Beiträge von Aurora

    Hallo,

    wir sind hier nun total im Stress.

    Unser ehemaliges Schlafzimmer ist so gut wie ausgeräumt, da wird ein Teenie-Teil draus und ein Kleiderschrank- Teil.

    Montag kommt der Maler und dann geht es richtig los.

    Die Enkelin freut sich schon auf ihr neues Reich. Mit dem Vater der Enkelin haben wir eine schriftliche Vereinbarung getroffen, damit wir was in der Hand haben. Die Vereinbarung ist zwar nicht wirklich so, wie es sinnvoll wäre und wir das gerne gehabt hätten. Aber einen Prozess über das Jugendamt und Familiengericht möchten wir unserer Enkelin ersparen. Zumindest einige Dinge sind aber geregelt.

    Ich bin gerade mit der ganzen Situation etwas überfordert, meine Schwiegermutter ist nun auch ganz plötzlich und schnell ein Pflegefall geworden und in einem Seniorenheim. Das ging innerhalb von ca 3 Wochen.

    Auseinandersetzung mit dem ExSchwieso, Wohnungsumbau, Möbelkauf, Chaos, da die Schränke schon weg sind, Bürokratie für meine Mutti und nun auch noch für die Schwiegermutter... ach, und der Geschirrspüler hat auch den Geist aufgegeben.

    Mir reicht's, ich bin fertig. Zum Glück habe ich keinen Säufer, den ich auch noch mitschleppen müsste.

    In sofern bin ich echt froh und noch immer dankbar, dass ich vor 16 Jahren den für mich entscheidenden Schritt der Trennung gewagt habe.

    Aurora

    Hallo Volka,

    die Frau von der Suchtberatung hat einen falschen Job. In meinen Augen.

    Ich kann dich gut verstehen, dass das Gespräch dich total verwirrt hat.

    Für mich liest sich das wie eine Anleitung zum Co-Sein, was sie dir erzählt hat.

    Vertraue deinem Gefühl, deinen Wahrnehmungen.

    So, wie deine Frau sich gerade verhält kenne ich es aus meiner ersten Ehe nur zu gut. Mein Exmann hatte das auch drauf, plötzlich konnte er anscheinend " kontrolliert" trinken. Und ich war euphorisch, glücklich und voller Hoffnung, dass alles gut wird.

    Du bist ja nun aber nicht mehr am Anfang. Du hast deine eigenen Erfahrungen mit ihr, Erfahrungen durch den Austausch hier und eigene Gedanken und Gefühle dazu. Vielleicht schafft sie es tatsächlich, abstinent zu werden, vielleicht ist es nur eine Trinkpause. Die Chancen stehen fifty/ fifty. Wenn alles nicht klappt, wirst du die für dich beste Entscheidung treffen können.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo buntesleben,

    es ist gut, dass du selbst zuhause keinen Alkohol trinkst und es auch keinen gibt. Du bist echt konsequent und gut aufgestellt. Überlässt ihm seine Verantwortung.

    Für meinen 2. Mann ( er ist seit 17 Jahren trocken und auch nicht " mein" Alkoholiker, das war mein erster Mann) war das die wichtigste Bedingung.

    Wenn wir zusammenziehen gibt es keinen Alkohol in der Wohnung. Das habe ich akzeptiert, ich lebe nun auch seit 16 Jahren abstinent und es ist super.

    Dass dein Mann den Gästen Alkoholika anbietet ist nicht gut. Da hält er sich " sein Leckerli" direkt unter die Nase. Sehr gefährlich...

    Ich verstehe deine Angst sehr gut. Mein 1. Mann wurde durch die Trennung nüchtern. Wir hatten dann noch längere Zeit sehr viel Kontakt. Da war auch bei mir viel Angst, dass es jeden Moment wieder losgehen könnte. Um die Ehe hatte ich allerdings keine Angst, mir war klar, dass ich getrennt bleiben wollte. Zu viel war einfach kaputt gegangen. Trotzdem hing ich da noch dran, konnte nicht loslassen. Da mussten erst noch einige Monate vergehen.

    Nach 4 Jahren fing er das Saufen auch wieder an und ist vor fast 5 Jahren daran gestorben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mandy,

    ich begrüße dich in unserer Selbsthilfegruppe.

