Beiträge von Hartmut

    War das bei mir nur in der suchtkranken Familie erlerntes co-Verhalten oder schon krank co-abhängig?

    Mein Vater war Alkoholiker, meine Mutter aus heutiger Erkenntnis CO, aber ich würde mich nicht als EKA mit Auswirkungen bezeichnen. Auch keine Verbindung zu meinem Alkoholismus stelle ich her. Hat den Vorteil, ich bin verantwortlich.

    Wenn ich Post von einem User lese, bewerte ich es auch meist nur nach dem Geschriebenen . Ich denke mich da nicht in die Person rein, da nur Bruchstücke oder Puzzleteile zum Vorschein kommen. Die gesamte Geschichte eines Hilfesuchenden in der SHG bleibt größtenteils im Verborgenen und wird nur angekratzt.

    Das macht es mir auch einfach, direkte und unbequeme Fragen zu stellen.

    Nun ist es ja nicht unüblich, dass ein CO oder Alkoholiker sich an ähnlichen Geschichten, die er selbst erlebt, hat anhängt. Was die Gefahr birgt, sein Spiegelbild zu "therapieren"

    CO trocken gibt es also nicht. Bisher zumindest kann ich es nicht herauslesen.

    Ich denke, das kann ich selbst für mich am besten beurteilen.

    Ich beurteile nicht dich, sondern das, was du geschrieben hast. Du wirst es am besten einordnen können, wie du es für dich notwendig erachtest. Ist Deins.

    Mein Wissen darüber ist einfach. Keine Zwangshaltung, keine Unterordnung, keine Abhängigkeit. Die Auswirkungen davon ist hier nicht das Thema.

    Der Thread handelt sich, ob es ein Trocken bei CO gibt. Und da spreche ich von CO Kranken, nicht von CO Verhalten.

    Ich möchte hier auch niemand seine Krankheit absprechen, der sich als krank bezeichnet. Ich hatte diesbezüglich auch mal ein Erlebnis in einem Krankenhaus. Mein Mitpatient erklärte mir, dass er bei zig Ärzten war und hunderte km fahren musste, um einen Arzt zu finden, der ihn das bestätigte, was er schon immer wusste. Dass er krank ist. Traurig genug

    Aber wieder zurück zum Thema.

    Es ging gar nicht so sehr um die Zwangshandlung, jemanden unbedingt helfen zu wollen. Sonst hätte ich auch jedem anderem mir bekannten Alkoholiker helfen wollen.

    Nun liegt da auch keine Co-Abhängigkeit vor. Ich unterscheide zwischen Co-Abhängigkeit oder ein CO Verhalten. Ein normales empathisches Verhalten gegenüber einen anderen nahestehenden Menschen zu helfen ist ja ganz normal. Das mache ich jeden Tag .

    Sogar hier bei Unbekannten . Beim Verhalten gibt es auch kein Trocken, da nichts Nasses vorausging,

    Beim krankhaften Verhalten ordne ich alles um mich herum unter. Selbst mich .

    Ich habe bei Dir oft das Gefühl, dass für Dich ein "Co" kranker ist, als der Suchtkranke ansich

    Durch 17 Jahre Forumszugehörigkeit mit intensivem Austausch sowohl als Betroffener, mit 16 Jahren Moderator Tätigkeit habe ich den Eindruck gewonnen. Wir Moderatoren lesen fast jede Post, da kann man(N) sich schon mal ein Bild machen.

    Aber was macht es für einen Unterschied, wenn ich es nicht als Krankheit ansehe? Ist es denn keine Zwangshandlung, jemand unbedingt helfen zu müssen? Jemanden, der weiter saufen möchte, trocken zu legen? Immer wieder trotz besseren Wissen das es nicht geht?

    Aber nicht jeder, der hier aufschlägt, ist CO oder Alkoholiker. Zudem wir das nur bedingt herausfiltern können.

