Beiträge von Aurora

    Hallo Moara,

    was im Kopf eines Abhängigen vor sich geht ist für Nichtabhängige nicht nachvollziehbar. Die Sucht steht über allem bei Abhängigen.

    Ich hatte einen alkoholabhängigen Onkel, der hat irgendwann Blut gespuckt, kam in ein Krankenhaus, wurde einigermaßen aufgepäppelt. Ihm wurde gesagt, er könne noch ein paar Jahre leben wenn er das mit dem Saufen lässt. Er war dazu nicht in der Lage. Kaum war er wieder zuhause, machte er weiter und ist dann bald verstorben. Er war 42 Jahre alt...

    Spar dir deine Energie, so leid es dir vielleicht auch tut. Solange deine Verwandten nicht aufhören wollen und können, solange kann niemand was machen. Es ist IHR Leben.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Meg,

    willkommen in unserer Online- Selbsthilfegruppe.

    Du kannst es stolz auf dich sein, dass du das mit der Trennung durchgezogen hast. Diese ganzen Gedanken, die du da gerade hast kenne ich auch. Leider.

    Ich bin damals nach 26 Ehejahren ausgezogen, da war einerseits die riesige Erleichterung, andererseits das schlechte Gewissen...

    Du schreibst, du möchtest dich weiter austauschen. Dann klicke bitte auf den Link:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    fülle das Formular aus und dann kann es losgehen.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Florian,

    Er trinkt weil er muss... und dann macht er "was er will"? ...hm... also.. ich frage mich grad... müsste es dann nicht heissen, "oder er wird eh machen, was er muss"?...

    na ja

    mag jetzt ne Spitzfindigkeit sein...

    finde ich auch.

    Ich wollte damit ja ausdrücken dass wir Cos machen können, was wir wollen. So lange der Abhängige nichts ändern will wird er es eben nicht tun. Das ist im Grunde genommen hier der Ansatzpunkt. Es geht um uns Angehörige bzw in dem Fall um mich als Ex-Co und um die Hilflosigkeit, Ohnmacht und auch Wut, die ich damals hatte. Denn das ist meine Erfahrung, die ich weiter gegeben habe.

    Ich kann nicht wirklich nachvollziehen, was im Kopf eines nassen Alkoholikers vor sich geht, ich kenne nur die Theorie. Na klar macht er, was er will. Er könnte sich ja auch anders entscheiden, oder? Aus meiner Sicht ist klar, was ich damit gemeint habe und ich hoffe, es ist bei Schmetterling auch so angekommen.

    Nicht böse gemeint, Florian aber dazu musste ich noch mal meinen Senf abgeben :mrgreen:

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Loewenmama,

    dass es für uns Angehörige sehr sehr wenig Hilfe und Unterstützung gibt.

    Darum ist es doch um so besser, dass du zusätzlich zu deiner Gruppe im "wahren Leben" auch noch uns hier hast! Wir sind ja auch eine Selbsthilfegruppe, nur eben auf virtueller Basis. Und hier kannst du rund um die Uhr aufschreiben, was dich bedrückt. Alles was du raus lässt aus dir kann dir helfen. Einmal sortierst du es beim Schreiben ja noch mal, du siehst es schwarz auf weiß, was auch sehr hilfreich sein kann, und du erhältst Rückmeldungen.

    Also hau weiter auch in die Tasten!

    Liebe Grüße

    Aurora

    Liebe Lisa,

    Du bist nun freigeschaltet und kannst den Austausch in den offenen Bereichen beginnen.

    Bitte achte auf Anonymität.

    Du kannst nun ein neues Thema eröffnen, ich kann aber dein Vorstellungsthema in den Bereich "Erste Schritte für Coabhängige "

    verschieben. Das bietet sich an, du musst dich dann dort nicht nochmal vorstellen. Sag einfach hier Bescheid.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Schlingel,

    ich habe dich gerade freigeschaltet, du kannst dich nun in den offenen Bereichen austauschen.

    Bitte achte auf deine Anonymität.

    Wenn du magst, wird dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschoben, sag einfach hier Bescheid.

    Lieber Gruß

    Aurora

    Hallo Schmetterling, hallo Fee,

    ich habe zum Schluss gar nichts mehr zu ihm gesagt. Denn es war sinnlos. Mit Betrunkenen kann man eh nicht vernünftig reden.

    Ich habe ihn einfach sich selbst überlassen und mein Ding gemacht. Das ist mir nicht immer leicht gefallen aber im Grunde genommen war es so das beste. Zum einen brauchte ich mir dann keine Beleidigungen und so mehr anzuhören, zum anderen wusste ich, dass es eh schnuppe ist und ich nichts ändern kann. Es hätte mich bloß noch mehr Energie gekostet.

    Fee

    Ich denke dann immer, wenn ich nichts sage, dann denkt er ich merke nicht dass er trinkt.

    Das wäre dann evtl. ein Freifahrtschein für ihn, noch mehr zu trinken.

    Im Grunde genommen ist es doch wurscht, was er denkt oder ob er überhaupt denkt... Ein Freifahrtschein für noch mehr saufen ist das nicht, glaube ich. Er trinkt weil er es muss, er ist abhängig von dem Zeug. Und egal ob du ihn darauf ansprichst oder nicht wird er eh machen, was er will. Kann dann nur sein, dass er eine prima Ausrede hat, dass er noch mehr saufen muss. Denn du bist ja daran dann in seinen Augen Schuld weil er es anders nicht mit dir nörgelnden Frau aushalten kann...

