Beiträge von Aurora

    Hallo Knuddi,

    du bist hier ja in einer Selbsthilfegruppe!

    Unsere Meetings finden online statt und zwar rund um die Uhr, Tag für Tag. Du kannst hier jederzeit schreiben, deine Gedanken, Ängste und Sorgen hierlassen.

    Wenn du denkst, dass auch eine Gruppe vor Ort dir guttun kann, dann ist das okay, probiere aus, was dir gut tut. Viele haben auch 2 Selbsthilfegruppen, hier und im realen Leben.

    Bei der TSS (Terminservicestelle) der Kassenärztlichen Vereinigung kannst du auch Termine bekommen. Das ist die Telefon Nummer: 116 117

    Ich lese fleißig mit und leider stell ich fest, dass ich dabei denke "so schlimm ist ja bei mir noch nicht"

    Den Gedanken kenne ich. Am besten, du streichst ihn gleich wieder aus deinem Kopf.

    Sich mit anderen Menschen zu vergleichen bringt nichts, oft macht man sich damit selbst klein.

    Du fühlst dich in deiner Situation schlecht. Und DAS ist wichtig. Jeder Mensch hat eine andere Schmerzgrenze, andere Voraussetzungen. Nimm dich ernst in deinem Gefühl, denn es betrügt dich nicht. Es ist bei dir schlimm, es geht dir nicht gut damit. Und das alleine zählt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo treibsand,

    gut gemacht, dass du um ein Wasserglas gebeten hast!

    Ich war mal einige Zeit bei den Guttemplern, da sind Angehörige (ich bin aus der Co-Abteilung) und Alkoholiker in einer Gruppe.

    Eine Alkoholikerin erzählte, dass in einem Restaurant das Wasser in so Art Weingläsern serviert wurde. Ihr Wasser schmeckte für sie tatsächlich nach Wein und sie hat nie wieder aus solchen Gläsern getrunken. Ein anderer Alkoholiker hatte einen schlimmen Trigger, als ein anderer sich eine Club Mate in ein Bierglas eingoss. Farbe und Schaum sahen einem Bier sehr ähnlich und es triggerte ihn sehr.

    Es ist erstaunlich, was das Suchthirn für Wege findet. Und es ist tatsächlich gut, den Haushalt von Wein-, Biergläsern etc zu entrümpeln. Zum einen wegen der Trigger, zum anderen brauchst du sie eh nicht mehr.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Berni,

    Das ist doch der Wahnsinn, was man so alles als Co. mitmacht.

    Da gebe ich dir recht! Es ist Wahnsinn und es ist krank. Irgendwie.

    Denn ich als Co damals hab es freiwillig gemacht. Mich hat ja keiner gezwungen.

    Wie ist das bei dir? Auch freiwillig? Oder zwingt sie dich, dir Tag für Tag das anzutun.

    Das meine ich als Fage ernst, nicht als Vorwurf oder Gemeinheit. Einfach mal darüber nachdenken.

    Die Empfehlung sich zu trennen ist leider oft der einzige Ausweg. Um für sich selbst wieder zu einem normalen, ruhigen, geregelten Leben zu finden. Diese dauernde Anspannung hinterlässt ja Spuren an Körper und Seele.

    Ich habe selbst die Erfahrung gemacht. Als ich mich nach 26 Jahren endlich trennen konnte war ich körperlich und psychisch fertig. Bis heute habe ich mit Depressionen und einem Erschöpfungssyndrom zu tun.

    Es gibt aber auch die Möglichkeit zu bleiben. Es ist immer die eigene Entscheidung. Wenn ich bleibe muss ich mir bewusst sein, dass ich an der Sucht der Partnerin/ des Partners nichts ändern kann. Ich muss sie akzeptieren. Das ist einfach ein Fakt. Damit muss ich leben.

    Die Konsequenzen aus der Sucht des einen und der Coabhängigkeit des anderen Partners spürst du ja ganz deutlich. Daran wird sich nichts ändern, es wird eher schlimmer. Deine Frau verfällt immer mehr und du gehst daran immer mehr kaputt.