    Ich kann mich nur nicht anfreunden mit einmal Co immer CO. Da kann der Co auch seine Handlungsunfähigkeit schön dahinter verstecken. Deswegen gab es die Frage gibt es trockene CO.

    Danke Euch erstmal.

    Co-Abhängigkeit (dieser Begriff ist psychologisch bereits umstritten) ist ein falsch erlerntes Verhaltensmuster, um in dysfunktionalen Beziehungen zu "überleben". Hier gibt es auch keine DMS Klassifizierung dafür.

    Nun, was kann dann daran falsch sein, jemand "retten" zu wollen? ;)

    Ich weiß das Co keine anerkannte Krankheit ist. Noch nicht. Alkoholmissbrauch ist auch keine Krankheit, wird jedoch im Fortlauf zu einer schwerwiegenden Erkrankung.

    Wenn ich mal zusammen fasse.

    Als Säufer habe ich die Chance, das Suchtmittel wegzulassen und somit die Krankheit im Fortlauf zu stoppen. Jedoch reicht für die meisten, nur das Glas wegzustellen einfach nicht aus. Es bedarf einer lebenslangen Eigenbeobachtung.

    Wenn ich das jetzt vergleiche, was ich ungern mache, da es einmal um eine stoffgebundene und einer, ich umschreibe es mal mit, einer Verhaltenssucht handelt, hört es nie auf.

    Wann ist man überhaupt trocken?

    Da gibt es auf der Alkoholiker Seite auch nur Anhaltspunkte. Je mehr ich mich mit dem nassen Dasein als trocken werdender beschäftige, stecke ich noch mitten drin im nassen (krankhaften) Denken . Lege ich mein Hauptaugenmerk auf mein trockenes Leben, ums so trockener werde ich.

    Hall zusammen

    eine Frage an die CO / EKA Abteilung .

    Bei Alkoholiker gibt es den Ausdruck "Trockner" Alkoholiker, was teilweise greifbar ist. Sucht bleibt, ist aber gestoppt.

    Gibt es auch eine "Trockner" CO oder EKA" ?

    Wie wirkt sich das aus?

    Bin mal gespannt.

    Und dann gibt’s noch diejenigen, die so zufrieden sind und nichts mehr zu bearbeiten haben oder es nicht wollen

    Ich kann nur mein Denken nehmen .

    Hat nicht mit einem wollen oder Zufriedenheit zu tun. Sondern mit Akzeptanz und Nutzen. Die Akzeptanz, dass nichts rückgängig gemacht werden kann, mit dem Wissen, dass jede sichtbare oder emotionale Situation mir die Sucht das Saufen als Lösung anbietet.

    Damals in der nassen Zeit bis zur Sucht.

    was mich überrascht und erschreckt hat, war die tatsache, dass es völlig ohne vorwarnung passiert ist, keiner der mir bekannten trigger war im spiel, es gab nichts , was mich an dem tag unter druck gesetzt hätte. es war einfach da! fies und fordernd und heimtückisch .

    Ich hatte an anderer Stelle schon mal geschrieben, dass es den "Trigger" als solches für mich nicht gibt.

    Natürlich ist alles sichtlich naheliegend, was mich in Gefahr bringen kann zu meiden, aber das Unterbewusstsein hat so ein Deal mit der Sucht gemacht. Da läuft es dann schonmal klammheimlich ab.

    Du hast gegengesteuert und es ist gut gegangen. Ich sehe solche Suchtdrücke als Nebenwirkung und als eine fortlaufende Erinnerung immer süchtig zu bleiben. Ich weiß, dass sie kommen und gehen können und sie auch meinen größten Respekt haben, aber ich weiß auch, wie ich gegensteuern kann.

    Ich darf es nur nicht vernachlässigen, mir es immer mal wieder vor den Augen zu führen. Gerade wenn es einem sehr gut geht, fühlt man sich da und da unantastbar. Deswegen halte ich mich an den uralten Spruch eines Langzeittrockenen.

