Beiträge von Aurora

    Hallo releaseme,

    Ich bin gerade einfach leer.

    Und nun kannst du die Leere neu auffüllen, mit Mut und Kraft und der Gewissheit, dass es besser werden wird.

    Auch wenn es gerade nicht so aussieht. Du hast diesen mutigen Schritt jetzt gemacht. Und daraus wird was folgen. Sehr viel Gutes aber natürlich auch Auseinandersetzungen mit dem Mann. Aber du bist nicht alleine. Du hast die Anwältin, du kannst dir Hilfe holen beim Jugendamt usw. Und du hast uns hier, deine Selbsthilfegruppe, eine Co-Fraktion die Gold wert ist.

    Du hast dich und deine Kinder rausgeholt aus diesem System, das alle und alles zerstört. Was Besseres hättest du nicht tun können.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo maibisjuni,

    Wie anderen Angehörigen danach wieder ein zufriedenes Leben gelingt, lese ich nicht, da diejenigen wahrscheinlich nicht mehr hier sind, sondern mit einer räumlichen Trennung auch die Beschäftigung mit dem Thema und damit verbundene Hoffnungen beenden konnten.

    Es ist oft so, dass Angehörige den Weg aus der Suchtbeziehung raus finden und dann irgendwann diese Selbsthilfegruppe verlassen. Weil sie den Austausch aus verschiedenen Gründen nicht mehr brauchen.

    Es gibt aber auch Mitglieder, die aktiv noch dabei sind. Und es gibt viele, viele Threads zum Nachlesen bei Cos, die nicht mehr dabei sind aber deren Wege noch nachzulesen sind. Und es gibt viele aktuelle Themen von Cos auf verschiedenen Stadien des Weges.

    Als ich mich getrennt und nach und nach ein neues Leben aufgebaut hatte war und ist es ein stinknormale Leben geworden. Mit Höhen und Tiefen. Im Prinzip brauche ich den Austausch hier nicht mehr weil ich nicht mehr als Coabhängige lebe, mein Mann ist kein Säufer und wir haben unsere "normalen" Problematiken. Ich bin noch hier weil ich Moderatorin bin und weil ich Menschen meinen Weg aus der Coabhängigkeit zeigen möchte.

    Als Beispiel wie mir das gelungen ist und dass man es schaffen kann. Wen interessiert da mein Alltag? Der ist unspektakulär. Meistens. Ich schreib ab und an was in mein Fädchen damit es auf Seite 1 steht und die User sehen können, wenn sie wollen, mit wem sie es hier als Mod zu tun haben.

    Bei Alkoholikern ist es anders. Das Suchtgedächtnis bleibt lebenslänglich und es braucht Aufmerksamkeit und Austausch um zufrieden trocken Leben zu können. So mal meine kurze Erklärung, ich bin ja nicht betroffen und kann es nicht besser schildern.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    es ist ja viel passiert in den letzten Jahren. Nachdem mein Exschwiegersohn eine neue Frau kennengelernt hatte, die sich als böse Narzisstin entpuppt hat. Er war nach und nach von allen abgekoppelt. Sie hat es geschafft dass seine Freunde, seine Urfamilie und schlussendlich auch wir entsorgt wurden.

    Er war dann plötzlich wie ausgewechselt, er wurde immer böser. Ich hatte immer ein sehr gutes Verhältnis zu ihm, viel enger als er es zu seiner Familie hatte. Er war fast wie ein Sohn für mich. Und plötzlich trat er mich mehr und mehr in den Dreck. Ich hatte dann den Kontakt weitestgehend eingestellt.

    Er hat sich kurz vor Ostern diesen Jahres endlich trennen können. Unsere Enkelin, die ja inzwischen bei uns eingezogen war, zog wieder zurück. Und an ihrem Geburtstag im Oktober waren wir da eingeladen und ich saß nach Jahren wieder in einem Zimmer mit dem Exschwiegersohn.

    Nun ist das noch in den Sternen, was da wird. Aber wir konnten wieder normal reden, der Exschwiegersohn ist seit der Trennung wie ausgewechselt, wieder so, wie ich ihn seit seiner Teeniezeit kenne.

    Letzte Woche hat er gefragt ob wir uns zusammensetzen können, er würde gerne mit mir reden und den Kontakt wieder aufleben lassen. Ich hab schon überlegt aber da er mir tatsächlich was bedeutet habe ich zugesagt. Dante und ich werden also Sonntag zum Kaffee dort aufschlagen.

    Und am meisten freut sich unsere Enkelin, dass endlich wieder was zusammenfindet. Sie wieder die Familie hat, so wie sie es kannte. Ich mach das aber nicht ihr zuliebe sondern weil ich es mir insgeheim selbst immer gewünscht habe. Ich denke, es wird anders sein als vorher aber es wird gut sein.

    Aurora

    Hallo Leonia,

    wir lange brauchen wir als Angehörige, als Co, bis es uns klar wird, dass es das was wir uns erhofft und erträumt haben genau mit diesem Menschen nie geben wird und aufwachen. 🤔🤷🥰

    Das ist total unterschiedlich.

