Hallo Ko,
huhu, wo bist du?
Bist du im Weihnachtstrubel?
Viele Grüße
Aurora
Hallo Ko,
huhu, wo bist du?
Bist du im Weihnachtstrubel?
Viele Grüße
Aurora
Hallo Babe,
ZitatWas muss ich denn tun, dass ich sehe, wenn mir jemand in meinem eigenen Faden antwortet? Ich seh das immer nur per Zufall... :O
Unter dem Fenster, in das du deinen Beitrag schreibst, gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein Häkchen zu setzen. Eine ist "benachrichtigt mich, wenn eine Antwort geschrieben wurde".
Häkchen da setzen und schwups, schon kriegste 'ne Benachrichtigung.
ZitatAber warum sollte ich nicht wie andere auch, meinen Senf dazugeben dürfen? Vermutlich, weil ich mir hier im Forum meine "Sporen" noch nicht verdient habe... Hmm...
Nee, das ist Quatsch! Natürlich kannst du deinen "Senf" dazu geben, wenn du meinst, du möchtest was zu einem Thema sagen. Aber hier sind eben sehr viele Leute unterwegs. Und du musst eben auch mit Gegenwind dann rechnen. Klar. Überheblich empfindest du manche Beiträge? Na ja, es ist natürlich schwierig, beim geschriebenen Wortwechsel fehlt natürlich immer auch Gestik und Mimik. Das Direkte. Dadurch kann schon so Manches anders ankommen. Andererseits ist es auch immer eine Sache des Empfängers, wie es bei ihm ankommt. Ich kann dir nur sagen, auch mich pieksen Beiträge an, nicht immer lässt mich was kalt. Und genau wenn es so ist, dann denke ich besonders drüber nach, warum das so ist. Es hat so gut wie immer auch dann was mit mir zu tun. Warum das dann so ist.
ZitatZimttee :
ich hatte Deine Frage, warum mich hauptsächlich trinkende Männer anziehen, einfach überlesen, sorry!
Ich bin da auch schon in mich gegangen, aber nicht wirklich dahinter gekommen, woran's liegen mag...
Vielleicht weil mein Vater viel getrunken hat, als ich klein war und nie für mich ansprechbar war
Das ist ein guter Ansatzpunkt! Menschen entwickeln Muster. Und wenn du mit einem trinkenden Vater aufgewachsen bist, ziehen dich trinkende Männer eventuell an, weil sie einfach eine altbekannte Situation darstellen, ein bekanntes Muster in dir anrühren. Unbewusst fühlst du dich da hingezogen, weil es so vertraut ist. Egal, ob es dir gut tut oder nicht.
Das zu erkennen ist schon mal die halbe Miete. Wenn du ein Muster erkennst, kannst du auch lernen, damit umzugehen und ein neues Muster anzulegen. Das alte still zu legen.
Cos sind ja sehr häufig irgendwann auch alkoholabhängig. Ich habe das in meiner Urfamilie so erlebt, aber auch ich selbst war auf dem besten Weg dahin. Es ist echt gut, aus diesem Strudel auszusteigen!
Viele Grüße
Aurora
Hallo Reiner,
du schreibst
ZitatUm der Co-Verstrickung zu entkommen, will ich die Verantwortung eben nicht mehr übernehmen. Deshalb auch die Idee mit dem Betreuer. Genau darum geht es dabei.
Du gibst damit die Verantwortung, die du spürst, also nur an eine andere Person ab. Aber nicht an deine Frau, wo sie hingehört. Denn die Verantwortung für ihr eigenes Leben kann doch nur bei deiner Frau liegen. Traust du ihr das nicht zu? Dass sie das selbst entscheiden kann? Selbst wenn sie sich totsaufen möchte, ist das ihre Sache. So hart sich das anhört. Aber wer will denn darüber entscheiden, was für sie gut ist? Wie sie ihr Leben zu verbringen hat? Du? Hast du das Recht dazu? Ein Betreuer? Hat der das Recht dazu?
Mal ganz grob gesagt.
Ja, ich kenne das auch sehr gut, die Person mit den 2 Gesichtern. So war ja mein Exmann auch. Allerdings, als ich die rosa Brille abnahm sah ich, dass er auch in nüchternem Zustand nicht der war, für den ich ihn gehalten hatte. Und es ging auch immer mehr kaputt. Nach jeder Phase der großen Trunkenheit war ein Stück mehr gestorben, an Achtung für ihn, an Liebe. An Hoffnung, an Zukunftswünschen. Das Bild, das ich mir gemacht hatte am Anfang, bekam immer mehr Risse und Flecken. Bis es irgendwann nur noch grotesk war.
