Beiträge von Aurora

    Hallo Reike,

    Würd es ihn helfe eine Zeitrau zu stelle? So nach den Motto wenn er bis Oktobe sich nicht helfe lässt passiert das und das?

    Das ist genauso, wie ich es dir am Anfang schonmal geschrieben habe.

    Ein Ultimatum zu stellen macht nur Sinn, wenn du dann deine Androhung auch wirklich wahrmachst. Ansonsten nimmt er dich bald nicht mehr ernst.

    Und ob er wegen einer Androhung dauerhaft was ändert ist fraglich. Mein erster Mann hat, wenn ich ihm zu böse wurde, mal eine Zeitlang weniger bis nichts getrunken. Und wenn ich dann dachte er hätte was kapiert und würde für immer aufhören zu trinken - peng, dann saß er wieder volltrunken auf dem Sofa rum.

    Als Angehörige bist du machtlos. Er wird erst dauerhaft was ändern wenn Er es will. Wenn er selbst den tiefen Wunsch hat, das Trinken aufzuhören. Das ist Fakt, das bedeutet Sucht.

    Ich hab über 20 Jahre lang alles probiert um meinen ersten Mann zu retten, zu überzeugen, ihn da rauszuholen. Durch Liebe, liebe Worte, Drohungen, Schreien, Heulen und Anklagen.

    Ich war am Schluss sehr erschöpft davon. Kaputt. Dann habe ich es kapiert: ich kann nichts tun für ihn. Sondern nur für mich selbst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Reike,

    herzlich willkommen. Du schreibst

    vor ein paar Tagen habe ich gesagt das ich eine Wohnung suche.

    Machst du das auch wirklich? Also suchst du eine Wohnung und planst die Trennung?

    Ich frage deshalb weil ich meine eigene Erfahrung damit habe.

    In meiner langjährigen Ehe ist mein erster Mann von Missbrauch in die Sucht abgerutscht. Es hat gedauert bis mir das wirklich bewusst geworden war, was da ablief. Ich wurde dann zunehmend unglücklicher und hilfloser. Und da war eines meiner Druckmittel, mit dem ich ihn zum Aufhören zwingen wollte, die Drohung, mich zu trennen.

    Ich habe das oft gesagt. In dem Moment war ich dann auch immer überzeugt das zu machen. Aber im nächsten hatte ich schon 1000 Gründe, warum das nicht ginge.

    Der "Erfolg" dieser Drohungen war, dass mein erster Mann mich nicht mehr ernst nahm. Er hat mich ausgelacht.

    Als ich dann, nach 26 Jahren, endlich soweit war mich zu trennen, also es auch machen zu können, sagte er zu unserem Sohn, mit höhnischem Lachen: " das macht die eh nicht, das hat sie ja schon oft gesagt."

    Inzwischen weiß ich, dass sowas nichts bringt. Wenn ich was androhe sollte ich es auch durchziehen. Also vorher gut überlegen ob ich das auch kann, was ich da sage.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mine,

    zuerst freue ich mich, dass es deinem Mann besser geht und er fachliche Unterstützung bekommt. Und auch annimmt.

    Und ich freue mich, dass du mit deiner Tochter was unternommen hast und es dir besser geht.

    Gerade zählt das " Jetzt" . Das heißt, du kannst zur Ruhe kommen und für dich sortieren. Dein Mann lebt und darüber darfst du dich freuen. Alles andere ist Zukunftsmusik und Spekulation.

    Ein Plan B kann nie schaden. Die Zeit wird zeigen, wohin dein Weg dich führt. Oder welchen Weg dein Mann wählt. Und ob ihr ihn gemeinsam gehen werdet.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Lotta,

    auch Kinder können ja eine Art Coabhängigkeit haben. Vielleicht denkt sie auch, ihr Papa braucht sie weil er nicht zurecht kommt. Vielleicht macht sie sich Sorgen, hat Angst, dass ihm was passiert. Wer weiß, wie er sie manipuliert.

    Das waren beim Lesen so meine Gedanken. Da auch mal einen Blick drauf zu haben. Denn sowas wäre echt fatal.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Vayana,

    dieser Therapeut ist kein guter Therapeut. Das erkennst du schon daran, dass er euch zusammen behandelt. Oder ist er ein Paartherapeut? Trotzdem verstehe ich nicht, dass er sowas sagt. Er ist nicht neutral.

    Dir geht es in dieser Beziehung mehr als schlecht. Du erfährst Abwertung, Nichtachtung, Übergriffigkeit. Meine Definition einer glücklichen Beziehung sieht anders aus...

    Und die Kinder? Erleben, wie ihr als Paar miteinander umgeht. Wie er als Mann mit dir als Frau umgeht. Wieviel Misschtung da ist usw. Das prägt sie doch auch. Das prägt sie als Bild, wie eine Beziehung angeblich funktioniert. Dass es " normal" ist so miteinander umzugehen. Und eine unglückliche Mutter zu haben kann auch für Kinder eine Belastung darstellen.

    Aber die Vorstellung, er wäre gar nicht mehr da, beängstigt mich sehr.

    Was macht dir da Angst? Kannst du das erkennen?

