Beiträge von Aurora

    Hallo Indiana, hallo pfiffig,

    also das mit dem Suchen einer Unterkunft habe ich mit meinem ersten Mann hinter mir.

    Ich wollte die Trennung und in unserer gemeinsamen Eigentumswohnung bleiben. Er stellte sich tot, sozusagen, bewegte sich keinen Millimeter.

    Ich ging Wohnungen angucken, für IHN. Er hatte Null Interesse, bewegte sich nicht.

    Also habe ich begriffen, dass ICH mich bewegen musste. In meinem Fall habe ich dann MIR eine Wohnung gesucht.

    Das geht natürlich bei dir, Indiana, nicht. Denn es ist ja DEIN Garten. Ich würde mich informieren, welche rechtliche Handhabe du hast, ihn da rauszuwerfen. Mit Sicherheit gibt es das aber ich kenne mich damit leider nicht aus.

    Liebe Grüße Aurora

    Guten Morgen Tanni und willkommen,

    ich habe ähnliche Erfahrungen und ich glaube, so gut wie alle anderen Coabhängigen haben das auch.

    Es ist immer wieder ähnlich, wie sich Abhängige verhalten, sei es der/ die Alkoholabhängige oder der/ die Coabhängige. Das ist ein Muster, dass da abgeht.

    Ich kenne auch diese Vorbehalte. " Ich kann ihn doch mit meinen Vorhaltungen nicht verletzen"' das ist ein Satz, den Cos oft im Kopf haben. Das bedeutet ja aber, "der andere ist mehr wert als ich, ich will ihm nicht wehtun", und man schluckt und nimmt hin, hat Angst und tut sich mit all dem selbst weh.

    Ich gebe dir den Link für den Austausch, hier ist er:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du brauchst nur draufzuklicken, kurz was dazu schreiben. Du wirst dann freigeschaltet und findest dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige. Du wirst dort Menschen finden die genau wissen, wovon du sprichst und das ist unheimlich hilfreich, für dich selbst Wege zu erkennen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo und willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe Moony,

    dieses Spiel von : ich liebe dich und du bist die schlimmste Frau

    kenne ich aus eigener und aus meiner Erfahrung in der Suchtselbsthilfe hier sehr gut.

    Solches Verhalten ist ein Merkmal Süchtiger. Es verunsichert den Partner extrem.

    Eine konkrete Abgrenzung ist meistens erstmal schwer weil Angehörige ja eine emotionale Verbindung aufgebaut haben, oft wenig Selbstwert haben, verschiedene Ängste und Verantwortungsgefühle. Ein Austausch mit anderen Mitbetroffenen kann da sehr hilfreich sein und ich finde es gut, dass du auch ehrliche Rückmeldungen haben möchtest. Denn oft tut das weh, solche Beziehungen haben nicht nur etwas mit dem Abhängigen sondern auch mit dem Coabhängigen zu tun.

    Hier ist der Link für die Bewerbung für den Austausch, klick einfach drauf und schreib kurz noch was dazu:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Indiana,

    ich kann gut verstehen wie deine Gedanken gerade sind. Und jetzt kommt das ABER...

    Noch immer schränkt seine Sucht dich massiv ein weil er sich sozusagen "tot" stellt.

    Er hat nun deinen Ruhe- und Rückzugsraum besetzt. Den du dringend brauchst und liebst.

    Ich weiß, es ist schwer und ich habe es selbst er- und gelebt. Immer wieder diese Schuldgefühle, immer wieder die Entschuldigung, warum er nicht anders kann und vor allem, warum ICH nicht anders konnte. Ich habe mich auf ein Minimum einschränken lassen aus Angst, handeln zu müssen, aus Angst vor den Konsequenzen, aus Angst vor den Unannehmlichkeiten, aus Angst vor der Auseinnandersetzung, aus Angst, ihm weh zu tun und dass er ohne mich völlig kaputt geht.

    Und aus diesen Ängsten heraus habe ich mir selbst weh getan, bin kaputt gegangen, war völlig unfrei, wurde beschimpft und schlussendlich wirklich auf allen Ebenen missbraucht.