Ich wünsche dir einen guten 2. Advent
viele Grüße
Aurora
Liebe Zimttee,
danke für den Beitrag an Elisa-Chrissy, den über "nur Bier" und das alles.
Ich hatte gestern, als ich das abends noch las, keine Worte dafür, weil ich so k.o. war. Du hast das gut erklärt, klar gemacht.
Viele Grüße
Aurora
Hallo,
und danke, Zimttee!
Aurora
Hallo,
lieber Matthias, danke!
Liebe Ko, ja, dieser Gedanke mit den angesteckten Kollegen ist auch für mich hilfreich. Aber diese alten Prägungen, die mich immer noch in inneren Zwiespalt werfen, ärgern mich. Ich bin krank - Punkt. Das sollte reichen. Aber ich muss immer erst noch mit meinen inneren Biestern diskutieren.
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Ich bin nun diese Woche also zuhause. Und es geht mir nicht so dolle. Hat mich ganz schön erwischt. Heute war hier schönes Wetter und ich lag auf der Couch. Und hatte schon wieder schlechtes Gewissen
. Weil ja so schönes Wetter war und Dante frei hatte. Und ich liege also "faul" auf'm Sofa. So flüsterte es schon wieder in mir. "Du verdirbst ihm den Tag, nun raff dich mal auf, hab dich nicht so", flüsterte es . Menno. Hat jemand mal ein paar Pflaster, damit ich diesen Biestern das Maul zukleben kann
.
Mein Mann ist aber super. Er weiß, dass ich immer noch so ticke und permanent Feedback brauche. Also dass es - in diesem Fall - ok ist, wenn ich mich ausruhe. Dass es gut ist, mich zu schonen. Dass er nicht böse deshalb ist. Dass er mich trotzdem lieb hat. Das sagt er mir dann immer wieder. Er wird auch nicht ungeduldig dabei. Er ist einfach ein Schatz...
All das. Das tut mir gut und es beginnt, sich in mir zu manifestieren. Ich glaube, dadurch werden die alten Prägungen ein wenig umgangen und es bilden sich neue. Das ist gut so! Ich bekomme dadurch neue Prägungen, gewissermaßen. Mein Selbstvertrauen und meine Wahrnehmungen werden dadurch besser und stärker. Ich habe auch im geschlossenen Bereich in meinem Tagebuch sehr viel von diesem positiven Feedback von den Mitgliedern hier bekommen. Und das ist echt hilfreich für mich und ich bin sehr dankbar dafür!
Aurora
Hallo Matthias,
boah
, da hast du Glück gehabt. Meene Jüte, wie unverantwortlich sind manche Menschen. Ich frag mich, ob die sich dabei was denken? Oder einfach nur schrecklich dumm sind?
Ich bin übrigens auch hier schon solchen "Blindfliegern begegnet... Früher war die Gefahr ein Säbelzahntiger, heute sind es die Blindflieger...
Liebe Grüße
Aurora
Hallo pilsum,
ZitatDu hast vollkommen Recht damit, daß ich gerade in einem totalen Gefühlswirrwarr stecke. Tut mir leid, daß das auch noch so rüber kommt.
Warum tut es dir leid? Das muss es doch nicht. Es sind doch deine Gefühle und die sind völlig ok in deiner Lage da jetzt. Ich finde es gut, dass du das auch so hier aufschreiben kannst. Denn da zeigt doch, dass du es auch erkannt hast, wie es dir geht.
Ja, ich glaube es dir, dass es sehr schwer ist für dich. Zu sehen, wie es nun weiter gehen soll. Aber du musst doch auch nicht sofort eine Entscheidung treffen. Mach mal langsam. Manche Dinge ergeben sich von ganz alleine oder werden auf einmal ganz klar.
Viele Grüße
Aurora
Hallo,
ich bin sooooo erkältet. Volles Programm.
Und nachher werde ich zum Arzt gehen und mich krank schreiben lassen. Es geht nicht anders. In mir drinnen toben aber die Teufelchen.
"Wie, willst dich krank schreiben lassen? Hab dich mal nicht so. Arbeitest doch eh nur Teilzeit. So'n bisschen Erkältung. Schlapp machen gilt nicht. Erkältung ist keine Krankheit!"
Boah, diese Teufelchen
.