    Das sind so meine Erfahrungen.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo,

    mir geht es inzwischen sehr gut. Darüber ich ich auch sehr froh.

    Das Leben läuft in ruhigen Bahnen und nach all dem "Drama" der letzten Jahre ist das sehr erholsam. Für Körper, Geist und Seele.

    Meine Enkelin ist letzte Woche 13 Jahre alt geworden, wo ist nur die Zeit geblieben. Sie ist so ein toller Teeny <3 inzwischen. Und ich kann das endlich auch wieder richtig genießen.

    Es ist Ruhe eingekehrt, im Hause Aurora und das ist auch gut so.

    Aurora

    Hallo Schmetterling,

    das ging mir damals ganz ähnlich. Ich habe nach Wohnungen geschaut und sie auch besichtigt. Mein Exmann war daraufhin ziemlich verunsichert. Hatte ich doch in all den vielen Jahren immer wieder angedroht mich zu trennen, es aber nie gemacht. Und nun machte ich plötzlich meine Drohung doch wahr.

    Nachdem ich einen Mietvertrag unterschrieben hatte beschloss er, nicht mehr zu trinken. Er kam in einen ganz starken Entzug und war bereit, in ein Krankenhaus zu gehen. Da war ich ganz schön hin- und hergerissen. Was ich nun machen sollte. Ich hab's durchgezogen und bin dann nach und nach in meine neue Wohnung umgezogen.

    Ich hatte anfänglich noch im Hinterkopf, dass ich ja auch jederzeit zurück gehen könnte. Mein Exmann trank ja jetzt nicht mehr... aber ich merkte sehr schnell, dass einfach in mir drin sich alles wehrte. Zu viel war kaputt gegangen, Liebe hatte ich nicht mehr für ihn, es war nur noch Gewohnheit, was mich mit ihm verband. Und Schuldgefühle, ihn verlassen zu haben. Und ich war einfach misstrauisch, ob er das auch durchziehen würde. Denn er hatte nichts geändert an sich und seinem Umfeld, er trank nur nicht mehr. Und da ich damals ja schon hier im Forum war sah ich bei den Alkoholikern hier, dass sowas eher schief ging als zu einer stabilen und zufriedenen Trockenheit zu führen.

    Ich bin geblieben, in meiner neuen Wohnung die ich jetzt seit 2007 bewohne, inzwischen mit meinem zweiten Mann :)<3 .

    Nein, in die Zukunft schauen kannst du nicht aber du kannst in deinem Heute leben. Und da sagt dir alles in dir, mach erst mal das mit einer Wohnung. Darauf kannst du vertrauen. Was in der Zukunft kommt, wer weiß aber du möchtest dich ja JETZT schon gut fühlen.

    Mein erster Mann war übrigens damals dann 4 Jahre ohne Alkohol, aber zufrieden war er damit irgendwie nicht, glaube ich. Die Alkoholiker nennen das "trocken mit der Faust in der Tasche". Er hat dann eine neue Partnerin kennen gelernt, eine, die gerne einen hob. Und da hat er gleich mitgemacht... Am 6.11.2017 ist er an den Folgen seiner Sucht gestorben...

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Fee,

    Es ist unglaublich, ich lese hier Dinge, die ich auch hätte schreiben können.

    Sogar die Ausreden sind die selben, die die haben.

    Ja, das ist immer wieder erstaunlich, wie sich das wiederholt. Damals war das für mich eine große Erleichterung weil ich so erkennen konnte, dass nicht ICH die vollkommen Blöde und Schuldige war, wie er immer behauptet hatte. Sondern dass das einfach typisches Verhalten von Alkoholikern ist. Mein eigenes, coabhängiges Verhalten war typisch für Angehörige. Wir folgen irgendwie alle ähnlichen Mustern.

    Mir hat das geholfen, dass ich mich schlussendlich lösen konnte. Von meinem Exmann. Ich wusste nun, ich bin nicht alleine mit all diesen Dingen und es gibt Wege, da raus zu kommen.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Liebe Peppita,

    mich berührt dein Vertrauen uns gegenüber, deine Geschichte zu schreiben, sehr. Ich finde das gut!

    Denn mir ging es damals auch so, ich habe angefangen und alles sprudelte plötzlich aus mir raus. Das war solch eine Erleichterung. Und hat mir immens geholfen mich zu sortieren und zu erkennen, warum, wieso, weshalb ich so lange in meiner ersten Ehe ausgehalten hatte.

    Deshalb werde ich mich jetzt auch erstmal weiter an meine Geschichte dran geben und erzählen, wenn das ok ist.

    Und danke, dass ihr mir die Zeit und den Raum gebt.

    Ja, das ist okay. Dafür ist unsere Selbsthilfegruppe (wie andere Selbsthilfegruppen auch) da.

    Du hast hier Zeit und Raum für dich, hier ist dein Platz, extra für dich reserviert, gewissermaßen.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Hallo Peppita,

    herzlich willkommen in unserer Online-Sebsthilfegruppe.

    Hier gibt es viel zu lesen. Als ich damals hier ankam war ich überwältigt, so viele Geschichten und Schicksale - und alle waren so ähnlich wie meine. Ich war nicht mehr alleine.

    Und du bist es auch nicht.

    Liebe Grüße

    Aurora

    Liebe Schmetterling,

    ich habe dich eben freigeschaltet, du kannst dich jetzt im offenen Bereich austauschen.

    Wenn du magst verschiebe ich dein Fädchen in den offenen Bereich "Erste Schritte für Angehörige".

    Sag einfach hier Bescheid.

    Liebe Grüße

    Aurora