    Und er hat in Ruhe sein Ding durchgezogen, getrunken und sich " tot" gestellt. Er hat sich nicht bewegt weil ich mich auch nicht bewegt habe, er hatte keinen Anlass. Im Gegenteil, indem er mich beschimpfte, beleidigte usw nahm er mir mehr und mehr mein Selbstvertrauen. Und ich wurde immer aggressiver weil ich mich wie gefesselt gefühlt habe, weil er sich nicht bewegt hat. Ich habe geschrien, geweint und gejammert und er wusste ja, mehr passiert eh nicht.

    Du hast nun schon einiges erreicht, er ist nicht mehr in der Wohnung aber er ist noch immer in deinem Lebensraum. Und bewegt sich nicht. Und du machst dir 'nen Kopp über ihn. Und nimmst noch die Schuld auf dich weil er unselbstständig ist...

    Du hast aber an nichts Schuld. Nichts, was ihn betrifft ist deine Verantwortung.

    Bitte hab Mut für den nächsten Schritt. Nämlich ihn aus deinem Garten rauszuwerfen. Was bildet dieser Mensch sich ein. Er jammert weil er nicht an seinen alten Wohnraum zurückwill, da dort Exfrau und Kind leben... Ich werd richtig wütend, wenn ich daran nur denke. Welche Frechheit, welche Ausrede, Arroganz und Übergriffigkeit dir gegenüber. Es geht hier echt mal nicht um ihn sondern um DICH und dass DU deinen Raum wiederhaben möchtest. Und zwar ohne ihn.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo NForce,

    Leider hatte sie mehrfach extrem schlimme Umstände durchzumachen, und ich will dafür kämpfen das sie ein schönes Leben hat. Sie ist so eine warmherzige Person, die es einfach wert ist darum zu kämpfen.

    Du willst dafür kämpfen, dass sie ein schönes Leben hat. Möchte sie das denn? Kann doch sein, dass sie es gut findet, wie es gerade ist. Sie ist es wert, schreibst du. Okay. Das verstehe ich, ich habe auch sehr lange gekämpft weil ich dachte, ER ist doch ein so sensibler, lieber Mensch und ist es wert.

    Leider habe ich dabei einen ganz wichtigen Menschen völlig vergessen, nämlich MICH. Ich fand mich nicht so wertvoll, dass ich auch mich wichtig dabei genommen hätte. Und ich habe gekämpft, mit all meiner Kraft, Jahr um Jahr, mit viel Hoffnung. Um im Endeffekt nach vielen, vielen Jahren völlig entkräftet, psychisch und physisch völlig am Ende, auszusteigen.

    Ich möchte dir nix ausreden sondern dich aufmerksam machen. Dass du bei all deinen Kämpfen, die du für SIE machst, DICH nicht vergisst. Denn der wichtigste Mensch in deinem Leben bist du...

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Esmeralda,

    ich drück die Daumen und wünsche dir noch viele " ganz normale" Tage. Denn ich habe erfahren, dass die kleinen Dinge des Lebens, so wie: die Kinder haben sich nur 3 Mal anstatt 10 Mal gestritten, das Fleisch war zart und keiner hat gemeckert, die Verkäuferin hat mich angelächelt, ich habe den Zahnarzttermin gut überstanden, ich hab mir Blumen gekauft... sehr wertvoll sind. Die großen Highlights sind dann das Sahnehäubchen.

    Alles in allem ist das Leben pur.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Teresa,

    da kam ja alles aus dir rausgeplatzt wie aus einem Vulkan. Erstmal gut, dass du alles rauslassen konntest.

    Ich erkenne mich in deinen Gefühlen zu 100% wieder. Diese Wut, Verzweiflung, Machtlosigkeit. Die Traurigkeit, der Schmerz. Schuld, Scham. Angst. Einfach alles.

    So fühlen sich ganz, ganz viele Menschen, die in einer Beziehung mit einem Abhängigen leben.

    Dein Partner ist völlig in seiner Sucht gefangen und kommt ( noch) nicht dagegen an. All das, was er dir an den Kopf schmeißt, kommt aus dem zwingenden Gefühl, trinken zu müssen. Er dreht und wendet es dabei so, dass du dich so schlecht fühlst, im Grunde genommen spiegelt er seine eigenen Gefühle auf dich. Indem er dir die Schuld und Verantwortung gibt, geht es ihm besser.

    Es hat nichts mit dir zu tun, nur mit ihm.

    Aber das wird dir jetzt nicht helfen.