    Es sei denn du hast die Möglichkeit, dass du innerhalb des Hauses einen ganz eigenen Bereich hast und dein eigenes Leben führen kannst. Und sie ihres. Du machst nichts mehr für sie, sie muss alleine zurechtkommen. Das ist schwierig aber durchaus machbar.

    Das sind die Möglichkeiten, die es gibt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo GreenViolett,

    ich kann mich den Vorschreiberinnen nur anschließen.

    Du kannst an seiner Situation nichts ändern, solange es nicht aus seiner eigenen Motivation kommt, passiert nix, ändert sich nix.

    Sei froh, daß du eine eigene Wohnung hast. Du bist ihm zu nichts verpflichtet. Er nimmt dir deine Lebensenergie. Das ist schlimm.

    Du schreibst, dass du ihn liebst. Was genau liebst du an ihm? Was verbindet dich mit diesem Mann?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Snowman,

    dein Beitrag erinnert mich sehr an das Leben mit meinem ersten Mann.

    Die letzten, ganz schlimmen Jahre mit ihm hat er nicht mal vor den Beständen anderer Leute Halt gemacht. Zum Beispiel als er bei seinem Bruder und Schwägerin zum Blumengießen während deren Urlaubs war. Oder bei meinen Eltern, wenn wir bei denen im Garten waren.

    Sei mutig, melde dich für den Austausch hier an, du bekommst den Link, wenn du es hier schreibst, dass du es möchtest.

    Oder gehe in eine Gruppe vor Ort.

    Hier wie dort sind Menschen die wissen, wie es dir geht, was das alles mit dir macht. Und es sind Menschen, die haben Wege da herausgefunden.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Elraine,

    es ist bestimmt nicht sinnlos hier zu schreiben, in solchen Momenten. Im Gegenteil!

    Es ist super, dass du gerade jetzt für dich sorgst indem du deine Gedanken und diffusen Gefühle schreibst.

    Kasspatzen kenne ich nur aus Urlauben, ich bin ja Berlinerin, da gibt es sowas nicht.

    Wenn du magst, schreib doch das Rezept mal in deinem Fädchen auf. Ich hab Lust, sowas malo nachzukochen und meine Enkelin, die ja bei uns lebt, liebt neue Rezepte.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Berni,

    du schreibst:

    Ich bin so froh, dass wir keine Kinder haben. Manchmal denke ich aber auch, hätten wir eins gehabt, so wäre ich natürlich schon längst weg, denn ein Kind wird sicher immer dem Partner zugesprochen, der keine Sucht hat. Und ich wäre als Co nicht so lange wie jetzt, schon ca. 20J., im Strudel der Abhängigen.

    Oha, das ist eine angeblich sehr gute Entschuldigung dafür, dass du nicht gehen konntest.

    Fraglich ist, ob es dann nicht so gewesen wäre wie bei vielen Cos mit Kindern. Nämlich, " ich kann doch meinen Kindern den Vater/ die Mutter nicht wegnehmen".

    Wie dem auch sein, du bist aus irgendwelchen Gründen da geblieben ( ich damals ja auch, so ist es nicht).

    Du hättest jederzeit gehen können, ohne Kinder ist das im Grunde genommen einfacher, da muss nicht auch noch wegen Sorgerecht, Unterhalt etc gestritten werden.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Lotta,

    einer 8jährigen kannst du kindgerecht gut erklären, was da passiert.

    Dass ihr Papa vom zu vielen Trinken von Alkohol krank geworden ist, dass niemand, vor allem sie nichts dafür kann.

    Finde Worte, die zu dir passen und zu deiner Tochter.

    Vielleicht wird sie anfangen zu fragen oder zu erzählen. Sei einfach ehrlich und vor allem, beschönige nichts.

    Es gibt auch Kinderbücher über dieses Thema.

    Ich finde dieses Thema übrigens sehr wichtig und es hat sehr viel hier zu suchen!