    Ich denke, das alles muss jetzt erstmal sortiert werden. Es ist gut, dass du ehrlich hinschaust.

    In wieweit dein Partner schon abhängig ist oder nicht, kann nur er selbst abschätzen. Aber wenn er schon heimlich trinkt und dich anlügt, wenn du seine Fahne riechst, ist schon ein Zeichen. Er merkt wohl, dass ihm da was aus dem Ruder läuft.

    Und deine Enttäuschung kann ich sehr gut verstehen. Ich war lange mit einem nassen Alkoholiker verheiratet.

    Wenn du magst, kannst du hier in den Austausch mit anderen Mitbetroffenen gehen. Hier ist der Link für die Freischaltung:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Nach der Freischaltung ist dein Thema im Bereich für Angehörige, es wird dorthin verschoben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Elraine,

    danke für deine Antwort.

    Es gab Zeiten, da wurde ein Medikament gegeben, das beim Trinken von Alkohol massive Nebenwirkungen hatte. Das sollte als Abschreckung dienen. Ich denke, das wird nicht mehr verordnet aber genau weiß ich das nicht. Deshalb meine Frage.

    wenn es darum geht, kann ich mir hier klar unter dem Begriff Alkoholikerin einordnen

    Das ist ein super Ansatz für den Weg in eine zufriedene Abstinenz.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Torte,

    ich begrüße dich in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Ich bin nicht betroffen aber vielleicht finden sich noch User, die dir dazu was schreiben können.

    Ansonsten sind wir hier ja medizinische Laien, einfach eine große Gemeinschaft an Menschen, die erst kurz trocken sind oder die schon etliche Jahre zufrieden trocken leben, die coabhängig waren oder noch sind und die, die in einem Alkoholikerhaushalt groß geworden sind.

    Wenn du spezielle Fragen zu deiner Erkrankung hast, kann dir ein bzw dein Neurologe mehr dazu sagen.

    Ansonsten schau dich gerne um, wenn du es noch nicht getan hast. Zu lesen gibt es hier genug.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Siri,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Das ist der Link, mit dem du dich für den Austausch hier bewerben kannst. Klick einfach drauf, schreib kurz was dazu und dann geht es los. Den Thema ist dann im Bereich für EKA, du kannst dich aber überall austauschen.

    Nur bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich, komm in den anderen Bereichen erstmal in Ruhe an.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Elraine,

    ich habe eine Verständnisfrage.

    Du machst eine medikamentengestützte Therapie. Sind das Antidepressiva oder was gegen Suchtdruck, also dem Verlangen, trinken zu müssen, koste es, was es wolle.

    Und siehst du dich als Alkoholikerin oder Missbräuchlerin. Du hast Alkohol benutzt um einen gewissen Effekt zu haben. Sehr oft wird daraus halt Sucht, der Schalter im Hirn umgelegt. Was denkst du, wo stehst du da?

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Schratte,

    Die ganze Familie hatte immer eine ziemliche Affinität zum Alkohol, auch zu härteren Dingen wie z. B. Cognac.

    Zuerst mal zum Verständnis, Alkohol ist eine Droge, er ist ein Nervengift. Egal in welcher Form. Ob Bier, Sekt, Mixgetränke, teurer Cognac oder 100jähriger Wein. In Medikamenten oder Klosterfrau. Es gibt kein härter oder weicher. Der Alkoholgehalt ist unterschiedlich. Bier hat weniger als Rum, z. B. Darum steigen Alkoholiker im Laufe der Zeit von Wein oder Bier auf Schnaps um. Da ist einfach die Wirkung schneller. Um nicht in den Entzug zu kommen müssten irgendwann so viel Bier z. B. trinken, dass es garnicht möglich wäre für den Körper. Von der Flüssigkeitsmenge.

    Ich kannte mal einen, der hatte zum Frühstück schon fast eine Pulle Kräuterschnaps intus...

    Die ganze Familie hat Alkoholprobleme. Das ist sehr häufig so. Eine genaue wissenschaftliche Erklärung gibt es noch nicht. Ob es genetisch bedingt ist. Aber Kinder leben sehr oft nach, was Eltern und Umfeld vorgelebt haben. Wer aus solchen Familien kommt wird sehr oft selber zum Alkoholiker oder coabhängig.

