Beiträge von Aurora

    Hallo Eternal,

    nur kurz dazu, ich glaube nicht das es ein pauschal angriff auf alkoholiker im allgemeinen ist, zumindest nach meiner lesart. ich glaube ehr das es ganz persönliche erlebnisse sind, die lilo über jahre begleitet haben und sie immer weiter mitgezogen haben

    Über Lilos Erfahrungen, über ihr Zusammenleben mit einem Abhängigen wissen wir ja nicht wirklich viel, das ist eben wirklich nur deine Annahme.

    Bisher gab es noch keinen richtigen Austausch sondern nur systematisches Abfragen. Als ob jemand eine Studie betreibt. So mein Empfinden.

    Hallo Lilo, erzähl doch mal, wie es dir gerade geht. Denn darum geht es ja hier, um DICH. Und um Wege für dich, aus der Beziehung, der emotionalen Verbindung rauszukommen. Ihn aus dem Kopf zu kriegen.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Lilo,

    hier gibt es trockene Alkoholiker die dir deine Fragen rückblickend beantworten können. Alkoholiker mit aktuell übermäßigem Konsum sind hier nicht.

    Aus meinen eigenen Erfahrungen, ich war lange in Coabhängigkeit zu meinem ersten Mann, kann ich dir dagen, dass es mir in allen Punkten, die du beschreibst, auch so ging.

    Ekel, den ich vor ihm irgendwann hatte, seine Missachtung mir gegenüber, alles drehte sich nur um seine Bedürfnisse, irgendwann hab ich mitgetrunken, das ist ganz häufig so. Es wiederholt sich immer wieder, alle Cos berichten es so oder so ähnlich.

    Dass du da raus bist, Abstand hast und dein eigenes Leben wieder aufnimmst ist das Beste, was du für dich tun kannst. So hab ich es auch gemacht. Allerdings hab ich ca 20 Jahre dazu gebraucht. Gewissermaßen. Erst mit der strikten Trennung konnte ich wieder zu mir kommen. Wieder frei leben. Ich bin nicht zu ihm zurück gegangen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Jalina,

    na klar tut das weh. Du guckst es dir ja immer wieder an, immer wieder drehen sich deine Gedanken um ihn. Und solange das so ist, wird es wehtun. Es ist ja, als würdest du ständig den Schorf von einer Wunde abkratzen.

    Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, am allerbesten hilft es, den Kontakt auf das allernötigste zurückzuschrauben. Nur alles darauf zu beschränken, was unbedingt besprochen werden muss wegen deines Sohnes.

    Dazu musst du nicht seinen Status oder so angucken. Oder dir Gedanken machen, was der Ex gerade so treibt. Und vertraue deinem Sohn, er ist doch schon in einem Alter in dem er sagen kann, wenn er nicht zum Vater gehen will oder er verunsichert ist.

    Solange du noch ständig bei deinem Ex bist in Gedanken, solange kannst du nicht ein Leben für dich beginnen. Ein Leben in Ruhe und ohne Suff und Sorgen. Solange wird auch nicht deine Seele zur Ruhe kommen können. Du gibst ihm noch immer einen riesig großen Platz in deinem Leben, einen Platz, den er selbst aber garnicht mehr haben will. Und den du für andere Dinge, schöne Dinge für dich selbst nutzen könntest.

    Es gibt doch sicher auch was, das dir Freude macht, das du gerne machst, das dir Spaß macht. Soweit das geht in einer Depression.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Jalina,

    okay, dein Ex hat ein neues Leben angefangen, ja schon vor längerer Zeit. Da bleibt dir nichts weiter übrig als das zu akzeptieren. Es ist sein gutes Recht, das zu machen. Dass es erstmal wehtut bei dir ist ja klar.

    Aber nun, was ist mit dir? Was hast du für DICH in der ganzen Zeit getan. Ich meine, du hast ja genauso das Recht, dir selbst was Neues aufzubauen. Dich mit deinem Sohn neu einzurichten in dem veränderten Leben.

    Es wird an deinem Sohn nicht alles spurlos vorbeigehen. Sicher wird er Unterstützung und Liebe brauchen, Sicherheit, die du ihm momentan geben kannst. Ob der Vater das kann sei dahingestellt. Das weiß ich nicht.

    Wie geht es denn dir gerade, psychisch?