    Vayana, ich will dir nix Böses, mein Beitrag soll ein wenig an dir rütteln. Du bist ja nicht für umsonst hier in den Austausch gekommen. Im besten Fall kann dir das hier helfen, dass es dir besser geht. Denn wirklich gut geht es dir ja nicht mit allem.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Sunshine,

    herzliches Beileid zu deinem Verlust.

    Es ist schrecklich was diese Droge, die überall frei verkäuflich rumsteht, anrichtet.

    Du bist als Angehörige da einen schlimmen Weg mit deinem verstorbenen Partner mitgegangen. Das hat mit Sicherheit Spuren hinterlassen. Ich war viele Jahre mit einem Alkoholiker verheiratet. Das hat mein Leben sehr beeinflusst, nicht zum Guten. Mein erster Mann ist aber erst etliche Jahre nach meiner Trennung von ihm verstorben, an den Folgen seiner Sucht.

    Ich hoffe, du hast vor Ort Unterstützung. Um mit deiner Trauer, mit all deinen Gefühlen aufgefangen werden zu können.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Seb, herzlich willkommen,

    mein Beileid zum Tod deines Vaters.

    Als erwachsenes Kind eines alkoholkranken Elternteils bist du hier in guter Gesellschaft. Ein Austausch kann wirklich sehr viel bewirken.

    Ich selbst war, wie deine Mutter, in jahrelanger Ciabhängigkeit mit meinem abhängigen ersten Mann. Helfen kannst du deiner Mutter nicht, wie du schon selbst festgestellt hast. Aber auch für Cos gibt es Selbsthilfegruppen. Blaues Kreuz, Anonyme Alkoholiker, Kreuzbund, Guttempler... Also sowas kannst du ihr ja mal vorschlagen, wenn du magst.

    Aber hier ist jetzt DEIN Platz. Schön, dass du da bist.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Silberstreifen,

    meene Jüte, wie kommen die Nachbarn darauf, sich als Eheberater aufzuspielen? Ohne überhaupt zu wissen, was bei euch los ist?

    Lass dich nicht verunsichern. Du hast genug Gründe für das, was du entschieden hast und wie du jetzt handelst. Und du bist niemandem Rechenschaft schuldig. Schon garnicht solchen übergriffigen Menschen gegenüber. Da wäre ich jetzt echt sehr wütend.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Saby,

    Das Schlimmste an der Sache ist, dass ich ja selbst mit einem Alkoholiker Vater aufgewachsen bin. Das traue ich mich kaum zu schreiben, denn eigentlich sollte ich doch dann schlauer sein, oder?!

    Na ja, mit " schlau" hat das nicht immer was zu tun. Durch das Zusammenleben mit deinem suchtkranken Vater haben sich bestimmte Muster bei dir eingeprägt. Und die passieren erstmal unbewusst. Denn das Verhalten des Partners fühlt sich erstmal irgendwie vertraut an. Und das gibt eine Sicherheit.

    Dass die nun nicht gerade toll ist, ist schon klar.

    Darum finde ich es so wichtig dass wir Cos erkennen, warum wir ticken wie wir ticken. Denn nur so ist es möglich, mit sich achtsam zu sein und nicht immer wieder in den gleichen Beziehungsmustern zu landen.

    Bei mir war letztens der Gegenvorschlag, da bei mir große Wahrscheinlichkeit Osteoporose sein kann-ich solle doch ein Glas Milch trinken (mir wird von Milch grundsätzlich schlecht) dann trinke er ein Glas pro Tag weniger… äh ja klar.

    Diese Aussage von ihm ist absolut bescheuert. Mir fällt gerade kein anderes Wort ein.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Saby,

    herzlich willkommen.

    Diese Argumente, ich sei die Süchtige und würde ja auch dies und das zuviel haben, kenne ich leider auch.

    Ich glaube, damit will der Angesprochene von sich selbst ablenken, seinen Konsum dadurch kleiner machen.

    Auch diese Schuldzuweisungen habe ich erlebt. Im Grunde genommen lese ich das ähnlich hier immer wieder. Und habe es selbst erfahren. Es ist wie ein Muster. Zieh dir den Schuh, dass du Schuld seist, bitte nicht an. Denn das bist du garantiert nicht.

    Ich finde es gut, dass du über eine Trennung nachdenkst. Ganz, ganz oft ist das tatsächlich der einzige Weg um sich und die Kinder zu schützen.

    Liebe Grüße Aurora

    Am Anfang meiner Erkenntnis über meine Coabhängigkeit und seinen Alkoholismus war Therapie für mich gleichzusetzen mit: erstmal Entgiftung, dann gleich anschließend Therapie.

    Für mich als aktive Coabhängige damals hat eine Therapie bedeutet, dass in dem Falle mein erster Mann sich mit seiner Sucht auseinandergesetzt hätte. Wege gefunden hätte um abstinent bleiben zu können. Das hätte für mich einfach die Ernsthaftigkeit unterstrichen, was ändern zu wollen.

    Aber er hat das als Quatsch abgetan, genauso wie den Besuch einer SHG...