    In meiner Urfamilie sieht man das sehr deutlich. Meine Mutter hatte 11 Geschwister. Alle hatten eine Suchtproblematik. Mein Opa hat im Krieg alles für Zigaretten gegeben, ihm war egal, ob die Kinder was zu essen hatten. Meine Onkel waren, bis auf 1, alle alkoholabhängig, nikotinabhängig, spielsüchtig oder coabhängig, meine Tanten auch. Meine Mutter war zum Glück auch nicht abhängig, hat aber bei Gelegenheiten alle unter den Tisch gesoffen.

    Meine Cousins und Cousinen sind bzw waren auch co- oder alkoholabhängig, spielsüchtig, starke Raucher. Ich selbst war coabhängig und habe auch gut gesoffen. Den Absprung hab ich gerade noch rechtzeitig geschafft.

    So, schon wieder eine Kurzgeschichte von mir :oops: .

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Schratte,

    du fühlst dich von vielen Einträgen hier missverstanden, angegriffen, so mein Empfinden. Vielleicht ist das ja falsch, aber ich empfinde es so.

    Für mich ist Fakt, dass dich das Trinken deiner Frau beunruhigt und auch wütend macht. (Mal einfach ausgedrückt) Weil es das Leben (zer) stört, was du gerne haben möchtest. Du hast Sorge um sie. Du hast keine Lust, dein Leben aufzugeben bzw zu ändern, nur weil sie säuft. Das war und ist nicht dein Plan.

    Ich habe es damals ähnlich erlebt und empfunden. Mein erster Mann war Bankkaufmann. Er ging schnieke und gestriegelt zur Arbeit und war dort auch beliebt. Auch bei den Kunden. Er war ruhig und freundlich dort. Und zuhause hat er die Sau rausgelassen. Im Laufe der Jahre wurde es zuhause immer schlimmer. Weil er irgendwann depressiv war, schwerbehindert durch eine Erkrankung, die nichts mit Alkohol zu tun hatte, wurde er in Erwerbsminderungsrente geschickt.

    Und da ging es richtig ab dann.

    Ich war wütend, auch zynisch, aggressiv, hilflos. Ich war völlig sauer weil er meine Lebensträume damit zerstört hat. Wir hatten alles, genug Geld, eine schöne Eigentumswohnung, 2 gesunde Kinder. Und er meinte saufen zu müssen. Und ich meinte ihn heilen zu müssen, damit mein Lebensplan weitergehen konnte.

    Dass irgendwann keine Liebe für ihn mehr in mir war, hab ich ganz lange garnicht gemerkt. Ich war beschäftigt damit, ihn zum Aufhören zwingen zu wollen. Erfolglos.

    Es hat viele Jahre gebraucht bis ich verstanden habe, dass ich ihn nicht ändern kann. Trennen wollte ich mich schon aber realisiert habe ich das nicht. Ich wollte meinen Lebensplan nicht aufgeben. Ich dachte doch, ich hätte irgendwann alles, vor allem ihn, wieder unter Kontrolle.

    Irgendwann hab ich mich doch getrennt, es ging nicht mehr anders. Ich war physisch und psychisch ziemlich kaputt. Da war ich 48/ 49 Jahre alt. Und es ist mir mehr als schwer gefallen.

    Ich verstehe sehr gut, dass es dir schwer fällt, was zu verändern. Inzwischen bin ich 65 und selbst Dinge im Alltag müssen für mich wie gewohnt ablaufen. Ich habe keine Lust mehr auf Lebensdramen. Obwohl ich leider trotzdem genug davon habe aber das hat nix mit Alkoholthematiken zu tun.

    Ich konnte meinen ersten Mann irgendwann loslassen und ihn akzeptieren. Akzeptieren, dass er das Leben ohne Rausch anscheinend nicht schön fand. Er war ca 4 Jahre lang nach der Trennung sogar nüchtern. Fing dann aber wieder an und ist inzwischen daran verstorben. Vor knapp 5 Jahren, mit 64 Jahren...

