Beiträge von Aurora

    Liebe Cielo,

    ich freue mich, dass du dich meldest und vielleicht auch was mit meinen Beiträgen anfangen kannst :) .

    Dieses Umfeld, meene Jüte, das kenn ich ja auch :shock: .
    "Das kannst du doch nicht machen..."
    "Wenn du gehst, geht er ganz unter..."
    "Nun sei doch nicht so hart..."
    "Du musst eben mehr Druck auf ihn ausüben..."
    "Du musst ihn besser kontrollieren..."

    Das sind nur ein paar von den Sprüchen, die ich gehört habe. Und die mich fest gehalten haben.

    Heute weiß ich, niemand aus meinem Umfeld lebt ja mein Leben. Mein Leben lebe ich. Und darum darf ich auch entscheiden, wie ich es lebe. Und wenn es mir nicht gut geht mit meinem Leben, habe ich das Recht, das zu verändern.

    Zitat

    Du hast Recht, natürlich denke ich, wenn ich nun die Beziehung beende, dass er dann wegen dem wieder anfängt zu trinken

    Das ist auch so ein Todschlaggedanke... Er wird dann wieder anfangen, wenn er es will. Und dazu wird er immer einen Grund finden! Da hast du keinen Einfluss darauf. Er wird es vielleicht so hinstellen, dass du Schuld hast. Aber das hast du nicht! Niemals! Es ist immer seine Entscheidung. Oder hältst du ihm die Pulle an den Mund? Und zwingst ihn zum Trinken?

    Zitat

    Doch ich glaube ich kann..

    Ich glaube es auch!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Cielo,

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    Heute morgen dann dass XY mich liebt und dass er mit dem Alkoholentzug/Gewichtsabnahme/Arbeit gerade an sein Limit kommt.

    Aha... und nun? Hat er seine Trinkpause schon beendet? Für mich hört sich so etwas nämlich genau danach an. Und du machst ihm auch noch Druck, indem du ihn mit Dingen konfrontierst, du Böse (ich mein das nicht böse!) , aber so sind oft die Denkweisen und ich kenne auch das sehr gut!

    Dieses "nun trink ich ja schon nichts mehr und du bist immer noch nicht zufrieden und machst hier Stress" und dann "da kann ich auch gleich wieder trinken, denn ich aaaaarmes Opfer halte das nicht aus".

    Und schwupps, schon hängst du drinnen. Ja, wie fühlst du dich? Fühlst du dich schuldig? Überfordert? Ratlos? Ängstlich, ihm zu viel Druck gemacht zu haben? Ängstlich, weil du ein wenig von deinen Gefühlen preis gegeben hast und ihm damit Druck und ein schlechtes Gefühl machst? Ihn kränkst, überforderst?

    So sollst du dich auch fühlen, aus seiner Sicht, denn so wirst du weiterhin so gut für ihn funktionieren wie immer. Und er ist fein raus, denn die Schuldige an allem bist ja du. Er hat doch alles getan, nur du bist wieder mal nicht zufrieden.

    Zitat

    die andere Stimme, wenn XY bleibt wird sich gar nichts ändern, es wird weitergehen mit dem Lügen/Betrügen,...

    Ich denke mal, diese Stimme hat Recht.

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    Einerseits sagt mir eine Stimme, komm dann bleibt alles beim alten, sei nicht so und mache alles kaputt....

    Und diese Stimme ist eines der Muster, das dich immer wieder an alten und schlechten Beziehungen festhängen lässt. Das ist die Stimme: Verantwortung, Schuld und Angst. Und ein Gefühl von: ich hab's eben nicht anders verdient, so wie ich bin...

    Kann sein, ich liege damit falsch, dann schmeiß es in die Tonne. Ich will dich auch keinesfalls damit kränken oder so, nur Gedanken anstoßen.

    Hab Mut und vertraue der Stimme die sagt, wenn er bleibt, wird sich nichts ändern. Das ist ein Gefühl von dir, ein Gefühl von Selbstfürsorge und Wertsein. Lass mal diese Stimme ruhig lauter in dir werden.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebes Wildblümchen,

    gestern habe ich das Buch über die Trauer begonnen zu lesen.
    Danke für diesen Tipp! Was ich bisher gelesen habe, hat mir gut gefallen.
    Ich wünsche dir ein zauberhaftes Wochenende

    liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Cielo,

    Zitat

    XY ist nun seit letzter Woche immer noch ohne Alkohol und zuvorkommend, liebevoll, mit meinen Eltern redend,... Jetzt kommt schon wieder so eine Stimme in mir die sagt: was hast Du denn ??? Stell dich doch nicht so an, er liebt Dich, arbeitet,ja ok du hast kein Vertrauen mehr, aber hast du dir das nicht vielleicht eingeredet ???
    Kennst Du so etwas ??

