Beiträge von Aurora

    Hallo Sunni,

    ich verstehe es irgendwie, dass dir ein klärendes Abschlussgespräch fehlt. Das wäre vielleicht ein Schlusspunkt oder so.

    Nachdem ich mich damals getrennt hatte und mein Ex dann erst mal nichts mehr getrunken hat dachte ich auch, wir könnten zusammen reden. Was aufarbeiten oder so. Das wäre für mich wichtig gewesen. Ich wollte damit für mich erreichen, dass er sagt, dass er durchaus seine Anteile an der zerrütteten Beziehung hatte und auch sieht. Dass ich nicht die allein Schuldige gewesen wäre. Dass es sicher für mich eine schlimme Zeit gewesen wäre. Und er sich entschuldigt.

    Ich konnte damals mit meinem Ex reden, aber dieses Wunschergebnis habe ich nie bekommen! Denn ich war immer noch und immer wieder die Schuldige. Die Böse. Und von Seiten seiner Urfamilie sowieso.

    Ich habe viel Zeit vertan mit diesen Gesprächen, aus denen ich meistens schwer verletzt heraus gegangen bin. Und enttäuscht. Es hat nichts gebracht.

    In deinem Fall findet ja gar kein Gespräch erst statt. Aber vielleicht kannst du dir alles von der Seele schreiben. An ihn. Du musst es ihm ja nicht mal zukommen lassen, denn er würde es vielleicht nicht mal verstehen. Aber wenn du es aufschreibst und verbrennst, als Flaschenpost los schickst oder unter einem Baum vergräbst, dann ist es aus dir raus. Das kann sehr beruhigend wirken.

    Materielle Gründe können sehr beruhigen! Aber Wärme können sie dir nicht geben, also menschliche Wärme. Das ist klar. Das kannst du aber dir selbst geben. Indem du siehst, was du erreicht hast. Und stolz darauf bist. Indem du erkennst, wie wertvoll du bist. Für dich, dass du es dir so gut gehen lassen kannst. Denn ein behagliches Zuhause gibt ja doch auch Wärme und Schutz. Du kannst Dinge machen, die dir gut tun und dir Spaß machen.

    Dich machen deine Dinge nicht wirklich glücklich - was brauchst du, um glücklich zu sein? Weißt du das? Brauchst du dazu diesen Mann, den du hattest? Hat er dich glücklich gemacht? Langfristig?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Katrienchen,

    ja, einen hab ich...

    ruf dir immer wieder in Erinnerung, warum du dich getrennt hast, wie es war, wenn er betrunken war, wie schlimm es für dich war und all sowas. Das hat mir damals wirklich gut geholfen.

    Liebe Grüße
    Aurora, die jetzt ihre Enkelin weiter bespaßt :lol:

    Hallo und herzlich willkommen Prince,

    zuerst einmal habe ich den Namen der einen Tochter gelöscht, es ist besser, hier öffentlich keine realen Namen zu nennen. Das ist zum Schutz für dich, aber auch für die Kinder und irgendwie auch für deine Partnerin.

    Das ist echt eine böse Situation und ich schließe mich da meinen Vorschreibern an. Suche dir Hilfe von öffentlicher Seite! Also bei pro familia oder beim Sozialpsychiatrischen Dienst deines Wohnbezirkes. Da kannst du dann auch weitere Adressen oder rechtliche Ratschläge bekommen.

    Um dich mal aussprechen zu können und Hilfe zur Selbsthilfe zu bekommen bist du hier schon richtig.

    Es ist gut, dass du beginnst, dir Hilfe zu suchen. Dieses Ding mit "du bist schuld" ist wohl der Klassiker unter Co-Beziehungen. Mein Exmann hatte das auch drauf und ich habe mich permanent schuldig für alles gefühlt. Bzw. ich habe alles versucht so zu machen, dass er zufrieden ist und kleinen Grund hat zum Stänkern. Ich sag dir, das hat niemals wirklich geklappt. Denn es gab immer was. Und wenn ich es nicht war dann lag es am Wetter, am Essen, an der Nachrichten im Fernsehen, am Nachbarn am... es gab nach Bedarf also immer die Möglichkeit, das Trinken zu rechtfertigen.

