Beiträge von Aurora

    Hallo und willkommen KLM,

    um die Alkoholsucht erfolgreich zu stoppen, sind einige Denkprozesse hilfreich.

    Du MUSST aufhören, schreibst du. Okay, du hast gesundheitliche Probleme, die wahrscheinlich auch mit dem Alkoholmissbrauch in Verbindung stehen. Ganz klar. Vielleicht kannst du deine Gedanken ein wenig umformulieren. Statt "ich muss" kannst du dir sagen, dass du achtsam mit dir und deiner Gesundheit umgehen willst, wenn du weitertrinkst, wird es schnell noch schlechter werden. Davon kann man ausgehen.

    Um es gleich richtig zu machen ist Ehrlichkeit wichtig. Ehrlichkeit dir gegenüber und auch deinem nahen Umfeld. Offenheit, Ehrlichkeit sind sehr wichtig dabei. Du kannst dadurch Unterstützung bekommen, Hilfe. Du kannst um Hilfe bitten. Es gibt viele Anlaufstellen für Alkoholiker, die trocken werden wollen.

    Dass du Respekt vor einem Kalten Entzug hast, ist schon mal gut. Du bist ja nicht gesund und ein Entzug ist ziemliche Arbeit für deinen Körper. Darum macht es Sinn, deinem Arzt davon zu erzählen. Er kann dir mehr dazu sagen, er kennt deinen körperlichen Zustand. Vielleicht kann er dir auch Adressen sagen, wo du dich hinwenden kannst, solange er im Urlaub ist.

    Es gibt auch Suchtberatungsstellen, einfach googeln, wo in deiner Nähe eine ist. Auch da kannst du Unterstützung finden.

    Auf eigene Faust aus der Sucht auszusteigen ist sehr, sehr schwer und ganz viele Menschen werden schnell wieder rückfällig. So meine Erfahrung aus vielen Berichten.

    Du musst das nicht heimlich und alleine durchziehen. Alkoholismus ist eine anerkannte Krankheit. Und wer krank ist, darf sich helfen lassen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Bene,

    für deinen Vater nicht wirklich.

    Manchmal finden Alkoholiker ihren Tiefpunkt, wenn sie alles verloren haben. Zum Beispiel ihre Familie. Ich weiß ja nicht ob er mit deiner Mutter zusammenlebt. Manchmal sind es andere Dinge, die den entscheidenen Knall geben. Aber oft passiert eben nichts und der Abhängige geht langsam zugrunde. Es muss von innen kommen, der Wunsch aufzuhören. Von außen bringt es nicht viel, mein Exmann hat, wenn er gemerkt hat, dass ich immer böser wurde und mit Trennung gedroht habe, einfach mal für einige Zeit weniger oder garnichts getrunken. Jedenfall habe ich ihn dann nicht trinken sehen.

    Das passiert ganz, ganz oft um die Angehörigen oder auch den Chef oder so wieder in die Spur zu bringen. Haben sich die Wogen geglättet und hat das Umfeld Hoffnung geschöpft, dass nun alles besser wird, geht es wieder von vorne los mit der Trinkerei. Das ist meine Erfahrung und auch die der Mitglieder hier.

    Helfen kannst du nur dir selbst indem du lernst, dich abzugrenzen und loszulassen, was du nicht ändern kannst.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Bene,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Es ist eine traurige Tatsache dass du reden kannst, wie du willst. Wenn dein Gegenüber, in dem Fall dein Vater, nicht aufhören will zu trinken und mit seinen Freunden rumzuhängen, dann kannst du nix machen.

    Der Austausch hier kann dir helfen, Wege für dich zu erkennen. Wege, wie du damit umgehen kannst, Grenzen setzen kannst, glücklich sein kannst ohne dich ständig um ihn zu sorgen oder zu ärgern.

    Klick einfach auf den Link:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    und bewerbe dich für den Austausch. Dein Thema ist dann im Bereich für EKA, Erwachsene Kinder von Alkoholikern.

