Lieber Bernd,
ich bin zwar noch nicht lange hier, aber verfolge auch euer Leben mit (auch das von Ute) und habe dadurch auch einige Eindrücke sammeln können.
Ich möchte jetzt einfach ganz realistisch zu dir sprechen, denn objektiv ist das natürlich auch immer einfacher. Um gotteswillen will ich aber keine Ratschläge geben nur Eindrücke die aus der Beobachtung raus entstanden sind.
Du hattest ihr ein Ultimatum gestellt. Jetzt bist du wieder soweit, dich nicht daran zu halten, weil es aus den und den Gründen (leider auch keine leichten) nicht geht. Alles geht, wenn man es wirklich will, da findet sich immer eine Regelung. Ute hat in dieser langen Zeit die Erfahrungen gemacht, dass sich ja doch nichts ändert, also ist das auf jeden Fall schonmal kein Ansporn für sie, wei es eh so weiter laufen wird, wie es immer gelaufen ist und für dich wird sich nichts ändern, du wirst weiter leiden.
Ich verstehe nichts von Co-Alkoholismus, aber du kannst nur auf eine Art und Weise daraus kommen, indem du dir das Leben wieder leichter und erträglicher machst. Aber so, wie es jetzt ist, geht das nicht.
Ute braucht nichts zu tun. Es läuft ja. Sollte sie wirklich allein auf sich gestellt sein mit der kleinen Rente, kann sie doch zusätzlich arbeiten gehen (mein Gedanke), dann müsste sie mal wirklich ihr Leben in die Hand nehmen und die Verantwortung tragen, aber das braucht sie ja nicht, denn du bist ja da.
Was willst du für dich. Und das Rumeiern, wie ist es, wenn ich alleine bin, bringt dich auch nicht weiter. Die Aufgaben kommen in der Situation und können dann gelöst werden. Vorher sich Kopfkino zu machen bringt auch nichts.
Ich habe mal den Satz gehört, nicht jeder wird genesen. Ist traurig, ist aber so.
Ich hoffe meine Worte waren jetzt nicht zu hart. Ich kann dich trotzdem sehr gut verstehen und wie beschissen deine Situation ist, kann ich auch nachempfinden.
LG Brigitte