    Oh ja, das kenne ich leider nur zu gut :(
    Das ist dann so die Sache mit dem Selbstvertrauen. Ich habe meinen Gefühlen und Wahrnehmungen nicht vertraut. Meinem Ex natürlich auch nicht... und doch bin ich geblieben. Viel zu lange. Es gab immer für mich einen Grund, weshalb ich mich nicht trennen konnte. Der Hauptgrund aber, den wollte ich nicht sehen. Der Hauptgrund war einfach Angst. Und dass ich dachte, ich hätte eben nichts anderes verdient und könne noch froh sein. Und ich fühlte mich schuldig. Verantwortlich.

    Ja, ich kenne das zu gut. Immer wenn ich ernst wurde und sagte, ich hau ab, wurde mein Exmann freundlich, hörte auf so viel zu trinken und gab mir das Gefühl, unentbehrlich zu sein. Das habe ich mit Liebe verwechselt und war wieder im alten Kreislauf.

    Es ist nicht einfach, neue Wege zu beginnen. Es tut weh, Grenzen und Schlussstriche zu ziehen. Wenn du es nicht gewohnt bist.
    Es tut weh, aber es ist trotzdem zu schaffen. Hab nur Mut, du kannst das!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Cielo,

    ja, klär das ab mit der Reha, das ist gut. Mein Schwiegersohn hat damals eine gemacht, zusammen mit seiner Kleinen, unserer Enkelin, meine Tochter hatte ja schon ein Kind. Das hat ihm sehr gut getan. Er hat ja die Hälfte seiner Familie verloren... Er war auf Rügen damals.

    Zitat

    Schlafe aber trotzdem schlecht und habe oft so starkes Herzklopfen...

    Das hört sich so an, als könntest du wirklich eine Aus-Zeit gebrauchen.

    Ja, dir fallen jetzt viele Kleinigkeiten auf, ganz klar. Denn jetzt hast du die Augen aufgemacht und siehst hin! Das ist gut so, du bist eine mutige Frau! Denn das ist schwer und tut auch weh.

    Zitat

    Es tut gut dies auch einmal zu schreiben

    Das kann ich bestätigen, es ging und geht mir auch so. Schon alleine das Aufschreiben hier sortiert sehr viel. Macht Dinge klar. Und die Rückmeldungen dann sind sehr hilfreich.

    Ich wünsche dir einen guten Tag heute
    Aurora

    Liebe Cielo,

    diese Aussage deines Partners

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    Erst gestern meinte XY, dass ich früher nur mit "egoistischen" Personen, sprich meinem Ex-Mann (das stimmt) , meinem Sohn und meinem anderen Kind umgeben war.

    kann ich nicht nachvollziehen. Als du in deiner alten Beziehung gelebt hast warst du natürlich von diesen Menschen umgeben. Und was empfindet er als Egoismus dabei? Deinen Exmann bzw. eure Geschichte kenne ich nicht, ok. Aber was ist denn das, was dein Partner lebt? Das empfinde ich als Egoismus... so wie du das beschreibst.

    Es ist sehr schade, dass du von deinem Partner keinerlei Verständnis hast und er die Pflege deines Sohnes nur einfach so gemacht hat. Mein Mann hat zu meinen Kindern aus erster Ehe ein sehr herzliches Verhältnis und da bin ich sehr froh. Ich meine, meine Kinder gehören ja auch zu mir und meinem Leben dazu. Ich habe auch von meinem Mann sehr viel Unterstützung in meiner Trauer. Das ist einfach schön.

    Zitat

    Warum habe ich schon wieder die gleichen Fehler gemacht ????


    Das ist eine wichtige und gute Frage! Oft leben wir in irgend welchen Mustern, rutschen immer wieder in ähnliche Situationen. Ich finde es gut, dass du dir hier Hilfe suchst, denn vielleicht kommt dir nach und nach da auch die Erkenntnis, warum du so lebst. Indem du dich mit dir auseinander setzt. Und hier ist dein Raum! Hier geht es nur um dich. So etwas kann sehr gut tun. Ich habe es so erfahren jedenfalls.

    Dass du im Umgang mir deinem Exmann und deinem Kind da Unterstützung von amtlicher Seite hast, ist doch gut erst mal. Du darfst ja alle Hilfe annehmen, die es für dich gibt.

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    Bin zur Zeit nur noch müde,müde,müde... ist das auch eine Reaktion auf das Ganze ????


    Ja, mit Sicherheit! emotionale Dinge erschöpfen unheimlich. Es ist nur oft schwer das zu akzeptieren. Denn "man hat doch eigentlich gar nichts gemacht...", also körperlich schwer gearbeitet oder so. Das ist echt eine Gefahr, dass eben diese Erschöpfung einfach nicht ernst genommen wird. Auch das sag ich aus eigener Erfahrung! Ich habe mich lebenslang so sehr erschöpft, bin so sehr über meine Grenzen gegangen, dass ich inzwischen nicht mehr im geringsten belastbar bin...

