Beiträge von Aurora

    Hallo Krümel,

    Ist es okay, wenn ich hier einfach ein bisschen vor mich hin lamentiere? Es fühlt sich gerade an, als hätte ich die Büchse der Pandora geöffnet und es ist erleichternd, mit Menschen zu kommunizieren, die keinen von uns kennen und alles neutral bewerten können, sich mit der Thematik auskennen..

    Das ist völlig okay. Und dass es da jetzt plötzlich plopp und plopp bei dir macht ist super. Denn es bewegt sich was und das ist gut. Das ist der Sinn des Austausches.

    Er hat mit seinen Freunden über sein Problem gesprochen, das rechne ich ihm unfassbar hoch an! Dass von denen aber keiner ihm den Kopf wäscht, keiner von den Wiesn zurücktritt, keiner ihn nach dem Verstand fragt... ich verstehe es nicht.

    Natürlich sagen die nichts weiter, warum sollten sie ihm den Kopf waschen? So wie du diese Gruppe beschreibst hängen die alle ziemlich drin. Und keiner will da genauer bei sich selbst hinsehen. Was sie müssten, würden sie ihm den Kopf waschen...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Kruemel und herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe,

    Fakt ist, dein Mann sagt, dass er nicht auf das Trinken von Alkohol verzichten will. Eine Abhängigkeit kann keiner diagnostizieren außer er selbst. Aber es ist schon heftig, was er da tut.

    Dich belastet sein Konsum sehr und du denkst dauernd drüber nach. Du hast eine regelrechte Abneigung dagegen, inzwischen. Und genau DAS ist es, was wichtig ist.

    Denn daran kannst du was ändern, wenn du es möchtest. Solange dein Mann meint dass es okay ist, was er macht, solange er das schönredet, solange wird er weitermachen wie bisher.

    Wenn du dich hier mit anderen Angehörigen austauschen möchtest, klick auf diesen Link:https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Schreib kurz, dass du um Freischaltung bittest. Dein Thema wird dann von hier in den Bereich für Angehörige und Coabhängige verschoben, dort ist dann der Austausch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    wir sind im Urlaub und es ist DIE Erholung. Ich schlafe ellenlang, anscheinend hat mein Körper, meine Seele einen großen Nachholbedarf. Ich geh vor 22h in's Bett und penne bis kurz vor 7h. Das habe ich schon ewig nicht mehr gekonnt, das ist soooo gut.

    Das Wetter hier an der See könnte klitzekleines bisschen besser sein aber es ist okay. Ich fang an mich wie neugeboren zu fühlen 😄. Und das ist ja der Zweck vom Ganzen.

    So kann es von mir aus jetzt bleiben.

    Aurora

    Hallo Haferflocke,

    Kennt das noch jemand, dass man das Gefühl hat, seinem Partner nicht mehr Vertrauen zu können? Ich habe wirklich lange überlegt, woran dass wohl liegen kann.

    Oh ja, das kenne ich gut.

    Nach der Trennung damals war mein Exmann erstmal nüchtern. Und wir haben ( leider, wie ich heute sage) noch viel zusammen unternommen. Eigentlich waren wir wie ein altes Ehepaar, nur mit getrennten Wohnungen. Was ich aber die ganze Zeit gemerkt hatte war, dass ich kein Vertrauen mehr hatte. Im Grunde genommen wartete ich nur darauf, dass er wieder trinken würde.

    Denn das war ja meine Erfahrung all die Jahre gewesen. Ich hab gedroht, er hat eine Trinkpause gemacht. Bis ich wieder in der Spur war und es von vorne losging.

    Er hatte mir auch, als nasser Alkoholiker, vieles versprochen, was er tun würde, nicht tun würde und so. Worauf ich mich immer wieder verlassen hatte. Und immer wieder war es nicht so. Ich konnte mich auf nichts verlassen.

    Na klar ist das Vertrauen dann irgendwann weg.

    Und ich merke auch, wie in mir zwischenzeitlich die Hoffnung aufkommt, wenn er sich noch ändert, wie unsere Träume doch noch in Erfüllung gehen könnten. Total bekloppt. ICH weiß dass das nichts wird.

    Nicht bekloppt. " Die Hoffnung stirbt zuletzt" ist so ein geflügeltes Wort. Was mich zum Beispiel auch viel zu lange hat festhalten lassen. Ich wollte um's Verderben doch meinen Lebenstraum nicht aufgeben müssen. Du weißt, dass es nichts wird, das ist gut. Aber den Kopf ploppt halt gerne nochmal ein Schild auf. Dann plopp doch einfach ein neues Schild dagegen auf.

    So in etwa: "Nööö, keine Chance, das wird nix mehr". Oder was auch immer.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Simsalabim,

    ich habe auch eine zeitlang einmal das Forum als SHG gehabt und eine reale Gruppe vor Ort. Bei der realen Gruppe war der Angehörigenteil eher spärlich. Ich hab versucht, da mehr Schwung reinzubringen, was mir in meiner Ortsgruppe auch gelungen ist. Aber inzwischen bin ich seit über 10 Jahren nur noch hier.