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Daniela, herzlich willkommen,

    zu sehen, wie das eigene Kind sich zugrunde richtet ist wohl eines der schlimmsten Dinge für eine Mutter, für Eltern, Großeltern.

    ich bin auch ganz schlimm, ich kann ihn einfach nicht los lassen 😥ich liebe ihn doch.

    Darum erstmal, also du bist doch nicht schlimm weil du nicht loslassen kannst. Und klar liebst du ihn, du bist seine Mutter.

    Und jetzt kommt das ABER...

    es macht einfach nicht klick in seinem Kopf

    Und solange es so ist wird er sich nicht ändern ( können).

    Wenn du dich mit anderen Mitbetroffenen austauschen möchtest, klicke auf diesen Link https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Schreib kurz dazu, dass du um Freischaltung bittest. Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Harley,

    du bist nun in unserer Online-Selbsthilfegruppe gelandet und kannst dich hier überall austauschen.

    Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich, dort, wo die Namen noch in rot erscheinen.

    Für deine 2. Anfrage habe ich dir eine Nachricht geschickt, guck bitte ganz oben bei Konversation, das sind die 2 Sprechblasen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Harley, herzlich willkommen,

    beim Lesen hatte ich die gleichen Gedanken wie AnnaBlume. Er hat sich gewissermaßen längst getrennt. Und du hängst noch immer dran.

    Das ist der Link für den Austausch: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Klick ihn einfach an und bitte um Freischaltung. Dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige. Das ist unsere Online-Selbsthilfegruppe und dort kannst du dich überall austauschen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Luffi,

    und ich sag mir bei allem, hör auf zu meckern- du bist selber schuld und ich kann- vorallem will ich nicht mehr die 'Mama" spielen. Er soll schauen wie er zurecht kommt. Letzte Woche gings ja auch... bin ich zu hart? Ich für mich finde das nicht...

    Nö, ich finde es nicht zu hart. Es ist doch ganz klar.

    Du hast alles für ihn getan, was du konntest. Er konnte es nicht annehmen und hat sich immer weiter, immer mehr, kaputt gemacht. Und da ist irgendwann einfach mal eine Grenze erreicht. Er ist erwachsen und sollte sich nun selbst mal kümmern. Es ist ja schließlich SEINE Gesundheit.

    Und du bist auch erwachsen und hast das Recht, dich nun endlich mal um DEINE Gesundheit zu kümmern.

    Na klar, das geht nicht ohne blöde Gefühle in dir. Sehr lange hast du da ja auch mit drinnen gehangen. Aber es darf auch mal Schluss sein. Blöde Gefühle hin oder her. Die gilt es auszuhalten, die werden auch besser.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Wichtelmama,

    Ich werde mich auf jeden Fall immer mal melden

    Ja, das finde ich gut. Denn du hast ja nach längerem Hin und Her, nach vielen Hürden, die du hattest, einen Weg für dich und deine Kinder gefunden. Und spürst immer mehr den Erfolg.

    Und damit kannst du anderen Coabhängigen, die hier ankommen und am Anfang stehen, Mut machen, zeigen, dass es geht.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Robyn,

    zuerst mal ist es ja kein Muss, überall alles zu lesen. Schon garnicht in den Bereichen, die dich nicht ganz nahe betreffen.

    In Beziehungen, die Coabhängige von/ mit Alkoholikern führen, geht es auch um Gewalt. Obwohl mein erster Mann mich nie geschlagen hat, war ich seiner Gewalt ausgesetzt. Die auf psychischer Ebene stattgefunden hat. Und später auf sexueller Ebene. Manipulationen, Schuldzuweisungen, Abwertungen, das sind fast immer Bestandteile in Beziehungen mit Abhängigen.

    Oft ist das den Betroffenen nicht mal bewusst. Mir war das lange, auch nach der Beendigung der Beziehung, garnicht klar. Für mich waren gewisse Dinge normal geworden. Weil sie immer und immer wieder passiert sind. Und unter Gewalt verstehen viele Leute noch immer, dass es sich um körperliche Misshandlungen handelt. Als ich begriffen hatte, im Rahmen meiner Therapie, dass das durchaus ziemliche Gewalt war, war ich wie vor den Kopf geschlagen.

