Hallo Leonia,
wir lange brauchen wir als Angehörige, als Co, bis es uns klar wird, dass es das was wir uns erhofft und erträumt haben genau mit diesem Menschen nie geben wird und aufwachen. 🤔🤷🥰
Das ist total unterschiedlich.
Bei mir hat es auf alle Fälle lange gedauert bis ich in die Gänge kam. Ende der 80er Jahre ( Ende 81 hatten wir geheiratet) fing es an, dass mir einerseits das " komische" Trinken immer mehr aufgefallen ist aber auch, dass er wohl doch nicht unbedingt der Traummann war, wie ich die ersten Jahre gedacht hatte.
Das hat sich dann in den Jahren gesteigert, das mit dem Trinken wurde irgendwie mehr bzw sichtbarer und seine Art wurde auch immer blöder. Um die Jahrtausendwende war ich schon sehr desillusioniert, erschöpft und wusste, dass das, was ich mal erträumt hatte mit ihm zusammen, nie was werden wird. Ab da begann es mehr und mehr in mir zu brodeln und zu arbeiten. 2007 hab ich mich getrennt.
Heute denke ich, ich hätte mir bestimmt ca 15 Jahre sparen können. In denen ich unglücklich, gestresst war. Und wusste, ich werde mich trennen. Warum ich das nicht eher konnte ist sehr vielschichtig. Ich kann es garnicht mal genau erklären. Da war Angst vor finanziellem Desaster, Angst es nicht alleine zu schaffen, irgendwelche vermeintlichen Verpflichtungen ihm und den Kindern gegenüber, Hoffnung, dass es, wenn nicht gut, doch wenigstens besser wird.
Das ist nur ein Bruchteil von dem, was da in mir rumging.
Liebe Grüße Aurora