerweile über Alkohol und meiner Zukunft denke.

    Ja, mach das mal, finde ich klasse.

    Es ist auch erfreulich zu hören, dass es jemandem gut geht.

    Noch aufschlussreicher ist zu erfahren, wie es dieser Person gelungen ist, sein Wohlbefinden zu erreichen.

    Interessant ist auch, wie man eine alkoholfreie Umgebung schafft, sich selbst schützt und Feiern sowie ähnliche Veranstaltungen gestaltet. Was ist nun anders als in der Vergangenheit mit Alkohol?

    Wo lagen oder liegen die Stolpersteine?

    Daraus können wir alle lernen.