Beiträge von Aurora

    Hallo Franzi,

    So lange habe ich gehofft, dass er seine Abhängigkeit mit ärztlicher Hilfe angeht. Aber es ist zu spät. Ich kann ihm da jetzt nicht die Unterstützung geben, die er sich wünschen würde. Ich merke, in diese Richtung habe ich einfach keine Kraft

    Es ist gut, dass du das erkennst. Für mich war es damals auch zu spät. Zumal ich immer mehr gemerkt habe, dass er eigentlich nichts bei sich verändert hatte und auch garnichts verändern wollte. Er hatte bloß zu trinken aufgehört. Und ich hab gemerkt, dass ich das nicht mehr so wollte. Dass dieser Mann nichts mehr für mich war weil er mich nach wie vor respektlos behandelte, nur auf seine eigenen Bedürfnisse Rücksicht nahm, im Grunde genommen nur sein bequemes Leben mit mir weiterführen wollte. Es ging ihm nicht um " uns" sondern nur um ihn.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Rosa,

    willkommen zurück, es ist gut, dass du dich wieder austauschen möchtest.

    ...denn ich habe das große Problem, dass mein Mann und ich keine Kommunikationsebene finden. Wir haben uns nach seiner Therapie niemals richtig ausgetauscht. Ich würde so gerne über meine Gefühle reden, er zieht sich immer und immer wieder zurück.

    Als ich mich damals getrennt hatte, wurde mein Exmann nüchtern. Und wir sind noch lange Zeit umeinander rumgeeiert. Ich habe auch immer wieder versucht mit ihm zu reden. Ihm zu sagen, wie schlimm es all die Jahre für mich gewesen war. Er wollte das nicht hören, " ist ja vorbei, ich trinke ja jetzt nicht mehr, das wolltest du doch immer" war seine Aussage.

    Das war für mich schlimm, ich wollte doch so viel loswerden, ihm klarmachen, was ich alles ertragen hatte. Wie ich mich gefühlt hatte.

    Nach und nach veränderte sich mein Denken. Mir wurde was klar. Ich wollte im Grunde genommen Anerkennung von ihm, wollte, dass er sich entschuldigt. Aber was hätte das gebracht? Zudem ich ja freiwillig all die Jahre bei ihm geblieben war. Ich hätte ja jederzeit gehen können. Er hatte ja immer wieder gezeigt dass er nicht aufhören wollte mit dem Trinken.

    Und - im Grunde genommen war er nüchtern geworden weil ich mich getrennt hatte. Er wollte, dass ich zurückkomme. Er ist nicht nüchtern geworden weil er es aus tiefstem Wunsch selber wollte. Irgendwann hat er dann auch mit dem Trinken wieder angefangen.

    Ich hab das jetzt aufgeschrieben, wie ich es erfahren habe. Vielleicht kannst du für dich da was rausziehen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Bergdohle,

    Hallo, ich möchte gleich vorwegschicken, dass ich weiß, dass ich in dem Forum keine Hilfe für alle anderen bin,

    Du bist ja nicht hier um anderen zu helfen sondern du bist für DICH hier. Es heißt ja nicht für umsonst Selbsthilfegruppe.

    Andererseits können zum Beispiel deine Fragen und die Antworten darauf und auch dein Lagebericht durchaus hilfreich für andere sein.

    Mein Mann hat seit Anfang Mai mit Trinken aufgehört. Von einem Tag auf den anderen.

    Sowas hat mein erster Mann auch immermal gemacht. Aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel um mich ruhig zu stellen. Ob das nun dauerhaft so bleibt weiß nur dein Mann.

    Ich habe ein solches Bedürfniss nach einem Leben ohne Psychostress.