Es fällt mir schon schwer, fürsorglich zu mir zu sein. Aber ich tu es trotzdem. Ich habe mir Feedback von Leuten geholt, die mir bestätigen, dass es besser wäre, zuhause zu bleiben. Und ich arbeite ja im Einzelhandel, im Backshop eines Bioladens. Und es gab schon gestern Kunden, die es nicht so toll fanden, dass ich da so stand und bedient habe. Das alles hilft mir dabei, dass ich es auch kann, also mich raus ziehen. Ich hoffe, ich brauche dieses Feedback irgendwann nicht mehr.
So, *hust, keuch, rotz*, ich hoffe, ich habe niemanden angesteckt hier . Um 12.30h hock ich beim Arzt.
Aurora
Hallo Pilsum,
du beschreibst sehr gut den ganzen Gefühlswirrwarr, den Mitbetroffene oft haben. Also ich hatte das jedenfalls auch ähnlich, sagen wir mal so. Obwohl mein Ex sich kein Auto gekauft hat... Da ist auch eine Menge Verletztheit, weil, für dich hat er anscheinend nicht aufgehört...
Was nun genau in deinem Partner vor sich geht, weiß ja hier niemand. Auch du weißt es nicht wirklich, wie du schreibst. Und das ist ja auch verständlich. Du kannst ja keinem in den Kopf gucken. Du kannst da mehr erfahren, wenn du mit ihm redest, das Gespräch suchst. Und er hoffentlich dazu auch bereit ist. Dann wäre es hilfreich, wenn beide Seiten offen und ehrlich ihre Dinge sagen.
Du bist nun natürlich sehr verunsichert. Also hat das Vertrauen ja doch schon auch gelitten. Er hat sich nun ein Auto gekauft. Und du? Was kannst du dir Gutes tun? Ich meine, es muss ja nicht noch 'n Auto sein
, was Gutes kannst du dir sicher auch anders tun.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Tadewi,
ja, ich sehe mich als Co. Und ehemalige Alkoholmissbräuchlerin.
Ich bin gespannt, wie dir das Treffen in der realen Gruppe gefällt.
Viele Grüße
Aurora
Hallo Tadewi,
ich habe gerade erst entdeckt, dass du auch im Alkoholikerbereich schreibst...
Ja, ich lebe seit etwas mehr als 6 Jahren komplett alkoholfrei. Und in dem Jahr, als ich alleine gelebt habe, da trank ich auch so gut wie nichts mehr.
Mein 2. Mann ist auch Alkoholiker, trocken seit dem 1.8.2006. , also seit über 8 Jahren. Und unser Zuhause ist schon darum auch alkohlolfrei. Das war damals eine Bedingung, damit wir zusammen ziehen konnten. Ein alkoholfreies Zuhause ist einer der wichtigsten Punkte für ihn. Neben allen anderen wichtigen Punkten
.
Viele Grüße
Aurora
Hallo Ko,
finde ich gut, dass ihr offen sprechen konntet. Du und dein Sohn. Zumindest weiß er, dass er an dir eine Anlaufstelle hat, wo er auch ernst genommen wird.
Mein Sohn hat sich damals auch zurück gezogen, sich regelrecht verbarrikadiert in seinem Zimmer. (Meine Tochter wohnte da schon nicht mehr zuhause, als es so richtig los ging...) Leider habe ich viele Dinge erst hinterher, nach der Trennung und als ich mich mit dem Ganzen auseinanderzusetzen begann, kapiert
. Er hat auch mit Freunden darüber geredet, einer bot sogar mal an, dass sein Onkel, selbst Alkoholiker und schon lange trocken, mal mit dem Vater reden könnte. Das kam aber nie zustande, weil mein Sohn das nicht wollte.
Das Reden ist aber immer gut! Und Handeln noch viel besser! Ich kenne in meinem Umfeld sehr viele Familien, da ist dieser Suchtkreislauf auch nicht durchbrochen worden. Da sind sehr viele Kinder selbst alkoholabhängig oder von anderen Drogen abhängig geworden. Oder sie sind super gute Cos...
Ich wünsche dir ein gutes Wochenende
Aurora
Liebe Ko,
ich hoffe, du hattest ein gutes Mutter-Sohn-Gespräch!
Und super, diese kleinen Schritte sind so wichtig und richtig. Gut gemacht, das mit dem Anruf
.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo ahoi,
danke für deinen Beitrag. Du hast ein gutes Stück Weg gemacht für dich.
Viele Grüße
Aurora
Hallo und willkommen Tadewi,
ein wenig habe ich das auch so erlebt.
In meiner Urfamilie wurde schon auch immer gerne gefeiert und viel getrunken. Dadurch war es für mich nicht fremd, als ich meinen Exmann kennenlernte. Er passte gut rein da. Und ich selbst war auch immer gut dabei. Habe gerne mit getrunken.