    Morgen wird dein Kind geboren werden. Sei froh, wenn er NICHT dabei ist. Was nutzt dir ein zitternder, entzügiger Partner?

    Kann dich vielleicht deine Freundin begleiten?

    Dein Kind wirst eh du alleine zur Welt bringen. Denn es ist ja dein Körper. Alle anderen können dich unterstützen, mehr nicht. Und eine Geburt ist schwere aber sooo befriedigende Arbeit. Ich habe selbst 2 Kinder geboren. Du wirst das schaffen und deinen kleinen Jungen im Arm haben. Und das ist es, was zählt. Ihr beide.

    Dein Partner ist so sehr in seiner Sucht verwickelt. Es ist für ihn garantiert ein wunderbares Ding, Vater zu sein. Aber ob er das leben kann, sei dahingestellt. Denn die Sucht bestimmt ihn, nichts weiter.

    Liebe Teresa, deine einzige Aufgabe jetzt ist es, dein Kind zu bekommen. Bitte verschiebe da nichts, schenk ihm sein Leben. Und dann komm in deiner neuen Welt an. Als Mutter. Und dann fange an, einen Weg zu bauen, für dich und deinen Sohn. Ihr seid es wert, ihr beiden. Im Grunde genommen weißt du alles. Nämlich dass du deinem Kleinen keinen Vater zumuten möchtest, der trinkt, bei dem die Sucht an allererster Stelle steht.

    Aber zuerst bringe den Kleinen zur Welt, ich werde an dich denken und wünsche dir eine problemlose Geburt. Ich würde mich freuen, wenn du dich dann hier wieder meldest.

    Ganz liebe Grüße und alles Gute für morgen

    Aurora

    Hallo ihr Drei,

    ich danke euch für eure Beiträge, sie berühren mich sehr und ich hoffe, ich kann euch Mut machen.

    So, wie der trockene Alkoholiker lernen muss, das Leben ohne den Suchtstoff zu genießen und Vertrauen in sich selbst zu haben, so müssen wir Cos das auch.

    Es ist ein Weg, den jeder in seinem Tempo geht.

    Aurora

    Hallo,

    Hope92 , ich habe am Anfang auch gedacht, hoffentlich falle ich nicht wieder drauf rein.

    Ich wollte eigentlich garkeinen neuen Partner... Das mit Dante war ungeplant. Er war auch nicht auf eine Partnerschaft aus. Da wir aus derselben Stadt kommen, hatte er damals mein Fädchen verfolgt. Er hat ab und an mal gefragt ob ich Lust hätte, ihn zu Veranstaltungen zu begleiten, für die er bei "Two Tickets " Karten erhalten hatte. Er wollte nicht alleine da hingehen.

    Irgendwann hab ich mich getraut, mal mit ihm und einer weiteren Forumsbekanntschaft eine Oper anzusehen. Das war der Beginn einer schönen Freundschaft. Ende 2007. Wir sind dann öfter mal zusammen zu Veranstaltungen gegangen. Und ich merkte, durch seine Beiträge hier im Forum und in Unterhaltungen, dass er völlig anders unterwegs war wie mein damals Noch-Ehemann, der zu der Zeit auch nicht trank. Und von dem ich ja getrennt lebte.

    Das waren 2 verschiedene Welten. Dante, der achtsam mit sich umgeht, seine Alkoholkrankheit ernst nimmt und auf sich achtet, der damals Noch-Mann, der nur nicht trank und ansonsten nichts veränderte.

    Im Herbst 2008 hat es zwischen Dante und mir gefunkt. Und ja, ich hatte Angst. Ich merkte, dass er ganz anders ist als die Partner, die ich vorher hatte. Positiv anders. Und ich hatte mich auch verändert. Ich sagte mir zum Anfang oft, dass ich jederzeit Schluss machen könnte, wenn es mir nicht gut tut. Ich wollte eine Partnerschaft auf Augenhöhe, diesmal. Dass er trinken könnte, davon bin ich nie ausgegangen. Irgendwie habe ich seine Ernsthaftigkeit, was das anbelangt, nie bezweifelt.

    Anfang 2009 ist er zu mir gezogen. Seine Bedingung: die Wohnung muss alkoholfrei sein. Das ist mir nicht schwergefallen, seit Mitte 2008 hatte ich auch keinen Alkohol mehr zu mir genommen.

