Beiträge von Hartmut

    Ich habe die 100 Tage morgen geschafft.

    ich komme auch hin und wieder in die Situation, dass jemand in meinem Umfeld etwas trinkt. Ich bin mir sicher, dass es für mich viel schwieriger wäre, mein Leben so umzustellen, dass ich es nicht meh

    Ich weiß zwar nicht, woher du diese Überheblichkeit nach gerade mal 100 Tagen herhast, mit Willen alleine die Sucht zu stoppen, aber ich habe schon zighundert solche Berichte gelesen, die heute wieder saufen. Aber es ist sicherlich bei dir ganz anders. Deswegen erspare auch eine weitere Diskussion, die nicht auf Erfahrung beruhen.

    Und alle Langzeittrockene, die die Grundbausteine aus Erfahrung und nicht aus einem nassen Denken heraus ins Leben gerufen hatten, liegen dann wohl verkehrt. Ich finde diese Grundnaivität schon bemerkenswert.

    Ich sage schon mal Prost, egal womit dann angestoßen wird.

    Übrigens, wenn ich davon schreibe, dann auch aus Erfahrung. Mein erster Weg raus aus der Sicht war genau auf so einer Überheblichkeit aufgebaut. Den einfachen Weg und es wird schon klappen. Ein provozierter Rückfall nennen ich es heute.

    Noch einen schönen Urlaub.

    Du propagierst doch immer wieder, dass es hier um die EIGENEN = höchstpersönliche Erfahrungen geht, nicht um die der anderen.

    Ist ja auch richtig. Muss man doch auch nicht verteidigen. Versteh nicht, warum du nun etwas aus dem Sattel gehst? Es war kein Angriff auf dich. Vielleicht hatte ich mich auch falsch ausgedrückt.

    Es war für mich nur ein Aufhänger. Ich würde auch jedem, der in den Biergarten trocken werden möchte schreiben, dass es ein Risiko ist. Aber es nicht auf jeden zu übertragen. Deswegen sind ja die Grundbausteine ins Leben gerufen worden.

    Ob auf den Grundbausteinen jetzt eine Bretterbude oder ein massives Steinhaus gebaut wird, ist mir egal.

    Urlaub ist erstmal grundsätzlich ein Risiko. Da mache ich keinen Unterschied, Ferienwohnung oder AI Hotel. Ich bleibe ja im Urlaub meistens nicht auf dem Zimmer.;)

    Ich war im ersten Jahr auch in "Zwangsurlaub". Allgemeine REHA auf Norderney und wegen Überfüllung in einem Hotel ausgelagert. Sommermonat Juli 2007 .

    Ich hatte da massive Probleme. Nicht einmal so direkt dort, obwohl es mir auch zeitweise schwerfiel. Zu Hause fing es erst richtig an . Ich nehme ja alle Sinneseindrücke mit. Nicht nur das Weglassen vom Saufen.

    Das Kopfkino spielte da den Film "Rückblick in die nasse Zeit" ab.

    Ich bin das erste Mal nach 5 1/2 Monaten gefahren. :wink:

    Was ändert es am Risiko? Andere Saufen wieder. Ich kann doch nicht den Maßstab den ich anwende für andere gleichsetzen. Ich kann nur die größtmögliche Risiko Minimierung für mich als Maßstab ansetzen. Es geht auch nicht darum ob ich es selbst als Gefahr ansehe sondern dass es eine Gefahr ist. Hat ja seinen Grund warum das empfohlen wird.

    Und wenn ein User schreibt, daß er mit gemischten Gefühlen geht, dann ist das schon eine ' hallo bleib wachsam" Botschaft.

    Heute noch geht es in den Süden ans Meer und wir können für eine Woche dem Wetter hier entfliehen.
    Ich freue mich darauf, da es der erste Urlaub nach „danach“ ist.

    Dass wir im ersten Jahr sowas nicht empfehlen, dürfte nichts Neues sein. Gerade Urlaube, die in den vergangenen Jahren immer mit Saufen verbunden waren, sind eingebrannt und das Suchthirn freut sich über solche Gelegenheiten.

    Und es ist auch nicht unüblich, dass dann neue User sich selbst etwas vormachen, dass es bei Ihnen ganz anders ist. ;)

    Hatten wir zu oft und zu oft, war auch die eigene Überschätzung, mit den noch so ausgeklügelten Gegenargumenten sich es schönzureden, um doch zu fahren, der Stolperstein. Schreibst ja selbst "gemischte Gefühle"

    Dir wünsche ich die notwendige Weitsicht und einen schönen Urlaub.

    Ich finde es gut, dass diese Fragen gestellt werden, und sehe sie nicht als Angriff, sondern als nötige Sensibilisierung für meinen Forenalltag

    Du hast es richtig eingeordnet.

    Ich bin auch aufmerksam gemacht worden, dass sich jemand zurückgesetzt fühlen könnte, wenn ich von Langzeiterfahrungen oder Langzeittrockenen schreibe. Das ist natürlich Quatsch und muss nicht sein. Es geht erstmal nur um die Qualität. Da sind Erfahrungen vor Meinungen angesiedelt.