Irgendwann wurde es mir aber unheimlich mit dem Ex, es wurde mir einfach zu viel, wie er trank. Und ich wurde zur guten Co.
Und ich begann dann auch, Alkohol auszutrinken, wenn was übrig war. Damit er es nicht tat. Er animierte mich auch zum Mittrinken, was ich dann tat, denn dann hatte er ja weniger... Und ich trank dann auch, um mich mit ihm auf einer Stufe zu fühlen. Beide besoffen... Beide gleich.
Irgendwann trank ich aus Frust. Und da begann es für mich langsam kritisch zu werden. Ich machte Tests im Internet, ob ich abhängig wäre, und es kam dabei raus, dass es schon grenzwertig war. Ich trank "nur" am Wochenende. Aber dann richtig. Ich sah zu, dass ich dann auch Vorräte hatte, ich kenne morgendliches Zittern und auch Schwitzen. Und meine Kinder, vor allem meine Tochter, waren sehr unglücklich darüber.
Ich konnte mich dann endlich trennen. Und auf einen Schlag hatte ich keine Lust mehr auf Alkohol. Ich trank kaum mal mehr was. Inzwischen lebe ich seit gut 6 Jahren alkoholfrei. Und vermisse nichts!
Verschwommen sehe ich nichts. Meine Vergangenheit ist klar. Ich bin coabhängig gewesen mit meinem Exmann. Ich habe Alkohol missbraucht, zum Glück konnte ich wohl noch in letzter Sekunde abspringen. Mein Jetzt ist soweit gut. Mein Morgen sehe ich auch so weit deutlich, dass ich nicht vorhabe, jemals wieder mit einem abhängig Trinkenden zusammen leben zu wollen. Und selbst mag ich auch kleinen Alk mehr.
So weit, so gut.
Wie ist das bei dir? Du siehst dich als Alkoholikerin. Warst du beim Arzt, wegen des Entzuges?
Viele Grüße
Aurora
Hallo Elisa-Chrissy,
hui, noch 2 - 3 Jahre. Wie alt sind deine Kinder überhaupt?
Du willst ihnen keine Trennung zumuten, hast Angst vor einem "Krieg". Aber mutest ihnen zu, Tag für Tag mit ansehen zu müssen, wie ihr Vater trinkt und von einer Liebesbeziehung zwischen den Eltern nichts mehr zu spüren ist. Das ist doch auch schon so Art Ausnahmezustand, oder?
Ich verstehe schon, dass du Angst hast. Ganz ehrlich, ich verstehe das gut. Aber lass dich nicht davon so lahm machen. Du kannst dich informieren. Was dir finanziell zusteht, wie du die Unterbringung deiner Kinder regeln kannst, wie du vielleicht auf mehr Arbeitsstunden kommen kannst. All das.
Du schiebst 1000 Gründe vor, nicht handeln zu können. Aber du sagst ja selbst, das wäre feige. Ja, stimmt. Es gibt immer Gründe, weswegen ich nicht handeln kann. Angeblich. Genau so, wie es für den Alkoholiker immer Gründe gibt, saufen zu müssen. Nicht aufhören zu können.
Zitataber was ist, wenn er nicht mehr arbeiten geht, da krieg ich echt Existenzangst für mich und meine Kinder
Ja klar kriegst du da Angst, bei diesem Gedanken. Angst vor finanziellem Untergang ist eine Grundangst. Aber du bist doch auch erwachsen. Warum machst du dich von ihm da so abhängig? Finanziell. Du gehst doch auch arbeiten, oder?
Ich habe all diese Ängste auch gehabt. Und ebenfalls 1000 Gründe. Und war finanziell abhängig vom Ex. Das hat mich viele Lebensjahre gekostet. Heute weiß ich, es liegt an mir, was zu verändern. Ich habe es in der Hand. Ich bin erwachsen und darf und muss mein Leben gestalten, dass es mir gut damit geht. Ich hätte mich doch viel eher trennen können. Ich hätte mehr Stunden arbeiten können, für meine Kinder wäre es besser gewesen, sie hätten vieles nicht miterleben müssen. Nicht ansehen müssen, wie man eine Beziehung besser nicht führen sollte... Ich war so feige. So starr.
Darum sag ich mal, lass dich nicht so lahm legen durch diese Ängste. Es gibt immer Wege! Immer. Für dich und deine Kinder. Du musst nur in Bewegung kommen.