    Du kannst dich aber auch in anderen Bereichen dort austauschen.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo und willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe, Maothun.

    Du kannst dich jetzt hier in allen Bereichen austauschen.

    Ich bitte dich, zuerst mal in Ruhe anzukommen und die ersten 4 Wochen noch nicht im Vorstellungsbereich zu schreiben.

    Ansonsten hast du hier freie Bahn :)

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Teresa,

    erstmal herzlichen Glückwunsch zum Sohn, ein großes Geschenk ist so ein Kind. Aber es macht auch Arbeit, Sorgen, ist anstrengend. Ohne Frage.

    Du musst das nicht alleine schaffen. Dein Partner ist unzuverlässig, merkst du ja selbst, er ist suchtkrank und kann diese Verantwortung für sein Kind nicht vollumfänglich übernehmen.

    Du kannst Hilfen bei der Caritas bekommen, beim Diakonischen Werk. Hier in Berlin, wo ich lebe, haben die einen "Känguru Dienst" für alleinerziehende Mütter. Vielleicht gibt es in deiner Stadt sowas auch. Das Jugendamt kann dir weiterhelfen, Pro Familia. Es gibt einige Stellen inzwischen, die helfen. Mit Familienhilfe.

    Und für deinen Austausch klick Lindes Link an und lass dich von uns hier auch begleiten.

    Liebe Grüße Aurora

    Guten Morgen Thunder,

    es mag sich für dich blöd anhören aber im Grunde genommen sei froh, dass du nicht zu ihm fahren kannst.

    Denn das Schlimme im Zusammenleben mit einem Alkoholiker ist, dass du ihm nicht helfen kannst. Nicht, solange er nicht von selbst und voller Ernst aufhören will.

    Was könntest du also tun, wenn du jetzt bei ihm sein würdest? Ich sag mal, nichts. Und ich schreib das nicht um dich zu ärgern sondern weil ich selbst über 20 Jahre lang mit einem Alkoholiker verheiratet war.

    Wir sind hier viele Mitbetroffene und du kannst dich gerne austauschen. Das kann dir helfen, alles besser zu verstehen.

    Klick einfach auf diesen Link:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du wirst dann freigeschaltet und dein Thema erscheint dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige, dort geht es dann mit dem Austausch weiter.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Gali und herzlich willkommen,

    zuerstmal Glückwunsch zu gut 4 1/2 Monaten Abstinenz. Gut finde ich auch, dass du stationär entgiften und auch gleich eine Therapie gemacht hast. Alkohol und Depression gehen oft Hand in Hand, eine vorhandene Depression kann verstärkt werden.

    Nach Entgiftung und auch Therapie fängt das Schwerste an. Die Abstinenz soll gestärkt werden und mehr und mehr in ein zufrieden trockenes Leben übergehen. Dazu sind auch viele Veränderungen im Alltag notwendig. Hier wurden von den Alkoholikern viele Steine zusammengetragen, die eine sehr gute Richtlinie für zufriedene, dauerhafte Trockenheit sind.

    Die Grundbausteine

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40


    Nach der Freischaltung wird dein Thema in den Bereich für Alkoholiker verschoben. Da findet der Austausch statt.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Jeany,

    das war der beste Schritt, den du machen konntest. Hut ab!

    Und nun kommt der nächste Schritt. Auszuhalten, was da weh tut. Ihn weiterhin zu blockieren, nicht zu kontaktieren. Das ist ein schwerer Schritt. Aber der ist auch zu schaffen.

    Überlege, warum du weggegangen bist. Das hatte ja viele schlimme Gründe. Denke an all den Schmerz, den er dir zugefügt hat. Du hast dich gerettet vor weiterer Verletzung, das ist dein Recht. Dein Recht ist es, glücklich zu sein und ein Leben in Sicherheit und Wertschätzung zu leben.