    Geht es dir gut, renne in die Gruppe, geht es dir schlecht, kannst du langsam gehen.

    Wir müssen niemanden, der noch nicht bereit ist, was zu ändern, dazu motivieren, etwas zu tun. Es wäre CO Verhalten, den anderen auf den richtigen Weg bringen zu wollen. Es darf jeder User von seiner Selbsthilfe Gebrauch machen.

    Ich lese nur mit- hilft mir mehr wie wenn ich mich verteidigen muss.

    Wenn du das Gefühl hast, dich verteidigen zu müssen, hat der Austausch Wirkung gezeigt. Du ziehst dich zurück, das ist Deins. Ist auch eine Form von Selbsthilfe erstmal nichts zu tun. Abzuwarten, bis sich irgendwann etwas von allein sich regelt oder du bereit bist, es selbst in die Hand zu nehmen.

    Komme einfach wieder, wenn du weißt, wie dein Weg aussieht . Damit hilfst du auch der Gruppe, die in einer ähnlichen Situation stecken.

    iese Bekannte ist unter anderem mit ein Grund gewesen endlich den Schritt weg vom Alkohol zu gehen. Man sieht es ihr leider schon stark im Gesicht an. Es ist nicht nur der innerliche körperliche Verfall, auch äußerlich wollte ich nicht so enden.

    Mein Grund war nur die Sucht, um aufzuhören. Und das war gut so. Da brauchte ich mich nicht an andere zu orientieren.

    ch lese hier viel im Forum und habe auch zu manch einem Thema etwas beizutragen. Ich halte mich jedoch meist zurück

    Du trägst mit deiner Geschichte immer zu einem Thema bei. ;) Alles gut. Weiter so.

    Als ich überzeugt war, das Richtige zu tun, ab dem Zeitpunkt war die Abstinenz, mit allem was dazu gehört, der Normalzustand. Es war nur eine Sache der Akzeptanz. Mich als trocken zu akzeptieren, mit dem Wissen, dass es nie aufhört.

    Alles, was du heute dazu beiträgst, um trocken zu bleiben, ist ein Gewinn . Sollte aber da noch irgendwo Zweifel sein, das Richtige zu tun, dann wird das Normal zur Qual.


    ps. Klugscheißermodus aus.:mrgreen:

    Also trinkst du noch. Möchtest du wieder ganz aufhören oder das so beibehalten?

    Ich will wieder auf das Gleis des alkoholfreien Lebens zurück und kämpfe mit mir.

    Ansonsten ist das Prozedere dasselbe wie am Anfang. Zum Arzt überprüfen lassen, inwieweit eine körperliche Entgiftung notwendig ist und die empfohlenen Schritte eventuell befolgen, die aufgezeigt worden sind.

    Und vor allem regelmäßigen Austausch, sonst verfällt man in altes Verhaltensmuster und das endet meist wieder an der Flasche.

    Erstmal Hut ab das du den Mumm hast dich hier zu melden. Besser wäre, aber das weißt du sicherlich auch, sich zuvor zu melden, dass irgendetwas nicht stimmt, eventuell Saufdruck hat, sonst kommt man zum Schluss . Er wollte ja Saufen.

    jetzt 8 Tage on-/off-Trinkmodus

    Ich lese da eine Versuch der Beschönigung heraus. Was bedeutet das? Wann hast du das letzte Mal getrunken? Darauf kommt es erstmal an.

    Die sind doch alle nur am saufen um mich herum. Ich kann mir schlecht plötzlich neue Freunde suchen

    Nein, brauchst du nicht, du kannst auch weiter saufen, immer wieder rückfällig werden. Liegt doch an dir, wo deine Prioritäten stehen. Bisher hat es ja nicht geklappt . Oder?

    Wenn ich mich nur in den Kreisen bewege, dann würde ich es auch so sehen.

    Was hast du denn bisher unternommen, um andere Freunde zu finden, andere Beschäftigungen fern des Saufens nachzugehen oder neue Hobbys zu suchen?

