Beiträge von Aurora

    Hallo Karottchen,

    da schlüpf ich doch auch mal schnell auf deine "Seite 100" :lol: . Ich hoffe, die Konzertkarten hast du noch bekommen und einen entspannenden Abend verbracht. Jetzt ist ja die Zeit, da sind die Energien etwas weniger, der Körper ruht sich aus, die Seele nutzt die Ruhezeit zum Sortieren. Da werden Rückschauen gehalten und Zukunftspläne für's neue Jahr geschmiedet. Und die Neujahrs-Vorsätze gefasst... :roll: . Und Energien getankt, Ressourcen aufgefüllt für die nächste Jahreszeit.

    Deine Arbeit stresst dich ziemlich, es ist wohl nicht die richtige für dich. Denn ein wenig Freude daran sollte man schon verspüren, schließlich verbringt man ja einen Großteil der Zeit dort. Gut, dann ist sie im April wohl vorbei, dann tun sich wieder neue Wege für dich auf. Ich würde mich für dich freuen, wenn du positiv an diese Sachen gehen könntest, denn das Beste wartet doch noch auf dich! Auf alle Fälle. Gut, um diese Ämtersachen und so beneide ich dich dann nicht gerade, aber das gehört dann dazu, vielleicht hat sich ja auch vorher schon was für dich ergeben, Was Neues...

    Vertraute Menschen um sich zu haben ist schön, aber es ist echt schwer, solche zu finden. Echte Freunde habe ich nur sehr wenige. Und selbst da hatte ich gerade meine Krisen, denn durch meine Veränderungen hat sich auch meine Stellung, mein Verhältnis zu meinen Freundinnen geändert. Wurde etwas problematisch sogar in einem Fall :roll: . Für mich... Ich habe auch mein Leben "bereinigt " von zwei sehr langjährigen "Freundschaften", die gar keine waren. Ich habe diese Leute für mich nur gebraucht, um sagen zu können: seht, ich hab ja auch Freunde - soooo viele. :roll: Und die haben mich nur benutzt, wenn sie mich gebrauchen konnten :roll: . Ich habe mich inzwischen Menschen angeschlossen, die auch ohne Alkohol leben, wie Dante und ich. Es ist ein großer Gewinn für mich, das gemacht zu haben. Vielleicht hast du ja in deiner Nähe auch Menschen, die ähnliche Interessen wie du haben, du hast ja Zeit, dich ganz in Ruhe danach umzusehen. Erzwingen wirst du nix können, aber du kannst aktiv sein (bist du ja auch schon), und das ist doch dein großer Vorteil!

    Och Karottchen, du hörst dich so niedergeschlagen an, menno. Dabei hast du doch auch schon so vieles erreichen können für dich. Du hast ganz schön gearbeitet für dich dieses Jahr, hast Erkenntnisse gesammelt und dein Leben partnermäßig sortiert. Damit es dir gut geht. Und nun lass das alles reifen in dir und dann geht's mit Karacho in die nächste Zeit.

    Ich drück dich mal und lass ein paar Sonnenstrahlen hier [Blockierte Grafik: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/www.smilies.4-user.de/include/Wetter/smilie_wet_052.gif] .

    Ich wünsche dir einen schönen 4. Advent und ganz liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Finchen,

    es macht mich immer wieder froh wenn ich lese, dass jemandem mein Weg ein Stück weit weiterhelfen kann, Denkanstöße geben kann und Mut macht!

    Es lohnt sich allemal. Es braucht sehr viel Geduld und oft genug hatte ich Durchhänger, Gedanken, alles hinzuschmeißen und in mein altes Leben zurück zu kriechen. Denn, da wusste ich wenigstens, was mich erwarten würde... Und wenn ich an diesen Punkt angelangt war, dann wusste ich auch, nein, da willste nie wieder landen, doch nicht... Mir hat auch enorm der Austausch hier geholfen, das, was die anderen mir geschrieben haben. Und was ich selbst gelesen habe bei anderen, hat mir so manchen Denkanstoß geliefert. Und ich habe eine Therapie gemacht. Die geht gerade dem Ende zu.

    Ich bin noch längst nicht fertig auf meinem Weg. Ich bin ein sehr gutes Stück voran gekommen. Manchmal stehe ich still und manchmal gehe ich ein paar Schritte zurück. Aber nie mehr so weit zurück wie damals...

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und viel Erfolg beim Beschreiten deines eigenen Weges!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Karotte,

    na, du kannst ja Fragen stellen... :lol: .

    Ich versuch's mal, zu erklären.

    Ich sage deutlich, was ich will, ich sage "Nein", wenn ich "Nein" meine. Ich eier nicht mehr rum, von wegen: eigentlich, ich könnte ja, eventuell, mal sehen, wenn sich nix anderes findet... Daher werde ich auf einmal viel mehr ernst genommen als vorher. Komisch, das "Nein-Sagen" war immer das schwerste. Dachte ich. Ich sage aber auch "Ja", wenn ich es so meine, und dann stehe ich dazu. Ich kann mich immer besser abgrenzen.