    Und inzwischen sehe ich das auch etwas differenzierter. Eine Therapie kann super sein, das weiß ich auch aus eigener Erfahrung mit meiner Verhaltenstherapie. Und aus den Erzählungen von Dante über seine ambulante Therapie.

    Ich kenne inzwischen aber auch viele, die es ohne geschafft haben.

    LG Aurora

    Hallo Ophelia,

    Dass ich ein märchenhaftes Happy End will, mit Glückseligkeit und einem trockenen Mann, ist naiv und falsch

    Nö, da ist nicht falsch dran außer der Mann, den du gerade hast. Mal so gesagt.

    Ich hab auch immer so Hoffnungen gehabt. Erst, dass mein erster Mann wieder so wird wie am Anfang, später, dass mich ein goldener Ritter da rausholen um mich dann auf Händen zu tragen.

    Na jaaaaa, erstmal kam kein Ritter... Da musste ich selbst handeln. Meinen eigenen inneren Helden rausholen und machen.

    Und dann, dann kam der goldene Ritter in Form meines zweiten Mannes. Es gibt sie, die Happy Ends. Nur nicht mit einem nassen Alkoholiker ohne Handlungsbedarf.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Api,

    Morgen geht es für mich und unseren Sohn 2 Wochen zum campen und Freunde / Verwandtschaft besuchen.

    Da wünsche ich dir eine schöne Zeit. Zum Ausruhen, Sortieren und neue Energie tanken. Und Spaßhaben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Alexa,

    ich hab mal was rausgepickt:

    Jetzt telefonieren wir täglich, und das ist eigentlich fast immer schlimm für mich.

    Jetzt sitze ich schon seit Stunden hier und weiß nichts mit mir anzufangen.

    aber ich bin grad eine trübe Tasse,

    Ich fühl mich grade angegriffen und sehr alleine.. und häßlich

    Was unterscheidet diese Gefühle von Liebeskummer?

    Du fühlst dich schlecht, machst dir Sorgen um ihn...

    Anstatt dich auf einen Sohn zu freuen, eine unbeschwerte Zeit mit ihm zu verbringen, sitzt dein Partner neben dir ( in deinen Gedanken) und hindert dich am Leben.

    Er will, er muss trinken, er ist abhängig. Und nur er alleine kann daran was ändern. Es gibt sehr, sehr viele Hilfeanlaufstellen für Alkoholiker. Er kann sich auf den Weg machen, wenn er dann wollte. Er ist volljährig, erwachsen und kann laufen...

    Also mach Stoppschilder in deinen Kopf, damit diese Gedanken um ihn mal stehenbleiben. Dich nicht am Leben behindern. Denn ändern kannst du nichts, isso.

    Und mehrmals täglich telefonieren, was soll das bringen? Im Grunde genommen verletzt du nur dich selbst damit. Weil du dir so immer wieder vor Augen hältst, dass er trinkt. Besser für deine Gesundheit wäre, mehrmals täglich zu lachen, dich zu freuen, dass du frei bist.

    So, habe fertisch

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Ophelia,

    ich hab jetzt mehrmals bei dir gelesen, dass du dich als " schwierige" Frau bezeichnest. Zum Beispiel weil du Anerkennng brauchst.

    Jeder Mensch ist doch aber " schwierig", finde ich. Jeder hat doch seine " Macken", bestimmte Eigenarten und so. Dafür sind wir doch lebendige Lebewesen und nicht perfekt programmierte Maschinen.

    Wenn dein Ex also meinte , er hätte wegen deiner schwierigen Persönlichkeit trinken müssen, dann ist das eine Ausrede gewesen um seinen Konsum zu rechtfertigen. Um dir Schuldgefühle zu machen. Das ist eine Art Muster von Abhängigen. Ich hab das auch so erlebt.

    Mein erster Mann hat mir oft genug eingeredet, er müsse ja trinken um mich aushalten zu können. Mein Gemecker ( wegen seiner Trinkerei), meine Unfähigkeit, Unfreundlichkeit, Unlust zu Intimität. Das wäre nicht ohne Alkohol zu ertragen.

    Der Effekt davon war, dass ich mich verdreht habe, versucht habe mich immer mehr anzupassen um ihn nicht zu ärgern. Damit er keinen Grund zum Trinken hätte.

    Und - dreimal darfste raten - es hat nix gebracht. Er hat immer was gefunden.

    Dass Alkoholiker trinken liegt nicht am Gegenüber, es liegt an der Sucht. An gehirnchemischen Vorgängen die der Alkohol verursacht hat.

    Da du aber schon vorher einen suchtkranken Partner hattest lohnt es sich hinzuschauen, ob du einem Muster folgst. Bei mir war es so. Und ich habe es hier in all den Jahren, in denen ich hier im Forum Mitglied bin, immer wieder auch gelesen. Bei den Cos.

    Gut ist, wenn du da Muster erkennst hast du die Möglichkeit, sie zu verändern. Abzuschwächen. Achtsam mit dir umzugehen um nicht immer wieder in Beziehungen zu sein, in denen du ausgenutzt wirst weil du eine große Hilfsbereitschaft hast.

    Liebe Grüße Aurora