    Meine Tochter war hochschwanger mit ihrem 2. Baby. Alles war super ok und es war ein kleiner Junge. Eine Tochter hatten sie ja schon. Dann fühlte sich meine Tochter krank und sie sind in's Krankenhaus gegangen wo festgestellt wurde, dass der kleine Junge nicht mehr lebte. Ein Plazentainfarkt anscheinend. Und aufgrund von Komplikationen musste dann ein Notkaiserschnitt gemacht werden, bei dem meine Tochter eine Lungenembolie erlitt. Sie wurde 1 Stunde lang reanimiert... Die Ärzte waren dann ganz optimistisch, aber nach 3 weiteren Herzstillständen im Laufe des Nachmittags hat sich meine Tochter entschieden, ihrem Sohn zu folgen... :cry: .

    Liebe Cielo, unterschätze das auch alles für dich nicht. Die Pflege deines Kindes und das langsame Sterben, das ist doch furchtbar. Deine Seele hat gelitten, das geht doch gar nicht anders. Und dann hängst du noch in dieser lieblosen Beziehung. Oje, ich hoffe so sehr für dich, dass du da einen Weg heraus findest. Und für dich und deine Kinder ein lebenswertes Leben finden kannst. Trotz all diesem unsagbaren Schmerz. Dieser Schmerz ist genug, mehr brauchst du nicht, denn das alleine ist schon fast nicht zu ertragen, könnte ich mir vorstellen.

    Das Gespräch... na klar ist das schwierig. Hier darfst du alles abladen, was dich bedrückt. Es gibt auch noch die Option des geschlossenen Bereiches, wo nicht jeder mit lesen kann und wo es sehr offen und herzlich zugeht. Das ist kostenpflichtig. Überlege es dir einfach mal, ob du das magst.

    Ich drück dich
    Aurora

    Hallo und herzlich willkommen Cielo,

    Zitat

    und es hat so lange gedauert bis ich den Weg hierher fand...

    Aber du hast ihn gefunden und darauf kommt es an!

    Sunshine und JUF haben dir so Vieles geschrieben, ich kann mich da nur anschließen. Das, was du mit deinem Partner lebst hört sich nicht nach glücklicher Beziehung an. Und du fühlst dich ja auch nicht wirklich gut damit. Sonst hättest du dich ja nicht auf den Weg gemacht...

    Es wird immer Aufs und Abs geben. Und diese Unsicherheiten, dieses Wanken. Alkoholiker haben es gut drauf ihre Cos zu verunsichern, damit sie wieder gewohnt funktionieren. Ich habe das auch hinter mir! Sich seinen Weg in eine glückliche Zukunft zu bahnen ist nicht leicht. Da kommen viele Schuldgefühle hoch. Und Gefühle von Verantwortung. Angst. Und auch Hoffnung, dass es endlich klappen könnte, "er" endlich "vernünftig" wird und einem all diese schlechten Gefühle erspart bleiben...

    Leider klappt das nur selten...

    Liebe Cielo, ich möchte dir mein herzliches Beileid zum Tod deines Jungen aussprechen. Wie alt durfte er denn werden, magst du das sagen? Meine Tochter durfte 29 Jahre alt werden, bevor sie zusammen mit ihrem Sohn, der gerade tot geboren worden war, sterben musste. Das ist nächsten Monat 4 Jahre her. Und der Tod eine Kindes ist das aller aller schlimmste, was einer Mutter passieren kann, finde ich :( . Du brauchst für dich und deine Seele Trost und Hilfe, nicht dieses Leben, was du jetzt hast. Das hast du nicht verdient!

    Lass dich mal einfach in den Arm nehmen, virtuell.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebes Wildblumerl,

    was ist es, das dir die Abgrenzung so schwer macht?

    Ich glaube, alles, was du als Begründungen aufgezählt hast, also deine Erfahrungen und Prägungen, spielen da eine Rolle. Es ist immer:
    Ich möchte geliebt werden.

    Und lieben tun Menschen mich nur, wenn ich funktioniere, wenn ich es ihnen Recht mache, wenn ich immer parat für sie bin, wenn ich pünktlich und ordentlich bin, nie aufmucke, bescheiden und sittsam bin und vor allem, ich darf doch meine eigenen Bedürfnisse nicht zeigen...

    Du hast nicht erfahren, dass du einfach wert bist, geliebt zu werden, so wie du pur bist. Also als duftendes Wildblümchen, mit schillernden Farben und der Lust auf Sonne. Einzigartig eben. Und vielleicht hast du auch Stacheln, die gehören ja auch zu dir. Die können dich ja auch schützen, diese Stacheln. Und Menschen lieben dich, auch wenn du sie mal piekst...

    Hast du auch diese Erfahrung schon gemacht? Bzw. hast du das erkennen können, dass du es ja wert bist geliebt zu werden, so wie du bist? Du musst gar nichts dafür tun, einfach nur DU sein...

    So in etwa. Wenn ich falsch liege, knall es in die Tonne.