    Bei mir hat es auf alle Fälle lange gedauert bis ich in die Gänge kam. Ende der 80er Jahre ( Ende 81 hatten wir geheiratet) fing es an, dass mir einerseits das " komische" Trinken immer mehr aufgefallen ist aber auch, dass er wohl doch nicht unbedingt der Traummann war, wie ich die ersten Jahre gedacht hatte.

    Das hat sich dann in den Jahren gesteigert, das mit dem Trinken wurde irgendwie mehr bzw sichtbarer und seine Art wurde auch immer blöder. Um die Jahrtausendwende war ich schon sehr desillusioniert, erschöpft und wusste, dass das, was ich mal erträumt hatte mit ihm zusammen, nie was werden wird. Ab da begann es mehr und mehr in mir zu brodeln und zu arbeiten. 2007 hab ich mich getrennt.

    Heute denke ich, ich hätte mir bestimmt ca 15 Jahre sparen können. In denen ich unglücklich, gestresst war. Und wusste, ich werde mich trennen. Warum ich das nicht eher konnte ist sehr vielschichtig. Ich kann es garnicht mal genau erklären. Da war Angst vor finanziellem Desaster, Angst es nicht alleine zu schaffen, irgendwelche vermeintlichen Verpflichtungen ihm und den Kindern gegenüber, Hoffnung, dass es, wenn nicht gut, doch wenigstens besser wird.

    Das ist nur ein Bruchteil von dem, was da in mir rumging.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Dieimmernochhofft,

    ich kann das sehr gut nachvollziehen, was bei dir abgeht. Ich habe im Laufe der Ehe mit meinem ersten, alkoholabhängigen Mann, auch viele schlimme Gedanken gehabt. Weil ich so hilflos war und so viel gemacht hatte und nichts hatte was gebracht. Er war abhängig und die Sucht war sein Meister. Und er konnte und wollte nichts daran ändern.

    Wir hatten eine schöne Eigentumswohnung, die ich mit viel Liebe eingerichtet hatte. Ich hatte meine Kinder dort großgezogen. Und hing daran. Ich wusste, dass ich diesen Zustand mit der Ehe nicht mehr aushalten konnte und dachte, ER könne gehen. Lag er doch sowieso nur besoffen im Bett oder hing auf dem Sofa.

    Aber er sah das, logisch, nicht ein. Und irgendwann hab ich für mich gesehen, dass nur ich was an meinem Zustand ändern konnte. Wohnung hin oder her, ich ging dort mehr und mehr kaputt. Und so hab ich den schweren Schritt gemacht und bin ausgezogen. Und das war das Beste, was ich machen konnte. Keine Wohnung kann so schön sein, dass mich das Leben darin zerstört.

    Also ich verstehe deine Gefühle sehr gut. Und möchte dich ermutigen darüber nachzudenken ob der Weg für dich da raus nicht auch machbar sein kann. Es ist möglich und es lohnt sich.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Luca,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe. Ich habe dich gerade freigeschaltet, du kannst nun überall schreiben. Nur schreibe bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Du erkennst sie an den roten Nicks.

    . Dieses Wochenende war wieder sehr schlimm und dieses Mal habe ich mich aufgeraft endlich was zu tun.

    Was hast du denn gemacht also wozu hast du dich aufgerafft?

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe foxi,

    okay, das wusste ich nicht, dass ihr mit eurer Schwiegertochter schon geredet hattet und sie im Grunde genommen weiß, wohin sie sich wenden kann. Und sie hat ja, nach eigener Aussage, therapeutische Unterstützung. Das ist tatsächlich eine Menge. Ich verstehe, dass ihr da nicht weiter unterstützen wollt sondern im Grunde genommen in Gefahr lauft, in Coabhängigkeit zu ihr zu geraten. Und das ist das Letzte, was ihr gebrauchen könnt.

    Ihr tragt weder für euren Sohn noch für sie die Verantwortung.

    Sie braucht da eine klare Ansage, dass sie euch nicht mehr kontaktieren soll. Das ist meine Meinung, wenn ich das so lese. Ihr braucht dabei kein schlechtes Gewissen zu haben denn sie sollte wohl in der Lage sein, sich selbst zu helfen.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe foxi,

    eure Schwiegertochter ist genauso hilflos wie ihr. Ich verstehe auf einer Seite auch, dass sie sich an euch wendet. Es ist, finde ich, schwierig, wie ihr darauf reagieren könntet oder solltet. Denn ihr steckt alle irgendwie in diesem Suchtsystem drin. Sie als Partnerin, ihr als Eltern.

    Ich finde die Idee von Rennschnecke , sich mit ihr in Verbindung zu setzen, garnicht mal so schlecht. Eure Schwiegertochter braucht genauso Unterstützung wie ihr aber die könnt ihr ihr nicht geben. Ihr braucht eure Energie für euch selbst. Vielleicht könnt ihr ihr einige Anlaufstellen nennen an die sie sich wenden kann.