    Ich kann inzwischen sicher und konkret sagen, wie meine Befindlichkeiten sind und wie es mir geht. Und ich kann dann auch zu mir stehen, ich meine damit, ich nehme mich und meine Bedürfnisse ernst. Ich mache klare Ansagen. Das erleichtert auch meinem Gegenüber ungemein das Leben! Ich eier nicht mehr hintenrum rum, mache Andeutungen oder stecke was weg und mucksche dann. Somit können meine Mitmenschen auch mich besser einschätzen, weil ich ihnen sage, was ich meine. Es ist somit für mich einfacher geworden, für die anderen aber auch... :roll: .

    Ich kann Kritik einstecken und trotzdem weiß ich, auch der andere muss nicht unbedingt im Recht sein mit seiner Meinung. Jeder hat eine andere Blickweise. Früher habe ich bei Auseinandersetzungen oder bei gegenteiligen Meinungen immer dem anderen den Vorzug gegeben. Habe sofort gedacht, na, wenn der oder die das sagt, wird es schon richtig sein und ich bin ja eh zu blöd... Nööööö, so denke ich garnicht mehr. Ich habe auch was zu melden in der Welt! Ich muss nicht mehr "Liebkind" von allen sein, jedem zu Munde reden. Ich muss nicht mehr jeden mögen, und mich mag mit Sicherheit aus so mancher nicht. Inzwischen weiß ich aber, das ist normal, deswegen bin ich aber genauso viel wert.

    In der Beziehung sind wir gleichberechtigte Partner. Jeder hat seine Aufgaben, seine Spezialgebiete. Reden ist wichtig, und zwar respektvoll, keiner wertet den anderen mit bösen Worten ab. Oder versucht, Macht auszuüben. Würde ich das merken, würde ich es sagen und mein "Stopp-Schild" hochhalten. Ich habe nämlich eine "Stopp-Schild-Sammlung" :lol: . Nützlich sowas... Dadurch bin ich mit meinem Gegenüber auf gleicher Augenhöhe.

    Hm, zusammengefasst kann ich sagen, es ist einfach so: Seit ich meinen Wert immer mehr weiß und erkenne, kann ich mich immer besser artikulieren und mich selbst ernst nehmen. Dadurch können das auch meine Mitmenschen, und dadurch sehen sie mich. Als Frau mit eigener Meinung, eigenen Bedürfnissen und Gefühlen. Nicht mehr als "Muddi", die funktioniert wie eine Marionette und die man abstellt, in die Ecke, wenn man sie nicht mehr braucht. Die man für's "Grobe" rausholt, weil sie sich eh schon aufdrängt, den Dreck weg zu machen. Weil sie nie "Nein" sagt, wie praktisch... Als ich so war, hat mich niemand gesehen. Dazu war ich zu schwammig...

    Selbstwert und Selbstachtung, das Respektieren der eigenen Bedürfnisse, das ist meiner Meinung nach das wichtigste dabei.

    Ich hoffe, ich konnte es erklären, was ich meine :roll: . Auf alle Fälle wünsche ich dir noch ein schönes Wochenende und
    liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Karotte,

    jawoll, genauso ist es. Die Co-Abhängigkeit, in etwa ist es so, wie ich es geschrieben habe. Ein Teil davon.

    Es ist wichtig, es sich immer wieder klar zu machen, immer wieder hinzusehen. Denn diese alten Muster sind tief eingegraben.

    Eine Paarbeziehung ist auch immer ein wenig "Co". Weil einer für den anderen Sorge trägt, ein Stück Verantwortung. Aber ich habe in meiner neuen Beziehung erfahren, erfahre immer noch, wie es auch laufen kann. Da ist gegenseitiger Respekt, den anderen so sein lassen können, wie er ist. Da sind Gespräche über Empfindungen, es werden die Gefühle nicht mehr geschluckt, bis ich platzte. Oder bis ich mich reingesteigert habe. Da wird auch mein Empfinden ernst genommen, ich werde gesehen, ich sorge auch dafür, gesehen zu werden.

    Ich weiß um meine alten Muster und sorge dafür, dass sie da bleiben, wo sie sind, nämlich weeeeiiiiit weg :lol: .

    Ja, machen wir weiter, immer Schritt für Schritt. Ich wünsche dir jedenfalls ein schönes Wochenende!

    Viele Grüße
    Aurora

    Huhu Karottchen,

    ich bin wieder daaaahaaa...

    Und will mal kurz was hier lassen. Anderen Menschen zu helfen, ihnen ihre - vermeintlichen - Lasten abnehmen. Hm, das kenn ich schon...