    Ich kann sehr viel mit deinen Gedanken hier anfangen, auch für mich. Ich erkenne mich in vielen Dingen wieder. Danke, dass du es hier aufschreibst. Das hilft mir auch immer wieder mal beim neu Sortieren, noch mal Erkennen und Nachdenken. Denn mit diesem "ich bin wertvoll" oder "ich bin es wert" habe ich auch noch immer so meine Probleme zwischendurch.

    Dieses Wertgefühl ist das, was es einfacher macht, Grenzen zu setzen. Einfach aus Schutz und einfach, weil ich es wert bin. Es können und müssen mich nicht alle Menschen mögen, das ist gar nicht nötig. Ich mag ja auch nicht alle... Das hat aber nichts nur ausschließlich mit mir zu tun, dass Menschen mich auch nicht mögen, es hat auch immer was mit dem anderen zu tun, warum das so ist. Und das kann ich nicht beeinflussen. Da kann ich mich noch so anstrengen und meine Grenzen missachten. Das kostet wiederum viel Kraft. Und die kann ich besser nutzen, um mich zu sonnen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    hey du Elfriedööööö, :D , wie schön, mal wieder was von dir zu hören!
    Ich habe meine Energie Depots so lange strapaziert, bis sie nun sozusagen im Minus sind. Wenn ich genug Zeit und Ruhe für mich haben kann, füllen sie sich wieder so weit, dass ich für mich ein gutes Leben haben kann. Ein langsames und beschauliches. Ein Leben , in dem ich mich wieder fühlen kann und Lebenslust verspüre. Aber ich habe nun gemerkt das es besser ist, wenn ich da wirklich gut auf mich aufpasse. Denn dieses Energiedepot reicht nur für wenig aus. Da bin ich jetzt noch in der Testphase gewissermaßen, wie ich das gut hinbekommen kann.

    Ich arbeite nicht mehr, beziehe zur Zeit Krankengeld. Ich habe einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Und hoffe, dass ich das bewilligt bekomme. Ich kann einfach nicht mehr berufstätig sein. Ich habe mich für alle möglichen Leute verausgabt. Jahrzehnte lang. Mich selbst dabei vergessen, ich stand immer an letzter Stelle in meinem Leben... Ich habe keine Kraft mehr. Die depressiven Episoden kommen dann immer schneller, wenn ich nicht auf mich aufpasse.. Nun ist meine Zeit, in der ich lebe. Mit Dante, jawoll :D . Es gibt nix Schöneres :D . Jetzt stehe ich an erster Stelle!

    Ich würd mich sehr freuen, mal wieder was von dir zu hören, wie es dir so ergangen ist inzwischen. Deine Geschichte war die erste Co-Geschichte, die ich hier gelesen habe. Ich fand das klasse, wie du deinem Mann so Schafsläuse oder so was gegeben hast...

    Lieber Matthias, hey danke :D !

    Aurora

    Liebe Freya,

    Zitat

    Ich war immer stolz darauf eine ziemlich hohe Reizschwelle bzw. Stärke zu haben

    Wie gut ich das kenne! Und heute denke ich, wie bekloppt war das denn :shock: ? Worauf sollte ich da stolz sein? Darauf, dass ich mich kaputt gemacht habe damit?

    Gut, dass du das erkennst und da raus gehen kannst. Damals warst du stolz darauf, war ich stolz darauf. Damals wusste ich es nicht besser, du vielleicht auch nicht. Heute weißt du es besser und ich auch! Darauf sollten wir stolz sein.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Wildblume,

    ich hoffe, der Sturm in dir hat sich verzogen.
    Solche Wut kenne ich zu gut. Ich habe sie als Motor genutzt um raus zu kommen. Du hast ja ganz klar was erkannt bei deinem Ex. Und ziehst deine Konsequenzen.

    Ich wünsche dir eine wunderbare Woche.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    ich will doch mal wieder was hier rein kritzeln...

    Es gab eine Zeit der Ruhe bei mir, dann kam wieder eine Zeit sehr vieler Termine (also für mich waren es sehr viele, für andere mag das "normal" sein), dann hatten wir noch die Enkelin eine Woche lang nachmittags und dann am WE über Nacht, die Sorge um die Eltern, die immer mehr abbauen es aber starrsinnig verleugnen, der Sohn, dem es nicht so gut geht gerade und und und... dazu noch ein Infekt und noch eine Infektion...

    Hui, das ist ja auch eine Menge :shock: . Und ich habe die ganze letzte Woche gebraucht, um wieder aus dem Loch zu kommen, in dem ich dann saß. Ich muss mir meine Energie gut einteilen! Das muss ich noch besser lernen. Sonst falle ich sofort in diese dunklen Löcher.

    Ja, das ist unter anderem der Tribut den ich zahlen muss. Dafür, dass ich immer gelacht habe, auch wenn mir zum Schreien zumute war. Dafür, dass ich Jahr um Jahr ausgehalten, durchgehalten habe. Mich auch noch wichtig und unersetzlich gefühlt habe. Dafür, dass ich dachte, ich mach's für die Kinder, für die Familie. Ich dachte nie: ich mach's nicht mehr, weil ich mir wichtig bin und es nicht mehr aushalte.