    Das verstehe ich sehr gut. Ob nun sein Verhalten jetzt was mit seiner Sucht zu tun hat, weiß ich nicht. Dieses Zuckerbrot und Peitsche Verhalten haben nicht nur Alkoholiker. Es ist ein Verhalten, das mürbe macht weil es alles verdreht und du nie weißt, woran du bist. Darum ist die Idee der Trennung garnicht mal verkehrt. Auch wenn es schwerfällt. Aber "Psychospielchen" sind Gewalt. Ich hab das früher nicht gewusst. Als es mir bewusst wurde war ich ganz schön erschrocken, welcher Gewalt ich all die Jahre ausgesetzt gewesen war und was ich mir hab gefallen lassen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    vor 2 1/2 Jahren ist ja unsere Enkelin bei uns eingezogen. Nach dem Tod meiner Tochter und ihrem neugeborenen Sohn hatte nach einigen Jahren der Exschwiegersohn eine neue Frau kennengelernt und alles schien paletti. Komisch kam uns im Laufe der Jahre vieles vor, wir hatten zum Exschwiegersohn auch irgendwann dann keinen Kontakt mehr. Er hatte böse Eigenschaften an den Tag gelegt und ich hab den Kontakt zu meinem Schutz auf ein Minimum ( wegen der Enkelin) reduziert.

    Unsere Enkelin kam dann zu uns und erzählte, was da abging all die Jahre, die Frau stellte sich als böse Stiefmutter heraus. Die Enkelin zog dann bei uns ein.

    Vor einiger Zeit hat der Exschwiegersohn sich endlich trennen können aus dieser toxischen Ehe. Und unsere Enkelin ist inzwischen wieder zu ihrem Vater gezogen.

    Und nun kehrt hier nach und nach Ruhe ein. Also Rentnerruhe. Wir sind wieder kinderlos. Es war schon komisch am Anfang aber inzwischen ist es okay so. Irgendwie ist das Leben wieder " richtig". Ich bin wieder " Nur"- Oma und die Wäscheberge sind viel kleiner geworden, der Platz in den Schränken dafür mehr, kein Teenie fegt mehr durch die Wohnung...

    Na jaaaa, sie hat mich auch irgendwie jung gehalten, am Zahn der Zeit gewissermaßen. Aber sie ist nicht aus der Welt. Sie wird eh immer mehr flügge, gerade ist das ganz deutlich. Und das ist auch gut so.

    Es war eine Bereicherung, sie hier zu haben. Und wieder habe ich gemerkt wie gut es war, dass ich mich damals getrennt habe. Ich bin eh schon psychisch sehr angeschlagen damals da rausgegangen. Wäre ich geblieben, hätte ich so viele schöne Erfahrungen nicht machen können, hätte ich die schlimmen Dinge nicht ertragen können.

    Also, Ruhe im Hause Aurora, die demnächst mal in Ruhe und nur für sich shoppen gehen wird.

    Aurora

    Hallo und herzlich willkommen Eva,

    ich habe dich freigeschaltet und du kannst dich überall austauschen. Bitte nur die ersten 4 Wochen noch nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern schreiben. Du erkennst sie daran, dass ihre Nicknamen in roter Schrift erscheinen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Pony,

    Wie oft denn noch, es gibt Frauen die kreisen Jahrzehnte um ihren Alkoholiker, ich bin so eine. Am Anfang hat er sich ja nur ab und zu betrunken, ich habs mir schöngeredet. Später hat er immer öfters getrunken, ich habs mir wieder schöngeredet. Ich könnte mich heute noch ärgern daß ich nicht früher gegangen bin, aber leider kann ich es nicht mehr ändern.

    Ich bin auch " so eine" wie Marie. Und hab selbst durch mein Bleiben und um ihn Kreisen ziemlichen gesundheitlichen, teilweise nicht mehr rückgängig zu machenden Schaden genommen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Tisha,

    puh, wenn ich denke, wie oft ich mit meinem ersten Mann geredet habe all die Jahre. Das ging in einem Ohr rein bei ihm, aus dem anderen raus. Denn es gab keine Konsequenzen für ihn. Ich hab geredet und nicht gehandelt. Ich hab mich nicht bewegt und er folgedessen sich auch nicht. Weil - er hatte keine Veranlassung, mein Gerede hat ihn sicher genervt aber dann war gut. Das hat er gut wegstecken können.

    Wichtig ist, dass du weißt, was du mit ihm reden möchtest und dann auch Taten folgen lässt. Also hast du einen konkreten Plan, wie du nun handelst? Wirst du das Türschloss auswechseln, einen festen Termin nennen, an dem er gehen muss? Es ist klar, dass es dir komisch ist weil er keine Wohnung hat. Aber er ist erwachsen und er hat die Möglichkeit, sich eine Unterkunft zu organisieren.

