Beiträge von Aurora

    Hallo Mary,

    herzlich willkommen hier :D !
    Du hattest ja im Vorstellungsbereich schon kurz beschrieben, wie deine Lage ist. Im Vorstellungsbereich können die Menschen aus den offenen Forenbereichen nicht lesen. Darum wäre es toll, wenn du dich kurz hier auch ein wenig vorstellen könntest :) .

    Du schreibst von Schuldgefühlen. Ich kann das sehr, sehr gut verstehen. Ich hatte diese Schuldgefühle nämlich auch. Sie haben mich sehr lange Zeit festgehalten in meiner ersten Ehe. Und mein Exmann hat auch gut verstanden, mir immer wieder welche zu erzeugen.

    Aber ich habe dann was gelernt und erfahren. Diese Schuldgefühle sind überflüssig. Das hat mir dann geholfen, klarer zu sehen und mich letztendlich auch ablösen zu können. Von den Schuldgefühlen und vom Exmann...

    Hast du jemals deinem Mann die Flasche an den Hals gehalten und ihn zum Trinken gezwungen?
    Ist er nicht erwachsen und für seinen Gesundheitszustand bzw. für sein Wohlbefinden selbst verantwortlich?
    Hast du nicht ein Recht darauf, ein für dich lebenswertes Leben zu leben? Trotz deiner eigenen Krankheit oder gerade deswegen?

    Was war denn normal, noch vor ein paar Tagen?

    Vielleicht magst du auf meine Fragen antworten oder auch nur darüber ein wenig nachdenken. :)

    Liebe Grüße
    Aurora

    Huhu Elli,

    ich lese gerne Romane :wink: , also hau weiter in die Tasten, wenn dir danach ist!

    Diese Achterbahnfahrten der Gefühle kenne ich leider zu gut. Dieses Mitleid auch. Und die Momente, in denen er mal klar scheint und das Leben wieder nach Normalität aussieht.

    Am meisten hat mich das Mitleid damals fest gehalten, Schuldgefühle, die ich ihm gegenüber hatte. Mein Exmann konnte das auch gut, heulen, wenn er es brauchte. Und jammern und sich als Opfer der Umstände darstellen. Da drückte er auf die richtigen Knöpfe bei mir. Damit ich wieder wie gewohnt funktionierte.

    Hast du dich denn schon mal nach Wohnungen umgesehen? Einfach nur mal umgucken? Denn für mich liest es sich bei dir so, als wärst du bereit für eine Trennung, du schließt sie zumindest nicht aus.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo und willkommen m,

    starker Tobak das alles...

    Dass Alkoholkonsum in der Schwangerschaft äußerst gefährlich für das Kind ist, dürfte klar sein. Und wer weiß, ob der Arzt da wirklich Bescheid weiß über ihren Konsum. Höchstwahrscheinlich nicht.

    Bei deiner Freundin wirst du nichts machen können. Du kannst niemanden zum Aufhören zwingen gewissermaßen. Du kannst in Momenten, wo sie nüchtern erscheint, mit ihr reden. Aber ob das was bringt?

    An sie ran kommen kannst du nur, wenn sie dich rankommen lässt.

    Das ist echt verzwickt und vor allem für das unschuldige ungeborene Kind dramatisch. Ich bin da echt ratlos.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Clärchen, ob sich meine bald-ex-Chefs Gedanken machen... ick weeß nich. Aber du hast Recht, es kann mir wurscht sein :wink: .
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    Der Urlaub ist rum, wir hatten für 14 Tage Büsum heimgesucht, für 10 Tage war auch noch unsere Enkelin dabei, die Dante mit dem Zug nachgeholt hatte. Das Wetter war super, ein rundum gelungener Urlaub. Kein Vergleich zu Urlauben, die ich mal hatte. Auch in Büsum, denn ich war nicht das erste Mal da. Ich habe mich da schon auch erinnert, an das Eine oder Andere... Und es fühlt sich doch gut an, dass es jetzt nicht mehr so ist. Ich hatte auch viele Erinnerungen dort an meine Tochter. Und das war diesmal sehr schön, es hat nicht so geschmerzt. Es war eher so, dass diese Erinnerungen schön waren, weil wir diese Zeit zusammen haben durften.

    Nun bummel ich noch Überstunden ab und nächste Woche geht es dann los mit dem neuen Job. Ich war letzte Woche schon mal dort gucken, denn ich weiß jetzt, in welche Filiale ich komme. Ich hatte erst mal einen guten Eindruck und hoffe, dass der auch so bleibt. Denn ich habe nicht die Kraft und Lust, nun dauernd Veränderungen zu haben. Aber andererseits ist es eben manchmal nicht anders möglich. Weil Verharren auch unendlich Kraft kostet, mehr noch, als Veränderungen...

