Hallo Kroatien, herzlich willkommen,
du schreibst
Alle Angebote,alle Gespräche kommen nicht an und er sieht nur das Problem in mir,das ich derjenige bin der nur Streit sucht und keine Harmonie möchte.Das ist nicht an dem,es ist nur schwer zu ertragen mit jemanden den Tag zu verbringen den man kaum für voll nehmen kann.Ich habe lange gebraucht ,aber ich hab zu lange die Augen verschlossen und ich wünsche mir hier einfach nur Tipps,wie ich mich schützen kann und ob ich noch hoffen kann oder ob ich diese direkt begraben soll.
Ich habe es auch so erlebt. Es war immer ich, aus verschiedenen Gründen, warum er trinken musste. Oder aber andere Gründe, und es gab immer einen. Es war als ob er nur eine Ausrede für sich gebraucht hat, warum er trinken musste. Aber in Wirklichkeit war es die Sucht, die das gemacht hat und gegen die er nicht angekommen ist.
Im Laufe der Jahre hat sich dadurch unsere Partnerschaft geändert. Wir waren nicht mehr auf einer Ebene. Er hat sich sowieso nicht sooo viel gekümmert, um Kinder, Haushalt und so. Aber das wurde immer mehr so. Und wenn er volltrunken dasaß, konnte ich ihn nicht mehr ernst nehmen. Ich hab mich oft geschämt für ihn weil er bei Zusammenkünften mit anderen als erster betrunken war oder getrunken hat, auf Ausflügen oder so, und sich dann oft lächerlich benahm.
Hoffnung ist so eine Sache, ich hab immer wieder gehofft, dass alles wieder gut wird. Immer, wenn er mal eine Trinkpause gemacht hat, versprochen hat, dass nun alles gut werden wird. Und immer wieder ist die Blase geplatzt. Irgendwann hat er wieder getrunken.
Irgendwann habe ich nicht mehr gehofft sondern gehandelt. Ich wollte einfach wieder leben. In Ruhe, ohne angepöbelt, beschuldigt zu werden, ohne Angst zu haben, was wieder passieren könnte.
Ich hab dann Dinge für mich alleine gemacht. Das ist mir erst ganz schwer gefallen. Aber ich hab mich irgendwie auch frei gefühlt. Wie ist das bei dir? Machst du Dinge, die du magst, auch ohne ihn?
Ich hab mich mit Freundinnen getroffen, bin zu Familienzusammenkünften alleine gegangen. Ich hatte erkannt, dass ich machtlos bin, ihm nicht helfen konnte. Ich konnte nur für mich selbst etwas tun.
Ich war 49 Jahre alt als ich einen Neuanfang gewagt habe. Ich hab mich getrennt. Meine erwachsenen Kinder waren froh darüber. Kannst du dir vorstellen, einen Neuanfang zu machen?
Ich weiß nicht ob mir hier in irgendeiner Form geholfen werden kann,aber ich brauche einfach Rat und was ich tun kann,ich bin wirklich mit meinem Latein am Ende.
Helfen in dem Sinne kann dir niemand. Aber Denkanstöße geben, wie du dein Leben für dich wieder lebenswert machen kannst, die gibt es hier.
Ich hoffe, mein langer Beitrag hat dich nicht erschlagen. Es sind meine Erfahrungen und vielleicht können sie dir den Impuls geben, in eine Handlung für Veränderungen zu kommen.
Liebe Grüße Aurora