    Ich dachte, ich hätte es nicht besser verdient, das Leben wäre eben so und ich müsse mich eben nur mehr anstrengen. Über meine Grenzen gehen. Ständig. "Was machen Sie den gerne?", fragte mich meine Psychiaterin letzte Woche. Ich saß in meinem dunklen Loch und wusste es nicht... Sowas passiert immer noch wieder in diesen Momenten. Ich verliere mich dann irgendwie.

    Suff und Co, welche teuflische Mischung. Dazu kommt noch diese Exfamilie mit ihren diversen Störungen, sag ich mal so salopp. Ich habe immer die Zähne zusammen gebissen und gemacht. Immer über meine Grenzen hinweg funktioniert. Denn ich dachte das müsse so sein, damit ich geliebt werde, geachtet werde, als toll gelte. Welch grausamer Denkfehler. Fehlprogrammierung. Prägung und Persönlichkeit.

    Ich habe es geschafft da raus und es lief immer besser. Bis zum Tag X. Zuerst war der geliebte Job weg, dann starben meine Kleene und ihr Baby. Das hat die Sache dann sozusagen zum Überlaufen gebracht.

    Und nun? Nun lerne ich damit zu leben. Mich und meine Bedürfnisse wahr zu nehmen und zu achten. Ich konnte das schon besser, das war, bevor meine Tochter und der Kleine starben. Das hat mich wieder total umgeworfen, klar. Die alten Muster konnten durch diesen Schicksalsschlag wieder die Oberhand gewinnen.

    Was ist nun meine Konsequenz daraus? Ich lerne, mein Leben anzunehmen, wie es jetzt ist. Und ich möchte hier aufschreiben. Sagen, ihr Lieben, guckt genau hin! Wir haben unser Leben nur 1 Mal geschenkt bekommen. Es kann uns rasend schnell auch genommen werden, wer weiß das schon? Es lohnt sich hinzusehen. Sich selbst ernst zu nehmen. Nicht auszuhalten, durchzuhalten. Sondern zu sagen, jetzt ist meine Grenze erreicht und ich muss und will was ändern. Denn das Leben ist kostbar und will gelebt werden. In Ruhe und Glück, mit Schwierigkeiten zwar und Schicksalsschlägen, das gehört ja dazu.

    Aber ich muss mir nicht alles noch schwerer machen, indem ich in der Sucht fest klammer. Indem ich mich kaputt mache für ein Ziel, was illusorisch ist, für eine Hoffnung, die sich in den wenigsten Fällen erfüllt. Ich darf entscheiden, mich für mein Leben. Ich meine, ich kann mich auch für das Leiden entscheiden, das darf ich ja auch. Ich habe mich für das Leben entschieden, denn das macht Spaß.

    So, das war mein Wort zum Wochenanfang...

    Aurora

    Liebe Wildblume,

    na klar komme ich zum Lesen hier :lol::) , es ist interessant, was du schreibst und erinnert mich in vielem an mich selbst. Die Handarbeit schaffe ich auch so noch :wink: , der 3. Poncho für meine Enkelin ist in Arbeit. Sie ist Poncho-Verrückt :lol: .

    Das Buch liegt jetzt auch hier, ich lasse mir Zeit, es zu beginnen. Ich habe festgestellt im Laufe der Jahre, dass es bei mir von ganz alleine kommt, wenn ich dazu auch offen und bereit bin.

    Ich habe übrigens mit meinem Mann sehr großes Glück :D . Ich bin sehr dankbar dafür. Und doch begann es ähnlich wie bei dir mit der Chatbekanntschaft. Mein Mann ist ja auch hier Teilnehmer im Forum, ein trockener Alkoholiker, Dante. Er fragte mich damals, ob ich Lust hätte, ihn zu Veranstaltungen zu begleiten. Wir kommen ja aus derselben Stadt.

    Ich fühlte mich sehr geschmeichelt, dass er das fragte. Und doch war ich voller Angst. Was wollte der denn von mir? Ich sah auf Grund meiner Erfahrung in jedem Mann erst mal, dass der Das wollte von einer Frau. Dante aber wollte nur eine Begleiterin für Veranstaltungen. Ich sah erst mal viel mehr darin.

    Ich lernte ihn dann persönlich kennen und fand ihn sehr sympathisch. Es war angenehm, da war ein Mann, der sich für mich als Frau interessierte, aber nicht als S.exualobjekt. Das war neu. Und sehr angenehm. Hätte er aber Andeutungen gemacht, ich wäre bestimmt darauf eingegangen, weil es mir eben schmeichelte, dass jemand für mich überhaupt Interesse hatte. Das war für mich so etwas unglaublich Tolles, dass ich bereit gewesen wäre, mich bedingungslos gleich da herein zu geben.