    Psychische, unsichtbare Taten sind mindestens genauso schlimm wie das sichtbare blaue Auge, blaue Flecken, Würgemale... Warum ich das viele, viele Jahre mitgemacht habe? Menschen das immer wieder mitmachen? Das ist so schwer zu verstehen. Da spielen so viele innere Dinge mit. Ich kann heute viele davon benennen aber immernoch nicht alle. Das sind Gefühle, die ich immernoch nicht beschreiben kann.

    Coabhängigkeit geschieht nicht nur mit Suchtmittel-Abhängigen. Aber es hat mit Abhängigkeit zu tun, ist Abhängigkeit.

    Ich hoffe, ich habe deine Gedanken zu Coabhängigkeit und Gewalt richtig verstanden und kann dir mit meinem Beitrag ein wenig Klarheit da reinbringen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen einfach ich,

    zuerstmal habe ich dein Zitat entwirrt, nun ist es besser verständlich. Wenn du ein Zitat einfügst kannst du einfach unter dem Zitatkästchen weiterschreiben.

    Mein erster Mann hat auch oft von Suizid geredet. Damit ich meine Ruhe vor ihm hätte. Das ist Manipulation, Psychoterror beschreibt es gut. Denn das macht was mit dir und das soll es auch.

    Wenn er es tatsächlich machen sollte, dann hast du keine Schuld. Niemand hat Schuld. Er hat es dann ja für sich entschieden. Wobei ungestoppte Sucht eh schon Suizid auf Raten ist, genaugenommen.

    Mit dieser Aussage von ihm sollst du wieder passend gemacht werden, weiter für ihn zur Verfügung stehen. Es ist schwer, sich von den Gefühlen dabei zu lösen. Da hilft echt nur der komplette Kontaktabbruch.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo menggei,

    hier gibt es hunderte von Erfahrungen. Und in so gut wie allen Fällen sind die so, dass ein Zusammenleben mit einem nassen Alkoholiker nicht gut geht.

    Auch meine Erfahrung ist so. War er erst der stille Feierabendsäufer, wurde er dann zum Menschen der schon morgens Alkohol trinken musste. Und ich hab mich Jahr für Jahr bemüht, ihn davon wegzubekommen. Ich hab Flaschen gezählt, Striche an Flaschen gemacht, alles nach verstecktem Alkohol abgesucht.

    Ich habe gebettelt, geschrien, geheult um ihn auf mein Leid mit seiner Trinkerei aufmerksam zu machen. Um ihm klarzumachen, dass er aufhören soll. Er hat im Laufe der Zeit immer wieder abgestritten was getrunken zu haben. Selbst wenn er nicht mehr stehen konnte. Er hat mich beschuldigt, dass er nur wegen mir trinken müsste.

    Er war gehässig, gemein. Unzuverlässig, immer als erster besoffen, wenn wir irgendwo hingegangen sind. Es war mir peinlich, ich hatte Ängste, war wütend, verzweifelt.

    Der Alkohol hat ihn kaputt gemacht. Und da ich meinen Traum vom gemeinsamen Leben lange nicht aufgeben wollte, Angst hatte, mich zu trennen, die Familie zu zerstören und noch viel mehr, was in mir vorging, ging ich mit kaputt. Ich hatte kein eigenes Leben mehr, es ging nur noch um ihn.

    Irgendwann konnte ich mich trennen. Das ist jetzt 18 Jahre her. Ab da konnte ich wieder leben.

    Das ist meine persönliche Erfahrung. Und so ähnlich lese ich es hier immer wieder. Weil die Sucht, wenn sie nicht zum Stillstand gebracht werden kann, einfach alles zerstört.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo menggei,

    so habe ich es anfänglich auch mit meinem ersten Mann erlebt. Im Laufe der Jahre ist es aber immer schlimmer geworden und der Alkohol hat immer mehr kaputt gemacht.

    Du kannst dich gerne hier austauschen, das kann sehr hilfreich sein um Wege herauszufinden, wie du für dich wieder zu einem glücklichen Leben kommen kannst. Klick einfach auf diesen Link

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Schreib noch einen kurzen Satz dazu und du wirst freigeschaltet. Dein Thema wird dann von diesem Bereich in den Bereich für Angehörige und Coabhängige verschoben. Dort kannst du dich dann austauschen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo InHope,

    Naja ich bin total überfordert mit dieser Situation und so unsicher :(

    ...und habe diese Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es besser werden könnte...