    Die letzten 8 Jahre waren so viele Veränderungen, ich habe da aber auch langsam Übung :wink: . Hatte ich all die Jahrzehnte davor Angst, was Neues zu beginnen, beginnen zu müssen, habe ich nun erfahren, dass das zwar nicht immer leicht ist und auch die Angst davor noch da ist. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es durchaus machbar ist, sich zu verändern. Dass es nicht immer von Vorteil sein muss, aber dass es mich auf alle Fälle weiter bringt. Und dass ich jederzeit immer wieder verändern kann, darf und auch soll, wenn etwas für mich nicht passt.

    Ich leb ja nur einmal, und da möchte ich dann schon auch was von haben :wink: .

    Aurora

    Hallo,

    Schnurzelchen hat sich abgemeldet, schade.

    Ich möchte aber dir, liebe Zimttee, hier etwas schreiben, was mich seit gestern Abend, als ich es las, beschäftigt hat. Denn es steht hier im offenen Bereich und kann von jedem gelesen werden.

    Du schreibst:

    Zitat

    Du tust ihm nicht weh, sondern du triggerst ihn möglicherweise bzw sorgst im schlimmsten Fall für einen Rückfall. Das sind ganz andere Dimensionen.

    Niemand sorgt für einen Rückfall als derjenige Süchtige selbst! Das ist mir sehr wichtig, das zu sagen! Denn in meiner ersten Ehe mit dem nassen Alkoholiker wurde immer bzw. sehr, sehr oft ich als Sündenbock für seinen Konsum gemacht. Das hat mir Schuldgefühle gemacht, die ich jetzt noch teilweise bruchstückhaft mit mir rumschleppe. Obwohl ich es inzwischen besser weiß. An einem Rückfall bzw. am Saufen ist niemand schuld, das ist immer eine Entscheidung des Alkoholikers selbst!

    Wenn es den trocken werdenden bzw. trocken lebenden Alkoholiker stört, wenn andere Menschen in seiner Gegenwart trinken, dann muss er selbst dafür sorgen, dass sich das ändert. In einer Beziehung geht das meiner Meinung nach dadurch, dass offene und ehrliche Gespräche geführt werden. Dass dann gegenseitige Rücksichtnahme statt findet. Dass ich als Angehörige eben meinen Partner ernst in seiner Krankheit nehme und nicht trinke, wenn er meint, er würde dadurch getriggert werden.

    Ich bin seit 7 Jahren mit Dante zusammen. Und immer wieder zwischendurch führen wir auch darüber Gespräche. Und nehmen uns gegenseitig ernst damit. Und das ist, finde ich, die wichtigste Grundlage in Beziehungen zwischen Coabhängigern und Alkoholikern.

    Aurora

    Hallo Schnurzelchen,

    herzlich willkommen hier im Forum!

    Ich bin mit einem trockenen Alkoholiker verheiratet und trinke auch keinen Alkohol mehr seit 7 Jahren. So lange sind wir zusammen.

    Auch wir hatten dieses Thema. Am Anfang unserer Beziehung. Jetzt ist es tatsächlich so, dass es für mich selbstverständlich ist, keinen Alkohol zu trinken. Am Anfang tat ich das aus Respekt vor ihm und seiner Krankheit. Und um ihm eben auch "nicht weh zu tun".

    Wir haben damals dann ganz offen darüber geredet und er sagte mir, er könne mir das ja nicht verbieten. Und er wolle das auch gar nicht. Tabu ist Alkohol in unserer Wohnung, was ich aber außerhalb mache liegt in meiner Verantwortung.

    Er würde es schlimm finden, wenn ich volltrunken rumtorkeln würde, mich besaufen würde. Wenn ich aber Lust auf ein Glas habe, wenn ich mit meinen Freundinnen unterwegs bin, wäre das doch ok.

    Ich habe mich entschieden, es dann ganz bleiben zu lassen. Für mich ist es aber auch Selbstschutz, denn während meiner ersten Ehe mit einem nassen Alkoholiker war ich schon selbst sehr nahe an der Sucht. Und habe viel zu viel getrunken. Darum ist es für mich eben so, dass ich von Anfang an, seit wir zusammen sind, abstinent lebe.

    Meine Freundin aber sieht das für sich und ihren trockenen Mann ganz anders. Sie trinkt ab und an ihr "Weinchen" maßvoll auch vor seinen Augen. Für die beiden ist das anscheinend ok so.