    Überleg mal, wie unglaublich du dich belastest und einschränkst und ihm ermöglichst, im warmen Nest schön gemütlich sitzen zu bleiben. Denn er hat doch keinen Grund sich zu bewegen. Wenn für ihn nichts folgt.

    Ich bin gespannt, wie euer Gespräch verläuft.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Frankenstein,

    dass du verzweifelt, wütend und enttäuscht bist, kann ich sehr gut verstehen. Deine Frau hat all die Behandlungen überstanden und ist stabil, nun schüttet sie sich nach der Chemo das nächste Gift rein. Das ist für einen nicht abhängigen Menschen unverständlich. Es ist einfach absurd.

    Mein erster Mann hatte Ende der 80ger Jahre eine Gehirnblutung. Er hatte unwahrscheinliches Glück, es ist keine Beeinträchtigung geblieben. Nur dass er ein paar Jahre ein Medikament gegen epileptische Anfälle einnehmen musste, da er anfänglich durch die Blutung welche hatte.

    Er hat dann 2 oder 3 Monate nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus keinen Tropfen Alkohol angerührt... Irgendwann versuchte er einen Sekt. Das Ende vom Lied - er trank wieder und es wurde von Jahr zu Jahr mehr.

    Ich kann also deine Gefühle echt gut verstehen. Diese Hilflosigkeit. Wut, Enttäuschung, Verzweiflung. Er hatte unwahrscheinliches Glück gehabt, dass er es überlebt hatte und sogar ohne gesundheitliche Konsequenzen.

    Und ich konnte nichts machen. Es war ihm egal. Ich hab alles versucht, ihn vom Alkohol wegzubekommen. Erfolglos, er sah keine Veranlassung, aufzuhören. Ich hab dann ständig Angst gehabt, dass es wieder passieren könnte, er wieder eine Blutung haben könnte. Er hat weitergetrunken weil er inzwischen abhängig geworden war.

    Es ist ein Jammer aber es ist so. Solange der oder die Abhängige es nicht aus tiefstem Wunsch will, aufzuhören, zu verändern, solange können wir uns als Partner anstrengen, wie wir wollen. Wir machen uns bloß mit kaputt. Ich würde dir gerne was anderes schreiben aber das ist einfach so, wie es ist.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Kaa,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Die Schilderung deiner Situation erinnert mich, wie so oft, an meine eigene Situation damals. Ich hab mich vor 18 Jahren getrennt aufgrund der Abhängigkeit meines ersten Mannes.

    Ob dein Partner abhängig ist oder nicht ( obwohl so einiges darauf hindeutet, dass er es ist), ist ja letztendlich egal. Wichtig ist doch, dass es dir damit schlecht geht. Ich finde es gut, dass du erkennst, dass sich mit einem gemeinsamen Kind nichts bessern würde.

    Hier kannst du dich für den Austausch bewerben: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick auf den Link und schreib ganz kurz, dass du freigeschaltet werden möchtest. Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Wichtelmama,

    ja, es ist schwer, das Zuhause aufzugeben. Es fühlt sich nach Verlust an, es ist auch Angst vor dem, was so kommen mag.

    Aber auf der anderen Seite wird alles besser sein für dich und deine Wichtel. Ruhiger. Lebenswert. Lustig. Frei... ein Zuhause, wo es sich gut leben lässt, wo die Kinder angemessen aufwachsen, sich entwickel können.

    Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Frankenstein,

    Ich habe Angst , daß mir alles entgleitet.

    Im Grunde genommen haben wir Angehörigen sowieso von Anfang an keinen Einfluss darauf, was die Partnerin, der Partner wann, wieviel und wo trinkt. Sobald aus Missbrauch Sucht geworden ist. Denn dann steuert die Sucht alles.

    Das, was wir Coabhängigen aber in diesen Situationen machen ist der Versuch, alles zu kontrollieren. Denn das gibt das Gefühl, irgendwie handeln zu können, beeinflussen zu können. Um Normalität und Alltag herzustellen. Um den oder die Angehörige/n zu " retten". Und unser Leben selbst in normalen Bahnen laufen zu lassen.

    Ich hab viele Jahre gedacht, ich könnte dadurch was beeinflussen oder zu meinen Gunsten zu verändern. Und ich dachte ich könnte meinem Exmann helfen, aus der Trinkerei auszusteigen. Das war erfolglos und am Ende war ich selbst total erschöpft, hatte Depressionen und eine Angststörung entwickelt. Mich selbst völlig aus den Augen verloren.