    2010 habe ich mich scheiden lassen, 2011 haben Dante und ich geheiratet.

    Und nach wie vor habe ich keine Angst, dass er rückfällig werden könnte. Ich merke es daran, wie er mit sich umgeht, wie wir leben.

    Am Anfang haben wir viel geredet, ich hatte schon immer wieder auch Ängste, manches hat mich an ihm getriggert. Tut es ab und an noch. Wenn er in der Küche mit leeren Flaschen hantiert und klappert, zum Beispiel. Ich weiß, es sind Brauseflaschen aber mein Co-Gehirn hat dann Flashbacks. Es ist, wie gesagt, viel weniger geworden im Laufe der Jahre.

    Ich tu was für mich, hatte Therapien, bin immernoch hier im Forum, bin achtsam mit mir selbst. Habe gelernt, mit meiner Persönlichkeitsstruktur umzugehen. Und wenn ich mal Co in Reinkultur bin, stoppt Dante mich. Denn es ist für ihn auch nicht gut.

    So gehen wir achtsam mit uns um und achtsam jeder für sich selbst. Inzwischen weiß ich, sollte er jemals einen Rückfall haben, würde er sich Hilfe suchen. Ich wäre am Boden zerstört aber nochmal kann ich ein Leben mit einem nassen Alkoholiker nicht leben. Wir leben allerdings unser Leben ohne diesen Rückfallgedanken. Dass würde uns unsere Unbeschwertheit nehmen.

    Und wir reden, über unsere Ängste, Gedanken, Ehrlichkeit, das ist uns wichtig. Dass er mich ernst nimmt und ich ihn. Wir sind beide geschädigt, sag ich mal. Er durch seine Sucht, ich durch meine Coabhängigkeit.

    Hier geht jetzt ein Gewitter runter. Wir sind im Urlaub, in den Bergen. Das ist was. Berggewitter...

    Aurora

    Hallo Ranger,

    ich bin zwar nicht Whitewolf, keine Alkoholikerin sondern Angehörige aber theoretisch läuft eine Entgiftung so ab:

    Du trinkst keinen Alkohol mehr und darauf reagiert dein Körper. Wie, ist bei jedem anders darum ist es so wichtig, einen Entzug unter ärztlicher Beobachtung zu machen.

    Entzugserscheinungen können z. B.sein: Schwitzen, Unruhe, Schlaflosigkeit, Zittern. Und Delirium, Wahnvorstellungen, epileptische Anfälle.

    Danach wird entschieden, ob und welche Medikamente du brauchst.

    Ein Entzug dauert ca 7 bis 14 Tage. Danach ist dein Körper vom Alkohol befreit.

    Und dann beginnt die "Arbeit", nämlich auch den Kopf vom Alkohol zu befreien. Und diese Aufgabe ist anstrengend, schwierig aber lohnend. Das ist dann richtige Trockenheit, die da beginnt. Und wie das abläuft ist von Einrichtung zu Einrichtung sicherlich unterschiedlich. Aber ähnlich.

    Lies dir unsere Grundbausteine durch, die sind ein guter Leitfaden. Und können der Therapie sehr ähnlich sein. Dazu kommen noch andere Punkte aber das kannst du dann vor Ort erfahren.

    Ob deine Kinder dich besuchen können, erfragst du am besten vor Ort. Ich kann mir aber vorstellen, dass sie die erste Zeit nicht kommen können. Denn du sollst dich ja erstmal auf dich und deinen Körper und deine Seele konzentrieren. Und das ist echt anstrengend.

    Es ist super, dass du dich darauf einlässt. Es lohnt sich so sehr. Ich bin in 2. Ehe mit einem trockenen Alkoholiker verheiratet, mein erster Mann war nasser Alkoholiker. Ich habe beide Seiten gesehen und kann dir sagen, die nasse ist eine Qual, die trockene pures Leben und Glück.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Schattenblume,

    zuerst mal herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Welche Art der Entgiftung und Therapie für dich gut ist, kann ich dir leider nicht sagen. Ich komme auch aus der Angehörigen-Ecke. Sehr gut finde ich, dass du dir Hilfe bei Ärzten suchst und dich dort auch mehr und mehr outest. Das ist ein ganz wichtiger Schritt! Viele unterschätzen das, aus Scham.