    NICHT dieses Forum denn das ist ja DEIN Ort aber sie kann sich an Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppen, den Sozialpsychiatrischen Dienst wenden. Diese Info ihr zu geben finde ich nicht schlimm aber in die Gänge kommen muss sie dann selbst. Sie sollte auch wissen, dass ihr selbst mit allem überfordert seid und hilflos und euch durch den Kontaktabbruch schützt.

    Ich verstehe gut, dass es dich wieder total zittrig gemacht hat. Bei solchen Nachrichten wie die von eurer Schwiegertochter steigt der Stresspegel sofort auf höchste Stufe. Darum ist es ja so sinnvoll keinen Kontakt zu haben. Denn auf Dauer macht das kaputt da ihr eurem Sohn ja auch nicht helfen könnt. Sondern das Elend immer wieder vor Augen habt.

    Ich hoffe, dass es dir inzwischen besser geht.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Elara,

    herzlich willkommen in unserer Online Selbsthilfegruppe.

    Es ist tatsächlich so. Wir Angehörigen versuchen Jahr für Jahr, den normalen Alltag aufrecht zu halten. Gleichzeitig sehen wir, wie der Partner immer weiter in der Sucht versinkt. Dann kommen die Versuche ihm zu helfen... all das, ein schlimmer Kreislauf, der zu keinem Ende führt. Das raubt mehr und mehr Energie, macht viel Stress, Angst,Wut...

    Für den Austausch kannst du dich hier bewerben:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wenn du auf den Link klickst öffnet sich ein Fenster, schreib einfach, dass du um Freischaltung bittest. Danach findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige, dort beginnt dann der Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo LadyWega,

    nicht wundern, ich habe deinen Beitrag, der vor deinem letzten stand, in den Trash geschoben. Es war ja die genauer Wiederholung von dem Beitrag, den dir Seepandarine geschrieben hatte.


    Und der HauptGrund warum ich hier bin ist die Frage ob man als Paar wirklich die Chance hat das gemeinsam durchzuhalten? Oder ist das naiv?

    Das ist erstmal der Wunsch, den ich bei ganz, ganz vielen Angehörigen hier gelesen habe im Laufe der Jahre. Und den ich selbst auch lange Zeit hatte.

    Der Wunsch, dass alles wieder " normal" wird. Es gibt Paare, da geht das. Das sind die, bei denen der Abhängige aus eigenem Wunsch, eigenem Antrieb und Mut trocken werden möchte. Der Schritte unternimmt um das zu erreichen. Sein Leben umstellt.

    Und auch der/ die Angehörige*n für sich neue Wege finden um dieses übermäßige Kümmern etc abzustellen.

    Die Sache ist halt nur, wie lange du darauf warten möchtest, dass das Umdenken bei ihm passiert. Wieviel Lebenszeit du dafür aufbringen möchtest. Ich hab sehr viel Zeit damit verbracht mit dem Versuch, alles in normale Bahnen zu lenken. Ihn zum Aufhören zu überreden. Ohne Erfolg. Es muss vom Abhängigen selbst kommen, alles andere hat keinen Sinn.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mala,

    ich kenne solchen Drang auch und das ist ein schlimmes Gefühl.

    Was hast du inzwischen machen können? Es ist gut, sich mit anderen Dingen abzulenken. Um diesen Druck nicht mehr zu spüren. Denn irgendwann löst er sich ja auf.

    Du kannst shoppen gehen, singen, Musik hören, Fingernägel lackieren, in ein Kissen schreien, einen Film gucken... irgendetwas, was dir Spaß macht.

    Ich hoffe, es geht dir inzwischen wieder besser.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Pinocchio,

    herzlich willkommen.

    Es ist schwierig, dein Mann scheint selbst keinen Ausstieg zu finden. Und da ist es nicht möglich, irgendetwas zu erreichen. Für ihn kannst du im Grunde genommen erstmal nichts tun denn der Wunsch zum Aufhören muss aus ihm selbst kommen.

    Du kannst dich gerne für den Austausch in unserer Gruppe bewerben, gehe dazu einfach auf diesen Link: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/ und schreibe noch kurz, dass du um Freischaltung bittest.

    Du findest dein Thema dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige, da kannst du dich dann austauschen.

    liebe Grüße Aurora

    Liebe foxi,

    da ist Trauer und zwar große Trauer. Es kann ja auch nicht anders sein. Die darfst du auch haben. Aber sie darf nicht dein ganzes Leben überschatten. Denn damit nutzt du deinem Sohn auch nicht, im Gegenteil, du nimmst DIR selbst viel dadurch.

    Du lebst und darfst das auch schön finden. Es gehört ja auch dazu, Dinge zu genießen und sich zu freuen. Ich weiß es aus eigener Erfahrung. Trauer und Lebensfreude können nebeneinander stehen. Beide gehören dazu, können ein Teil von dir sein.

    Das geht aber, wie so viele emotionale Dinge, nicht von heute auf morgen, das braucht Zeit. Und Geduld. Und Mut, da durchzugehen, durch den Schmerz. Ich schick dir mal ein bisschen ☀️

    Liebe Grüße Aurora