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Berni,

    ich schließe mich meinen Vorschreiber*innen an, was die Hochzeit betrifft.

    Ich habe irgendwann auch angefangen, zu Treffen oder Feiern ohne meinen Exmann zu gehen. Es war mir einfach einerseits zu peinlich, wenn er dort besoffen vom Stuhl fiel oder so, zum anderen war er meistens schon ziemlich gut abgefüllt, bevor wir überhaupt losgegangen sind. Und ich habe dann auch alle Gedanken an ihn zuhause unterdrückt und meinen Spaß gehabt, vor allem eben auch Ablenkung .

    Aktuell habe ich jedoch massive Angst, wenn ich von der Arbeit komme. Wo ist sie, wo liegt sie besoffen rum, ist sie wieder gestürzt und kann keine Hilfe holen etc.

    Das hatte ich irgendwann dann auch. Leider. Das war eine enorme Belastung, zumal mein Exmann auch oft drohte, sich zu erhängen oder so.

    An diesem Punkt wurde mir immer bewusster, dass ich was tun muss, eine Trennung immer wahrscheinlicher für mich wurde. Denn es war kaum auszuhalten. Zum einen diese Angst, das schlimme Herzklopfen usw, dann der Anblick und dann sofort diese Wut. Ihn wieder so zu sehen.


    Sie soll aus ‚Ich darf nicht trinken‘, ‚Ich möchte nicht mehr trinken‘ machen, mit einer Langzeittherapie für das Suchtgedächtnis. Denn das Leben ist so schön, auch ohne Alkohol.

    Na ja... deine Frau ist erwachsen. Und ein "sie soll" ist da einfach nicht angebracht. Es ist DEIN intensiver Wunsch weil du hoffst, dass sie dann wieder "normal" ist. SIE sieht das ganz anders...

    Aber mit Zwang haben die allermeisten oder vielleicht sogar alle Coabhängigen nichts erreicht. Solange der Abhängige nicht aus eigenem, tiefen Wunsch trocken werden will, solange kannst du machen, was du willst. Das ist schlicht und ergreifend Fakt. Du hast keine Wahl, entweder du akzeptierst das oder du gehst mit daran zugrunde, dass du deine Energie für eine Sache verschleuderst, über die du keine Kontrolle hast.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo und herzlich willkommen, Berni,

    da hast du ja schon eine beachtliche " Karriere" als Coabhängiger hinter dir.

    Sie ist eigentlich ein ganz lieber und beliebter Mensch, wenn nur dieser Alkohol nicht wäre.

    Das lese ich hier immer wieder und habe selbst mal über meinen ersten Mann so gedacht. Es spricht ihr keiner ab, dass sie hinter all dieser Sucht ein lieber Mensch ist. Aber wann ist sie denn mal ohne Alkohol?

    Gespräche, Entgiftungen, schlimme Verletzungen, Arbeitsunfähigkeit, SHG-Besuche und deine Sorgen und Nöte mit allem, haben nichts an ihrem Zustand geändert. Denn Fakt ist ja, solange sie nicht selbst aus vollem Herzen was ändern will, wird sich da nichts tun. Da kannst du Gift drauf nehmen.

    Und ehrlich, warum sollte sie was ändern? Anscheinend lebt ihr recht gut situiert, sie selbst muss nicht mehr zur Arbeit und kann ihre Sucht voll ausleben. Du sorgst dich, sorgst für sie, also hat sie keinen Grund.

    Ich gebe dir mal den Link für den Austausch in unserer Online-Selbsthilfegruppe :

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du braucht ihn nur anzuklicken und kurz nochmal was zu schreiben. Dein Thema ist dann im Bereich für

    Angehörige und Coabhängige.

    Dort kannst du Hilfe zur Selbsthilfe finden, denn helfen in dem Sinne kannst du ja nur dir selbst.

    Du kannst hier Erfahrungen sammeln im Austausch und Wege für dich finden.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Frau,

    deine Gefühle momentan gehören irgendwie erstmal dazu. Eine Trennung tut weh, egal warum es dazu kam.