    Darum glaube ich, es gibt keine Patentlösung. Es muss so sein, dass es für euch beide stimmig ist. Und darum ist es ganz wichtig, da ganz offen und ehrlich miteinander drüber zu reden und zu tolerieren, was der andere empfindet zu diesem Thema. Dass ihr euch gegenseitig ernst nehmt und auf Augenhöhe darüber redet.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Bele,

    herzlich willkommen hier!

    Wenn du erst mal nur lesend hier unterwegs sein möchtest ist das doch völlig ok, dann mach das. Das kann ja schon auch eine Menge bewegen, zu lesen, dass es anderen Leuten ähnlich ging und geht. Und was sie machen dagegen, was sie geschrieben kriegen von anderen hier.

    Ich würde mich aber auch freuen, wenn du dich nach und nach doch traust auch mal "piep" zu machen. Am Anfang ist mir das auch schwer gefallen. Was zu schreiben. Aber als ich dann los legte, kam es wie ein Wasserfall alles aus mir raus. Und das hat auch gut getan.

    Mach einfach so, wie es sich für dich gut anfühlt.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Clärchen, ach ja, es ist jetzt besser, viiieeel besser bei mir. Und ja, Hilfe anzunehmen ist schwer...naber nicht unmöglich. Nicht mehr!
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    Und ja, der alte Job war für mich nur noch Last. Und darum habe ich mich umgesehen und siehe da, jetzt habe ich einen neuen Job :shock::D . Am 1.9. geht es los. Ich bin gespannt. Meine Chefs jetzt waren not amused als sie das hörten. Aber mir geht es jetzt mit einer Entscheidung zu kündigen viel besser. Und - ich verdiene mehr, habe mehr Urlaub...

    Aurora

    Hallo Lumih,

    und auch hier im offenen Forumsbereich herzlich willkommen :) .

    Ja, willkommen im Club gewissermaßen, es stimmt schon, die Geschichten ähneln sich alle irgendwie sehr. Es ging mir damals, als ich hier aufschlug, ganz genau so wie dir. Ich fand mich in allen Lebensgeschichten irgendwie wieder. Aber da wusste ich dann auch, dass hier endlich mal jemand war, der mich auch verstehen konnte.

    Dein Zwiespalt jetzt ist doch ganz normal. Du hast dir ein gemeinsames Leben vorgestellt mit diesem Mann, du hast Hoffnungen und Wünsche gehabt. Das nun aufzugeben fällt doch nicht leicht. Aber ich finde, deine Denkweise ist sehr vernünftig. Denn ein glückliches und zufriedenes Leben wirst du mit einem nassen Alkoholiker nicht führen können. Ein ausgefülltes Leben schon, aber es wird ausgefüllt sein mit Kummer und Schmerz,. mit Verachtung und Wut, mit Erschöpfung, Mutlosigkeit und Selbstaufgabe. Nee, lass mal gut sein, dazu ist das Leben, dein Leben, einfach zu kostbar.

    Deine Wut auf dich selbst kann ich gut nachvollziehen. Denn die hatte ich damals auch. Ich habe mich erst nach 26 Ehejahren trennen können, da waren dann ja auch Kinder mit im Spiel und so weiter. Zerplatzte Lebensträume. Aber auch viele, viele Jahre von schlechten Zeiten.

    Das ist schwer, da auszusteigen, ganz klar. Du musst nun aber auch nicht wütend auf dich selbst sein. Du hast ja so gelebt, es so gemacht, wie du es als gut und richtig empfunden hast. Das ist nun nicht mehr zu ändern. Aber es ist doch auch super, dass du jetzt einen Schlussstrich ziehen willst. Weil es für dich einfach nicht mehr passt. Und das ist dein gutes Recht!

    Was er dann daraus macht ist seine Sache. Wie Martin das schon schrieb, er alleine kann und darf entscheiden, wann er das Saufen aufhört. Ob das sein Untergang ist, wenn du dich trennst? Bitte schiebe das mal schnell beiseite! Dieser Gedanke hat mich lange Zeit an meinem Exmann fest gehalten. Ich habe das auch noch von meinem Umfeld teilweise zu hören gekriegt... Nee, ganz ehrlich, er ist erwachsen und muss selbst sehen, was er aus seinem Leben macht. Es gibt sehr viele Anlaufstellen für Alkoholiker, er muss sie nur nutzen. Wenn er denn will. Tut er das nicht, wird er sowieso untergehen. Denn Alkohol ist ein Nervengift und saufen ist Selbstmord auf Raten. Mal ganz klar gesagt. Da hast du null Einfluss drauf.

    Blöd ist das nun mit der Wohnung. Da kann ich dir nichts raten. Wenn ihr da vertraglich verpflichtet seid. Aber vielleicht gibt es ja Stellen, die darüber Bescheid wissen. Ich gucke sowas immer auch erst mal im Internet nach. Information ist immer gut!

    Ich wünsche dir ein gutes Wochenende und fröhliches Schwitzen :wink:
    und viele Grüße
    Aurora

    Hallo Ko,

    ja, wie konntest du so viele Jahre lang blind sein...

    Ich habe mich das damals auch oft gefragt, war richtig wütend auch auf mich. Ich glaube, diese Blindheit ist ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren, die uns eben haben coabhängig werden lassen.

    Gestern ist nun gegessen und nicht mehr zu ändern. Aber dein Heute kannst du in deine Richtung lenken. Damit das Morgen besser wird. Und das tust du ja. Das ist das, was zählt.

    Zitat

    Wenn er am Boden zerstört vor mir stand und beteuert hat, dass er es ändern wird.

    Ja, auch das habe ich ähnlich erlebt. Heute glaube ich, mein Exmann hat das nicht immer bewusst gemacht um mich zu manipulieren. Sondern weil er in diesem Moment wirklich so gedacht und gefühlt hat. Das ist aber nur meine Spekulation.

    Wie dem auch sei, ich wünsche dir eine gute Nacht
    Aurora

    Hallo Ko,

    ich freue mich auch auf dich im geschlossenen Bereich :) !
    Ich hoffe, es hat geklappt mit der Anmeldung.

    Mut ist gut, Wut ist auch gut... Denn Wut ist da dann ein guter Antreiber. Du durchschaust ja nun auch sehr gut die Muster, die da ablaufen. Bei ihm ja auch. Und das ist eine gute Sache, Dinge die ich erkenne, kann ich auch verstehen und verändern.

    Ich kenne das von mir gut. So Muster laufen ja erst mal automatisch ab. Es gibt Situationen, da merke ich eben Unbehagen oder Wut oder so. Dann denke ich, upps... und gucke da hin und siehe da, ein altes Muster. Dann verstehe ich mein Unbehagen und kann was dagegen machen.

    Die Traurigkeit gehört dazu. Du erkennst doch, was da abgegangen ist die ganzen Jahre. Das macht auch traurig. Aber sieh es doch mal so, du hast dir doch nicht was Böses dabei gedacht. Du hast so gelebt, wie du es in dem Moment immer für dich für richtig empfunden hast. Jetzt bist du ja in der Lage, es anders zu machen. Und das ist doch toll! Traurigkeit gehört dazu, aber du darfst auch stolz auf dich sein, dass du nun was anders machen wirst.

    Ich wünsche dir einen guten Arbeitstag heute. Ich "darf" auch noch... :? .
    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo portugalbaby,

    was ist richtig, was falsch... Ich kenne es von mir, ich möchte doch keine Fehler machen :oops: . Und doch machen Menschen Fehler und das ist normal und auch gut so. Denn aus Fehlern lerne ich ja auch was.

    Ich finde es nicht falsch, wenn du mit ihm gegangen bist. Um zu gucken. Du bist ja aus freien Stücken mitgegangen, vielleicht aus Neugierde. Das ist doch nicht falsch sondern menschlich. Und wenn ich es recht verstehe ist er ja auch freiwillig da gewesen. Oder hast du ihn dazu überredet? Das Überreden, Aufzwängen von solchen Dingen ist es doch, was Co ist. Finde ich. Nicht eine freiwillige Entscheidung beiderseits.

    Eine gute Beziehung kann bestimmt einen trocken werdenden Alkoholiker unterstützen. Warum denn nicht? Wichtig ist es doch, dass eben alles aus freien Stücken passiert. Dass auch der Angehörige beginnt was zu verändern. Nicht mehr nur zu lauern, was der Alki nun macht, ihn zu zwingen, zu drängen, ihn aller Selbstverantwortung zu entheben.

    Jeder sollte seinen eigenen Weg beginnen. Jeder für sich selbstständig werden und selbstbestimmt. Das bedeutet nicht, dass das ein Aus für die Beziehung ist! Im Gegenteil! Das ist ja erst Beziehung, finde ich.

    Und ob nun eine Beziehung gut wird oder nicht, ob sie bis zur Goldenen Hochzeit hält oder nur für 2 Jahre... wer weiß das schon. Das Jetzt zählt. Und wenn du als Angehörige, Coabhängige, nun auch beginnst für dich was zu machen, wenn du diese Co-Muster erkennst und achtsam bist damit, dann wirst du im Falle des Falles auch einen Schlussstrich ziehen können. Glaube ich.

