Hallo Ko,
ich kann dich sehr gut verstehen!
Es ging mir ja auch lange so, dass ich diese Schuldgefühle hatte, die Gefühle, ihn hintergangen oder im Stich gelassen zu haben.
Das sind, glaube ich, so unsere Prägungen, die wir mitbekommen haben. Das Bild davon, wie wir als Frau zu funktionieren haben. Es ist sehr schwer, gegen diese Prägungen zu handeln, aber unmöglich ist es nicht. Du musst nur Mut haben! Zu diesen Prägungen kommen dann noch die Strukturen dazu, die entstehen, wenn du mit einem abhängigen Menschen zusammen lebst. Da entsteht eine gegenseitige Abhängigkeit, die aneinander kettet, gewissermaßen. Diese Ketten zu lösen ist nicht einfach, aber auch das ist nicht unmöglich!
Wenn du dir klar machst, dass es dein gutes Recht ist, ein glückliches, zufriedenes Leben zu leben, wenn du dir klar machst, dass es einfach dein Recht ist, auch finanziell für dich Sorge zu tragen, werden diese doofen Gefühle auch weniger.
Du hast das Recht dazu, gut für dich zu sorgen. Mit deinem Partner geht das nicht mehr, euer Weg geht erst mal auseinander. Weil er zu stark mit seiner Sucht zu tun hat. Du kannst gerade kein gemeinsames zufriedenes Leben mit ihm haben, Abhängige ticken da anders. Ihre Prioritäten, was ein zufriedenes Leben bedeutet, sind anders als die von nicht süchtigen Leuten.
Darum ist es doch ganz normal, wenn du nun eigene Wege gehst. Du hintergehst ihn nicht, sondern du handelst verantwortungsvoll für dich und deine Kinder. Hast du das schon mal aus dieser Perspektive sehen können?
Ich wünsche dir viel Kraft für deinen Gang zur Bank und bin gespannt, was du berichten wirst, wie es dir dabei ergangen ist!
Liebe Grüße
Aurora