    Diese Gefühle ihn im Stich zu lassen, sich schuldig zu fühlen, die hatte ich auch. Das ist ja ein Teil, der zur Coabhängigkeit dazugehört und die geht ja mal eben nicht sofort weg.

    Das ist ein Prozess, den du aussitzen musst, anders funktioniert das leider nicht.

    Du kannst dich mit Dingen ablenken, die dir und auch den Kindern gut tun.

    Vielleicht was in der Wohnung verändern, Freunde treffen oder was auch immer. Das lenkt davon ab, dass deine Gedanken dauernd um ihn kreisen.

    Und wie Hartmut schon schrieb, ein Abhängiger kann leider seine Prioritäten nicht anders mehr setzen. Nicht, solange er seine Sucht nicht zum Stillstand gebracht hat. Es ist nicht so, dass er euch nicht liebt aber seine Sucht hat mehr Macht über ihn. Er ist für sich jetzt am Zug. Entweder er schafft den Absprung und wird trocken oder er gibt sich weiter der Sucht hin.

    In beiden Fällen ist es gut, dass er für sich ist und sieht ( oder auch nicht), dass ER jetzt handeln sollte ( oder auch nicht) .

    Und du und die Kinder habt Zeit und Ruhe, um euch zu regenerieren.

    Also: noch schööön heulen, das muss sein und tut gut, dann Rotz abwischen und denken, dass du den richtigen Schritt gemacht hast. Dass deine Kinder in Ruhe und Geborgenheit leben können, dass du eine mutige Frau und gute Mutter bist und nun nach vorne schaust.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Klumpatsch,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe und Glückwunsch zu 115 Tagen im neuen Lebensabschnitt.

    Es ist tatsächlich eine gute Sache, den Weg nicht alleine zu gehen sondern in Begleitung von Menschen, die es ähnlich wie du erlebt haben. Selbsthilfegruppen sind echt klasse. Du kannst offen über Schwierigkeiten in bestimmten Situationen reden, Unterstützung bekommen, Wege der anderen ansehen und wertvolle Anregungen für dich mitnehmen.

    Und durch deinen Weg wiederum Menschen bestärken, dass es Auswege gibt.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Das ist der Link zur Bewerbung für den Austausch. Einfach anklicken, kurz nochmal was dazu schreiben und dann geht's auch schon los.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Blumenwolke,

    was du über Ausflüge oder so schreibst, habe ich bei meinem ersten Mann auch so erlebt. Anstatt mal einen Kaffee oder eine Saftschorle oder so zu trinken, musste es immer Bier sein. Als es einmal kein Bier gab, in einem Café, hat er sich Prosecco bestellt.

    Und ich bin, wie immer, fast ausgeflippt. Es ging nie ohne und irgendwann hatte ich keine Lust mehr auf Ausflüge oder kaffeetrinken gehen.

    Dass du immer wieder an Suchtmenschen hängen bleibst, kann durchaus ein Muster sein.

    Denn Menschen können sich gegenseitig anziehen weil sie etwas an sich haben, was etwas auslöst, bestimmtes Verhalten oder so. Das ist dann vertraut und wirkt anziehend.

    Ich bin zum Beispiel immer eine Frau gewesen mit wenig Selbstwert. Ich habe sehr gerne geholfen, mich darüber wertvoller gefühlt. Ich dachte, ich müsse nehmen, was kommt, was anderes hätte ich eh nicht verdient. Und ich bin in einer großen Familie aufgewachsen in der Alkohol auf allen Feiern dazugehörte, es normal war, sich zu betrinken.

    Ich hatte immer Freunde, die Problemfälle waren. Bei denen ich gut helfen konnte, sie aufbauen konnte. Dadurch fühlte ich mich wichtig und geliebt. Sie waren eher " unter meinem Niveau", sag ich mal. Ohne das als Bewertung zu meinen. Also es waren Männer aus meiner sozialen Schicht aber ich war intelligenter. Somit fühlte ich mich sicherer. Trotzdem machte ich mich immer kleiner als sie.