Viele Grüße
Aurora
Hallo Ko,
ja, eigentlich ist das Trinken seine Sache - ganz klar. Und uneigentlich werdet ihr aber mit rein gezogen. Das geht ja irgendwie gar nicht anders, wenn ihr auf, ich sag mal, engem Raum zusammen lebt. Du und deine Kinder kriegt ja schon mit, wenn er wieder betrunken ist. Und er greift ja auch verbal an, wie deinen Sohn z.B..
ZitatIch habe sie gefragt, was ihnen helfen würde.
Was haben deine Kinder darauf geantwortet?
Wie kannst du die Kinder vor seinen Angriffen schützen? . Du kannst erst mal einfach nur da sein. Du kannst mit ihnen reden, ihnen erzählen, was du über die Alkoholkrankheit selbst weißt. Du kannst ihnen signalisieren, dass sie mit ihren Sorgen zu dir kommen können. Und es gibt ja auch Gruppen für Kinder, AlAnon z.B., eine Untergruppe der AAs. Du kannst doch darüber mit ihnen reden, vielleicht wäre es für sie hilfreich, in solche Gruppe zu gehen.
Ja, Reden ist eine gute Sache! Und dann aber auch handeln! Der beste Schutz für deine Kinder wäre doch, wenn sie das nicht tagtäglich immer wieder miterleben müssten. Daher ist und bleibt doch eine Trennung das Mittel der Wahl. Oder?
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Freya,
dieses Problem mit alkoholisierten Autofahrten kenne ich gut. Leider.
Ich bin früher oft genug sogar eingestiegen, obwohl ich wusste, mein Ex ist nicht nüchtern. Oder ich habe ihn fahren lassen, habe weg gesehen. Immer mit der Sorge, es könne was passieren. Ich habe sehr viele Schuldgefühle dabei gehabt, Scham. Angst. Ich fühlte mich feige, zu feige, ihn anzuzeigen. Das ist eine sehr schwierige Sache mit solcher Anzeige. "Ich kann doch meinen Mann nicht verraten", so in etwa. Da ist erst mal eine riesige emotionale Sperre in mir gewesen. Und ich habe das auch schon oft von anderen gehört.
Nun bin ich ja schon längst vom XY geschieden. Aber ab und an treffen wir aufeinander. So z.B. am Geburtstag des Schwiegersohnes vor 2 Jahren. Da kam mein Exmann an und war schon so ziemlich voll. Und da wir essen waren trank er natürlich seine "Bierchen" dazu... Der Ex war mit dem Auto da...
Ich stellte ihn zur Rede, ich finde nicht, dass das Coverhalten ist! Coverhalten ist eher, das nicht zu tun! Ich sagte ihm, ob er wirklich noch fahren wolle. Ja, er könne natürlich noch fahren, war die Erwiderung. Ich war dann hin und her gerissen. Ich habe ihn nicht angezeigt. Leider. Ich war nicht dazu in der Lage in diesem Moment. Aber es hat mich doch gewurmt, bzw. hatte ich wieder dieses schlechte Gewissen auch. Und meine Feigheit, die habe ich gespürt.
Ich habe mich dann erkundigt. In meiner damaligen realen SHG, die ich zu der Zeit parallel zu dieser hier hatte, war jemand, dessen Tochter auch bei der Polizei ist. Und die meinte, man mache sich selbst strafbar, wenn man so etwas nicht anzeigt.
Man müsse die Polizei anrufen und die Autonummer nennen, z.B. Wen derjenige weg fährt. Oder ihn am Wegfahren hindern.
Und inzwischen bin ich so weit, dass ich jeden, bei dem ich das merke, auch anzeige! Denn Co ist das andere, das Decken von solchen Dingen. Das Wegsehen.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Elisa,
ich bin keine Fachfrau, ich bin eine Mitbetroffene. Mit eigenen Erfahrungen.
Und ich habe es am eigenen Leib erfahren, also mit meinem Exmann, aber ich habe es auch aus Fachliteratur und von inzwischen trockenen Alkoholikern erfahren. Und ich habe nasse Alkoholiker und auch ihre Angehörigen zugrunde gehen sehen.
ZitatEine Fachfrau sagte zu mir auch vor ein paar Jahren: Diese Krankheit hört nicht auf, sie geht immer weiter...
Diese Frau bestätigt alles, was ich je erfahren habe zu diesem Thema! Es geht unaufhaltsam nach unten, wenn diese Krankheit nicht zum Stillstand gebracht wird. Und es gehen alle mit unter, die sich aneinander klammern dabei. Der, der trinkt und die, die ihn davon abhalten wollen. Und die Kinder, die sich festklammern dabei. Ausgeliefert sind.
LG
Aurora