    Auch deinen Hunden hast du geholfen denn ich denke, auch Tiere bekommen solche bösen Schwingungen mit. Obwohl sie sie sicher nicht verstehen. Aber in einem ruhigen Umkreis werden auch sie sich sicherer fühlen.

    Heul alles aus dir raus und dann lebe.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Sula,

    das Problem ist, dass ein Außenstehender das nicht beurteilen kann.

    Und dass es für den Prozess des Trockenwerdens wichtig ist, so vom Kopf her, sagen zu können:

    Ja, ich bin Alkoholiker, Alkoholikerin und habe den festen Wunsch, die Sucht zum Stillstand zu bringen.

    Ich habe hier schon von vielen gelesen die das als Quatsch abgetan haben, es so oder so in der Art für sich zu sagen. Es auch anderen zu sagen. Dabei ist das einfach mal ein wichtiger erster Schritt.

    Die "Definition" von Alkoholiker ist, mit meinen Worten gesagt:

    Regelmäßiger Konsum mit langsam steigender Menge

    Kontrollverlust

    Ständiges Gedankenkreisen, wann der nächste Schluck genommen werden kann

    Vorräte anlegen

    Zu Treffen, Veranstaltungen nur gehen, wenn es da was " zu trinken" gibt

    Starkes Verlangen nach dem ersten Schluck

    Schnelles Trinken um eine Wirkung zu spüren

    Entzugserscheinungen wie Händezittern, Schwitzen, Unruhe, wenn der Alkohol fehlt

    Es kann noch um vieles verlängert werden, wie gesagt, das sind jetzt meine Worte und Erfahrungen, die ich gelesen habe. Ich bin selber keine Alkoholikerin sondern war lange coabhängig von meinem ersten Mann. Und hab es bei ihm gesehen. Und inzwischen bin ich seit 16 Jahren in der Suchtselbsthilfe hier aktiv.

    Es gibt auch tatsächlich Menschen, die jeden Tag sowas wie Klosterfrau oder irgendeinen anderen Stärkungstrunk einnehmen, da ist meistens ordentlich Alkohol drin. Und die garnicht daran denken dass sie abhängig sein könnten. Und die bei einem plötzlichen Krankenhausaufenthalt starke Entzugserscheinungen haben. Nur mal am Rande bemerkt.

    Lieber Gruß Aurora

    Genau das, was ihr schreibt, ist das Problem.

    Die Inkonsequenz. Das Grenzenlose.

    Mein Exmann hat mich damals verächtlich ausgelacht als ich ihm sagte, dass ich mich trennen werde. Zu meinem Sohn sagte er,

    das mach die eh nicht, das hat sie schon oft angedroht.

    Ich hab es doch gemacht, damals. Endlich. Und er war baff.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Feli,

    danke für deinen Beitrag, er macht wieder einmal deutlich, wohin der Weg geht, wenn er nicht beendet wird.

    Schuld oder schlechtes Gewissen brauchst du nicht, er hatte sich dazu entschieden, es so zu machen. Also sei erleichtert, dass er es geschafft hat, dass sein endloses Leid beendet ist.

    Herzliches Beileid und liebe Grüße Aurora

    Hallo DSE, herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe,

    es ist erstaunlich, wie lange man meint nichts von der Alkoholproblematik des Partners zu merken. Bei mir war es auch so. Erst nachdem ich viele Jahre lang mit ihm verheiratet war, wurde es für mich immer offensichtlicher. Und nachdem ich mich getrennt hatte und mich mit mir selbst und meiner Coabhängigkeit auseinandersetzte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Wie lange er schon missbräuchlich getrunken hatte, wie er in die Sucht abgeglitten war, wie ich Situationen, in denen er von Erschöpfung gesprochen hatte oder so, als Müdigkeit, Überforderung eingeschätzt hatte. Dabei war er da schon bis zum Rand volltrunken gewesen.