    Er aber sah das gar nicht. Wir gingen also öfter gemeinsam aus, in die Oper, wir lieben beide klassische Musik, Ballett und so. Ich mochte ihn weiterhin sehr und genoss diese Dinge mit ihm. Danach war aber immer Funkstille von ihm aus. Und ich dachte dann, was ist das nun? Mag der mich oder mag der mich nicht? Ich empfinde viel für ihn, Freundschaft, Liebe war das da noch nicht. Das war mir klar, irgendwann. Ich war dann traurig, verwirrt. Und dachte, ok, dann mach ich jetzt hier mein Ding weiter, die Trennung vom Exmann, das war ja noch nicht ganz abgeschlossen. Ich begann, auf mich zu schauen und die Begegnungen mit ihm als besondere Zeiten zu sehen.

    Ich habe mich da richtig reinfallen lassen. Es war einfach schön. Und ich merkte ja auch, dass es ihm auch so ging. Aber danach - nix... So ging das 1 Jahr lang. In diesem Jahr konnte ich mich gut entwickeln. Zu mir kommen. Ein wenig heilen. Meine Co-Abhängigkeit begreifen lernen. Sicherer werden. Die gemeinsamen Ausflüge und guten Gespräche genießen.

    Und dann hat es bei mir aber "Zumm" gemacht :lol: . Und dann habe ich ihm beim Abschied eines schönen Abends einfach ein Küsschen auf die Wange gegeben. Und das war's. :D . Ich bin mit vielen Ängsten in diese neue Beziehung gegangen. Aber auch mit sehr viel mehr Bewusstsein als jemals zuvor. Denn ich wusste, was ich wollte und was nicht! Und ich wusste, dass ich das auch erreichen kann. Ich kannte, kenne meine Schwachstellen.

    Und Wildblümchen, da bist du auch gerade dabei! Dich zu entwickeln. Was aus dieser Chatbekanntschaft wird, wer weiß? Aber du erkennst da viel. Von deinen Mustern. Von deinen Bedürfnissen. Und von deinen Ängsten. Du wirst nie wieder so in eine Beziehung gehen, wie du das vorher immer getan hast. Du bist nicht mehr bei "Null". Du hast aus deinen Erfahrungen gelernt, lernst noch jeden Tag. Weil du offen dafür bist.

    Ich denke nicht, dass du zu blöd für etwas bist. Du bist ein Produkt deiner Geschichte. Und du bist dabei, das für dich als lebenswert zu gestalten, gestalten zu können. Das macht nicht jeder! Viele, die meisten bestimmt, lassen sich fallen, denken nicht nach und wundern sich nur, dass ihnen nichts gelingt, sie unglücklich sind. Das machst du ja aber nicht. Hast du dir das schon mal klar gemacht? Das ist doch toll!

    Juuuut, jetzt werde ich mal meinen Redeschwall hier beenden :lol:8) .

    Einen guten Tag dir und liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Neustart,

    als es im Laufe meiner ersten Ehe immer schlimmer mit dem Trinken meines Exmannes wurde, habe ich auch mit meinen Kindern geredet. Sie haben das ja mit bekommen. Meine Tochter wohnte damals schon nicht mehr zuhause sondern mit ihrem Partner zusammen. Mein Sohn war aber noch da. Die Kinder hat das sehr belastet, obwohl sie da dann schon erwachsen waren.

    Sie waren wütend auf ihren Vater und besorgt um mich. Ich begann dann ja auch, merklich mehr zu trinken. Meine Tochter war sehr klar und deutlich zum Vater und zu mir, der Sohn wurde immer aggressiver und versuchte, sich abzugrenzen. So gut das eben ging in einer Wohnung.

    Es gab dann eine Zeit, da habe ich mich bei meinem Sohn versucht auszuheulen. Der hat aber da schon auch Grenzen gesetzt und ich hab das zum Glück schnell gelassen. Denn das ist kein richtiger Ansatz. Als ich dann begann, mich mit dem Thema Alkoholismus und Co-Abhängigkeit zu beschäftigen, konnte ich auch anders mit den Kindern reden. Auf einer sachlicheren Ebene. Das war vor allem für meinen Sohn wichtig. Nach der Trennung versuchte ich noch mehr mit ihm zu reden, denn er hatte ja die totale Eskalation hautnah mit bekommen :( . Aber er machte da zu.

    Es ergaben und ergeben sich aber immer mal wieder Gelegenheiten, darüber zu reden, das Stopp-Zeichen setzte und setzt immer mein Sohn! Und ich akzeptiere das, denn es ist wichtig für unsere Vertrauensbasis. Ich habe meine Verarbeitung mit dem Thema, er darf seine Art der Verarbeitung auch haben. Ich versuche immer, nicht über den Vater schlecht zu reden, ihn schlecht zu machen. Denn es ist auch sein Vater. Und es tut weh, ihn zugrunde gehen zu sehen, denn das ist jetzt der Fall :( , ganz deutlich. Mir tut das übrigens auch irgendwo weh, geb ich ehrlich zu. Ich habe keinerlei Liebe mehr für diesen Mann und bin sehr, sehr glücklich neu verheiratet. Aber trotzdem tut mir dieser Mensch leid, den ich seit bald 35 Jahren kenne und der der Vater meiner Kinder ist.