    Bestimmt meldet sich noch der eine oder die andere mit eigenen Erfahrungen.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo,

    ich war lange nicht mehr hier, in meinem Thema, das ich vor so langer Zeit hier eröffnet habe.

    Mit all den vielen Ängsten, Schuldgefühlen und Verletzungen, mit denen wohl fast alle Cos hier ankommen.

    Es war eine große Erleichterung, endlich Menschen zu treffen, die wussten, was in mir vorgeht. Die mich verstanden.

    Inzwischen ist das viele Jahre her, Mai 2007, ich bin noch immer hier. Denn ich bin Co und diese Persönlichkeitsstrkturen werde ich nie ganz los werden. Aber ich habe gelernt sie zu erkennen und kann dadurch anders handeln. Ich lebe ein gutes Leben.

    Mein erster Mann, der Alkoholiker war, ist längst verstorben. Leider. Er war nach der Trennung gut 4 Jahre abstinent aber im Grunde genommen hatte er nie was an sich und seinem Umfeld verändert. Deshalb bin ich auch nicht mehr zurückgegangen. Auch ohne Alkohol war er nicht mehr der, der er mal gewesen war. Oder vielleicht nie gewesen war. Er hat dann eine neue Frau kennengelernt und sich nicht geoutet. Und da sie gerne einen gepichelt hat, hat er auch wieder angefangen. Zuerst mit alkoholfreiem Bier, dann wieder richtig und schlimmer denn je. Er ist verreckt, anders kann man das nicht nennen. Denn ein gutes Leben war es dann nicht mehr für ihn. Durch Kind und Enkelkind hatten wir ja immer wieder Kontakt und es hat wehgetan, das zu sehen. Aber - es war seine Entscheidung. Das habe ich akzeptiert.

    Ich hab mich neu verliebt. In Dante, aus dem Forum hier. Und ja, er ist Alkoholiker, trocken seit 2006. Wir haben ein gutes Leben. Ein wirklich gutes. Kein Vergleich zu früher, für mich, verstrickt in Co und Suff, für ihn verstrickt in seiner Sucht.

    So, das war mein Wort zum Sonntag :lol: .

    Aurora

    Hallo Ava,

    ich komme auch aus einer Familie, in der Alkohol dazu gehörte. Viele meiner Verwandten waren abhängig/ coabhängig. Meine Eltern zum Glück nicht, die haben auch bei Feiern reingehauen aber sonst nicht. Wir waren eine sehr große Familie und es gab oft was zu feiern.

    In meiner ersten Ehe war ich 26 Jahre lang mit einem Alkoholiker zusammen. Er passte super in meine Familie und ich habe es lange als " normal" empfunden, wie er getrunken hat.

    Ich habe mich nach 26 Jahren trennen können.

    Und dachte und denke, nie wieder sowas!

    Ich habe einen der trockenen Alkoholiker aus unserem Forum kennengelernt und inzwischen sind wir seit 12 Jahren verheiratet. Das heißt, wir leben gemeinsam ein gutes, abstinentes Leben, dass er rückfällig werden könnte, ist für mich keine Gefahr.

    Einen Partner, der trinkt, auch nicht abhängig trinkt, konnte ich mir nach meiner Ehe nicht mehr vorstellen.

    Wenn du deinem Freund einen Brief schreibst ist es wichtig, dass du von dir und deinen Gefühlen erzählst. Wie es sich für dich anfühlt und warum. Seine Reaktion darauf kann dir im Bestfall Klarheit bringen.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo liebe Leute,

    wenn der Körper einmal diese Toleranz aufgebaut hat, ist das nicht mehr rückgängig zu machen. Das bleibt dann so. Das sind bestimmte Enzyme, die der Körper gebildet hat während der Saufzeit um die Leber bei der Entgiftung zu unterstützen.

    Auch wenn also der Mensch lange Jahre abstinent gelebt hat und dann wieder trinkt, werden diese Enzyme aktiv.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Zoey,

    bitte bedanke dich vor allem bei dir selbst, denn DU machst das alles.

    Du hast den Mut gefunden, dass jetzt durchzuziehen. Wir hier machen da nix weiter als dazusein und dich zu ermutigen und mit Erfahrungen zu versorgen.

    Liebe Grüße

    Aurora