    Das verstehe ich gut. Auf der einen Seite siehst du deine eigenen Wahrnehmungen, was abläuft, wie er sich dir gegenüber verhält. Er schiebt dir Verantwortung für sein Trinken zu, gibt dir die Schuld. Und irgendwelchen Dingen, die ihn belasten.

    Dadurch manipuliert er dich, denn es spricht ja Seiten in dir an. Vielleicht alte Glaubenssätze oder so. " Streng dich bisschen an" oder " nun sei mal nicht so" oder " du musst besser hingucken, Rücksicht nehmen, dich nicht immer so anstellen" was weiß ich.

    Und schon zweifelst du an dir. An deinen Gefühlen, daran ob du das Recht hast, dich selbst in den Mittelpunkt deines Lebens stellen zu dürfen. Du hoffst, dass es sich ändern kann, er sich ändern kann, alles gut wird, wenn du dich noch mehr anstrengst.

    Auf der anderen Seite bekommst du hier Rückmeldungen, Bestätigung dafür, dass deine Gefühle, Wahrnehmungen eine Berechtigung haben, dass es in Beziehungen mit Abhängigen immer wieder in etwa so abläuft, wie du es gerade erlebst.

    Und dann geht das Gezerre in dir ab. Unsicherheit. So: aber ich kenn ihn doch, er ist nüchtern doch so lieb, wir hatten so gute Zeiten, ich will ihm doch nicht wehtun, ich gebe nicht so leicht auf. Und: ich weiß doch, was ich hier habe, ich will das doch nicht aufgeben nach so langer Zeit und wer weiß, was kommt. Ob ich nochmal einen Partner finde. Ob ER nochmal eine Partnerin findet und er dann so wird, wie es mit mir hätte sein sollen. Usw

    Eigene Wahrnehmung, Bestätigung und Erfahrung von uns hier, innere Zweifel und Gefühle weil du die Person bist, die du bist. Mit deinen Wünschen, Träumen, Erfahrungen und Persönlichkeitsmustern.

    Das ist jetzt Spekulation, dass es so in dir abgehen könnte, aufgrund eigener Erfahrung. Ich nenne das immer " Teufelchen gegen Engelchen".

    Puh, so und noch viel mehr ging es in mir damals vor.

    Ich hatte auch viele Ängste, z. B. wie es finanziell werden könnte, ob ich es alleine stemmen könnte. Was die Leute denken könnten. Scham, dass gerade MIR sowas passiert war. Und dass er dann kaputt gegen würde. Ich könnte viele Seiten füllen.

    Und Sex... Ich hab mich auch verweigert. Es ist eklig intim zu sein mit jemandem, der stinkt wie eine Schnapsfabrik. Der dich vor 1 Stunde noch beleidigt und gedemütigt hat. Ich hab es noch einige Zeit gemacht... Irgendwann kam ich mir aber nur noch benutzt vor. Und so war das auch. Ich hab mich benutzen lassen weil ich dachte, es würde ihm dann besser gehen und er würde nüchtern werden. Wahrscheinlich ging es ihm dann besser, er hatte bekommen was er wollte. Darauf musste er dann aber erstmal einen heben...

    Und ich blieb zurück...

    Das war so würdelos für mich und ich hab mich noch kleiner, erniedrigter gefühlt. Da hab ich es nicht mehr zugelassen. Das war ein Schritt meiner Befreiung. Eine Grenze, die ich ziehen konnte.

    Jetzt hab ich mich ja hier ausgelassen, meene Jüte. Ich hoffe, du kannst was damit anfangen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Tom,

    ich hab das mal entzerrt, deinen Beitrag aus dem Zitat rausgenommen. So ist es besser verständlich.

    Wenn du ein Zitat einfügst schreib einfach deinen Beitrag unter dem Zitat, also setze den Kursor unter das Zitat.

    Lieber Gruß Aurora

    Hey Ulf,

    das ist so krass, was da abgelaufen ist. Ein funktionierendes Co-Gefüge ist wie ein Gefängnis. Da wird alles versucht es aufrecht zu halten. Der Alkoholiker hängt an seiner Pulle fest und die Menschen drumherum hängen am Süchtigen fest. Eingefangen in einem irren Strudel. Frei ist da keiner von denen...

    Gut, dass du da raus bist und dich nicht hast da reinziehen lassen.

    Liebe Grüße Aurora