    Und der sich tot säuft.

    Aber mir tut jeder irgendwo leid, der den Absprung nicht schafft. Soviel dazu.

    Zitat

    SIE entscheidet für sich und ich für mich.


    So ist das!

    Es ist eben nur wichtig, die Kinder im Auge zu haben. Das große wie das kleine. Gesprächsbereit zu sein und ehrlich. Vielleicht fällt dir ein, was du damals vermisst hast, gerne gehabt hättest. Vielleicht kannst du deinen Kindern das nun geben.

    Meine Kinder waren übrigens sehr froh, dass ich mich getrennt hatte. Einerseits waren sie traurig und hatten gehofft, ich gehe wieder zurück. Kinder wollen immer, dass die Eltern zusammen bleiben, egal, wie alt die Kinder sind. Andererseits sahen sie immer mehr, wie ich wieder lebendig wurde.

    Mein Sohn wohnt nun auch schon lange nicht mehr bei seinem Vater. Und hat inzwischen den Kontakt fast eingestellt. Meine Tochter lebt leider nicht mehr :cry: , aber mein Schwiegersohn hat auch den Kontakt eingestellt. Die sind aber eben alle erwachsen und können das selbst entscheiden. Meine Enkelin ist 7, sie hat inzwischen auch keinen Bock mehr auf Opa...

    So, Roman beendet :lol: .

    Viele Grüße
    Aurora

    Liebe Wildflower,

    danke für deinen Beitrag an mich. Ich glaube schon, dass ich verstehe, was du meinst. Ich habe es mal ähnlich empfunden und war erschrocken, wie schnell ich meine eigenen Bedürfnisse wieder hinten an stellte. Das war, als ich mit meinem jetzigen Mann zusammen kam. Auch da war ich auf dem besten Weg, mich gleich wieder abhängig zu machen.

    Mein Mann hat das aber gar nicht zugelassen, ich glaube, das war nicht mal bewusst bei ihm. Sondern er hat das aus eigenen Bedürfnissen auch für sich so gemacht und aus eigener Unsicherheit vor der Beziehung. Da kamen dann schon Grenzen, zuerst hat mich das irritiert, dann habe ich meine Chance darin gesehen. Inzwischen sind wir glücklich verheiratet :D .

    Das Buch werde ich mir heute bestellen! Ich bin gespannt. Zur Zeit mache ich ganz viel Handarbeiten und komme nicht so zum Lesen. Aber egal. Mir geht es sehr gut gerade! Die Depression scheint langsam in Auflösung zu sein.


    Zitat

    Für mich war diese Begegnung wichtig, denn ich habe gemerkt (aus dem Abstand heraus und jetzt, wo die Verliebtheitsbrille weg ist), dass das, was ich mir unter einer Liebesbeziehung vorgestellt habe, er mir gar nicht geben konnte und aber auch, dass ich das im Februar letzten Jahres gar nicht realisieren wollte, obwohl ich es doch schon ziemlich zu Beginn gemerkt habe, aber ich habe meine Wahrnehmung beiseite gewischt.

    Das ist gut, dass diese Begegnung dir vieles klar machen konnte. Dann hat sich das doch gelohnt! Dass du das am Anfang nicht so wahr nehmen konntest hat, glaub ich, nichts mit deiner fehlenden Wahrnehmung zu tun. Wenn du frisch verliebt bist, kommen bestimmte Hormone in Wallung und lassen alles rosarot sehen. Das ist ja nicht nur so ein Spruch, das ist tatsächlich so! Also mach dir keine Vorwürfe deswegen. Du hast ja nur so reagiert wie jeder Mensch, der sich gerade verliebt hat. Und nachdem die Hormone wieder in's Gleichgewicht gekommen sind, hast du deinen Wahrnehmungen sehr wohl getraut und selbstfürsorglich gehandelt. Dich zurück gezogen.

    Zitat

    Also, ich habe mich nicht ernst genommen, die sofortige Befriedigung meiner Bedürfnisse nahm zuviel Raum ein.

    Darum denke ich, du hast dich schon erst mal ernst genommen, indem du deine Bedürfnisse befriedigt hast...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Freya, ich bin gespannt, wann und was du schreiben wirst.
    Ich mag es auch, wenn dann so Feiertage vorbei sind, dass dann wieder ein "normaler" Rhythmus eingekehrt. Ich brauche das, es ist für mich wichtig, so einfach ein geregelter Alltag.
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    Und das ist jetzt bei uns wieder. Einfach geregelter Alltag soweit. Ich finde mich in mein neues Leben als nicht mehr Erwerbstätige mehr und mehr ein. Und ich finde mich ein wenig auch in mein Leben ein, das von der Diagnose "chronische Depression" überschattet ist. Wobei, überschattet hört sich so duster an, das ist es gerade nicht. Ich bin dabei, es anzunehmen und mich danach zu richten. Das erfordert schon ein Maß an Achtsamkeit für mich und meine Bedürfnisse. Und die alten Zensoren da in mir sind aber immer noch aktiv :? .