    Ich habe was gelernt. Ich habe auch immer gedacht, ich müsste Männe seine Lasten abnehmen. Ich wäre verantwortlich für ihn. Ich habe ihm 20 Jahre lang oder länger versucht klar zu machen, in welchen, in meinen Augen, schlimmen Verstrickungen er in punkto seiner Ur-Familie steckt. Er hat es nicht gewollt. Er wollte darin stecken, in diesen Verstrickungen. Er wollte auch nicht aufhören zu saufen. Für ihn war und ist es richtig so und gut und heimelig. Er wollte meine Hilfe nicht, ich nahm ihm ja auch damit einen großen Teil seiner Selbstverantwortung, habe ihn manchmal regelrecht "entmündigt". Ich habe ihm meine Versionen von gutem Leben versucht aufzudrücken.

    Ich bin damit baden gegangen... Logisch! Ich habe Energien für andere aufgebracht, die ich besser hätte für mein eigenes Leben verwendet. Dafür, hinzusehen, warum mach ich das eigentlich?

    Um Anerkennung zu bekommen. Um Bestätigung zu finden. Um geliebt zu werden. Um das Gefühl zu haben, ich bin wichtig, werde gebraucht, ohne mich läuft nix. Ich habe so versucht, einen Wert für mich zu bekommen.

    Diesen Wert habe ich aber erst bekommen, als ich das alles nicht mehr machte! Als ich erstmal auf mich geblickt habe, blicke. Als ich immer mehr gelernt habe, andere sein zu lassen, wie sie sind. Als ich mich selbst akzeptieren und lieben konnte, da konnte ich auch andere Menschen sein lassen, wie sie sind.

    Das ist schwierig, ein Lernprozess. Aber es lohnt sich.

    So, und nun werde ich mal machen, dass ich in die Pötte komme, muss ja gleich arbeiten.
    Ich wünsch dir einen schönen Tag und mach's jut
    Aurora

    Hallo,

    da lass ich doch mal wieder was hier...

    Die Ehe geht dem Ende zu, ich habe schon Post gehabt wegen des Rentenausgleiches und Noch-Männe auch. Wir konnten eine Menge regeln und es kommt mehr und mehr ein Abschluss.

    Vor ein paar Tagen hatte ich mit Männe ein Gespräch, zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, er hört wirklich zu. Und es kommt was an da oben, bei ihm. Meine Wut ist vorbei, ich konnte ganz ruhig ihm noch Sachen sagen, die ich sagen wollte. Er hat mich ausreden lassen... :o . Viele Sachen aber, die ich ihm noch vor einem, vor zwei Jahren unbedingt hatte sagen wollen, die sind einfach in meinen Hirnschubläden verschwunden und nicht mehr wichtig. Ich konnte es loslassen... Ich muss mich einfach nicht mehr rechtfertigen, für mein Verhalten, dafür, warum ich mich getrennt habe.

    Er stand auch nicht mehr als "Leiden" vor mir, so mit dem Gesicht "geprügelter Hund". Seine Haltung hat sich auch geändert, er merkt, er kommt mit seinen Körpersignalen nicht mehr an bei mir. Und ich denke, ihm geht es wirklich gut ohne mich, denn er ist ja frei und kann ausleben, was er gerne möchte. Das erleichtert mir noch das letzte bisschen Loslassen, was noch als Fragment da in mir schlummerte.

    Er hat auch endlich losgelassen.

    Nun stehen wir uns gegenüber als gleichberechtigte Menschen. Wenn wir uns treffen, ist das ok, wir werden uns ja auch öfter treffen, wir wohnen nur um die Ecke, wir haben die Kinder und die kleine Erbse.

    Und auch meine Therapie geht dem Ende zu, auch da heißt es, loslassen, immer mehr das benutzen, was ich dort an Werkzeug erhalten habe. Meistens klappt das, manchmal falle ich auch etwas zurück. Das gehört dazu, aber ich werde niemals mehr auf "Punkt Null" zurückfallen! Was für ein gutes Gefühl :D .

    Ja, das wollte ich mal wieder hier lassen...

    Aurora

    Hallo Speedy,

    wir waren ein paar Tage verreist, nun bin ich wieder hier im Forum gelandet und du bist auch zurück :D . Da sage ich dir erstmal "Juten Tach" und muss mich erstmal wieder einlesen in viele Sachen.

    So richtig bin ich noch garnicht wieder angekommen, zuhause, der Urlaub war zu schön! Wir haben eine liebe Freundin besucht und ruhige Tage verbracht. Und es war für mich wichtig, ich konnte so auch Abstand gewinnen von Dingen hier, in meinem Leben! Und somit wieder sortieren und loslassen.

    Na, ich bin gespannt, was von dir zu hören und freue mich auf einen Austausch.

    Bis dann
    Aurora

    Hallo Karotte,

    das finde ich schade, dass es dir mit deiner Entspannung schwer fällt. Denn das ist soooo wichtig! Um neue Energie zu tanken, um die Gedanken zu sortieren, um bei sich anzukommen.

    So viele Termine, na ja, Arbeit ist wichtig und gut, das ist ja klar, aber so viele private Termine... :roll: . Ich weiß ja nicht, wie es bei dir so ist, bei mir war es mal ähnlich. Ich musste immer in Action sein, immer was los, immer Trubel, immer noch mehr Dinge. Das hat mich unter anderem davor geschützt, sozusagen, dass ich zur Ruhe kam und bei mir hätte hinsehen müssen! Ich bin vor mir selbst weggerannt, musste mir irgendwas beweisen. Meine ersten Ruhemomente habe ich mir regelrecht gegönnt und ganz bewusst gelebt. Ich fühlte mich erstmal zappelig und unruhig, war das garnicht gewöhnt. Dass ich das Recht hatte auf Ruhe :roll: , das war so neu, aber auch so gut.

    Na, so war es jedenfalls mal bei mir. Und jetzt. Hey Karotte, wir haben Urlaub und düsen erstmal morgen früh los in Richtung Hessenland :D . Ruhe genießen, Abstand gewinnen, neue Eindrücke sammeln. Und vor allem, eine liebe Freundin besuchen :D ...

    Also, mach's jut
    Aurora

    Huhu, guten Morgen Karottchen,

    Zitat

    das liebe Selbstbewußtsein

    das ist der Knackpunkt erstmal. Selbstbewusstsein, Selbstwert. Was bist du dir wert, bist du dir bewusst, wieviel Wert du hast für dich. Wenn du sagen kannst: ich bin es mir wert, dass es mir gut geht, ich lass mich nicht von anderen Menschen runterziehen, ich stehe zu mir und meinen Gedanken, ich habe ein Recht darauf, mich wohl zu fühlen, anerkannt zu werden, mein Leben zu genießen, meine Meinung zu sagen, angehört zu werden, glücklich zu sein... dann wirst du das auch nach außen strahlen.

    Mir ist es aufgefallen, dass mich oft Kunden, Nachbarn, angesprochen haben, ansprechen, auch Verwandte, dass ich so anders aussehen würde... Ob ich meine Frisur geändert hätte oder so. Da sag ich: "Nööööö, ich habe mich verändert, denn es geht mir super gut! Ich bin einfach nur zufrieden so, wie ich jetzt lebe, denn ich lebe, wie es gut für mich ist!" Denn ich verdreh mich nicht mehr für andere, bin "Everybodies Darling", sondern ich sehe erstmal zu, dass ich mich wohlfühle. Früher dachte ich, das wäre egoistisch, jetzt sehe ich das anders. Ich muss mich natürlich auch mit den Menschen in meinem Umfeld arrangieren, das ist klar , aber es ist nicht mehr nur auf meine Kosten!

    Zitat

    Sondern das nicht bereit sein zu Auseinandersetzung und Kommunikation

    Das ist für mich auch ein Punkt, wo dir gezeigt wird, ich bin besser als du, du bist mir nicht wert, dass ich mich weiter mit deinen "Problemchen" beschäftige. Männe hatte das auch suuuuper drauf, wenn ich mit ihm redete, ihm sagte, mir geht es damit und damit nicht gut usw., dann hatte er schon diesen gelangweilten Blick... dieses: wozu habe ich zwei Ohren... Auch nach unserer Trennung, das Jahr, als wir noch umeinander eierten und vieles unklar war, war er nicht bereit, irgendetwas zusammen mit mir aufzuarbeiten. Oder auch mal seinen Part in der ganzen Sache zu sehen. Es ist schon einfacher, alle Schuld abzugeben an den anderen, in dem Fall an mich, oder was auch sein Lieblingswort war/ist: da war der Alkohol dran Schuld. Er wollte einfach nicht hinsehen...und will es immernoch nicht... das ist nicht mehr mein Problem!

    Es ist ein Zeichen von Macht, die der andere ausübt über dich, er hat die Macht, dich klein zu halten, deine Bedürfnisse als unwichtig, belanglos, blöd hinzustellen. Damit wird dir gezeigt, ich habe es in der Hand, du bist es mir nicht wert. Und du zappelst ohnmächtig rum, redest vielleicht immer lauter, hektischer, damit du endlich gehört wirst. Aber er will dich eben nicht hören... na, dann eben nicht, man kann niemandem zu seinem Glück zwingen...

    Das hast du nicht nötig, du hast ein Recht darauf, dass jemand dir zuhört.

    Es ist wichtig, dass du dich so ehrlich damit auseinander setzt. Das bist du dir ja schon wert :D . Du merkst deinen Schmerz und willst nicht mehr darin verharren, sondern was ändern, du bist ja schon mitten drin in den Änderungen. Es ist schon ein ziemlicher Weg, diese Veränderungen, und es kostet einen Haufen Geduld. Immer schön langsam, Schritt für Schritt.

    Menno Karotte, komisch, dein Fädchen springt mich in letzter Zeit wieder öfter voll an. Vieles erinnert mich so an meine Jahre, als ich noch so am eiern war... Ich hoffe, ich texte dich mal nun nicht allzu voll hier :? . Auf alle Fälle wünsche ich dir erstmal einen schönen Sonntag!

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Karotte,

    icke mal wieda... :lol: .

    So ähnliches Thema hatte ich mal mit meiner Therapeutin. Ich kam darauf und sagte:"Warum lasse ich es immer wieder zu, dass andere Menschen mir weh tun. Aber selbst habe ich Angst davor, anderen weh zu tun..." Sie meinte, das wäre eine Frage des Selbstwertgefühles... mehr sagte sie nicht, und ich habe alleine lange darüber nachgedacht. Und es wurde mir immer klarer. Was sie meinte damit...

    Du hast Schmerzen, wenn Menschen sich zurück ziehen, wenn sie dir zeigen, du bist ihnen nichts wert. Oder wenn du denkst, dass sie es denken, dass du ihnen nix wert wärst. Und wenn du dir etwas wert wärst, dann ziehst du daraus die Konsequenz zu sagen, gut, dann suche ich mir andere Menschen, welche, die mich mögen, so wie ich bin, denen ich was wert bin. Egal, ob es dem anderen auch etwas weh tut, aber du selbst brauchst doch den Schmerz nicht mehr zu ertragen. Du hast es nicht nötig, dir weh tun zu lassen.

    Du sagst, du fandest es im Wald entspannend, du konntest dort "sein" und "leben". Ja, so ist es gut :D , du siehst doch, wie viel du dir wert sein kannst, das zu genießen. Dich zu spüren, erstmal.

    Der "Cowurm" wird immer kleiner, wie gut! Das ist ja eine Folge deiner Arbeit an dir, dass es so ist. Da siehst du Erfolge, du lässt eben doch nicht mehr alles unumschränkt zu.

    Ich hoffe, du fühlst dich heute wieder besser. Und ich lass mal liebe Grüße da
    Aurora

    Hallo Karotten-Karottine,

    wenn ich schonmal dabei bin, kann ich ja gleich mal nochwas da lassen :wink: .

    Es ist schon klar, Dinge gemeinsam zu unternehmen macht oft mehr Spaß. Mit Menschen, die man mag und die dich mögen. Es ist nicht immer einfach, Gleichgesinnte zu finden, da ist Geduld angesagt. Da kann es tatsächlich entspannter sein, etwas alleine zu machen als mit Leuten, die du im Grunde garnicht magst. Denn da geht 'ne Menge Energie verloren darin, dass du dich doch irgendwie verdrehst, nicht in Ruhe etwas genießen kannst. Und einen Gesprächs- und Kuschelpartner zu haben ist schon toll (ooooohhhhh jaaaaaa :lol: ), das weiß ich, seit ich meinen habe. Vorher war ich ja auch nicht alleine, aber ein Partner, ein gleichwertiger, war ich in Männes Augen irgendwann nicht mehr (war ich es überhaupt jemals... :roll: ). Denn der Alk hat dann meine Stelle immer mehr eingenommen. Also war ich ja doch zu zweit alleine... :roll: .

    Diese Beschäftigung mit den Ängsten ist sehr gut und interessant! Du wirst eine Menge ändern können, wenn du dich darauf einlässt. Denn es ist so viel Angst in dir, Angst vor dem Alleinesein, Angst vor dem Etwaszuverpassen, Angst vor allem Möglichen... Diese Ängste sind ja bei dir vorhanden, und sie sind ernst zu nehmen. Denn sie behindern dich doch auch ganz schön! Du kannst diese Ängste nach und nach abbauen, wenn du dich auf dich einlassen kannst. Du machst ja eine Menge für dich, hast viele Aktivitäten. Aber machst du die auch für dich? Weil es eine Bereicherung für deinen Tag ist :roll: . Oder wieder nur, um deine Ängste nicht zu spüren :roll: .

    Liebe Karotte, ich finde aber, du bist ganz gut auf dem Weg, ich kenne dich ja jetzt auch schon eine Weile. Du hast ja auch schon einige Dinge für dich erreicht, inzwischen, und ich finde, du schaust auch schon ganz anders hin. Es ist eben ein langer Prozess, Geduldgeduldgeduld.... Die Kindheitsmuster, diese eingefahrenen Gleise, sind nicht von heute auf morgen weg. Da steckt echt eine Menge Arbeit drinnen, das abzulegen, umzupolen.

    Ja, das war's erstmal von mir was mich heute noch so angesprungen hat hier. Ich wünsch dir 'ne schöne Woche und mach's jut

    Aurora

    Huhu Karottine :lol: ,

    hört sich ja juuuut an, dein neuer Name... :lol: .

    Irgendwie springt mich mal heute was an, und ich lass mal was hier. Lesen tu ich ja bei dir immer. Oder meistens, auf jeden Fall.

    Ich denke auch, es ist wichtig, Beziehungen zu anderen Menschen zu haben. Wir sind ja keine Einsiedler. Genauso wichtig finde ich es aber auch, alleine mit sich sein zu können. Ein optimales Verhältnis zwischen Alleinsein und Gemeinsam sein ist, glaub ich, nicht immer einfach. Hauptsache ist doch, nicht sich selbst, die eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen, nur aus Angst, was zu verpassen, um unbedingt immer dabei sein zu wollen. Um Anderen einen Gefallen zu tun.

    Und du schreibst was von Ängsten, die du spürst. Oooooh ja, Ängste, die kenne ich zur Genüge :? . Als ich mir meine Ängste ansehen konnte, so nach und nach, da konnte ich mich ihnen stellen, mich mit ihnen auseinander setzen. Und das war guuuut, denn so verloren sie ihren Schrecken! Wovor hast du Angst, in den Situationen, die du beschreibst. Was kann dir passieren?

    Hast du Angst vor den Konsequenzen deines Handelns, davor, dich unbeliebt zu machen? Hast du Angst vor Kritik, Angst dich zu streiten, streiten zu müssen? Dann überlege auch mal, was bist du dir wert? Wie hoch ist dein Selbstvertrauen darin, dass du dich verteidigen kannst, deine Interessen vertreten kannst. Ohne Angst vor... Unbeliebtheit, Kritik, oderoderoder...vor Alleinesein. Je mehr du dich auf dich selbst konzentrierst, ich meine, auf dein Bauchgefühl, dich selbst annehmen kannst, desto mehr wird auch dein Vertrauen in dich selbst steigen. Und je mehr Vertrauen du in dich hast, desto kleiner werden deine Ängste.

    Es ist gut, dass du dir selbst Zeit einräumst. Es sind die kleinen Winzlingsschritte, die dich vorwärts bringen, nicht die riesen Sprünge. Je doller du springst, desto weiter kannst du zurückfallen. Nöööö, Geduld ist das Zauberwort, Geduld mir dir selbst, denn das bist du dir doch wert :roll: .

    Siehste, und dann gab's auch Geschenke :D , von netten Kollegen, und du hast dir selbst auch noch ein Geschenk gemacht :D .

    Soooo, K.Karottine, nun wünsche ich dir ein wunderbares Wochenende. Mit vielen Geduldsmomenten. Und mit vielen griffbereiten Stoppschildern, die du gebrauchen kannst. Dann, wenn du nicht mehr telefonieren willst, z.B.

    Liebe Grüße
    Aurora, die sich mal ein wenig hier auslassen wollte :lol:

    Hallo,

    lavendel :D , ach schön, mal wieder ein Lebenszeichen von dir!
    Ja, uns geht es sehr gut, vor allem, weil der Urlaub vor der Tür steht :lol: . Noch 1 1/2 Wochen arbeiten und dann jeht's los...

    Soso, warst du in Dahlem, na, hätteste mal vorbei geschaut, ich kenn da einen, der hätt' sich ein Loch in den Bauch gefreut :wink: .

    Aurora

    Hallo,

    irgendwie dachte ich, ich könnte ja mal ein Up-Date hierlassen.

    Die Scheidung läuft, und es kommen schon jetzt auch viele Gefühle der Trauer zum Vorschein. Da ist ein halbes Leben, was ich nun loslasse, auch schon losgelassen habe. Viele Erinnerungen purzeln in mir herum.

    Gedanken an gute Zeiten, die es mal gab. Gedanken daran, wie die Kinder klein waren, wieviel Hoffnungen ich damals für die Zukunft hatte. Mit welcher Lebensfreude ich erstmal ranging, damals, an das Abenteuer "Familie gründen". An das Abenteuer "Leben". Ich habe mich geöffnet, habe viel gegeben von mir. Und habe riskiert, verletzt zu werden. Und das bin ich. Da baute ich Mauern um mich rum, die haben mich daran gehindert, zu leben.

    Im Laufe der Jahre versank Männe immer mehr in seiner Sucht, und ich auch. Meine Co-Abhängigkeit wuchs mit jedem Jahr. So viel Anstrengungen, soviel Energien, die da geflossen sind, verflossen sind für etwas, was ich nicht ändern konnte.

    Aber ich wusste es nicht besser und konnte nicht anders leben, als ich es damals tat. Das weiß ich nun, und das erleichtert es mir, das Loslassen. Auch der Schuldgefühle und vermeintlichen Verantwortungen. Ich sehe diese vielen Jahre nicht als verschwendete Zeit, denn das ist es nicht. Es war mein Leben, es war so, wie es war. Irgendwann wollte ich es so nicht mehr, entdeckte mehr und mehr mein eigenes "Ich". Und ich entdeckte, was mir zusteht, was ich verlangen darf vom Leben, und dass ich es mir auch nehmen darf!

    Mein Weg geht schon eine ziemliche Weile. Es ist mehr als zwei Jahre her, dass ich auszog. Der Weg geht noch weiter, es ist niemals zuende. Aber ich lebe endlich so, wie ich meine, dass ich es mir wert bin!

