Hallo Candygirl,
es ist diese Angst... ganz viele Ängste.
Ich kenne diese Ängste leider zu gut
. Bei mir war es zum Beispiel die Angst vor dem Nachhausekommen. Ich wusste dann zu bestimmten Zeiten nie, wie ich ihn vorfinden würde. Wenn wir schöne Sachen geplant hatten, dann hatte ich Angst, er ist wieder voll. Oder wenn sich Gäste angesagt hatten. Oder wenn ich gerade dachte, es wird alles gut...
Die schlimmste Zeit war, als er auch drohte, dich umzubringen, als er dann immer exzessiver trank. Da hatte ich Angst, er hängt da irgendwo, Angst, er könnte an seinem Erbrochenen erstickt sein, ersticken, Angst, er könnte was machen, sich verletzen, hinstürzen, undundund...
. Zum Schluss wurde er auch gegen mich immer aggressiver, bedrohte mich auch sexuell...
Und dazu meine eigenen Ängste, tausend und tausend... Angst vor einer Trennung, Angst vor den Konsequenzen, Angst vor dem Alleinesein, Angst vor finanziellen Verlusten, Angst, es alleine nicht zu schaffen, undundund...
Du musst schön langsam mal machen. Aber machen musst du was, wenn du da raus willst. Es geht ja auch nicht alles von heute auf morgen, denn da ist eine Menge.
Du kannst dir deine Ängste mal ansehen, ganz genau und vor allem ganz ehrlich zu dir selbst! Und dann kannst du überlegen, was du daran ändern kannst, wo du dir Hilfe suchen kannst. Denn es gibt für alles einen Weg. Die Ängste hindern dich aber daran, diese Wege zu sehen, sie lähmen dich. Du musst dir schon im Klaren sein, dass es nicht einfach ist, dass es weh tut. Aber jetzt tut es ja auch weh und ist nicht einfach, und es wird noch schlimmer werden...
Hol dir Informationen, lass dir sagen, was deine Rechte und Pflichten sind. Dann hast du schon mal was konkret in der Hand. Informiert Sein gibt viel Sicherheit!
Das sind alles meine eigenen Erfahrungen, die ich dir hier so kurz mal geschrieben habe. Ich habe mich nach mehr als 25 Jahren Ehe getrennt, habe es geschafft. Aber ich würde niemandem raten, es mir nachzumachen, also ich meine 25 Ehejahre, von denen eben so viele Jahre keine Ehe mehr war, sondern Suff, Kontrolle, Zwang, Angst, Druck, Verzweiflung...
Viele Grüße
Aurora