    Es ist gut, dass du ausschöpfst, was du an Selbsthilfe bekommen kannst. Du erscheinst mir noch in vielem sehr festgefahren. Gut, dass du das ändern möchtest. Dazu ist es nie zu spät.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Simsalabim,

    und, wirst du es tun? In die reale SHG gehen? Konntest du inzwischen schon für dich sortieren, wie es für dich weitergehen kann?

    Hier gibt es ja ganz viele Wege, wie Angehörige für sich was verändert haben um wieder ein gutes Leben zu bekommen. Ich hoffe, du konntest davon schon was für dich mitnehmen, vielleicht sogar was für deine Situation anwenden.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Haferflocke,

    erstmal herzlich willkommen.

    Es ist die Zukunft einer ganzen Familie, die da den Bach runter geht. Meine Hoffnung, meine Vorstellung von Zukunft... das macht mich grade traurig.

    Ja, das ist ja auch traurig. Wünsche, Hoffnungen aufzugeben, das ist erstmal ein Gefühl von Trauer und Verlust.

    Aber es ist ja nur ein ( berechtigter) Teil vom Ganzen. Aus diesem System auszusteigen bedeutet auch viel mehr Gutes. Neue Wege und Möglichkeiten, Sicherheit für die Kinderseelen, die in einem geschützten Rahmen groß werden können. Das bedeutet Lebensfreude, neue Chancen. Ruhe und Lachen.

    Ich konnte dieses System erst verlassen, da waren meine Kinder schon groß und ich Ende 40. Ich war leer, ausgebrannt, depressiv, völlig erschöpft. Meine Kinder waren erleichtert, dass ich diesen Schritt machen konnte.

    Und dann haben sich überall neue Türen geöffnet. Und es kam sogar, unerwarteterweise, eine neue Liebe dazu. Eine, die es wert ist, die glücklich macht und völlig anders ist. Lebenswert und erfüllend.

    Ich kann es nur empfehlen. Was unglücklich macht und nicht mehr passt zu verändern, zu verlassen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Seiltaenzerin,

    bei meinem Smartphone ist es oben im blauen Balken. Da ist mein Avatar bzw Profilbild. Wenn ich da raufgehe öffnet sich ein neues Fenster. Da ist oben links wieder mein Profilbild, da klicke ich nochmal drauf, neues Fenster öffnet sich und ganz unten dann steht "Abmelden".

    So mach ich das, bin aber nur sehr selten am Smarty und vielleicht gibt es eine schnellere Version...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Marika,

    erstmal herzlich willkommen.

    Das Lügen über den Konsum kenne ich auch von meinem ersten Mann. Und hier kannst du es praktisch in so gut wie jedem Thema lesen. Das gehört irgendwie dazu. Mein erster Mann hat sogar seinen Konsum geleugnet, wenn er nicht mehr gerade stehen konnte. Das hat viel mit mir gemacht. Meine Wahrnehmung völlig verdreht, irgendwann konnte ich meiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr vertrauen und war total verunsichert.

    Mein erster Mann wurde irgendwann auch maßlos in seiner Sexualität, bis hin zu Übergriffen auf mich. Das hat mir noch den Rest gegeben und ich konnte mich dann endlich trennen. Es hat mich in meinem Innersten so abgewertet, mich benutzt fühlen lassen. Ich kam mir vor wie ein Objekt, das er nach Lust und Laune benutzen wollte.

    Er hat mich auch unter Druck damit gesetzt. Er würde nur deshalb trinken weil ich nicht willig war. Sowas alles. Ich hab mich nur noch beschmutzt gefühlt.

    Sucht hat viele Gesichter und kann auch die Sexualität betreffen. Ob das bei meinem Mann dann auch noch zu einer zusätzliche Sucht geworden war, weiß ich nicht. Alkohol hat ja auch sowieso eine enthemmende Wirkung.

    Wie das bei deinem Partner ist, weiß ich natürlich nicht. Sowas kann grundsätzlich eh nur der Betroffene einschätzen. Aber für die Sucht nach Sex gibt es andere Anlaufstellen. Das können wir leider hier nicht weiter diskutieren oder lösen. Hier ist es ja öffentlich, das ganze www kann mitlesen, und das gehört, meiner Meinung nach, in einen geschützten Raum.

    Aber was ja über all dem steht ist, dass es dir mit diesen Dingen in deiner Beziehung nicht gut geht. Und zusätzlichen noch Kinder mitbetroffen sind. Das siehst du ja selbst so. Und da stellt sich die Frage, was du tun kannst.

    Für mich war klar, dass ich mich einfach trennen MUSSTE. Es ging mir so schlecht mit allem, dass mein Leben nicht mehr lebenswert und unbeschwert war. Und das ist die Konsequenz daraus. Wenn es einfach nicht mehr passt, wenn die Dinge mehr schlecht als gut sind, darf ich neue Wege gehen. Wie ist das bei dir?