    Ich wollte das einfach mal hierlassen. Es ist leicht gesagt, " du musst dich trennen". Ich konnte das sehr viele Jahre leider nicht. Ich wünsche jedem und jeder hier, es schneller zu können, eher zu machen. Genauso wie ein Alkoholiker brauchte ich meinen Tiefpunkt und hab dadurch viele Jahre verschenkt. Aber wenn mir damals jemand was über meinen Mann gesagt hat, war ich stinksauer, fühlte mich angegriffen und als Opfer der Umstände. Einerseits habe ich schlecht über ihn geredet, andererseits habe ich nichts geändert

    an der Situation. Hatte 1000 Gründe warum es nicht ging. Weil ich einfach auch Angst hatte. Weil ich mein "Revier" nicht aufgeben wollte. Weil ich mich schämte.

    Ich habe jetzt hier eine Menge geschrieben, das war mir ein Anliegen. Ich bitte dich, das mit Respekt zu behandeln. Ich will dich weder angreifen noch verurteilen damit sondern einfach mal sagen, ich verstehe dich auf meine Art. Aber ich hab auch ein bisschen Hoffnung dabei, dass du Dinge, die hier geschrieben wurden, als eigene, leidvolle Erfahrungen verstehst. Und für dich Konsequenzen ziehen kannst.

    Im Endeffekt kann aber niemand deinen Weg gehen. Du entscheidest, niemand sonst.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo und willkommen hochfelln,

    also bist du ein EKA, ein Erwachsenen Kind eines Alkoholikers.

    Diese Kindheitserfahrung prägt dich lebenslang, viele wissen das garnicht und sind nur verwundert, warum sie sich oft so oder so fühlen, warum sie zwischenmenschliche Probleme haben uns so weiter.

    Du merkst es ja selbst, noch immer beschäftigt dich die Alkoholkrankheit deines Vaters.

    Ja, erzähl noch ein bisschen was über dich, lebt dein Vater noch, hast du selbst Suchterkrankungen entwickelt...

    Wir möchten dich gerne ein wenig näher kennenlernen, dann wirst du für den Austausch freigeschaltet.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Luisa,

    Menschen, die nicht selbst in der Sucht sind oder gewesen sind werden immer Schwieriugkeiten haben, sie wirklich zu verstehen. Darum sind Selbsthilfegruppen so wertvoll, hier weiß jeder, wovon der Andere spricht. Aus eigenem Erleben. Ich kann dir Alkoholsucht, die Gefühle etc dabei nicht erklären, denn ich war nicht alkoholabhängig. Dafür weiß ich genau was Menschen fühlen, die mit einem abhängigen Partner zusammenleben.

    Hilfe, Unterstützung kannst du nur Menschen geben, die das auch wirklich wollen. Oft sind Angehörige in Coabhängigkeit gefangen und geben ihre ganze Kraft da hinein, den Abhängigen zu helfen. Ich weiß nicht, in welchem Verhältnis du gerade zu jemandem in deiner Familie stehst und ob deine Hilfe Sinn macht (nicht böse gemeint, meine eigene Erfahrung als Coabhängige).

    Hier wirst du für DICH Hilfe erfahren können. Und zwar derart, dass du für dich Wege finden kannst, ein eigenes, zufriedenes Leben zu haben, ohne in Hilfemodi oder eigener Sucht zu stecken. Bist du denn selbst auch betroffen?

    Also hast du selbst Erfahrung mit Süchten? Oder Depressionen, Angststörungen?

    Übrigens gehen Abhängigkeiten und Depressionen ganz oft Hand in Hand. Abhängige werden sehr, sehr oft im Laufe der Zeit depressiv.

    Thalia1913
    12. Oktober 2021 um 07:38

    Über diesen Link kommst du zu einer Bücherliste mit unseren Themen hier, also Alkoholabhängigkeit, Coabhängigkeit, Leben als Erwachsenes Kind alkoholabhängiger Eltern.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo KLM,

    wow, das war einfach gut, dass du ehrlich und offen warst, dass du fachliche Hilfe in Anspruch nimmst.

    Ich hoffe du hast gut geschlafen und kannst dich langsam sortieren.

    Schreib erstmal gerne hier im Vorstellungsbereich weiter.

    Liebe Grüße Aurora