    Was du tun sollst ist schwer zu sagen. Ich glaube, du brauchst erstmal Zeit um alles zu realisieren und zu sortieren. Da kann der Austausch hier mit anderen Mitbetroffenen sehr hilfreich sein.

    Klick einfach den folgenden Link für die Freischaltung zur Forumsgruppe an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Schreib kurz was dazu und schon geht es los. Dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    ein neuer Lebensabschnitt hat begonnen, Stillstand gibt es nicht im Hause Aurora.

    Anfang des Jahres habe ich mich entschlossen, die Pflege, Betreuung meiner demenzkranken Mutter abzugeben. Ich war einfach fix und fertig. Meine Brüder haben mich wenig unterstützt und ich habe mich immer verantwortlich gefühlt. Gefühle, die ich auch gut aus meiner ersten Ehe mit dem alkoholkranken Mann kannte.

    Meine Persönlichkeit ist halt so. Ich muss da immer wieder aufpassen. Mit meiner Mutter war das jetzt nicht Coabhängigkeit aber auch da hatte ich wieder Verantwortung übernommen, mich für alles zuständig gefühlt, tat dies und das damit es ihr gutgehen sollte. Ein großes Stück weit ist das auch normal, finde ich. Es ist meine Mutter und wir hatten immer ein gutes Verhältnis. Aber es wurde immer anstrengender, der Pflegedienst war auch nicht immer zuverlässig, dauernd wurde ich angerufen, all sowas. Ich hatte mal wieder keine Grenze.

    Jetzt ist die Mutti seit gut 2 Monaten in einer Senioren-WG und es geht ihr gut. Und das ist eine große Erleichterung. Und Entlastung. Inzwischen sind die Schuldgefühle so gut wie weg.

    Ja, und damit es nicht langweilig wird, ist unsere Enkelin eingezogen. Seit dem Herbst letzten Jahres war sie immer für längere Zeit hier, jetzt ist es dauerhaft. Sie ist 14 und hat eine böse Stiefmutter. Kein Witz, diese Frau ist Narzisstin erster Klasse.

    Meine Tochter ist ja im März 2012 bei der Geburt ihres 2. Kindes gestorben, zusammen mit ihrem kleinen Sohn ;( . Es ist so traurig. Dass es nun mit dieser neuen Frau nur schlimm für die Enkelin ist. Sie hatte sich immer eine Mama, eine vollständige Familie gewünscht. Mein Exschwiegersohn hängt in dieser Ehe seit Anfang 2017 fest. In einer Art Abhängigkeit. Seine Tochter kann er nicht beschützen, ganz schlimm.

    Und so hat die Enkelin heschlossen, sich selbst zu helfen. Sie hat sich uns anvertraut, noch etwas Zeit gebraucht, da sie noch immer Hoffnung auf Besserung der Situation hatte. Und hat dann für sich entschieden, da auszusteigen. Zum Glück können wir sie auffangen, sie ist bei uns gut aufgehoben und für mich kommt nichts anderes in Frage. Ich weiß, meine Tochter würde es so wollen.

    Dieses mutige Mädchen, 14 Jahre alt, ist konsequenter als ich es mal war. Ich staune und freue mich. Sie sorgt dafür, dass es ihr gut geht. Nimmt Einschränkungen dafür in Kauf. Aber sie hat wieder Lebensqualität. Sie liebt ihren Papa aber da er ihr nicht beisteht, sie immer wieder im Stich lässt und den psychischen Quälereien der Stiefmutter aussetzt, hat sie das einzig Richtige gemacht. Sie hat sich Hilfe gesucht und getrennt. Von der bösen Stiefmutter völlig, den Vater trifft sie regelmäßig aber nicht mehr dort in diesem Zuhause. Nur wenn es nicht anders geht.

    Ich habe schon oft gedacht, wäre ich damals so mutig gewesen mich vom ersten Mann so relativ schnell und konsequent zu trennen, hätte ich mir viel Seelenqual erspart.

    Aurora