    In der Familie bekam ich auch keine Hilfe und in den Augen seiner Familie lag sowieso alles an mir... Das ist ganz oft so. Da werden Verantwortungen hin- und her gewälzt, dabei hat kein anderer die Verantwortung als der Abhängige. Für sich.

    Es ist leider auch so, dass Verwandte, Freunde und Bekannte sich zurück ziehen, weil sie das nicht mehr mit ansehen wollen. Oder der Rückzug findet auch oft durch den coabhängigen Partner statt, aus Scham über die Situation. Tuscheln tun alle, aber Hilfe anbieten ist so 'ne Sache. Alle halten sich lieber raus. Was auch verständlich ist auf eine Art.

    Darum ist das einzig Wichtige im Moment, dass du dir professionelle Hilfe mit in's Boot holst! Vor allem für deine beiden Mädchen! Und für dich auch. So wie es gerade bei euch passiert, das muss niemand aushalten!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Lya,

    ach ich freu mich, dass du dich meldest!

    An deinem Text ist mir aufgefallen, dass du sehr viel das Wörtchen "man" benutzt. Ersetze das mal spaßenshalber durch das Wort "ich". Dann hört sich das Ganze nämlich ganz anders an...

    Zitat

    Ich bin mir so klar, dass ich das nicht will und wie kaputt mich das macht. Und trotzdem möchte ich ihn nicht verlieren und hoffe immernoch auf ein Wunder.

    Genau das ist ein wesentliche Co-Punkt! Auf der einen Seite weißt du, dass dieses Leben kein schönes ist, auf der anderen Seite sitzt du da und bist handlungsunfähig. Und erträgst.

    Du schreibst, du möchtest ihn nicht verlieren. Was genau oder wen genau möchtest du nicht verlieren? Ich behaupte mal, den Menschen "dein Mann" hast du momentan schon verloren. Er ist dem Alkohol verfallen und tut alles dafür, ihn zu haben. Das ist die Sucht. Und Sucht ist stärker als alles. Auch stärker als Liebe. Leider.

    Und diese Hoffnung... ich weiß es ja selbst. Immer diese Hoffnung, dass er endlich begreift und verändert. Dieses Festhalten an der Hoffnung. Und nichts passiert außer dass du abends desillusioniert seinen Bierkonsum anschaust. Ich weiß, wie sich das anfühlt :( .

    Ich weiß aber auch inzwischen, dass dieses Hoffen auch ein Teil meiner Angst war, selbst aktiv werden zu müssen. Er sollte was ändern, nicht ich. Ich hatte Angst vor Veränderung, Angst, Fehler zu machen. Angst, ihm Unrecht zu tun. Oh, es gibt so viele verschiedene Angst.

    Wie ist das bei dir? Was empfindest du, wenn du diese Gedanken

    Zitat

    Ich bin mir so klar, dass ich das nicht will und wie kaputt mich das macht.

    und

    Zitat

    Und trotzdem möchte ich ihn nicht verlieren und hoffe immernoch auf ein Wunder.

    denkst?

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Katrienchen, ja, leider geht das alles nicht von heute auf morgen :? . Als ich anfing vor 10 Jahren hätte ich es am liebsten alles soooofooort gehabt... Es ist ein Prozess.

    Meine Therapeutin sagte damals, es ist besser in kleinen Schritten voran zu gehen als einen riesen Sprung zu machen. Stolpert man bei einem kleinen Schritt dann strauchelt man nur ein wenig, bei einem riesen Hopser kann man aber sehr weit nach hinten wieder umfallen.

    Hat sie nicht ganz Unrecht gehabt...

    Aurora

    Hallo,

    letzte Woche war ich bei meinen Eltern drüben. Sie wohnen ja nur um die Ecke und mein Exmann wohnt genau unter ihnen. Ich ging also die Treppe runter und wollte nach Hause, da bin ich meinem Ex in die Arme gelaufen.

    Es ist merkwürdig. Oder auch nicht? Wenn ich ihn sehe stellt sich immer auch gleich ein Gefühl der Vertrautheit ein. Aber gut, wir haben ja auch 26 Jahre zusammen gelebt. Da kennt man sich ja auch. Und doch wieder kenne ich ihn auch nicht.

    Er zitterte ziemlich, es war noch früh am Tag und er hatte wohl noch nicht genug intus. So konnten wir uns auch eine Weile unterhalten. Das Unterhalten geht jetzt gut, die alten Dinge sind da weg, also sein Druck und seine Schuldzuweisungen an mich und umgekehrt. Das ist im Laufe der Jahre weg gegangen.

    Und das ist auch ein gutes Gefühl, weil es mich nicht mehr innerlich drückt. In Richtung Ex. Aber was ich dennoch bemerkt habe ist, dass ich ihn genau angesehen habe. Ich habe nach Spuren seiner Sucht gesucht. Gut, das Zittern war offensichtlich. Und er hatte ein rotes Auge, als hätte er eine Bindehautentzündung. Und seine Haut sieht komisch aus. Ganz zu schweigen von seinem "Bierbauch", ein Zeichen dafür, dass die Leber nicht mehr richtig arbeitet.

    Erschreckend, dass ich ihn so angesehen habe, oder? Hm, ich glaube nicht. Ich glaube eher, es ist normal. Wir waren ja nicht nur einige Monate oder paar Jahre zusammen sondern richtig lange. Ich denke, ich sehe es für mich so, dass es da einfach auch normal ist, so hinzuschauen.

    Aber es macht auch nicht mehr das mit mir, was es noch vor ein paar Jahren gemacht hat. Es löst außer ein Bedauern, dass er sich so langsam umbringt, nichts aus. Und dieses Bedauern hält auch nur kurz an, dann geht mein Leben weiter. Das fühlt sich frei an!

    Die Schuldgefühle, die ich noch lange hatte, sind weg. Ich bin da mit mir im Reinen. Ich weiß ja, es ist sein Leben und er kann machen, was er will. Genau so bin ich auch nicht für seinen Seelenfrieden verantwortlich. War ich nie. Dachte ich aber sehr, sehr lange.

    So, und nun wird es wohl wieder ein wenig sommerlicher. Unser Urlaub rückt näher :D .

    Aurora

    Hallo Shopgirl,

    irgendwie gehören diese Schuldgefühle zur Persönlichkeitsstruktur von Menschen, die auch schnell coabhängig werden, dazu.

    So empfinde ich das jedenfalls. Ich kann mal von mir da reden.
    Mit dieser Persönlichkeit, die ich habe, neige ich sehr schnell dazu:

    ich kann schwer "Nein" sagen,
    ich kann meine Grenzen nur schwer bis gar nicht verteidigen,
    große Teile meines Lebens hatte ich gar kein Gefühl für meine Grenzen mehr,
    ich will keinen vor den Kopf stoßen,
    ich will beliebt sein und dass alle gut über mich denken,
    ich mag keinen Streit,
    ich gebe lieber schnell nach, meistens auf Kosten meiner eigenen Gefühle oder Wünsche,
    ich stelle mich gerne an die letzte Stelle,
    trau mich nicht, meine Meinung zu äußern, schon gar nicht meine Wünsche,
    denke, ich bin verkehrt,
    denke, es muss doch da noch was zu machen sein, ich muss mich nur genug anstrengen...
    Es gibt noch viel mehr zu dieser Liste dazu zu fügen. Das ist mal ein Auszug gewissermaßen.

    Da sind Schuldgefühle vorprogrammiert. Das wissen auch die Suchtmittelabhängigen Partner, bzw. glaube ich, sie spüren so etwas. Und nutzen das aus. Sie reden dir Schuldgefühle ein und verdrehen deine Wahrnehmungen noch mehr.

    Und da dann konsequent zu bleiben bei dem "Nein", bei der Grenze, die du gesetzt hast, fällt dermaßen schwer. Ich bin sehr oft wieder umgekippt, damals, konnte diese Gefühle einfach nicht ertragen.

    Irgendwann habe ich aber angefangen, einfach auszuhalten. Mir war anfänglich richtig übel und ich hatte körperliche Beschwerden dabei. Mal zu schweigen von den kreischenden Teufelchen in meinem Kopf.

    Aushalten ist anstrengend, aber es wird immer einfacher. Es ist eine Übungssache. Und irgendwann merkst du auch, dass es dir viel besser geht, mal "nein" zu sagen, mal Grenzen zu setzen. Und zwar jetzt nicht nur im Zusammenhang mit einem Abhängigen sondern auch im "normalen" Leben.

    Das ist sozusagen ein klasse Nebeneffekt. Seit ich das immer besser konnte und jetzt auch ganz gut kann merke ich, dass mich meine Mitmenschen viel ernster nehmen als vorher. Dass ich wertgeschätzt werde. Denn wenn ich jetzt "ja" sage, dann kommt das aus dem Herzen. Und ich selbst habe meine Energien für mich und für die Dinge, die mir wichtig sind. Ich bestimme wieder über mein Leben selbst.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Lizzy,

    ich denke genau so wie Lütte.
    Die Trennung ist Erwachsenensache, Sache der Eltern. Und da sollten dein Mann und du alleine reden. Wenn dein Mann mal nüchtern ist oder nicht allzu betrunken.

    Mit dem Sohn würde ich extra reden.

    Ich habe das auch so gemacht, obwohl meine Kinder zu dem Zeitpunkt schon erwachsen waren, meine Tochter war 25 und lebte schon mit ihrem Partner zusammen, mein Sohn war 22.

    Übrigens hat mein Exmann damals auch plötzlich das Opfer "gegeben". Er heulte, hatte Selbstmitleid bis zum Umfallen, ließ sich völlig gehen. Ich sag dir, das war eine Nummer, die mir alles noch schwerer gemacht hat :( . Aber das gehört, wie ich heute weiß, oft mit dazu. Und Betrunkene sind oft zerflossen in Selbstmitleid und sehr oft haben sie tatsächlich Depressionen. Das hat aber was mit der Trinkerei zu tun, nicht mit dem Partner!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Lizzy,

    nach der Trennung bzw. schon während ich meinen Umzug plante, hat mein Ex beschlossen, mit dem Trinken aufzuhören. Er kam mit schweren Entzugserscheinungen in ein Krankenhaus, hat dort entgiftet und blieb insgesamt 2 Wochen in Betreuung.

    In der Zeit habe ich meinen Auszug weiter gemacht, allerdings mit schweren Schuldgefühlen und schlechtem Gewissen. Denn nun war er ja nüchtern.

    Er belagerte mich, gab mir "Zeit, um mich zu finden" und plante schon, wann ich wieder zurück kommen würde. Das war sehr schwer, einerseits wollte ich nicht mehr zurück, zu viel war kaputt und von Liebe war keine Spur mehr. Andererseits hatte ich ein mega schlechtes Gewissen, ihn nun "im Stich zu lassen". Und so machten wir fast täglich gemeinsame Dinge, es war so, als wären wir zusammen, nur in getrennten Wohnungen und ohne S.ex. Der eh schon nicht mehr statt gefunden hatte...

