Hallo Nina,
erstmal vielen Dank, dass du meine Fragen beantwortet hast. Das gibt jetzt ein Bild und etwas, wo du hinsehen kannst und Lösungen, egal welcher Art, finden kannst.
ja offensichtlich hab ich hier die falschen Inhalte geschrieben
Nein, falsche Inhalte in dem Sinne sind das ja nicht. Du hast dir erstmal vieles von der Seele geschrieben. Das ist völlig okay und ich hab es anfangs auch gemacht und ganz viele andere Cos hier auch. Aber es ist dann auch gut einen Stopp einzulegen. Sonst kann es passieren, dass du dich im Kreis drehst und das bringt dich nicht weiter.
Wie haben andere es geschafft, das der Partner sein Alkohol Problem erkennt?? ( Freunde verlieren reicht offensichtlich nicht, Kritik von außen stehenden auch nicht)
Wie lange dauert es bis man einsieht das man ein Problem mit Alkohol hat.
Was kann ich tun um ihm klarzumachen das er seiner Gesundheit schadet. … obwohl vor kurzem erst Herzschrittmacher, Gicht , .. so das er es selber sehen müsste.
Wie kann ich ihm helfen, wenn der Hausarzt meint.. das sei allein sein Problem?
Diese Gedanken, die du hast, hatte ich ähnlich auch sehr lange. Ich wollte, dass mein erster Mann erkennt was abläuft und was er mir und unseren Kindern damit antut. Aber in seinen Augen hatte er kein Problem und ich sollte mich mal nicht so anstellen, würde übertreiben, wohl ziemlich ballaballa sein.
Er hatte Ende der 80ger Jahre eine Gehirnblutung gehabt, dadurch kurzzeitig epileptische Anfälle und musste einige Jahre Medikamente einnehmen. Er hat das unbeschadet überstanden. Die Medikamente hat er mit Bier runtergespült. Meine Ängste, Sorgen deshalb hat er mit einem Lachen abgetan.
Irgendwann, nach vielen Jahren, in denen aus dem Missbrauch Sucht geworden war, ich gesundheitlich sehr angeschlagen war, ich angefangen hatte mich zu informieren wurde mir klar, was der Hausarzt deines Partners auch sagt.
Ich kann keinem Menschen helfen, der nicht will, dass er sich ändern sollte, der keine Hilfe will. Und ich hab eingesehen, das ist nicht MEIN Problem sondern SEIN Problem.
Und die einzige Möglichkeit die ich habe ist, Dinge für MICH zu verändern.
Ich kenne wenige Paare die es geschafft haben. Aber das ging nur weil der Alkoholiker in die Gänge kommen konnte. Nicht weil die Coabhängige das wollte. Solange der Alkoholiker in seiner Sucht feststeckt, sie nicht zum Stillstand bringen kann und will, solange kannst du nichts machen außer zuzusehen, wie er sich langsam aber sicher zu Tode säuft.
Das ist meine Erfahrung und vielleicht kannst du daraus etwas für dich mitnehmen.
Liebe Grüße Aurora