    Ich vertraue jemandem mehr, der einen sichtlichen Weg gegangen ist, als jemandem, der hier neu aufschlägt. Den kenne ich nicht. Zumindest so lange, bis ich ihn besser einschätzen kann. Auch vertraue ich jemandem mehr, der mit CO-Abhängigkeit konfrontiert wurde, als jemandem, der es für sich nicht so sieht.

    Die sind die Wege gegangen, von denen einige nur philosophieren. Sie mussten ja was richtig gemacht haben.

    Deswegen ist auch der Einwand "übergriffig" nicht richtig.

    Wir sind kein Sozial-Media-Hobby -Klatsch- oderTratsch-Forum. Und ich selbst lasse mich nicht von den allgemeinen Empörungswellen, die gerade modern sind, tragen.

    Es geht um Sucht, eine schwerwiegende "Krankheit" und auch nicht um mein eigenes Feinempfinden. Es geht hier um Selbsthilfe und nicht um eine Therapie. Es geht auch nicht darum, sich hineinzufühlen; es geht primär um die inhaltlichen Fakten.

    Es mag für den einen oder anderen sein Empathie-Empfinden hilfreich sein oder auch die Art seines Austausches. Alles gut. Ist Seins.

    Ich hatte in meiner nassen Zeit genug CO um mich herum, die es so durch die Empathie Hintertür versuchten, mich trocken zu reden oder zu legen. Hatten jedoch den Faktor Sucht außen vor gelassen. Ihre eigene Abhängigkeit "Helfen zu müssen" ausgelebt und ich suchtorientiert ausgespielt.

    Mir ist an mir ganz zu Beginn irgendwann aufgefallen, dass ich sorgfältig und eher sparsam mit den Emotikons umgehen muss, weil ich ansonsten in eine Art emotionale Abhängigkeit hineingeraten könnte.

    Ich selbst bin da auch kein Freund davon. Gerade, wenn es um Selbsthilfe geht.

    Jedoch ist es ein Bestandteil des Forums und eine allgemeine Entwicklung. Ich musste mich auch erst dran gewöhnen. Wenn ich sie einsetzte, dann bewusst und dem Inhaltlichen und nicht aus emotionalen Sympathiegründen.

    Die Gefahr sehe ich geradezu bei neu dazukommenden. Die noch aus einer fehlgeleiteten Motivation jemand trocken zu legen oder bei Alkoholikern trocken werden wollen, anhängen.

    Das war mal eine (versuchte) lange Umschreibung für "nasses Denken":mrgreen:

    Aber inwiefern besteht da die Gefahr einer emotionalen Abhängigkeit,

    ich zwar nicht Siri, habe eben nochmals nachgeschaut.:mrgreen: Es ist eben schwer neutral zu bleiben . Like ich heute einen Weg wird es ungleich schwerer, ihn zu kritisieren. Da gibt es für den einen oder anderen sicherlich eine Hemmschwelle.

    Aber zurück zu diesem Thema.

    Wann hast Du denn das Gefühl, das eingegriffen werden muss? Und siehst Du Deine Fragen im Co- Bereich als Hilfestellung zur Reflektion an? Verstehe manchmal die Intension Deiner Fragen nicht.

    Wenn ich etwas nicht verstehe, dann frage ich nach und argumentiere nicht ins Blaue hinein. Ich habe hier ein allgemeines Diskussionsthema eröffnet.

    Tipps kommen ja meistens aus den eigenen Erfahrungswerten heraus.

    Ist das bei dir auch so? Oder siehst du das nur so? Ich erkenne es bei einigen Post nicht. Ich wundere mich gerade, warum du dich direkt angesprochen fühlst.

    Übergriffig halte ich, wenn Erfahrungswerte mit Diagnosen verwechselt werden. Aber ein Hinweis, dass da was aus eigenen Erfahrungen heraus schieflaufen könnte, ist ein normaler Austausch.

    Wer Ist denn Langzeiterfahren in diesem Bereich? EKAs? Welche die schon lange im Forum sind?

    Genau das waren auch meine Fragen. Hast sie nur anders formuliert.

    Du?

    Ich bin sicherlich für Alkoholiker erfahren genug. Seit 17 Jahren trocken, den direkten Weg gegangen und seit Anbeginn hier. Selbsthilfe hat bei mir heute nur noch eine untergeordnete Rolle, ohne die Wichtigkeit nicht zu vergessen.

    Auch durch die zigtausend Berichte, die ich lese und mich auch austauschen durfte, denke ich, das ich da und da einen Co richtig einschätzen kann.

    Abgrenzen muss sich jeder selbst, nach seiner eigenen Verantwortung.

    Kann ein CO-Abhängiger das denn dann auch richtig einschätzen? Oder braucht es da nicht mal einen "netten Hinweis" von Langzeit-Erfahrenen darauf zu achten. Ihn wieder auf Selbsthilfe setzen. Mal in meinen Worten formuliert.

    Bloß wer ist da erfahren genug?