    Ich konnte einfach meine Grenzen und mein "nein" nicht klar genug verteidigen. Und dadurch hat es noch fast 1 Jahr gedauert, bevor endgültig Schluss war. Dieses Jahr war reine Zeitverschwendung :( und hat mich sehr viel Kraft gekostet. Denn mein Ex verstand es nach wie vor, mir Schuldgefühle einzureden, mir die ganze Schuld zu geben. Er bedrängte mich weiterhin s.exuell (das hatte er auch im Suff so gemacht, allerdings richtig wahnhaft).

    Den endgültigen Schritt konnte ich dann im Frühjahr/Sommer 2008 machen. Und er war wie vor den Kopf geschlagen. Durch dieses dauernde Rumeiern meinerseits hatte er immer noch Hoffnungen gehabt. Das machte mir wiederum weitere Schuldgefühle.

    Andererseits wurde meine Erleichterung immer mehr, immer mehr spürte ich die Vorteile eines Lebens ohne diese Sucht. Ohne diese Herabwürdigungen, die ich erfahren hatte durch den Ex.

    Der Ex blieb 4 Jahre ohne Alkohol, dann fing er wieder an, bis heute. Ich habe inzwischen ja meinen 2. Mann kennen gelernt und geheiratet. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht jetzt. Endlich eine Partnerschaft, die auf Augenhöhe basiert, in der Liebe groß geschrieben wird und in der wir behutsam, tolerant und glücklich miteinander umgehen.

    Das wünsche ich jedem Menschen. Denn was anderes hat keiner verdient!

    Ich selbst habe aber meiner Gesundheit, meiner Psyche, durch all diese damaligen Dinge, keinen Gefallen getan. 2012 habe ich noch sehr schwere Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Und das bisschen Kraft, was ich noch hatte, dieses glückliche Lebensgefühl, was endlich langsam wieder gekommen war, war dann erst mal weg...

    Ich habe immer weiter gemacht, ohne Grenzen fast. Zum Glück hat mein Mann mich unterstützt, tut es noch. Aber ich hatte schwere Depressionen, bis hin zu Suizid-Gedanken. Inzwischen ist die Depression chronisch. Ich bin seit Mai letzten Jahres berentet.

    Ich muss meine Energie gut einsetzen. Damit ich ein zufriedenes Leben habe. Das ist eine ganz schön schwierige Aufgabe. Ich bin heilfroh, diese ganzen Abhängigkeitsgeschichten, diesen Suff und alles, was damit zusammen hängt, hinter mich gelassen zu haben. Ich bin froh, dass ich jetzt eine Beziehung habe, die das alles trägt. Das geht nicht mit einem Säufer.

    Ich hoffe, ich habe dich nicht erschlagen mit meinem Wortschwall hier...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Lizzy,

    das ist gut so! Bei jedem Nachgeben wird sonst dein Mann dich weniger ernst nehmen, ich hab das selbst so erfahren. Zu Schluss hat mich meiner sogar ausgelacht, wenn ich gedroht habe :( . Als ich dann doch endlich allles wahr gemacht und ausgezogen bin war er baff...

    Ich wünsche dir viel Kraft für das Gespräch. Ich bin gespannt, wie er es aufnimmt.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Lizzy,

    auch von mir ein herzliches Willkommen !

    Hast du schon mit deinem Mann geredet? Was sagt er dazu?

    Ich finde es toll, dass du für dich und deinen Sohn Konsequenzen ziehst! Du tust dir und ihm damit den größten Gefallen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    der Alltag hat mich nun eingeholt. Und ich habe gemerkt, dass das Reisen doch auch anstrengend war, auch wenn es noch so schön war. Ich hatte die letzte Woche dann einige Sachen, am Freitag hatte ich mir auch Besuch eingeladen und wollte da einige Kleinigkeiten vorbereiten. Gut, das habe ich gemacht und der Nachmittag mit meinen Brüdern, mit der Schwägerin und meinen Eltern, später auch noch mit dem SchwieSo und seiner neuen Familie war einfach schön. Ich hatte Geburtstag. Und bin nun kurz vor 60 :shock: . Oah.