    Und nächste Woche wird meine kleine Erbse auch schon 1 Jahr alt! Menno, die Zeit rast einfach nur so dahin. Es macht mächtig Spaß, zu leben, echt!

    Aurora

    Hallo Karotte,

    du hast Geburtstag? Du hast Geburtstag :D !

    Na dann wünsche ich dir alles Gute für das neue Lebensjahr, viele kleine Schritte vorwärts.

    Und manchmal erscheint alles etwas sinnlos, aber das ist es ja nicht. Ich denke immer, nix passiert ohne Grund. Aber manchmal muss man erst etwas still stehen bleiben, herumtrieseln, damit die Dinge, die man erreicht hat, sich festsetzen können. Dann kannst du wieder bereit sein, zum weitergehen. Darum schicke ich dir ein paar gute Wünsche und einen Stapel Sonnenstrahlen! Damit es schön hell ist bei dir...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Dagmar,

    eine gesunde Beziehung leben, hm...

    Ich hoffe, dass ich das gerade jetzt tue, bzw. dabei bin.

    Seit etwas mehr als einem Jahr habe ich einen neuen Lebenspartner. Er ist Alkoholiker, seit über drei Jahren trocken, stabil, er ist sich seiner Erkrankung voll bewusst und lebt danach und damit. Und ich komme aus einer alten Beziehung, in der ich Co-abhängig lebte, ich bin mir meiner Strukturen bewusst, arbeite auf, was war, die alten Strukturen und Muster sollen mein Leben nicht mehr prägen. Prägen sie nicht mehr, bzw. immer weniger. Weil ich hinsehe, bewusst hinsehe.

    Mein Partner und ich kannten uns mehr als ein Jahr, als wir uns aufeinander einließen. Es war ein sehr langsames Annähern. Wir kennen beide unsere Geschichten haargenau, es gibt keine Geheimnisse zwischen uns. Wir kannten uns sehr gut, als wir anfingen, uns zu lieben.

    Und gerade das ist das wichtige, finde ich. Ehrlichkeit, offen miteinander umgehen. Das andere hatte ich lange genug... Ich weiß, womit ich es zu tun habe, weil ich mit einem Alkoholiker zusammen lebe, er weiß, womit er es mit meiner Co zu tun hat, weil er mit einer zusammen lebt. Dadurch können wir uns sehr viel geben in unserer gegenseitigen Entwicklung, unsere Haushalt ist alkfrei, da braucht er nicht mehr viel zu erklären, er klopft mir auf die Finger, wenn meine alten Muster hochkommen...

    Es ist ein respektvoller Umgang, es ist Toleranz, es ist Nähe, Liebe, Zärtlichkeit, Offenheit. Ich finde diese Offenheit sehr, sehr wichtig.

    Es hat eben schon gedauert, sich so wieder öffnen zu können. Es war ein Stück Arbeit auf beiden Seiten. Es braucht viel Verständnis. Und Zeit!

    Ich wusste am Anfang, was ich wollte. Bzw. was ich nicht mehr wollte. Hätte es nicht so geklappt mit der neuen Liebe, wäre ich gegangen. Das weiß ich, denn das andere habe ich lange genug gelebt. Aber ich musste auch Mut und etwas Vertrauen aufbringen, um mich zu öffnen, um ihm überhaupt eine Chance zu geben. Das Vertrauen in mich selbst, mein Selbstwert, waren zu der Anfangszeit bei mir schon gut entwickelt. Das hatte ich mir bis dahin schon erarbeitet. Und das ist auch ein wichtiger Punkt: das Vertrauen in mich selbst. Ich wusste und weiß, was ich zulasse und was ich nie wieder zulassen werde!

    Und die körperliche Nähe zulassen, das kam von alleine. Das war geprägt von Respekt für uns beide. Und es ergibt sich aus der Liebe. Und aus dem Vertrauen, aus der Offenheit.

    Hm, so, das sind mal meine Gedanken dazu, so habe ich jetzt mal deine Frage verstanden.

    Grüße von
    Aurora

    Hallo Hartmut,

    aha, endlich mal wieder eine Frage... :lol: .

    Ich bin ja schon eine ziemlich lange Zeit hier im Forum. Anfänglich habe ich nur erstmal bei den Co's, da komme ich ja her, gelesen. Es waren für mich endlich Dinge, die ich da las und mit denen ich mich dann auseinandersetzte, die ich kannte, und von denen ich oft gedacht hatte, ich wäre nicht normal. Nun sah ich, das meine Geschichte sich so oft hier wiederholt/e, das gab mir erstmal auch Mut, denn ich musste nicht mehr daran zweifeln, dass ich plemplem wäre... Ich war nicht mehr alleine mit meinen Problemen, sondern konnte mich mit Mitbetroffenen austauschen, was ein Segen war/ist!

    Nach einer Weile las ich auch bei den Alkoholikern, und dabei konnte ich verstehen lernen, warum Männe so und so tickte, warum er dieses oder jenes Verhalten gehabt hatte. Als er noch trank... und auch, als er nicht mehr trank.