    Patchworkfamilie, das bedeutet, du hast Kinder mitgebracht, er auch. Leben alle in eurem Haushalt?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Co-Pilot,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Ob Frau oder Mann, der Stress, die Angst, Wut, Hilflosigkeit sind sicher sehr ähnlich. Wenn der Partner Alkoholiker ist. Deine Info, die du bekommen hast, ist, du wärst tendenziell " der Böse", diese Auffassung habe ich noch nie von bzw über einen männlichen Mitbetroffenen gehört. Ich bin gespannt, wieso das wohl oft so gesehen wird.

    Aber erstmal gebe ich dir den Link für den Austausch:https://alkoholiker-forum.de/bewerben/. Klick einfach drauf und bitte um Freischaltung. Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige. Dort geht der Austausch dann los.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo abcdefg,

    ich hab deinen Beitrag in dein bestehendes Thema verschoben. Mehrere Themen sind schnell zu unübersichtlich, deshalb wird das hier so gehandhabt.

    Ich hab mit deinem Problem keine Erfahrung. Dass die zuständigen Stellen da nicht reagiert haben bzw das abgetan haben, finde ich echt schlimm. Mir fällt bloß der Sozialpsychiatrische Dienst ein, ob die sich mit sowas auskennen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Simsalabim,

    ich denke, es geht nicht darum, Schuld hin- und herzuschieben. Das bringt keinen weiter.

    In meinen Augen ist es eher wichtig, diese Manipulation zu erkennen und dazu zu nutzen, selbst in eine neue Handlung kommen zu können. Bei mir haben nämlich solche Aussagen meines ersten Mannes dazu geführt, dass ich mich schlecht und unzulänglich gefühlt habe. Eben schuldig. Und das hat mich dazu gebracht, noch mehr an mir zu " verbessern", mich " zusammenzureißen".

    Ich habe somit gegen mein Gefühl und meine eigene Wahrnehmung gehandelt. Und war wieder ein Stück mehr dabei, alles zusammenzuhalten und zu harmonisieren.

    Damit war das nach außen hin normale Familienbild soweit intakt, ER konnte in Ruhe weitertrinken. Ich glaube für meinen ersten Mann war irgendwie wichtig, dass nach außen alles toll aussah. Er seine Sucht zwar gespürt hat aber eben sagen konnte, funktioniert doch noch soweit. Das ist aber reine Spekulation, in seinen oder irgendeinen anderen Kopf kann ich nicht reingucken.

    Ich habe dadurch aber mehr und mehr Energie da reingesteckt. In eine aussichtslosen Sache. Wurde immer unglücklicher dabei, hilfloser. Ich hab nichts erreichen können von dem, was ich für mich und mein Leben haben wollte. Ich konnte aber nicht aufhören, weiterzumachen. Lange Jahre nicht. Aus vielen inneren Gründen.

    Simsalabim, du möchtest deinen Mann beobachten, auf solche manipulative Situation warten. Aber wäre es nicht besser, wenn du handelst? Pläne machst, wie es weitergehen kann, was du von deinem Leben noch erwartest? Abwarten ist passiv, Tun ist Tun.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Simsalabim,

    der Satz ist, neutral betrachtet, sicherlich richtig. So wie: wenn xy gerne Äpfel isst, yz aber lieber Birnen mag, dann muss er selbst dafür sorgen, welche zu bekommen.

    In Beziehungen ist das aber viel verstrickter. Da spielen viele Dinge mit rein. Da geht es um Menschen, Gefühle, Sozialisierung. Und noch viel mehr, wofür ich keine Worte finde.

    Na klar, wenn du mit deiner Beziehung zum abhängigen Mann nicht ( mehr) glücklich bist macht es Sinn, sich zu verändern, die Lebenssituation zu verändern. Aber genau DAS ist doch das schwierige Thema dabei. Eben Gefühle und so weiter. Das geht schon zu ändern aber nicht auf Knopfdruck. Da ist es ähnlich wie beim Abhängigen, es muss irgendwo " Klick" machen ehe es funktioniert.

    Wäre toll, wenn's anders wäre. Das hätte mir sehr viel erspart...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Lebenskünstler,

    Jemand, der einen nüchternen Partner will, hält ausgerechnet an einem Trinker fest.

    Das ist der Konflikt der Coabhängigen. Für jemanden, der es nicht selbst gespürt hat, was in einem abgeht, ist es nicht nachvollziehbar. Genauso wenig wie ich nachvollziehen konnte, warum mein erster Mann immer wieder trinken musste.

    Und jetzt überlassen wir bitte den Thread Universe , die sich bisher noch nicht weiter geäußert hat.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Pina,

    dann begrüße ich dich auch gleich mal. Ich habe viele Jahre coabhängig zu meinem ersten Mann gelebt, nach vielen Jahren konnte ich mich endlich trennen. Ich habe auch lange Zeit ziemlich mitgetrunken aber bin zum Glück nicht abhängig geworden. Hut ab, dass du schon 1,5 Jahre abstinent bist.

    Für den Austausch klick einfach diesen Link an : https://alkoholiker-forum.de/bewerben/, schreib dazu, dass du um Freischaltung bittest. Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige. Da geht es dann weiter.

    Liebe Grüße Aurora