    Am Sonnabend war ich völlig fertig und habe nur rumgelegen. Gestern ging es merklich besser aber wir haben trotzdem einen schön ruhigen Sonntag verbracht. Ich habe auf dem Balkon gesessen und gestrickt, gelesen, Geduldsspiele am Smarty gespielt. Das war richtig erholsam.

    Diese Sonntage genieße ich noch immer. Ich habe viele Jahre um Jahre hinter mir, an denen es so anders war. Noch mit dem Ex. Als der noch berufstätig war hat er das Wochenende dazu benutzt, sich restlos abzuschießen. In der Woche hat er dann "nur" einen gewissen Spiegel gehalten. Und ich habe oft genug dann mitgehalten und war sonntags verkatert und unglücklich. Später, als der Ex nicht mehr berufstätig war, ging das ja mit seiner Sauferei quasi rund um die Uhr...

    Ich glaube, ich werde das nie so wirklich vergessen bzw. ich werde immer zu schätzen wissen, wie gut es mir jetzt geht! Ich genieße das. Es ist nicht selbstverständlich für mich sondern besonders. Das ist ein tolles Gefühl!

    Jetzt könnte nur mal endlich das Wetter beständiger werden.

    Aurora

    Hallo Katrienchen,

    und hallo Ringana,

    das mit den Prinzen auf ihren Schimmeln ist so 'ne Sache... Ich habe auch lange darauf gewartet, leider ohne Erfolg.

    Als ich nicht mehr gewartet habe sondern die Sache selbst in die Hand genommen habe, sprich endlich Trennung und Loslassen vom Ex, da kam doch tatsächlich ein Prinz an.

    Nicht auf 'nem Schimmel sondern auf 'm Radl. Aber egal. Für ein Pferd hätte ich eh keinen Platz gehabt.

    Ich bin übrigens seit 6 Jahren mit meinem Prinzen verheiratet inzwischen und es ist das beste, was mir passieren konnte.

    Ich mein ja nur...

    Liebe Grüße und einen guten Wochenstart
    Aurora

    Liebe Lya,

    herzlich willkommen!

    Es ist gut, dass du den Mut gefunden hast, dich zu öffnen. Und dir einzugestehen, dass du es hasst, wenn er nach Bier stinkt und eines nach dem anderen trinkt. Und dass du dich fragst, ob das alles ist, was du im Leben zu erwarten hast.

    Mit solchen Gedanken hat vor vielen Jahren meine Lebensveränderung begonnen. Indem ich endlich hinterfragt habe, indem ich endlich meine Lebenssituation in Frage stellen konnte. Und mich gefragt habe, ob es nicht doch noch was besseres gibt.

    Für mich war es wichtig, mich überhaupt erst mal mit dem Begriff "Coabhängigkeit" auseinander zu setzen. Da sind mir schon zum ersten Mal die Augen aufgegangen. Und als ich dann hier ankam und die vielen Geschichten las, die meiner so unheimlich ähnlich waren (und sind) wurde es mir immer klarer.

    Und vor allem, ich war erleichtert! Ich musste das alles nicht mehr mit mir alleine ausmachen! Hier waren und sind Menschen, die haben das auch so erlebt und gegenseitig können wir uns unterstützen und aufbauen und Mut machen.

    Du schreibst:

    Zitat

    Ich bin nicht unzufrieden oder unglücklich mit meinem Leben

    Darüber kannst du für dich alleine und ganz ehrlich mit dir selbst einfach mal nachdenken. Vielleicht aufschreiben, was dir durch den Kopf geht, ganz spontan. Und jeder Weg beginnt damit, den ersten Schritt zu machen und das hast du getan! Das ist toll, dass du das konntest.

    Liebe Grüße
    Aurora