Beiträge von Aurora

    Hallo cinderela,

    hier bist du nun an Ort und Stelle für den Austausch.

    Du schreibst, dass du seit 3 Jahren mit einem Alkoholiker zusammen bist. Lebt ihr zusammen in einer Wohnung?

    Das Zusammensein mit einem Abhängigen ist schwierig. Ich habe mehr als 20 Jahre mit meinem ersten Mann gelebt. Im Laufe der Jahre ist er vom missbräuchliche Trinken in die Sucht gerutscht. Es hat lange gedauert, bis ich einen Schlussstrich für mich ziehen konnte.

    Wie geht es dir damit, dass er trinkt?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo KaDett,

    es braucht dir nicht leid zu tun. Ich war viele Jahre lang coabhängig von meinem ersten Mann. Und niemand hat mich dazu gezwungen, das mitzumachen oder auszuhalten. Ich hätte jederzeit gehen können, mich entscheiden können, es für mich zu beenden.

    Warum ich das nicht konnte, hatte viele Ursachen, die in mir selbst lagen.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe foxi,

    du liest dich sehr klar und entschlossen, das finde ich gut. Ja, wenn dein Kind betroffen ist, ist es nochmal eine ganz andere Hausnummer als wenn es sich um den Partner handelt. Vom Gefühl her. Das ist ganz klar.

    Aber die Schritte, die Abgrenzung ist ebenso das, was das Beste ist. Für dich als Mutter, für mich damals als Ehefrau. Zuzusehen, wie ein geliebter Mensch sich zugrunde richtet ist unglaublich schmerzlich. Die Hilfestellungen, die du aus Liebe machst, bewirken nicht das, was du damit bewirken möchtest. Du bist im Dauerstress und der macht dich kaputt. Nach und nach.

    Und für die Ehefrau kannst du eben auch nichts tun, wie du schon schreibst. Da muss sie selbst Wege finden.

    Es ist mutig, dass du dich, dein Mann sich sicher auch, dem jetzt stellst und ihr euch abgrenzt.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe foxi,

    das Lesen kann auch schon helfen. Denn im Grunde genommen, wie ich gestern schon geschrieben hatte, ist Coabhängigkeit vom Kind genauso wie Coabhängigkeit vom Partner.

    Nur dass zum Kind noch andere emotionale Verstrickungen sind. Das ist klar.

    Die Ansage steht, wir können nicht mehr helfen,

    Das ist schonmal gut, dass du eine Ansage gemacht hast. Nun ist es wichtig, das auch umzusetzen. Denn wenn daraus keine Konsequenz folgt, du immer wieder einknickst, nimmt dein Sohn dich nicht mehr ernst. Ich hab das so mit meinem ersten Mann erfahren.

    Als ich endlich soweit war mich tatsächlich zu trennen meinte er zu meinem Sohn: das macht die eh nicht, das hat sie schon oft gesagt.

    ich muss jetzt überlegen wie ich mich schützen kann..

    Hast du denn schon eine Idee, wie das sein kann?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Esther,

    Ich kann ja ohne Alkohol, siehst du ja,

    Wie oft hab ich das gehört. Und Hoffnung geschöpft weil ich es glauben wollte. Weil ich Angst hatte, handeln zu müssen.

    Ja, das raubt einem die Kraft. Viel mehr als es das Handeln tut. Hab ich festgestellt, damals dann als ich handeln konnte.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo foxi,

    genau, du bist hier in deinem Bereich, jeder hat hier sein eigenes Thema.

    Du schreibst hier deine Gefühle, Gedanken, einfach alles rein, was dich beschäftigt. Natürlich so, dass es so anonym wie möglich ist, so, wie du es sowieso schon machst . Du wirst hier auch Beiträge von anderen Mitgliedern erhalten.

    Und du kannst hier überall auch bei den anderen Mitgliedern was schreiben. Und überall lesen sowieso.

    Die Gruppe der Eltern abhängiger Kinder ist leider nicht so groß. Aber das Prinzip der Coabhängigkeit ist schon ähnlich wie bei Menschen in Beziehungen mit abhängigen Partnern. Also kann es einen guten Austausch für dich geben, was ich dir wünsche.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo foxi,

    du hast lange Zeit Alkoholmissbrauch betrieben, bist aber nicht abhängig geworden. So war das auch bei mir. Ich war viele Jahre coabhängig von meinem ersten Mann. Habe kräftig mitgetrunken teilweise. Auch ich hab irgendwann einfach aufgehört, ohne Probleme.

    Wenn aber eine Sucht entsteht, haben im Gehirn verschiedene Prozesse stattgefunden und der Betroffene kann nicht einfach so von heute auf morgen aufhören. Es muss ein tiefer Wunsch von innen sein. Dann ist es wichtig zu entgiften, eventuell Therapie und so weiter.

    Das hat dein Kind alles schon hinter sich aber anscheinend war bisher der innigste Wunsch noch nicht da, das Erkennen von Entweder / Oder. Also weitersaufen bis zum Tod oder aufhören und leben. Und du als Mutter stehst daneben und kannst nichts machen.

    Inzwischen hast du, aus Liebe und weil du gedacht und gehofft hast, etwas zu erreichen, alles für dein Kind getan. Und jetzt ist es so, dass du genug getan hast. Es gibt einfach nichts, was da was ändert außer dein Kind will das. " Der Wille ist da" schreibst du. Aber das scheint nicht genug zu sein. Daraus müssen ernsthafte Schritte folgen.

    Mein erster Mann hat auch immer gesagt, er würde es ja einsehen, er würde es nun angehen usw. Aber daraus ist nichts erfolgt. Außer dass ich wieder gehofft habe, dass er endlich was macht. Was er nicht tat. Er war eine gewisse Zeit ruhig, verständnisvoll, schien nicht zu trinken... Und dann, zack, ging es wieder los.

    Im Grunde genommen hilft nur totale Abgrenzung, Kontaktabbruch. Und das ist nochmal viel schwerer, wenn es das Kind ist...

    Liebe Grüße Aurora

    Und nochmal hallo,

    ein gemeinsamer Termin macht nur Sinn, wenn deine Frau wirklich und ernsthaft etwas verändern will.

    Oft ist es so, dass der abhängige Partner was mitmacht um den Coabhängigen zu beruhigen und ihn wieder gewissermaßen in die Spur zu bringen. Das geht dann ein paarmal oder für eine gewisse Zeit gut und dann wird es mehr und mehr wieder wie vorher.

    Das ist meine eigene Erfahrung und das, was ich hier schon hunderte Mal bei den Cos gelesen habe.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Sundancer,

    was du beschreibst habe ich auch viele Jahre erlebt. Es ist immer wieder ähnlich, wie solche Beziehungen ablaufen, wie der Alkoholiker sich verhält und in Reaktion darauf der Coabhängige.

    Hier ist noch der Vorstellungsbereich, er ist dazu da um erstmal den ersten Schritt zu machen, für uns um den neuen Betroffenen schon ein wenig kennenzulernen.

    Der Austausch findet dann, nach der Freischaltung, in unserer Online-Selbsthilfegruppe statt.

    Ich lade dich ein, daran teilzunehmen. Bitte klicke auf diesen Link

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Füll einfach nur kurz deinen Anmeldegrund aus und du wirst dann freigeschaltet. Dein Thema findest du im Bereich für

    Angehörige und Coabhängige

    wieder.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Laura,

    als ich hier im Forum ankam, wurde öfter vom IAS Syndrom gesprochen. Und das bedeutet: Ich Arme Sau...

    Diese Mitleidschiene kenne ich von meinem ersten Mann auch. Wenn er genug intus hatte heulte er wie ein Schlosshund. Alle Welt war gegen ihn. Und ich, als seine Ehefrau, war absolut böse zu ihm, dem Mann mit IAS. Er hat öfter gesagt, er würde sich aufhängen, dann wäre ich ihn los und hätte meine Ruhe.

    Lange hatte ich dann tatsächlich Mitleid, irgendwann aber nur noch Verachtung. Trotzdem sprach dieses Verhalten was in mir an, was mich da erstmal festhielt. Ich hatte Verachtung und gleichzeitig konnte ich nicht loslassen. Und er hatte damit das Bild einer intakten Familie, nach außen. Eine Scheinnormalität.

    Und ich hatte dann immer öfter Angst vor dem Nachhausekommen weil ich nicht wusste, wie ich ihn vorfinden würde. Gruselig. So läuft doch keine gute Beziehung.

    Stellst du dir so in etwa dein Leben vor, deine Zukunft? So wie es jetzt bei dir läuft und es wird schlimmer werden. Ist das ein Mensch, mit dem du auf Augenhöhe bist?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo foxi,

    erstmal herzlich willkommen.

    Ein alkoholkrankes Kind zu haben ist schon eine Hausnummer. Ich war sehr lange coabhängig von meinem ersten Mann, das war schon schlimm. Da spielen ja viele Emotionen mit. Bei einem Kind ist die Verbindung ja nochmal eine andere, ganz tiefe Sache.

    Du schreibst, du möchtest dich hier umschauen und lesen. Das kannst sehr gerne machen.

    Wenn du dich auch austauschen möchtest, kannst du dich mit diesem Link bewerben:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Durch das Draufklicken auf diesen Link öffnet sich eine neue Seite. Schreib einfach kurz was dazu und du wirst dann freigeschaltet. Dein Thema findest du danach im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Laura,

    im Grunde genommen bist du abhängig. Von seinem Verhalten und dem ganzen Trara um seinen Zustand. Sein Gejammer drückt bei dir Knöpfe und in dir drin läuft ein Muster ab, nach dem du funktionierst.

    Am besten du machst dein Handy aus und suchst dir eine Beschäftigung, die dich ablenkt. Probiere es einfach und halte den Druck aus ihn zu erreichen. Es bringt doch nichts. Sein Verhalten löst in dir nichts Gutes aus. Das hat mit Liebe nichts zu tun. Es macht dich kaputt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Wichtelmama,

    bitte warte nicht länger ab sondern tu was. Alles Geld der Welt, keine noch so schöne Wohnung/ Haus kann das nicht aufwiegen, welcher psychischen Gewalt die Kinder und du ja auch ausgesetzt sind.

    Du kannst einen Anwalt aufsuchen, Pro Familia, Caritas, Diakonie... es gibt Hilfe, dass vor allem die Kinder da rauszukommen. Das ist Kindswohlgefährdung.

    Das kleine Kind möchte nicht mit dem Vater alleine bleiben. Er macht jedes Mal ein Riesen Geschrei, steigert sich je nach Situation so rein, dass er fast anfängt zu kotzen. Das ist nicht schön mitanzusehen.

    Das tut mir regelrecht weh wenn ich es nur lese...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Laura,

    da steht im Grunde genommen in ein paar Worten, wie es ist:

    Ihr Angehörigen kämpft da echt gegen Windmühlen

    Als ich mich getrennt hatte, war zwar mein Exmann erstmal nüchtern. Aber meine Gedanken kreisten trotzdem immer noch um ihn. Ich war das ja sehr lange gewöhnt, mir Sorgen zu machen.

    Mir hat geholfen daran zu denken, dass er ein erwachsener Mann war. Und sich jederzeit Hilfe holen konnte. Oder was ändern konnte. Er hatte alle Möglichkeiten, die ich auch hatte um leben zu können.

    Dieser Gedanke war echt eine gute Unterstützung. Und ich war viel hier im Forum, wo ich verstanden wurde. Ich hab Spaziergänge gemacht, mit meinem kleinen Fotoapparat. Da habe ich mich auf schöne Motive konzentriert und hatte keine Zeit zum Grübeln. Sondern habe gelernt, wieder hinzusehen, meiner Wahrnehmung zu trauen, dass das, was ich sehe auch richtig ist.

    Vielleicht fallen dir ja Dinge ein, die für dich gut sind, dich ablenken und Spaß machen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Svenja,

    ..meine Grenzen sind völlig verschoben, ich weiß schon gar nicht mehr wo sie sind...

    Das ist das Prinzip hinter dem Verhalten " anziehen - wegstoßen".

    Es soll dich verunsichern, Angst machen und somit bist du gut zu manipulieren. Du weißt irgendwann nicht mehr, woran du bist. Das ist psychische Gewalt, die da passiert.

    Das, was du fühlst gerade, zum Beispiel Schuld, Leere, soll den Weg für ihn ebnen, dass du ihn dankbar wieder aufnimmst, wenn ihm danach ist.

    Bau deine Grenzen wieder auf, stell einfach Stoppschilder auf. Also imaginäre Stoppschilder. Sonst geht das immer so weiter.

    Liebe Grüße Aurora