    Das half mir wiederum auch mit der Verarbeitung unserer Geschichte, denn es gab mir einen neuen Blickwinkel auf die Krankheit Alkoholabhängigkeit, ich konnte dadurch sehr viel loslassen an Schuldgefühlen, Schuldzuweisungen usw.

    Ich habe auch manchmal was bei den Alkoholikern geschrieben, mache das auch jetzt noch ab und an. Aber das sind dann Themen, die ich kenne und zu denen ich was sagen kann. Dinge allgemeinerer Art, wie Trennung, Alltagsprobleme usw, denn da sind wir ja alles nur Menschen...

    Ich würde niemals Tipps geben, wenn jemand über Saufdruck klagt oder andere Sachen in Zusammenhang mit Alkoholabhängigkeit, weil ich da einfach auch nix zu sagen kann. Ich kenne es an mir ja nicht, habe es nicht erlebt.

    Würde ich es tun, würde ich wieder Grenzen überschreiten, würde wieder versuchen, etwas aufzudrängen, was mir nicht zusteht. Würde wieder von meinen Problemen ablenken und mich auf den Jammer des anderen stürzen, um's mal grob zu sagen. Das habe ich hinter mir...

    Dieses Forum bietet aber tatsächlich eine große Fläche dafür, auch weiterhin sein Co-Verhalten auszuüben, nicht nur im Alkoholikerbereich, sondern auch in den anderen Bereichen. Deshalb wäre es gut, wenn jemand sowas bemerkt, dem Co auch auf die Finger zu klopfen, denn daran kann der/die Co auch was lernen! Nämlich zu sehen, au weia, ich mach's ja schon wieder, da muss ich aber noch mächtig was dran arbeiten! Und dann werden Grenzen gesetzt. Grenzen sind nicht was Schlechtes, denn sie helfen auch, was sehen zu können, Wege erkennen zu können. Nämlich Wege, die wir nicht mehr gehen wollen. Da ist ein Stopp-Schild auch eine gute Hilfe!

    Aber es ist auch schwierig, denn ein wenig Co-Verhalten gehört auch für jeden Menschen für mich dazu. In Beziehungen. Und wenn ich hier mich mit Menschen beschäftige, trete ich ja in Beziehung zu ihnen. Wo ist da die Grenze, dass es ungesund wird :roll: . Das finde ich - für mich - manchmal schwer zu erkennen... Ich meine, das ganz deutliche Co-Verhalten ist gut erkennbar, aber es gibt auch so Übergänge, irgendwie... :roll: .

    Hm, ich trinke jetzt mal meinen Kaffee und werde weiter darüber nachdenken...

    Aurora

    Hallo Ayki,

    es stimmt, es dauert wirklich eine lange Zeit, diese ganzen Entwicklungen! Da hast du wirklich Schritte gemacht, es geschafft, ihn loszulassen. Du schaust ihn jetzt von einer anderen Basis an, du hast ihm klare Ansagen gemacht und er muss sich nun danach richten. Er sieht immer mehr deine Stärke.

    Aber er probiert immer noch die alte Tour, denn sie hat ja lange Zeit funktioniert. Damit hat er dir gezeigt, für wie klein er dich hält, nun muss er mehr und mehr feststellen, wie du gewachsen bist, dein Leben sehr gut alleine meisterst. Das stürzt ihn schon in Verwirrung... seine Sache.

    Zitat

    Manchmal denke ich wirklich, er meint es in dem Moment nur gut, er kann nicht anders, er bereuht usw. Diese "unschuldige" Art, so von wegen... ich hab doch gar nichts gemacht, und ihr hackt alle auf mir rum..., die hat mich sonst rasend gemacht. Aber irgendwie habe ich heute Mitleid und Wut gespürt, beides, seltsam hat sich das angefühlt, ich kann es mir nicht ganz erklären.

    Diese Dinge hat Männe auch so probiert, sich hingestellt als der arme, verlassene Ehemann, der seine Hände immer in Unschuld wusch und wäscht. Und ich bin soooo böse zu ihm, Schuld an der ganzen Misere...

    Mich hat das immer in Schuldgefühle gestürzt, ich konnte da garnicht gegen an, eine lange Zeit. Weil ja ich ihn auch verlassen habe, er hat da immer und immer drauf rumgehackt. Und diese Schuldgefühle sollte ich auch haben, denn er wollte mich damit weichklopfen. Es war ihm ja auch so viele Male gelungen. Als das immer weniger funktionierte, war er baff...

    Bei dir ist dieses Gefühl vielleicht die Wut, die du hattest, die ganze Zeit. Nun hast du dich wieder noch mehr abgelöst von dem Alten und die Wut ist nicht mehr nötig. Die Energie kannst du jetzt wunderbar für dich und deine Kinder und für ein ruhiges Leben einsetzen.

    Ich wünsch dir was, mach's jut
    Aurora