Beiträge von Aurora

    Hallo Wichtelmama,

    wow, das ist gut, da bewegt sich was. Super.

    So, wie dein Mann sich verhält, ist das " normal". Für die Situation. Als ich mich damals endgültig getrennt habe, also nach einigen Monaten, in denen ich noch rumgeeiert hatte, war mein Exmann auch so drauf. Die Therapeutin, bei der ich dann war, meinte, sowas läuft immer nach einem ähnlichen Schema ab.

    Du machst die Familie kaputt

    Die armen Kinder, das kannst du nicht tun

    Ich bin ein armes Opfer, du machst mich kaputt

    Du bist schuld an allem

    Du ruiniert uns finanziell

    So in der Art. Und tatsächlich, bei uns war das das so. Also bei meinem Exmann.

    Ich schick dir mal paar Kraftpakete, das ist nicht leicht gerade. Aber der Erfolg wird gut sein.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Auszeit,

    der Traum vom gemeinsamen Altwerden ist geplatzt. Das tut weh. Ich denke, es geht sehr, sehr vielen Coabhängigen so. Denn wenn du mit jemandem zusammenkommst, ist da ja Verliebtheit, Liebe, der Wunsch vom gemeinsamen, glücklichen Leben.

    Und dann kommt was dazwischen. Bei uns Angehörigen von Abhängigen ist das die Sucht, der Alkohol. Und was das mit dem Alkoholiker macht. Und mit den Angehörigen. Solange er seine Sucht nicht stoppt, stoppen kann, gibt es kein gemütliches Leben. Ich hab noch lange an meinem Traum vom gemeinsamen glücklichen Leben festgehalten. Irgendwann war ich dann auch krank, von dem Stress, der Angst, der Wut und Hilflosigkeit. Denn mein erster Mann wollte und konnte nicht aufhören zu trinken.

    Ich hab lange alles getan was ich dachte, was ihn zum Aufhören bewegt. Nix hat geholfen. Ab dem Punkt wusste ich, ICH bin die, die was verändern kann und muss, wenn ich glücklich werden will. Für MICH.

    Momentan ist es auf dem Wohnungsmarkt echt schwierig. Es stimmt. Mit 2 Hunden ist es nochmal komplizierter. Gibt es denn die Möglichkeit, dass dein Mann auszieht?

    Der Weg fängt mit dem ersten Schritt an. Den hast du gemacht. Du hast dich hier angemeldet und suchst Hilfe für dich. Ein guter Schritt. Eine Wohnung wird nicht vom Himmel fallen, leider. Aber du kannst deine Fühler ausstrecken, du kannst anfangen Dinge zu tun, die dir guttun, die du machst, damit es dir besser geht. Freunde treffen, Hobbys pflegen, wenn du welche hast. Alles sowas. Lass ihn seins machen und du machst deins.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Auszeit,

    ich hab eine ähnliche Geschichte. Ich war 26 Jahre mit meinem ersten Mann zusammen. Wir haben die ersten Jahre viel zusammen getrunken, es gab auch, da meine Urfamilie sehr groß war, immer was zu feiern. Mir ist sehr lange garnicht aufgefallen, wie sich bei ihm was verändert hat, nach und nach. Irgendwann wurde es mir zuviel weil er auch unter der Woche trank, immer eine Fahne hatte.

    Ich Kämpfe seit dieser Zeit mit meinem Mann dass er den Alkoholkonsum minimiert.

    Das fing bei mir dann auch so an. Ich begann ihn zu kontrollieren und zu konfrontieren. Zu Schimpfen, streiten, drohen.

    Er belügt mich wenn ich ihn darauf anspreche. Ich

    Er hat das immer abgestritten, irgendwelche merkwürdigen Argumente gehabt. Zum Beispiel, er hätte keine Alkoholfahne, das wären Enzyme im Magen, er hätte nur Apfelsaft getrunken. Oder, er wäre nicht betrunken sondern erschöpft gewesen. Ich wäre wohl blöd, hätte Unrecht usw. Und ich war dann verwirrt, was ich nun glauben sollte. Meinen Wahrnehmungen hab ich irgendwann nicht mehr getraut.

    Und heute weiß ich, ich wollte es auf eine Art auch glauben, was er sagte. Ich wollte, dass alles gut wird und ich mich nur mehr anstrengen müsste.

    Ich wollte ihn immer helfen, trocke zu werden. Aber ich kann und will nicht mehr.

    Ich dachte auch, ich müsste einfach mehr tun, ihn durch Reden überzeugen oder durch Druck, oft hab ich mit Trennung gedroht. Oder dann wieder ihm das Leben angenehm gemacht. Es hat nix gebracht.

    Er wollte nichts ändern. Und irgendwann hab ich aufgegeben und bin gegangen. Weil ich nicht mehr wollte und konnte.

    Es ähnelt sich immer wieder, wie Beziehungen zwischen Alkoholikern und Coabhängigen ablaufen.

    Die Erkenntnis, dass ich nur mir selbst helfen kann und nichts für ihn tun kann hat mich sehr entlastet. Vor allem auch die Erkenntnis, dass ich keine Schuld daran hatte, dass er trank. Er war süchtig und die Sucht hat ihn dazu gezwungen. Da kann keiner was ändern außer der Abhängige selbst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Sebi,

    ich habe die Erfahrung gemacht und es hier auch in den fast 18 Jahren, die ich hier im Forum bin, immer wieder gelesen, dass Abhängige eine Trinkpause machen. Wenn sie merken, der Co will abspringen.

    Mein Ex hat das auch so gemacht. Tolle Versprechungen, Erklärungen warum er hatte trinken müssen. Das ging dann mal kürzer mal etwas länger gut, dann fing genau das alte Spiel wieder an. Genau dann, wenn ich dachte, es ist ja doch alles nicht so schlimm und ich hab es mir nur eingebildet.

    Taten zählen. Und zwar in der Form, dass deine Freundin zum Arzt geht, eine Entgiftung macht usw. Alles andere ist, nach meiner Erfahrung, nur Hinhaltetaktik und soll dich wieder zurückholen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Sebi,

    bei meinem ersten Mann war es so, dass durch den Alkohol seine Persönlichkeit deutlicher wurde, so richtig zum Vorschein kam. Und was da zum Vorschein kam, fand ich nicht dann irgendwann garnicht mehr gut.

    Ich finde es gut, dass du dich nun abgrenzt. Das ist das beste, du wirst sonst immer wieder mit ihr konfrontiert und das macht das Ganze sehr viel länger und belastender.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Laura,

    er soll sein Weg gehen, ich gehe meinen.

    So ist es.

    Und um dir das Ganze zu erleichtern ist ein totaler Kontaktabbruch am besten. Es ist einfach so. Denn bei jedem Kontakt, egal welcher Art, wird bei dir nur immer wieder eine Wunde aufgerissen.

    Ich habe es selbst so erlebt. Erstmal ist es richtig schwierig, konsequent zu bleiben. Aber es wird leichter.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Chris,

    du bist jetzt freigeschaltet und kannst dich hier überall austauschen. Schreibe aber bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich. Du erkennst diesen Bereich daran, dass die Namen der User noch in rot erscheinen.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Lieber Gruß Aurora

    Hey Luffi,

    aber du bist krank, völlig erschöpft, überfordert und den GDB und die Teilrente hast du auch nicht für umsonst bekommen.

    Du sorgst dich um deinen Mann, um deine Kollegen... Dabei solltest du doch erstmal für dich selbst sorgen. Wenn du völlig umfällst ist auch keinem geholfen. Dir am wenigsten.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Luffi,

    warum traust du dich nicht, dich krankschreiben zu lassen. Wovor hast du Angst?

    Ich meine, ich kannte das von mir auch mal. Ich hab mich hingeschleppt zur Arbeit um als gute Mitarbeiterin dazustehen. Um meine Kollegen nicht im Stich zu lassen. Als die Geschäfte schlechter wurden, wurde ich trotzdem gekündigt. Seitdem weiß ich, ich hab nur mir selbst damit geschadet. Denn da wurde auf mich dann auch keine Rücksicht genommen obwohl ich doch eine so tolle Angestellte gewesen war.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Luffi,

    ja, sowas kenne ich auch. Aus Zeiten völliger Erschöpfung und Depression.

    Wenn es dir so schlecht geht kannst du dich auch krankschreiben lassen. Denn du BIST krank durch die andauernden Belastungen. Du bist im Grunde genommen mindestens genauso kaputt wie dein Mann, er durch den Alkohol, du durch die Auswirkungen auf seine Gesundheit und die dadurch ausgelösten Sorgen, Ängste, den Stress, die Pflege, die ganze Arbeit und Verantwortung.

    Wenn ich mich richtig erinnere, hast du in der kommenden Woche einen Temin bei der Suchtberatung. Eine weitere Anlaufstelle kann auch der Sozialpsychiatrische Dienst sein. Du brauchst dringend Entlastung und mit deinem Mann muss was passieren. Also er müsste in ärztliche Behandlung oder so. Jetzt, nicht erst in 3 Monaten.

    Er weigert sich, das ist echt schlimm. Du fühlst dich verpflichtet, was ich auf eine Art gut nachvollziehen kann. Ich hab es ja auch genug selbst gefühlt und erlebt in meiner ersten Ehe. Aber irgendwo ist auch mal eine Grenze. Bitte gehe zu deinem Arzt, höre auf zu schweigen, erzähle, was bei euch zuhause los ist. Lass DIR helfen um auf die Beine zu kommen. Dann wirst du handeln können.

    Wie die Handlung dann aussieht, ist schwierig zu wissen. Aber jetzt ist oberste Priorität, dass du etwas stabiler wirst.

    Höre auf zu schweigen, vertraue dich Menschen an, lass dir helfen. Bitte.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Wichtelmama,

    meine Erfahrung damals war: als ich endlich in's Handeln gekommen bin, als ich endlich ein Ziel vor Augen hatte und wusste, JETZT ist es soweit, JETZT geht's los und ich werde und will das schaffen, da ist bei mir ein Schalter angegangen. Ich hatte Energie und Mut. Ich hatte dieses Forum hier. Ich hatte wieder Zuversicht.

    Das alles wünsche ich dir auch und etwas davon spürst du ja schon selbst. Das ist echt gut.

    Liebe Grüße Aurora