    Bei meinem ersten Ehemann kam noch Alkohol dazu, für mich " normal" erstmal, ich kannte das ja aus meiner Familie.

    Ich hab das mal aufgeschrieben, grob umrissen, um deutlich zu machen, was ich meine. Meine Kindheitsprägungen, auch das Frauenbild meiner Zeit, hatten viel mit meiner Wahl zu tun.

    Mein zweiter Mann jetzt ist genau das Gegenteil. Wir sind auf einer Ebene, er ist völlig anders als die von damals. Denn ich habe meine Muster erkannt und tue was dagegen.

    Oha, und wiedermal hab ich ganz schön was geschrieben. Ich hoffe, du kannst was damit anfangen, wenn nicht, leg es ad acta.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Frau,

    eine klare Ansage ist super.

    Jetzt ist es aber auch wichtig, dass du das durchziehst. Denn wenn du es nicht machst, wird deine Glaubwürdigkeit immer weniger.

    Ich habe selbst die Erfahrung gemacht und ganz viele andere Mitbetroffene auch.

    Ich bin immer wieder eingeknickt, habe gedroht und keine Konsequenz folgen lassen. Mein erster Mann hat mich nur noch ausgelacht. Ihm ist ja nie was passiert. Und ich habe mich schlecht damit gefühlt.

    Bis zu dem Tag, an dem ich endlich, endlich meine Drohungen durchziehen konnte. Da hat er nicht mehr gelacht...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Grayco,

    um stabil und zufrieden trocken zu sein ist es oft notwendig, einiges zu verändern. Die trockenen Alkoholiker aus unserer Selbsthilfegruppe haben da einiges zusammengetragen, was ihnen wichtig und hilfreich war und ist. Das findest du hier:

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Auch der Austausch ist wichtig und dafür kannst du dich hier bewerben:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du wirst dann freigeschaltet und dein Thema findest du im Bereich

    Erste Schritte für Alkoholiker

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen Grayco,

    sechs Wochen nüchtern ist schon mal klasse.

    Hast du einfach aufgehört oder Unterstützung von einem Arzt gehabt?

    Hast du seit deinem letzten Schluck Veränderungen in deinem Alltag vorgenommen?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Frau, herzlich willkommen,

    dein Mann hat wohl eine Trinkpause eingelegt gehabt. Ohne den wirklichen Willen zum Aufhören klappt nämlich das Trockenwerden nicht.

    Mein Mann macht das Trinken ja nicht aus freiem Willen, sagt er, es ist halt eine Krankhheit, und er möchte ja auch lieber nicht trinken.

    Oha, das ist ja eine Erklärung :rolleyes:. Na klar, Alkoholismus ist eine Krankheit und die Sucht fordert Alkohol für den Körper. Trotzdem trinkt er, weil er es so will denn er könnte jederzeit da aussteigen. Wenn er es ernsthaft wollte. Da hat er quasi eine tolle Entschuldigung für sich selbst gefunden, warum er ja trinken muss.

    Ob er jemals aufhören wird oder nicht kann dir niemand sagen. Es ist allein seine ureigene Entscheidung. Aber alleine im stillen Kämmerlein trocken zu werden ist nicht die Regel. Meistens klappt das wohl nicht, wie ich von trockenen Alkoholikern gehört und gelesen habe. Und es gibt genug Hilfestellen für Abhängige, zur Unterstützung um die Sucht zu stoppen. Er muss nur hingehen.

    Ich weiß nicht wie du es merken kannst ob du für eine Trennung bereit bist. Das ist individuell. Ich hab es lange Zeit gemerkt, dass ich aus der Beziehung rausmuss und will. Geschafft habe ich es als der Druck, der Schmerz, die Wut immer mehr zum Hass wurden. Und ich merkte, dass ich mehr und mehr meine Würde verlor.

    Du kannst dich gerne hier mit anderen Angehörigen austauschen. Klick folgenden Link an, schreib kurz was und du wirst freigeschaltet:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Dein Thema ist dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora