Beiträge von Aurora

    Hallo releaseme,

    ich hab mir damals auf Anraten meiner Therapeutin eine Art Feindbild aufgebaut. Das mir bewusst machte dass es viele, viele Gründe gegeben hatte, warum ich mich getrennt habe. Das hat mir sehr geholfen, mich immer wieder in mein neues Leben zu bringen. Und meine Schuldgefühle ihm gegenüber zu beruhigen und abzuschalten.

    Ein Anwalt ist wirklich sehr wichtig. Ob auch das Einschalten des Jugendamtes hilfreich sein kann, weiß ich nicht aus eigener Erfahrung. Ich hatte das damals nicht gebraucht weil meine Kinder schon erwachsen waren. Aber es gibt hier viele Cos, die damit Erfahrungen gesammelt haben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    ein neues Jahr hat angefangen. Ich hab gerade mal in meinem Fädchen bisschen bei meinen Anfängen hier gelesen und es ist wie immer erstaunlich und gut, was sich da für mich alles geändert hat. Positiv geändert hat.

    Das habe ich am 29. Dezember 2009 geschrieben, 2 Jahre nach der Trennung vom ersten Mann...

    Ich habe immer Rückschauen gehalten, all die vielen Jahre. Immer um diese Jahreszeit, ist ja klar. Immer waren es Rückschauen mit Schmerz, mit dem Gedanken, es war soooo schlimm, es muss doch mal besser werden. Ich muss mich halt noch mehr anstrengen...

    Es wurde endlich besser, nämlich ab dann, als ich dachte, es wird jetzt besser werden, weil ich es anders nicht mehr will. Weil ich jetzt endlich leben möchte, leben will. Und lachen und lieben. Ich habe einmal diese wunderbare Chance bekommen, zu leben, ein Mensch, eine Frau zu sein, hier auf dieser Welt. Und ich will, verdammt noch mal, auch was davon haben! Und zwar was Angenehmes, nicht immer nur Kummer und Rumgeheule. Und Zwang und Angst. Und Druck und Ärger. Und Suff.

    Mein Leben nach meiner ersten Ehe war und ist auch nicht immer nur reine Glückseligkeit. Aber es ist selbstbestimmt, frei und offen. Es war und ist auch voller Hürden, Schmerz und Verlust. Aber es ist auch voller Liebe, Lachen, Lebenslust. Trotz allem. Leben eben.

    Ich kann's nur empfehlen. Entscheidungen zu treffen und zu handeln.

    Ich wünsche allen, die hier vorbeischneien ein gutes neues Jahr.

    Aurora

    Hallo releaseme,

    release me - lass mich frei, das macht er nicht. Er versucht immer wieder, dich festzuhalten. Du bist dabei in der passiven Rolle.

    I free myself - ich befrei mich selbst. Da bist du gerade dabei. Das ist aktiv. Das ist ein Unterschied und das wird dich weiterbringen. Ich wünsche dir dafür weiterhin viel Mut. Du schaffst das, hast es schon ein ganzes Stück geschafft, du hast schon ganz viele Schritte gemacht.

    Und die einen Anwalt zu suchen ist ein nächster wichtiger Schritt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo lumen,

    darüber nachgedacht hat mein erster Mann auch oft. Immer, wenn er gemerkt hat, dass ich entschlossener wurde für mich was zu ändern aber auch, wenn es ihm gesundheitlich schlecht ging. Und weil ich ja immer sehr hilfsbereit bin dachte ich, jetzt ergreife ich die Gelegenheit und mache für ihn damit er es auch wirklich angeht. Und er saß da...Wie bequem für ihn, " lass die Alte mal machen, dann hat sie was zu tun und ich hab meine Ruhe".

    Ich hab geredet und geredet, mich informiert oder ihm Flyer etc hingelegt. Adressen rausgesucht. Dann hatte er wieder Ausreden, warum es jetzt gerade für ihn doch nicht ging und er hat weitergetrunken.

    So wie ich es hier immer wieder bei den Alkoholikern lese ist die größte Erfolgschance, was zu ändern, gewesen, dass sie von sich aus alleine die Verantwortung für sich übernommen haben, alle Schritte von sich aus gemacht haben. Selbstbestimmt ihre Krankheit ernstgenommen haben und sich Hilfe gesucht haben.

    Na ja inzwischen denkt er wohl schon drüber nach in Entzug zu gehen möchte allerdings das ich ihm helfe das zu organisieren. Und da frage ich mich schon ob das richtig ist

    Tja, ob das richtig ist... Ich hab die meine eigenen Erfahrungen dazu geschrieben. Die Entscheidung darüber, was du nun für dich selbst machst, kann ich dir nicht abnehmen. Genauso wie er kannst nur du alleine die Verantwortung für dein eigenes Lebensglück übernehmen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und herzlich willkommen matze,

    ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Mit einer Ausnahme, bitte schreibe die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet sind. ( erkennbar an den noch roten Nicknamen)

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Findus,

    eine Trennung, etwas Loslassen, das macht Angst. Na klar, denn es können halt Dinge passieren, die nicht angenehm sind.

    Aber es stellt sich doch die Frage, was unangenehmer ist. Denn die jetzige Situation ist ja auch nicht schön. Was können denn für Konsequenzen passieren? Oft reicht es schon, einfach mal zu überlegen, was schlimmstenfalls passieren könnte. Und oft ist es dann garnicht mehr so bedrohlich.

    Ich hab auch Angst gehabt. Davor, dass ich finanziell nicht über die Runden kommen würde, dass ich ihn zurücklasse und er einsam wäre, was die Leute von mir denken könnten. Und ich war traurig, dass ich meine schöne Wohnung verlassen würde.

    Aber alles hat besser geklappt als ich dachte, nach und nach. Und das Gefühl von Ruhe und Frieden in mir wurde immer größer. Und ja, es gab Auseinandersetzungen wegen aller möglichen Dinge aber das ging auch vorbei.

    Das Zusammenleben mit einem Abhängigen war unglaublich anstrengender und unangenehmer als das, was ich an Gefühlen bei der Trennung hatte.

    Hab mich in mein Zimmer verkrümelt. Wie so oft.

    Ist dir bewusst, wie stark du dich einschränkst damit?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    Hartmut ,

    Co-Abhängigkeit ist nicht einmal als eigenständige Krankheit in den Diagnosesystemen anerkannt. Sie gilt eher als Beziehungsstörung oder als Verhaltensmuster. Aber hilft mir dieses Wissen wirklich dabei, mein Leid zu lindern? Oder erklärt es einfach nur, warum es da ist.

    Ja, mir hilft das denn ich habe mich nie als krank oder cosüchtig empfunden. Dieses Wissen hilft mir zu erkennen, dass ich mit meinen Gefühlen immer richtig gelegen habe.

    Ich hab mich schon längst aus der damaligen Coabhängigkeit lösen können. Trotzdem geben mir diese neuen Erkenntnisse nochmal ein gutes Gefühl, eine Erklärung. Weil ich jetzt noch besser verstehe, was da eigentlich passiert ist und welche Dynamik dahinter stand.

    Ich weiß aber auch nicht, warum es so abwegig sein soll, dass es bei Co-Abhängigen auch Wahrnehmungsverzerrungen gibt.

    Natürlich gab es in meine aktiven Zeit Wahrnehmungsverzerrungen. Meine Wahrnehmungen wurden ja ständig verdreht. Und da ich eher ein äußerst unsicherer Mensch war ( zum Glück ist das besser geworden und ich bin sicherer geworden), hat mich das völlig verdreht, mich völlig verunsichert und irgendwann auch geängstigt.

    Nach der Trennung hatte ich mir einen kleinen Fotoapparat gekauft. Und viele Fotos gemacht. Unbewusst habe ich damit meine Wahrnehmungen wieder mehr und mehr gestärkt, damit es gute Bilder wurden. Und ich hab sie Menschen gezeigt und die haben meine Bilder als sehr gut empfunden und dass ich ein gutes Auge hätte.