    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende
    Aurora

    Hallo cornelli,

    welcome back. Ich denke, ich kenne dich noch von damals. Auch wenn dein Nick da ein anderer war.

    Ich finde es gut, dass du wieder hergefunden hast und nun wieder einen neuen Anfang machst!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo portugalbaby,

    ich habe ja auch einen trockenen Alkoholiker, meinen Mann. Es ist nicht mein Exmann, mit dem ich ja lange Jahre in dieser Suchtbeziehung gelebt habe. Ich habe Dante trocken kennen gelernt. Und ich kann mich im vollen Umfang da Sunshines Beitrag anschließen!

    Ich musste mich auch verändern, weiter entwickeln. Mein Mann würde solche Co-Glucke nicht vertragen obwohl er es schon mag, umsorgt zu werden. Aber anders als wie ich es bei meinem Ex gemacht habe. Eben so, dass er trotzdem er bleiben darf :wink: , ein erwachsener Mann eben.

    Ich habe am Anfang schon auch Ängste gehabt. Und manches Ding hat bei mir getriggert, mich an das Saufen meines Exmannes erinnert. Einmal z.B. habe ich hinter den Büchern was blitzen gesehen. Und sofort habe ich im Kopf gehabt, dass da eine Flasche steht. Weil mein Exmann seine Flaschen immer hinter den Büchern versteckt hatte. Ich hatte schlotternde Knie. Obwohl Dante, also mein Mann, nicht trinkt. Ich merke schon auch einen Unterschied, wie Dante mit sich und seinem Leben umgeht und wie das mein Exmann macht. Der inzwischen wieder an der Pulle hängt... Ja und das, was da geblinkt hatte war ein Lesezeichen...

    Ich merke wie ernst Dante es ist, weiterhin trocken und zufrieden leben zu können. Wie er mit sich selbst achtsam umgeht. Darum konnte ich mich da auf eine Beziehung einlassen. Würde er wieder trinken wäre ich am Boden zerstört, ich weiß aber, dass ich nie wieder eine Beziehung mit einem nassen Alkoholiker führen werde und würde! Ich habe einfach Vertrauen. In ihn, in seine Entscheidungen.

    Und ich habe auch Vertrauen in mich. Ich bin auch eine eigene Persönlichkeit inzwischen. Ich weiß, dass ich auch alleine existieren kann. Ich merke wie wohltuend es ist, eine Beziehung zu haben, die auf gegenseitiger Achtung basiert. Auf Liebe und Vertrauen. Auf Eigenständigkeit auch. Dass wir eben zwei eigenständige Menschen auch sind. Und uns auch so sein lassen können, mit all unseren Ecken und Kanten auch.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Ko,

    hui stimmt, Co2003 sagt es ja schon, lange nix mehr gehört. Das ist hoffentlich ein gutes Zeichen.

    Zitat

    Übergib ihm die Verantwortung für sich selbst, mach es ihm nicht bequem, sondern Dir und Deinen Kindern. Du hast es verdient. Glaube daran und bewege etwas.

    Dem stimme ich 100%ig zu!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    so, die Erkältung ist vorbei. Und ich bin auch aus dieser Depression wieder raus, in der ich schon wieder war :? .

    Für meine Arbeitswelt, mein Arbeitsleben habe ich Entscheidungen für mich treffen können. Damit geht es mir jetzt erst mal sehr gut!

    Ich merke, dass ich bestimmten Belastungen einfach nicht mehr gewachsen bin. Wenn es zu viel wird drehe ich ab. Das ist so. Ich habe aber Hilfe! Das ist auch was, was ich früher nicht konnte und hatte. Hilfe. Ich hätte ja dann zugeben müssen, dass ich schwach bin. Nicht perfekt. Sondern fehlerhaft, gewissermaßen.

    Eine große und liebste Hilfe ist mein Mann. Wie gut, in einer Beziehung zu leben, die nicht vom Suff diktiert wird. Sondern von Leben und Lieben und Lachen oder auch Weinen.

    Ich habe die Forumsgemeinschaft hier, da habe ich viele liebe Menschen, liebe Freunde, die mich unterstützen und mir auch Wahrheiten vor die Nase halten. Die mich aber auch pushen.

    Ich habe Ärzte die mir helfen, wenn ich es brauche.

    Hui, wie gut. Nicht mehr alleine rumpaddeln zu müssen, immer im Kreis. Sondern aktiv sein zu können für mich. Ich brauch ja nur zuzugreifen. Ich darf um Hilfe bitten, ich darf sie annehmen. Ich darf auch verändern. Und Grenzen setzen.

    Aurora