Beiträge von Aurora

    Hallo Luffi,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    So wie du den Zustand deines Mannes beschreibst, sieht es echt schlimm um ihn aus. Das ist leider der Gang der Sucht, die nicht gestoppt werden konnte.

    Es ist schwer, das mit anzusehen. Das kann ich mir gut vorstellen. Und es ist dann nochmal schwieriger sich zu trennen, wenn der Zustand schon so schlimm ist. Denn es geht ja noch immer um den Menschen.

    Hier kannst du dich für den Austausch bewerben: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Wenn du auf den Link klickst, öffnet sich ein neues Fenster. Schreib nochmal kurz was dazu und du wirst freigeschaltet. Dein Thema wird dann von hier in den Bereich für Angehörige und Coabhängige verschoben.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo,

    momentan bin ich meistens nur lesend hier unterwegs. In meiner Mod-Funktion.

    Ende Februar wäre mein erster Mann 71 geworden. Natürlich habe ich daran gedacht, nach so vielen gemeinsamen Jahren ist das so. Jedenfalls bei mir.

    Und dann sind mir wieder so einige Geburtstage kurz eingefallen, an denen er vom Stuhl gekippt ist oder als Gastgeber der erste war, der bis obenhin abgefüllt war. Meene Jüte, was bin ich um mein langweiliges Leben jetzt froh. Sowas brauchte schon damals kein Mensch, heute erst recht nicht mehr.

    Wenn ich hier die vielen Lebensgeschichten der Cos lese, erkenne ich immer wieder auch mich, wie ich damals war, ein Stück weit darin. Ich weiß selbst noch, dass ich für mich immer wieder Argumente gefunden habe, warum ich mich nicht trennen konnte. Heute denke ich, hätte ich bloß... Hätte, hätte...

    Wie dem auch sei, ich habe es schlussendlich geschafft und das war eine meiner besten Entscheidungen.

    Aurora

    Hallo zurück, jeany,

    du schreibst:

    Ich komme mir wie in einem

    Hamsterrand vor.

    Du kommst dir nicht nur so vor sondern du bist da wirklich drin. Denn im Grunde genommen hat sich doch nichts geändert. Er rennt in seinem Sucht - Hamsterrad und du in deinem Co-Hamsterrad. Da keiner von euch bisher angehalten hat, dreht es sich immer weiter.

    Dass du völlig fertig bist ist da kein Wunder. Aber solange du nicht aus diesem Hamsterrad rausspringst, solange wird es eben nicht anhalten.

    Dein Hund lebt wahrscheinlich nicht mehr. Was hält dich also jetzt noch an diesem Menschen fest?

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo KaDett ,

    es ist okay, dass du deine Gefühle , die du als nasse Alkoholikerin hattest, hier aufgeschrieben hast. Da braucht nix verschoben zu werden. Du bist ja noch nicht soooo lange trocken darum kann es für dich besser sein, erstmal nicht bei uns Cos zu lesen. Das habe ich hier schon von einigen Alkoholikern gelesen, die das erstmal nicht konnten.

    Muss auch nicht sein, wichtig bist ja du und deine weitere Stabilisierung auf dem Weg in ein dauerhaft trockenes Leben.

    Hallo Snowman,

    wie geht es dir denn inzwischen?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Snowman,

    und KaDett ,

    Vielleicht kannst du auch versuchen ein Gespräch mit ihr zu führen. Ohne Angriffe und Vorhaltungen. Vielleicht bekommt sich ja Einsicht und findet den Weg in die Abstinenz. Ich drücke euch die Daumen.

    Gespräche führen Cos ständig mit ihren abhängigen Partnern. Dass dadurch eine Einsicht entsteht und ein Weg in die Abstinenz gefunden wird, ist nach meiner eigenen Erfahrung und auch durch meine Erfahrung aus fast 18 Jahren Selbsthilfe sehr, sehr selten. Ich hab damals öfter solche gutgemeinten Tipps bekommen, dadurch bekam ich wieder Hoffnung, hab wieder Zeit und Energie reingesteckt, ohne Erfolg, und hab noch länger in der Beziehung drinnen gehangen...

    Hallo Snowman,

    mit Trennung habe ich meinem ersten Mann auch oft gedroht. Konsequenzen daraus gab es für ihn nicht, ich hab es nie gemacht. Bis zu dem Tag, wo ich wusste, ich kann und will so nicht weiterleben. Ich hatte körperliche und seelische Probleme, war dauererschöpft. Als ich meinem ersten Mann dann sagte, ich trenne mich, hat er mich ausgelacht. Und zu unserem Sohn gesagt: " das hat sie schon oft gesagt, macht sie eh nicht."

    Tja, ich hab's gemacht, da war er baff.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mausipieps,

    ich hab die letzten 3 Beiträge aus dem Thread von c.o.ma mal in dein Thema verschoben.

    Heute ist ein schwerer Tag. Da wird nochmal ganz deutlich, was passiert ist. Es ist ein Abschied. Und es tut weh, wie noch nie etwas wehgetan hat. Aber es ist wichtig für die Verarbeitung, für die Trauer.

    Das " Warum", jede Frage, die dir einfällt wird eine neue Frage ergeben. Es gibt keine Antwort die irgendetwas erklärt oder dich zufrieden machen kann. Aber eines ist sicher. Dein Bruder wird immer ein Teil von dir sein, ganz sicher in deinem Herzen sein.

    Ich umarme dich und wünsche dir viel Kraft

    Aurora

    Hallo Laura,

    Wenn ich einen gesunden Mann kennen lerne der MIR gut tut, wo alles perfekt läuft , dann habe ich Angst das zu verlieren,

    Wow, da hast du was ganz Wichtiges erkannt und das ist gut.

    Damit kannst du etwas anfangen, etwas gegen diese Verlustangst tun. Erkennen, woher sie kommt. Es ist gut, dass du ehrlich zu dir selbst sein konntest und das herausgefunden hast.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo wieweiter,

    heute habe ich in einem Gespräch mit jemandem erwähnt, dass mein erster Mann sich totgesoffen hat. Das war im November 2018, wir waren da schon seit 11 Jahren getrennt, geschieden und ich neu verheiratet. Und doch ist da wieder diese leise Traurigkeit gewesen. Ich hatte keine Liebe mehr für ihn aber trotzdem bin ich immer wieder auch noch traurig, wenn ich daran denke.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Sonnenblume1972,

    diese Hilflosigkeit habe ich mit meinem ersten Mann auch kennengelernt. Hilflosigkeit, Machtlosigkeit. Das sind zwei der vielen Gefühle in Beziehungen mit Abhängigen.

    In unserer Online-Selbsthilfegruppe kannst du dich austauschen und sortieren und daraus einen Weg für dich finden. Für die Freischaltung klick einfach hier:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    und schreib noch kurz etwas dazu. Danach findest du dann dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige wieder.

    Ach und übrigens habe ich den Namen, den du geschrieben hattest, editiert. Es ist wichtig, so anonym wie möglich zu schreiben. Und Klarnamen sind ungünstig dabei. Denn es kann das ganze www mitlesen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Wichtelmama,

    auch wenn es nervt...

    Es ist sonst keinerlei Form von häuslicher Gewalt etc. da. Keiner ist hier jemals geschlagen worden oder sowas.

    Was da passiert bei euch IST häusliche Gewalt! Das ist ein Fakt!

    Es ist bloß ganz vielen Menschen nicht bewusst. Der Gedanke ist immer: da muss geschlagen worden sein, körperliche Misdhandlungen passieren. Aber nein, das ist nur ein Teil der Gewalt, die passiert. Die seelische Gewalt, die nicht nur deinen Kindern sondern auch dir zugefügt wird, ist bloß nicht sichtbar.

    Das ist ja das Fatale. Aber es ist Gewalt.

    Bitte sei weiterhin mutig, ich kann mir vorstellen, dass du ziemlich unter Druck stehst. Es ist gut, dass du mit Menschen in deinem Umfeld redest. Und auch hier schreibst. Ich möchte dir auch nichts Böses oder denke, du bist unfähig. Nein, keinesfalls! Ich möchte dir bloß ganz deutlich zeigen, was da passiert.

    Du und deine Kinder ihr seid es wert, ein gutes Leben zu haben. Und das ist so, wie es jetzt ist, nicht möglich.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Wichtelmama,

    ich komm jetzt auch noch und schließe mich allen VorschreiberInnen an. Einfach um dich immer wieder zu sensibilisieren, was da abgeht.

    Gott sei Dank hat er diese Ausfälle ja nicht immer und kann auch sehr liebevoll mit den Kindern sein. Sonst wäre es ja wirklich Terror, also so richtig schlimm!

    Es wäre nicht Terror, es IST Terror. Und ich glaube dir ja und lese hier auch, dass du was am Ändern bist. Ich bin schon einer Verfechterin von kleinen Schritten aber es gibt Situationen, da muss du in's kalte Wasser springen.

    Was ist mit anwaltlicher Hilfe, dem Jugendamt, Krisendienst...

    Es gilt nicht zu sagen, " ich kann ihn doch nicht in die Pfanne hauen", es gilt, die Kinder und auch du müsst da raus. Jetzt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo wieweiter,

    ich finde es gut, dass du dein Leben mit schönen Dingen ausfüllst, trotz der Dinge, die passiert sind.

    Die Musik hatte soviele Facetten, ich konnte alle meine Gefühle darin erkennen, Liebe, Wut, Hilflosigkeit, Trauer, Hoffnung und Trost.

    Das ist soooo schön und ich habe das auch schon so erfahren in meiner Trauer um meine Tochter und meinen Enkel. Ich drück dich einfach mal

    Aurora

    Hallo Tea-Time,

    das ist ein Prozess, der da stattfindet. Coabhängigkeit besteht ja aus Verhaltensmustern, aber auch aus der individuellen Persönlichkeit. Und vor allem ist da die Person, von der du coabhängig bist.

    Bei mir war es so, dass ich mich zuerst mal getrennt hatte. Das war der allerwichtigste Schritt. Ich habe nach und nach durch sehr viel Ehrlichkeit mir gegenüber Muster, Verhaltensweisen erkannt und wie ich gestrickt bin. Ich habe eine Therapie angefangen.

    Dann habe ich mich getraut, Grenzen zu setzen. "Nein" zu sagen. Das war sehr schwer für mich, ich hatte dabei Übelkeit, mir war schwindelig, ich hatte richtig körperliche Symptome. Und schlechte Gefühle. Das hab ich ausgehalten. Ich habe gelernt, wieder meinen Wahrnehmungen zu vertrauen. Erkannt, dass ich einen Wert habe.

    Ich habe mich wieder in meinen Fokus gerückt. Sehe zu, dass ich gut für mich sorge, mich nicht zugunsten aller anderen verbiege, meine eigenen Bedürfnisse wichtig nehme.

    Das ist ein grober Abriss und sicher individuell. Aber eins weiß ich ganz sicher. Ich werde niemals mehr mit einem nassen Alkoholiker zusammensein wollen oder können.

    Liebe Grüße Aurora

    Hey Pingu,

    Schlimm finde ich aber das Gerülpse, Geschnarche und die Fahne. Ich merke richtig, wie es bzw. er mich anekelt und dann fühle ich mich schlecht, weil ich diese Gedanken habe.

    Warum sich schlecht fühlen? Es IST doch auch ekelig und nervig, echt mal. Ekel ist ein Gefühl, was auch da sein darf.

    Das Rülpsen, das mein erster Mann nach dem tiefen Schluck aus der Bierpulle oft auch in meine Richtung losließ, hat mich echt wertlos fühlen lassen, irgendwann. Weil ich es als rücksichtslos mir gegenüber fand. Ich meine, klar rutscht einem sowas schon mal raus. Aber das irgendwie rauszulassen, komme was wolle, ist schon irgendwie ekelig...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Minna,

    als ich in meiner neuen Wohnung angekommen war hatte ich noch lange das Gefühl, ich wäre in einer Ferienwohnung. Und ich hatte innerlich auch lange das Gefühl, dass ich ja, wenn ich wollte, zurückgehen könnte.

    Aber mit dem Abstand konnte ich immer besser auf die Situation gucken. Mein erster Mann war ja nüchtern geworden als ich mich getrennt habe. Und er war sehr anhänglich und ich hab auch nicht richtig loslassen können. Wir wohnten " umme Ecke" und hatten dauernd Kontakt.

    Und da hab ich mehr und mehr gemerkt, dass nichts mehr an Liebe da war. Es war was anderes, Gewohnheit, Schuldgefühle und Ängste, die mich festhielten. Und er wusste auch was er sagen, wie er sich verhalten musste, um in mir diese Gefühle zu wecken. So ging das noch einige Monate, immer hingen wir zusammen, immer mehr ging mir das auf den Geist, immer mehr kam ich in meiner Wohnung an, immer mehr war es MEINE Wohnung, mein Zuhause. Bis ich endlich Stopp sagen und eine Grenze ziehen konnte.

    Hab Geduld, das wird.

    Und so Musik in Dauerschleife, dann schöööön zu heulen und den guten, alten Zeiten hinterher zu trauern, kenn ich auch. Bisschen im Selbstmitleid hängen, muss auch sein. Das gehört dazu, Trauer hat auch diese Seite. Nur nicht drinnen hängen bleiben ist wichtig.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Nordseehexe,

    du bist jetzt freigeschaltet und kannst dich hier überall austauschen. Mit einer Einschränkung, bitte schreibe in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich. Du erkennst ihn daran, dass die Namen der Mitglieder in roter Schrift erscheinen.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Liebe Grüße Aurora