    Bei Alkoholikern ist es einfacher. Da ist die Anzahl der trockenen Jahre immer ein Indiz dem zuzuhören, eventuell auch seinen Weg zu folgen. Wenn der mal etwas direkter anspricht, auch eher zu glauben als jemand, der gestern noch besoffen am Stammtisch saß.

    Gegenfrage.. Wenn hier die trockenen Alkoholiker auf Nachrichten in Ihren Threads / Bereich anworten, sind Sie dann Co- Abhängig?

    Auch eine Methode, mit Gegenfragen von sich oder dem Thema abzulenken. :mrgreen:

    Es ist jedoch ganz einfach zu beantworten. Nicht jeder ist CO-abhängig. Und es betrifft hier, die sich CO-abhängig bezeichnen. Und hier speziell der Thread für CO-Abhängige.

    Zudem ist Abhängigkeit, ob nun CO oder Alkoholiker, nichts Verwerfliches ist. Höchstens möchte ich es selbst so sehen. Dann hätte es jedoch den Hauch einer Stigmatisierung. Zumindest nach meiner Deutung.

    bevor er in die Sucht abrutscht. Ich habe mir auf die Zunge gebissen und gedacht, dass das nicht meine Baustelle ist.

    Zeigt jedoch auch, dass du deine CO-Abhängigkeit zu dieser Zeit im Griff hattest.

    (Schade, wäre ich dabei gewesen, hätte ich im übertragenen Sinne auf seine Zunge gebissen.:mrgreen:)

    Aber zurück zum Thema.

    Hallo zusammen,

    mal wieder etwas Provokatives oder doch ein Stück Wahrheit?

    Wenn ich die ganzen Erfahrungen /Meinungen/Tipps lese, ist da vieles dabei, was selbst nicht erfahren wurde. Das ist keine Kritik , es ist eine Feststellung.

    Natürlich sind da auch darunter betroffene User, die einen therapeutischen oder sozialpädagogischen beruflichen Wertegang mitbringen und das mit einfließen lassen.

    Aber ab wann lebt ein CO-Abhängiger seine eigene Abhängigkeit hier aus? Ab wann ist die Hilfe, die ich anderen gebe, für ihn noch selbst relevant? (Selbsthilfe ) Ab wann verlasse ich meine Selbsthilfe?

    Eventuell ein Co-Verhalten, um von meinem eigenen Problem abzulenken?

    Schwierige Fragen. Dafür bin ich bekannt.:mrgreen:

    Ich kann doch zur Hochzeit eines Familienmitgliedes nicht zuhause bleiben.
    Ja sie trinkt auch ab und an ein Bier. Auch das kann und darf ich einer selbständigen Frau nicht verbieten ist ihr Leben

    Wieso nicht?

    Wer kein Problem mit Alkohol hat, der muss auch keinen trinken. Ich hatte nichts verboten, sondern mich geschützt, indem ich sagte, dass sowas mich rückfällig werden lassen kann. Und bevor ich mich irgendwo in Gefahr bringe, bleibe ich weg.

    Hast du eigentlich die Empfehlungen gelesen? Sind ja nicht nur so hingeschrieben, sondern ein Sammelsurium von Langzeitrockenden.

    Was kann ich tun, um ihn zu unterstützen

    Du hast ihm mitgeteilt, dass du darunter leidest. Er weiß es.

    Also ihn saufen lassen, zumindest so lange er es nicht für sich einsieht, ist es die einzige Lösung. Er säuft ja nicht nur sich in Grund und Boden, er zieht dich damit mit rein. Erkennt man daran, wenn er mit emotionaler Erpressung versucht, dich noch im Boot zu halten.

    Es ist Seins. Wenn er es vollmundig davon überzeugt ist, das er es alleine schafft. Dann zählt das auch für dich. Möglichkeiten sind" Ultimaten setzen und durchziehen. Eiger Weg gehen. Ausziehen, Wohnung nehmen und ihn machen lassen.

    Übrigens ich bin 17 Jahre trocken und weiß genau, wovon ich schreibe. Ich hatte auf jede Situation eine passende Antwort meine Verantwortung an andere zu übertragen.

    Servus Schmidtty


    das ist gut, dass du Verzicht spürst, auch gut, dass du es erkannt hast, dass es zu früh war. Sehr gut, dass du nun vorhast dich abzulenken.

    Was hast du denn anstatt dem Konzert für dich in derselben Zeit getan? Wichtig für mich war es, mich sofort abzulenken, sofort die Zeiten an den eine Veranstaltung war, mit etwas anderen zu be oder ersetzen.

    Aussitzen ist das eher, schlecht, da Verzicht auch Saufdruck auslösen kann.

    Kennst du die Symptome eines Trauerprozesses?

    Kann man, muss es aber nicht mit dem Aufhören zu saufen verglichen. Mir hat es geholfen.

    • Nicht-Wahrhaben-Wollen.
    • Zorn.
    • Verhandeln.
    • depressive Stimmung
    • Zustimmung.


      Weiter ein gutes Gelingen.