    Wer keine Hilfe möchte oder annehmen kann, dem ist nicht zu helfen. Das musste ich lernen...

    Liebe Grüße Aurora

    Hier kannst noch vieles lesen, was wir Coabhängigen zusammengetragen haben:

    Das Forenteam
    15. Mai 2021 um 17:15

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo und herzlich willkommen Nika,

    dein Mann hat insofern Recht, dass DU erstmal ein Problem mit dem Alkohol hast. Mit seinem Umgang damit. Er scheint für sich selbst da ja kein Problem mit zu haben. Er trinkt halt " sein Feierabendbier".

    Er verhält sich nun so, wie das in fast allen Fällen passiert, so, wie ich es erlebt habe und es hier bei den Cos in den Threads steht. Er trinkt heimlich, versteckt es.

    Damit geht er Konflikten mit dir aus dem Weg. Kann vertuschen, wieviel er so trinkt. Denn was wir Cos sehen ist meistens nur ein Teil der tatsächlichen Menge.

    Was ist nun Coabhängigkeit...

    Du kontrollierst, versuchst ihn zu beeinflussen, zu bevormunden, dass er weniger oder nichts trinkt. Du streitest deswegen, bist gestresst, verärgert, hast Sorge um ihn. Du versuchst eine Abhängigkeit zu erkennen, ihn einzuschätzen. Du denkst sehr oft über ihn nach, es ist ständig in deinem Kopf. Du merkst, wie es dich immer mehr Energie kostet.

    Das ist schon ein Teil der Coabhängigkeit.

    Das alles und noch mehr kannst du hier in den Threads von uns Cos immer wieder lesen. Es ähnelt sich immer und immer wieder.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wenn du diesen Link anklickst, kannst du dich dort für den Austausch bewerben. Schreib ganz kurz, warum du hier bist und dann wirst du freigeschaltet. Dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Silke,

    Ca alle 2 Wochen manchmal schafft er drei kippt er sich schnellst möglich viel Wodka hinein dann zwei Tage schlafen nicht ansprechbar. Gründe kann man nicht sagen nur es muss schnell gehen.

    Es gibt auch nur einen einzigen Grund, warum er das macht. Nämlich weil er abhängig ist und die Sucht das verlangt.

    Alkoholiker schieben oft Gründe verschiedener Art vor um zu rechtfertigen, warum sie getrunken haben oder trinken. Aber das tun sie nur um nicht zugeben zu müssen, dass sie einfach nicht anders können und keine Kontrolle haben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Minna,

    diese Traurigkeit gehört dazu, du bist ja jetzt auf einem neuen Weg, ohne ihn. Deine Träume und Wünsche von einer gemeinsamen Zukunft sind geplatzt. Und das ist ja auch erstmal traurig. Dass er so garnicht reagiert tut erstmal auch weh. Aber im Grunde genommen ist es für dich so besser als wenn ihr noch ständig Kontakt hättet.

    Dann würde sich das Ablösen noch länger hinziehen, es wäre um so viel anstrengender. So hast du jetzt den starken Schmerz und irgendwann ist er vorbei und du kannst aufatmen. Besser, der Schmerz ist geballt als ständig irgendwie da weil Kontakt immer wieder die Wunden aufreißt, du dir wieder unnötig Gedanken um ihn machst usw.

    Ich sitze hier schon den ganzen Morgen, um werfe mir vor, damit Fakten zu schaffen, meinen xy zu verletzen, und alles kaputt zu machen.

    Das sehe ich anders. Du schaffst Fakten, deine geliebte Katze ist wieder bei dir und das tut dir gut. Und DAS ist wichtig, für DICH. Ob er dadurch wirklich verletzt ist weißt du nicht. Und selbst wenn es so wäre dann muss er alleine damit fertig werden. Er ist erwachsen.

    Kaputt machst du damit doch nichts. Kaputt gemacht hat alles der Alkohol, die Sucht. Das ist so, Sucht zerstört nicht nur den Körper sondern auch alles andere im Leben. Und deshalb sei froh, dass du da raus bist und dich nicht auch noch Kaputt machen lässt.

    Ich schick dir eine liebe Umarmung

    Aurora