foxi58 - Betroffenes Elternteil, auf der Suche nach dem Umgang mit dem Trinken ihres (mittlerweile erwachsenen) Kindes

  • So, ich bin noch mal in mich gegangen, hab die berühmte Nacht drüber geschlafen (denn von unterster Schublade und Manipulation hatte ich ja schon gestern ziemlich spontan geschrieben, als Foxi SOS gefunkt hatte):

    Die Schwiegertochter (soweit ich ahne ist sie in der eigenen Wohnung mittlerweile) schrieb eine mail heute, dass sie mit uns telefonieren muss dringend, ich habe geschrieben dass ich das nicht kann und jetzt schon wieder zittere. Daraufhin antwortete sie, dass sie auch zittere und wir nicht die einzigen seien denen die Situation an die Substanz geht, es wäre aber auch unser Sohn....

    Und ich habe mir diesen Faden zumindest bis zur ersten Hälfte noch mal durchgelesen (wenn ich bis zum Ende gelesen hatte, hätte ich heute nicht mehr wie angekündigt schreiben können), um mich zu vergewissern, ob mich meine Erinnerung an die Vorgeschichte getrogen hat.

    Mein Fazit: Nein, ich bereue meine Aussage nicht, ich stehe dazu. Nicht,weil die Schwiegertochter entgegen klarer Ansagen von Foxi (und trotz diverser eigener Blockadephasen) wieder Kontakt zu ihr aufgenommen hat.

    Mir ging und geht es vielmehr um das Wie. Und das finde ich mit anderen Worten extrem rücksichtslos: Warum schreibt sie nicht zumindest in groben Zügen, was so dringend ist, warum übt sie emotional-moralischen Druck auf Foxi aus, damit diese mit ihr spricht?

    Gerade sie müsste doch wissen, was Kopfkino ist... Warum hat sie seinerzeit Foxi und nicht direkt den Notruf angerufen, als ihr Mann ihr den Weg aus der Wohnung versperrt hat?

    EllaDrei hat das in diesem Faden mal sehr gut (und dabei sachlich) auf den Punkt gebracht, sinngemäß: weil die Schwiegertochter genau wie ihr Noch-Ehemann weiß, dass Foxi sich direkt verantwortlich fühlt, obwohl sie mehr als genug andere Baustellen hat.

    Und das ist für keinen der Beteiligten in dem System gesund oder hilfreich, daher meine klaren Worte dazu, ohne deshalb der Schwiegertochter ihr eigenes Leid abzusprechen.

    Da sind in diesem Faden z. B. schon deutlich härtere Worte in Bezug auf das Verhalten des Sohnes gefallen, ohne dass ich mich als Selbst-Alkoholikerin deswegen angegriffen gefühlt hätte. Denn um mich geht es hier ja gar nicht.

    Trâgt das jetzt zur Verständigung bei? Ich weiß es nicht, aber für heute habe ich fertig. Gute Nacht.

  • Rennschnecke , ich habe nach meinem Bauchgefühl gehandelt und ihr nicht weiter geantwortet. Und die Situation die du benannt hast ist mir gestern dann auch in den Kopf gekommen: Warum hat sie uns vor einigen Wochen in der Situation angerufen weil sie sich bedroht fühlte? Schon da wollte sie uns wieder ins Boot holen, mein Mann hat ihr ja da nur empfohlen die Polizei zu rufen.

    Ich bin froh dass ich nicht weiter auf ihre Mail reagiert habe, bin aber seitdem voll in der Gedankenspirale und komme kaum raus...Immer wieder sprechen wir darüber und wissen dass wir nichts tun können für unseren Sohn, immer wieder sagen wir uns das um die Situation zu ertragen.

    Wir haben ihn seit August nicht mehr persönlich gesehen. Wir wissen also nicht wie es mit der Trinkerei momentan ist. Dass die Schwiegertochter ausgezogen ist ließ sich durch die sozialen Netzwerke erahnen..... Wir wissen jetzt nur dass unser Sohn eine Wohnung gefunden hat und im Laufe des Monats umzieht., das hat er uns per Mail mitgeteilt. Keine Befindlichkeiten teilt er mit, kein Betteln um irgendwas und das ist ok für mich. Ich frage auch nichts. Du hast Recht Rennschnecke , ich fühle mich durch ihre Mail moralisch und emotional verpflichtet mich zu kümmern und seitdem sitze ich total im Keller......Im Moment helfen mir meine Strategien des Ablenkens nur kurz weiter...Mein Video der radikalen Akzeptanz sehe ich mir 2 mal am Tag an um mich wieder in die Bahn zu bringen, das emotionale hinkt einfach hinterher.....ich muss vielleicht lernen mich sehr zu disziplinieren , die Situation nüchtern zu betrachten und den Trennungsschmerz irgendwie auszuhalten. Jetzt ist es 3.48Uhr , wie jede Nacht bin ich wach, ich hoffe ich kriege den Tag und meine Gedanken heute besser unter Kontrolle ....

    Dass mein Schwager mittlerweile palliativ zu Hause ist, mein Papa im Seniorenheim hinter seinem Vergessen langsam verschwindet rückt in den Hintergrund und ich brauche auch dafür Kraft.......

  • Liebe foxi,

    ich finde es gut, wie es sich sortiert in dir. Dass das schmerzlich ist, ist klar. Aber trotzdem handelst du mehr und mehr für dich und dass es dir besser geht.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

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