    Neuerdings habe ich aber ein Bild im Kopf. Ich rede ja immer von den Teufelchen, die mir was flüstern, das sind die alten Muster eben. Und nun habe ich ein Engelchen engagiert, das eine Keule hat. Und die kriegen die Teufelchen dann zu spüren :lol: . Ich kann für mich viel mit solchen Gedanken-Bildern anfangen, es erleichtert mir viel.

    Am Wochenende ist Enkelin-Zeit. Das wird schön :D .

    Aurora

    Hallo Neustart,

    die Kinder sind also bei ihrer Mutter. Und die trinkt ja doch oft sehr heftig, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Zitat

    Es ist, wie schon erwähnt, nicht so offensichtlich wie bei anderen, bei denen Gewalt und starker Alkoholismus alles zerstört und den Alltag bestimmt und auch der Co schon stark verändert ist.

    Gewalt physischer Art gab es damals bei uns auch nicht. Alkoholismus war es schon lange, wurde immer schlimmer, schleichend. Und ich weiß, dass meine Kinder das durchaus mitgekriegt haben. Kinder haben feine Antennen, das solltest du nicht unterschätzen. Als es bei mir damals mit meinem Ex eskalierte war mein Sohn schon Anfang 20. Und doch hat er genau so gelitten wie ich!

    Meine Enkelin sieht ihren Opa, meinen Exmann, sehr selten. Inzwischen hat mein Schwiegersohn den Kontakt ganz eingestellt, denn die Sauferei ist extrem geworden, leider. Trotzdem hat die Kleine, sie ist inzwischen 7, was mitbekommen. Wir trafen meinen Exmann vor längerer Zeit mal im Treppenhaus, er wohnt im gleichen Haus wie meine Eltern. Er kam vom Einkaufen. Seine Tasche war einen Minischlitz weit offen. Und was sagte meine Enkelin hinterher? "Oma, Opa hatte da Bierflaschen drin."
    Das hat sie gesehen. Soviel dazu, "mein Kind bekommt nix mit". Das ist Wunschdenken.

    Du denkst, deinen Kindern geht es gut. Vielleicht werden sie nicht viel sagen, denn sie wollen auch ihre Mutter schützen. Auch Kinder sind coabhängig! Sie entwickeln eine Solidarität und Fürsorge für den trinkenden Elternteil und übernehmen Aufgaben, die nicht Kinderaufgaben sind. Sie gehen nach und nach daran kaputt.

    Es gibt sehr viele EKAs hier, erwachsene Kinder von Alkoholikern. Sie haben es nicht leicht, mal gelinde ausgedrückt.

    Zitat

    Meine Kinder und ICH!

    Ja! Du hast da auch Verantwortung für die Beiden. Bitte schau da genau hin und unternimm etwas. Sie haben es verdient.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Neustart,

    erstmal herzlich willkommen hier!

    Zitat

    Obwohl ich denke, ich schaffe es nicht den Alkohol zu besiegen

    Da denkst du richtig! Du wirst es nicht schaffen, aktiv kann da nur deine Frau werden. Für dich ist es ein Kampf gegen Windmühlen.

    Morgenrot und JUF haben dir schon viel geschrieben, dem ich mich nur anschließen kann.

    Zitat

    Ich war ein Mal bei einer Al-anon Gruppe. Die Anwesenden hatten aber deutlich schwerere Fälle zu tragen

    Das ist so ganz typisch. Denn damit machst du dich und deine Probleme klein. Warum nur? Deine Dinge sind riesig für dich, scheinen erst mal kaum überwindbar. Aber sie sind doch schwer. Sehr schwer! Genau so schwer wie die Probleme von anderen Leuten, denn dein Leben ist doch nachhaltig davon betroffen und beeinträchtigt.

    Zitat

    Ich bin völlig durcheinander, verunsichert und es fällt mir schwer mich auf meine Arbeit zu konzentrieren.


    Das sagt doch schon eine Menge...

    Und was ist mit den Kindern? Wie alt sind sie denn? Und wo leben sie, bei dir oder bei deiner Frau?

    Du fragst

    Zitat

    Hast du einen ähnlichen Alkoholkonsum erlebt und es wurde wieder besser, auch dir als Co ging es wieder besser?

    Ich kann schon sagen, ich habe es ähnlich mit meinem Exmann erlebt. Und der Alkoholkonsum wurde immer mehr, die nüchternen Zeiten immer weniger. Und mir als Co ging es auch immer schlechter. So schlecht, dass ich null Lebensfreude mehr hatte...

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    das neue Jahr ist nun schon ein paar Tage alt. Am Anfang hatte ich wieder mit einer sehr starken Erschöpfung zu tun, die Feiertage waren ja doch auch anstrengend. Auch wenn es guter Stress war.

    Aber ich habe auf mich gehört und einfach ausgeruht. Nun geht es mir gut.

    Aurora