    Ohne eigene Veränderungen geht es nun mal nicht. Nur darüber nachdenken, warum und wieso ist doch Quatsch. Da gehört eine neue Struktur und ein anderer Tagesablauf zwingend dazu. Die Zeiten neu besetzen, an denen du gesoffen hast und vieles mehr

    Als ich beispielsweise meinem besten Kumpel sagte, dass ich das alles nicht mehr normal finde wie ich trinke usw. da sagte es nur: Ist normal - kenn ich - mach ich auch so

    Was soll er sonst sagen? Zugeben, dass er auch ein Problem hat? Nee, dann lieber beschwichtigen, um dich wieder ins Boot zurückzuholen.

    Hallo Jarno

    wenn sich jemand hier anmeldet und Hilfe sucht, dann bekommt er eine geballte Ladung von Erfahrungen. Das als Belehrungen abzutun, ist zumindest sehr fragwürdig oder gar respektlos.

    Besonders dann, wenn niemand weiß, wie dein Werdegang in den letzten 1,5 Jahre war.

    Du ersetzt nun den Alkohol mit einem anderen Mittel und schreibst in deinem Thread "Jarno - möchte endlich frei sein" Wie passt das dann zusammen? Mal darüber nachgedacht?

    daher meine Frage an die Community ob jemand einen Mediziner aus dem Ruhrgebiet kennt der das Mittel verschreibt.

    Wir vermitteln ein Suchtmittel- freies Leben und keine Ersatzstoffe oder Mediziner.

    Solltest du mal ernsthaft daran Interesse haben, dann melde ich einfach wieder .

    Es fängt also von vorne an. Ich MUSS dran bleiben und die Finger vom Alkohol lassen. Es gibt nur diesen einen Weg.

    Und was ist dein Plan? Was machst du nun anders als zuvor?

    Hier mal den Weg, den wir anbieten.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Der Trugschluss vieler Alkoholiker ist doch, dass sie glauben den "Trigger" zu bemerken. Ist jeder Trigger sofort zu spüren ? Alpträume kommen meist auch erst Nachts.

    Bei Alkoholiker läuft sehr vieles im Unterbewusstsein ab, was sich auch erst nach Tagen bemerkbar machen kann. Zudem das geschädigte Suchthirn sein Teil dazu beiträgt, sich sicher zu fühlen. Leider größtenteils nur temporär. Dann wird wieder gesoffen.

    Man nimmt Eindrücke mit nach Hause, unterschätzt sie und Folge dessen geht man höhere Risiken ein. Sprechen sich eine trügerische Unantastbarkeit zu. Ich finde es schon bemerkenswert, wenn User hier neu auflaufen und schon am nächsten Tag herausposaunen, mich triggert es nicht. Oder eigene Maßstäbe aus der nassen Zeit mit rüber ins trockene nehmen möchten..

    Es ist so unglaublich schwer, es jemand anzuvertrauen. Ich kann verstehen, wenn Ihr mich verurteilt

    Wir sind nicht für dich verantwortlich. Keiner wird verurteilt. Das machst du schon selbst.

    Ich schreibe es mal in meiner Art . Mir ist es wurscht, ob ein Alkoholiker wieder säuft oder ein Co weiter wissentlich ins Verderben rennt. Wir bieten hier nur eine Plattform, sich auszutauschen, damit es abgewendet werden kann. Alles andere obliegt dem User.

    Aber wir sind auch keine Social-Media-Plattform , sondern ein Selbst-Hilfeforum, wo irgendwann mal was geschehen soll. Nicht falsch verstehen. Es muss nichts geschehen, dann ist alles gut, mache so weiter, aber dann brauchst du uns ja nicht mehr. Oder?

    Ich sehe leider nichts, mehr wobei wir dir noch Unterstützung geben können. Siehst du noch was?

    Mein Spruch "Jammern war gestern, heute ist Handeln dran" passt da . Oder wie siehst du es? Was versprichst du dir hier noch?