    Das hat mir geholfen, meinen Wahrnehmungen wieder mehr und mehr zu vertrauen.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo lumen,

    na klar gibt es Unterstützung in Selbsthilfegruppen und wir sind ja hier eine. Eben online und nicht " Auge in Auge".

    Es gibt natürlich auch Gruppen, die sich treffen. Das kannst du googeln, was da bei dir in der Nähe ist bzw was gut erreichbar für dich ist. Alle bekannten Organisationen bieten auch Angehörigengruppen an.

    Diese Gruppen treffen sich ca 1 mal in der Woche, einige auch nur 2 mal im Monat, das ist unterschiedlich. Hier kannst du dich 24/7 austauschen...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo lumen,

    das ist ja das Ding, jeder Kontakt reißt alles wieder auf und gibt ihm die Möglichkeit, deine Hilfsbereitschaft und deine Gefühle für ihn wieder zu aktivieren. Er bedient praktisch deine Co-Seite.

    Innerlich habe ich das Gegühl es zerreißt mich

    Und du hängst wieder drin, machst dir Gedanken. Und kannst doch nichts ändern.

    Ich brauche aber definitiv Abstand auch wenn es mir sehr schwerfällt ihn so zu sehen

    Abstand ist das beste Mittel. Und zwar deshalb WEIL es dir schwerfällt ihn so zu sehen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo lumen,

    du musst nicht in ständiger Bereitschaft sein, wenn er auf die Idee kommt, dass er JETZT seine Sachen braucht. Du musst sie aufbewahren und kannst ihm mitteilen, dass er sie innerhalb einer, von dir festgesetzten, Frist abholen soll. Oder aber wenn er seine Sachen abholen will kannst du den Termin bestimmen, wann er sie holen kann.

    Als mein erster Mann damals anfing mit Beschuldigungen und so, hab ich mich zuerst auch ständig gerechtfertigt, versucht, mit ihm zu reden. Aber aus jedem Gespräch hat er mir was Neues gedreht, womit er mich fertig machen konnte.

    Darum habe ich, wenn es losging, das Gespräch sofort beendet. Indem ich den Raum verlassen habe, den Telefonhörer aufgelegt habe oder laut " Stopp" gesagt habe. Aber wenn es nichts mehr zu regeln oder sonstwas gibt ist das Beste, den Kontakt zu blockieren. Und zwar auf allen Kanälen. Was anderes bringt nichts, aus meiner Erfahrung.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Brigitte, herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe,

    und boah, ich bin bisschen erschlagen gerade von deinem Text. Aber ich weiß wie es ist wenn ein Punkt erreicht ist und es rausplatzt wie eine Bombe.

    Also alles erstmal okay, dass du es rausgelassen hast.

    Wenn du dich austauschen möchtest, kannst du dich hier https://alkoholiker-forum.de/bewerben/ bewerben. Klick den Link einfach an und bitte kurz um Freischaltung. Danach ist dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Ich habe eine Bitte. Verzichte auf diese vielen Emojis, wenn du dich hier austauschst. Ich verstehe, dass sie nochmal ausdrücken sollen, was in dir vorgeht. Aber es ist einfach zu viel und passt nicht zu diesem Austausch, der hier stattfindet. Danke für dein Verständnis.

    Und jetzt also: Link anklicken und loslegen und Lösungen finden.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen zu später Stunde, BessereZeiten,

    ich freu mich, dass du dich nach 2 Jahren des Mitlesens nun auch hier anmeldest. Und dass die vielen Geschichten von uns Cos dir Mut gemacht haben selbst aktiv zu werden, ist super.

    Du bist ja quasi auf dem Sprung, raus aus der Beziehung. Dass er nochmal alle Register zieht, Vorwürfe und Beleidigungen macht, gehört leider oft bei Trennungen dazu. Wenn es ernst wird.

    Für die Bewerbung zum Austausch klick einfach auf diesen Link: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Schreib kurz, dass du im Freischaltung bittest. Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora