Beiträge von Aurora

    Hallo Ich,

    ich verstehe gut, dass du gerade sehr aufgewühlt bist.

    Du darfst als Angehörige hoffen, dass er es schaffen kann trocken zu werden und zu bleiben. Das kann dir doch niemand verbieten. Und dass du ihn als Menschen siehst ist ja richtig. Er ist ja auch ein Mensch. Er ist krank, alkoholkrank.

    Aber für Angehörige ist es sehr schwer beim Abhängigen was zu verändern. Solange es derjenige nicht selbst aus eigenem, inneren Willen auch möchte. Die Erfahrung, die ich selbst und die meisten Coabhängigen hier gemacht haben zeigt, dass die Hoffnung, dass alles gut wird, die Liebe den Angehörigen trockenlegen kann, sich nicht erfüllt hat.

    Aber komm erstmal in Ruhe an und vor allem komm nach den ganzen Ereignissen selbst zur Ruhe.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Tanja,

    du schreibst

    Für uns ist das eh eine große Umstellung, und dazu muss ich täglich das Verhalten meines Manns ertragen.

    Nein! Du musst das nicht ertragen.

    Ich finde es gut, dass du dir Einen Anwalttermin geholt hast. Damit bekommst du Informationen und weißt, wie du weitermachen kannst. Sowas gibt Sicherheit. Ich habe es ähnlich gemacht damals und habe diese Erfahrung gemacht.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Ich,

    nun bist du also gut angekommen in unserer " Co-Abteilung".

    WhatsApp kannst du auch blockieren, das kann hilfreich sein. Er lässt jetzt seinen ganzen Frust raus. Das brauchst du dir nicht anzutun.

    Ich drücke die Daumen, dass du doch noch gut schlafen kannst und es dir morgen besser geht.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Ich,

    herzlich willkommen. Ich bin eine ehemalige Angehörige, mein erster Mann war Alkoholiker.

    Wie sieht es denn bei dir aus, erzähl doch mal ganz kurz. Lebst du mit deinem Partner zusammen, wie geht es dir mit allem?

    Wir sind hier viele Coabhängige, du bist in guter Gesellschaft.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Suse,

    ich kann mich dem, was Mathilda geschrieben hat, nur anschließen.

    Es gibt Hilfe von Anlaufstellen, da wissen die Leute Bescheid, welche Rechte und Pflichten du hast und welche Möglichkeiten. Kinder mit einem nassen Alkoholiker alleine zu lassen ist keine gute Idee...

    Ich hatte es aus deinem ersten Beitrag so verstanden, dass du dich getrennt hast und mit deinen Kindern woanders lebst. Anscheinend ist das nicht so.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Suse,

    Ich suche am meisten nach Ehen und Beziehungen, die es auch geschafft haben mit der Krankheit ihre Ehe zu erhalten, der nasse A ein trockener A geworden ist. Beide an sich gearbeitet haben. Ist da wer?

    Was erwartest du davon, einen Austausch mit solchen Menschen zu haben?

    Es gibt hier ja Menschen, die trocken geworden sind und deren Beziehung wieder funktioniert. Aber das geht halt nur weil der Alkoholiker, die Alkoholikerin aus eigenem, inneren Wunsch und Antrieb sich Hilfe geholt hat und trocken geworden ist und lernt, mit seiner, ihrer Sucht umzugehen.

    Und die Partnerin , der Partner entweder nicht coabhängig war oder ebenfalls für sich viele Veränderungen durchlaufen hat.

    Das wird aber dir jetzt nichts nutzen. Denn dein Mann steckt voll in der Sucht drinnen und du wirst ihn da nicht rausholen können. Wenn er das nicht will. Dir wird der Austausch mit uns Coabhängigen, die wir unsere Schritte aus der Abhängigkeitsbeziehung machen oder gemacht haben mehr bringen.

    Denn es geht um das Akzeptieren der eigenen Grenzen, das Loslassen, das Zurückbekommen eines eigenen Lebens. Und um noch viel mehr.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Vayana,

    mir hat es geholfen, keinen Kontakt zu haben. Mir eigene Erlebnisse zu schaffen um abgelenkt zu sein. Der Kontrollgedanke war hartnäckig. Da hilft wirklich Ablenkung.

    Außerdem hat mir geholfen mir klarzumachen, dass ich nichts für ihn tun konnte. Dass er alt genug war um sich selbst zu helfen, wenn er es denn wollte. Und ich habe festgestellt dass ich sein IAS ( ich arme Sau)Gejammer nicht mehr hören wollte, dass ich mich dadurch auch noch schlecht und schuldig gefühlt habe. Er aber meine Hilfe auch nicht wollte.

    Irgendwann habe ich begriffen, dass ich ihm diesen Raum, den die Sorge oder die Gedanken um ihn in meinem Leben einnahmen, nicht mehr geben wollte. Denn dadurch wurde der Raum für mich und mein eigenes Leben weniger.

    Es ist eine Übungssache und ein Aushalten. Es wird einfacher und irgendwann stellst du fest, dass diese Gedanken nur ihn nicht mehr da sind.

    Genieße deinen Urlaub, den hast du dir verdient.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Nutella,

    es ist unmöglich jemandem zu helfen, der das nicht möchte. Du lässt ihn fallen, ob er dadurch aber nun was verändert und mit dem Trinken aufhören wird, steht in den Sternen. Deshalb kannst im Grunde genommen nur dir selbst helfen und was verändern.

    Durch die Trennung hast du das ja gemacht. Na klar, das ist schwierig und erstmal musst du dich neu sortieren. Aber schau auf dich und deine Kinder, das ist das, was in deiner Hand liegt.

    Dein Mann muss sehen, was und ob er für sich nun was macht oder nicht. Darauf hast du leider keinen Einfluss.

    Wenn einer der Moderatoren und Moderatorinnen online ist, kannst du für den Austausch freigeschaltet werden.

    Liebe Grüße Aurora

    Wow, saltsoul,

    WAS für ein Schritt. Das ist klasse. Du wirst sehen, dass es nun Stück für Stück einfacher werden kann. Diese Erfahrung, dass du ernstgenommen wirst, Verständnis bekommst, kannst du nun als gute Motivation nehmen, weiter zu machen. Und du wirst ganz oft weiter diese gute Erfahrung machen dass, wenn du um Hilfe fragst und offen bist, du auch Hilfe und Verständnis und Unterstützung bekommst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Haar,

    erstmal herzlich willkommen.

    Ich suchekrampfhaft ein Wohnung

    Bin fertig mit den Nerven

    Und dann denke ich

    Es wird wieder alles gut

    Ja, diese Ambivalenzen kenne ich auch noch sehr gut. Irgendwie ist da dann noch ein Fitzelchen Hoffnung, nichts ändern zu müssen und alles wird wieder gut.

    Aber halte dir vor Augen, wie er dich behandelt, was er dir an den Kopf wirft. Das ist psychische Gewalt, massive Abwertung. Du hast eine sehr schlimme Erkrankung hinter dir. Eingriffe an deinem Körper, die für eine Frau ganz schlimm sind.

    Was kann da wieder gut werden? Du hast alles gegeben, was du konntest. Jetzt solltest du DICH an die erste Stelle setzen. Er ist alt genug um selbst zurecht zu kommen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Reike,

    Würd es ihn helfe eine Zeitrau zu stelle? So nach den Motto wenn er bis Oktobe sich nicht helfe lässt passiert das und das?

    Das ist genauso, wie ich es dir am Anfang schonmal geschrieben habe.

    Ein Ultimatum zu stellen macht nur Sinn, wenn du dann deine Androhung auch wirklich wahrmachst. Ansonsten nimmt er dich bald nicht mehr ernst.

    Und ob er wegen einer Androhung dauerhaft was ändert ist fraglich. Mein erster Mann hat, wenn ich ihm zu böse wurde, mal eine Zeitlang weniger bis nichts getrunken. Und wenn ich dann dachte er hätte was kapiert und würde für immer aufhören zu trinken - peng, dann saß er wieder volltrunken auf dem Sofa rum.

    Als Angehörige bist du machtlos. Er wird erst dauerhaft was ändern wenn Er es will. Wenn er selbst den tiefen Wunsch hat, das Trinken aufzuhören. Das ist Fakt, das bedeutet Sucht.

    Ich hab über 20 Jahre lang alles probiert um meinen ersten Mann zu retten, zu überzeugen, ihn da rauszuholen. Durch Liebe, liebe Worte, Drohungen, Schreien, Heulen und Anklagen.

    Ich war am Schluss sehr erschöpft davon. Kaputt. Dann habe ich es kapiert: ich kann nichts tun für ihn. Sondern nur für mich selbst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Reike,

    herzlich willkommen. Du schreibst

    vor ein paar Tagen habe ich gesagt das ich eine Wohnung suche.

    Machst du das auch wirklich? Also suchst du eine Wohnung und planst die Trennung?

    Ich frage deshalb weil ich meine eigene Erfahrung damit habe.

    In meiner langjährigen Ehe ist mein erster Mann von Missbrauch in die Sucht abgerutscht. Es hat gedauert bis mir das wirklich bewusst geworden war, was da ablief. Ich wurde dann zunehmend unglücklicher und hilfloser. Und da war eines meiner Druckmittel, mit dem ich ihn zum Aufhören zwingen wollte, die Drohung, mich zu trennen.

    Ich habe das oft gesagt. In dem Moment war ich dann auch immer überzeugt das zu machen. Aber im nächsten hatte ich schon 1000 Gründe, warum das nicht ginge.

    Der "Erfolg" dieser Drohungen war, dass mein erster Mann mich nicht mehr ernst nahm. Er hat mich ausgelacht.

    Als ich dann, nach 26 Jahren, endlich soweit war mich zu trennen, also es auch machen zu können, sagte er zu unserem Sohn, mit höhnischem Lachen: " das macht die eh nicht, das hat sie ja schon oft gesagt."

    Inzwischen weiß ich, dass sowas nichts bringt. Wenn ich was androhe sollte ich es auch durchziehen. Also vorher gut überlegen ob ich das auch kann, was ich da sage.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mine,

    zuerst freue ich mich, dass es deinem Mann besser geht und er fachliche Unterstützung bekommt. Und auch annimmt.

    Und ich freue mich, dass du mit deiner Tochter was unternommen hast und es dir besser geht.

    Gerade zählt das " Jetzt" . Das heißt, du kannst zur Ruhe kommen und für dich sortieren. Dein Mann lebt und darüber darfst du dich freuen. Alles andere ist Zukunftsmusik und Spekulation.

    Ein Plan B kann nie schaden. Die Zeit wird zeigen, wohin dein Weg dich führt. Oder welchen Weg dein Mann wählt. Und ob ihr ihn gemeinsam gehen werdet.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Lotta,

    auch Kinder können ja eine Art Coabhängigkeit haben. Vielleicht denkt sie auch, ihr Papa braucht sie weil er nicht zurecht kommt. Vielleicht macht sie sich Sorgen, hat Angst, dass ihm was passiert. Wer weiß, wie er sie manipuliert.

    Das waren beim Lesen so meine Gedanken. Da auch mal einen Blick drauf zu haben. Denn sowas wäre echt fatal.

    Liebe Grüße Aurora