Ach so,
lieber ein Mal zu viel die Ambulanz rufen als ein Mal zu wenig...
Wenn alle Stricke reißen ruf einfach an und lass einen Krankenwagen kommen.
Aurora
Ach so,
lieber ein Mal zu viel die Ambulanz rufen als ein Mal zu wenig...
Wenn alle Stricke reißen ruf einfach an und lass einen Krankenwagen kommen.
Aurora
Hallo silten,
das ist echt eine schwierige Situation.
Wichtig dafür, dass ihn ein Krankenwagen mitnimmt ist, dass er auch dazu bereit ist, mit zu gehen. Ich weiß ja nicht, wie sein Geisteszustand ist, ob er ansprechbar ist. Oder ob er völlig verwirrt ist die ganze Zeit. Das kann ich jetzt aus deinem Bericht nicht heraus lesen.
Ausliefern tust du ihn nicht, wenn du dir Hilfe rufst, dann rufst du in dem Moment auch für ihn Hilfe. Du kannst die Verantwortung, die du meinst für ihn zu haben, an die Ärzte abgeben. Er selbst kann sie anscheinend nicht mehr übernehmen.
Der Psychiater erscheint mir echt zweifelhaft! Für mich sieht das nicht so aus, dass er deinen Mann beim Entzug unterstützt! Er hat dich in die Verantwortung genommen, und das geht absolut gar nicht! Was heißt, du könntest die Ambulanz rufen, wenn es dir zu viel würde?
Hallo! Was soll DAS denn? Ein Entzug kann lebensgefährlich sein, da geht es nicht darum, dass es dem Angehörigen mal "zu viel" werden könnte. Dieser Arzt handelt in meinen Augen verantwortungslos...
Wie dem auch sei, du brauchst dringend auch Hilfe für dich. Google doch mal unter bapk, vielleicht kannst du dort auch Hilfe finden...
Lieber Gruß
Aurora
Hey Matthias,
herzlichen Glückwunsch, du bist ja echt schon ein "Urgestein"...
Es freut mich, dass du dich mal wieder kurz gemeldet hast.
Lieber Gruß
Aurora
Hallo,
liebe S, das ist super, wenn ich dir Mut machen konnte und kann!
Aurora
Hallo,
liebe Carmen, jaaaa, ich habe einen Friseurtermin
. Wann ich meine Enkel mal wieder drücken kann ist aber noch unklar.
Aurora
Hallo Engelchen,
erst mal willkommen hier!
So wie du das Verhalten deines Freundes schilderst ist das typisch, wenn jemand abhängig ist. Das ist dann das Verhalten.
Diese Aggressivität, die unbegründete Eifersucht, nicht mehr zu wissen, was er am Vortag im Suff gesagt hat, Versprechungen, eine Therapie zu machen...
Du schreibst, er nimmt keine Hilfe an. Auch das ist "normal", so lange wie er nicht erkennt, dass er krank ist. So lange er nicht zugeben kann, Alkoholiker zu sein und lieber weiter trinken will. Und das ist ein wichtiger Punkt!
Er möchte keine Hilfe! Das ist sein gutes Recht, auch wenn es sich absurd anhört. Aber es ist eine klare Ansage. Und du, seine Freunde und wer sonst noch müssen das akzeptieren. Das ist mega schwer. Du schreibst ja selbst wie schwer das ist zu sehen, wie ein Mensch sich kaputt macht durch die Sucht. Aber er darf das. Er darf "nein" sagen zu jeglicher Hilfe.
Das ist ganz typisches coabhängiges Verhalten:
Zitataber für eine ambulante therapie wäre er bereit nun habe ich die nummer von dem Therapeuten den ich anrufen werde um für ihn einen Termin auszumachen in der Hoffnung das sich etwas ändert
Wie alt ist dein Freund? Ist er erwachsen? Ich denke schon! Warum musst DU also für ihn einen Termin ausmachen? Kann er das nicht selbst?
Du machst und tust für ihn und kümmerst dich, klar bist du am Ende deiner Kräfte. Was machst du eigentlich für dich? Hast du auch ein eigenes Leben, Freunde, Hobbies und so?
ZitatHatte auch schon über eine Trennung nachgedacht aber dafür bedeutet er mir einfach zu viel
Was bedeutet er für dich? Liebst du ihn... ist es eine gute Beziehung mit Liebe, Toleranz und Gegenseitigkeit? Kannst du dich auf ihn verlassen, so wie er sich auf dich verlassen kann?
Denke einfach darüber nach, du hast ja um Tipps gebeten
.
Übrigens - ich kann dein Verhalten gut nachvollziehen, ich stand mal da, wo du jetzt stehst und habe mich ganz ähnlich verhalten. Ich habe damals Wohnungen für meinen Exmann besichtigt
weil ich wollte, dass er auszieht. Es hat nix gebracht alles, denn er wollte weder ausziehen noch aufhören zu saufen und irgendwann war ich am Ende meiner Kräfte. Nach vielen Jahren Coabhängigkeit.
Ich habe gelernt, wie das geht. Ich kann nicht ihm helfen aber mir. Ich kann was für mich tun und das ist mein gutes Recht. Niemand zwingt mich, ihm beim Totsaufen zuzusehen. Auch wenn da viel Liebe war, bei mir war sie im Laufe der vielen Jahre nicht mehr da. Da war nur gegenseitige Abhängigkeit. Ich musste mich trennen, um wieder leben zu können... ich habe es nie bereut!
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Carmen,
hier habe ich eben durch Zufall mal was gefunden.
https://alkoholiker-forum.de/viewtopic.php?p=924992#p924992
Da hatte ich einen Austausch mit der Teilnehmerin Penta. Dazu gehören dieser Link und die beiden folgenden Beiträge.
Das passt gut, finde ich...
Aurora
Hallo,
wow, ich war ja ewig nicht mehr in meinem Fädchen hier.
Diese Corona-Zeit hat für mich einen Vorteil. Sie entschleunigt mich sehr. In meinem Hirn rumoren ja noch immer einige alte Teufelchen, die mir was einreden wollen. Ich bin ja in Rente, vorzeitig, aber aus guten Gründen. Und trotzdem habe ich oft noch erst mal ein schlechtes Gefühl, wenn ich es mir auch gut gehen lasse. Also mir Ruhe gönne, die ich auch brauche und die mein Körper und meine Seele einfordern. Wenn ich merke, ich habe eigentlich heute keine Energie genug, um raus zu gehen. Für mich ist da zuerst immer noch der Gedanke : "sei mal nicht so faul und bequem!" Jetzt ist das kein Problem, denn "wir bleiben daheim"...
Wie ich das oft hasse, diese alten Prägungen, die einfach immer wieder erst mal aufploppen. Ich meine, ich kann damit inzwischen umgehen, halte einen Moment die blöden Gefühle und Gedanken aus und dann ist gut. Aber es nervt halt trotzdem. Corona macht das nun einfach, denn - ich MUSS ja nun zu Hause bleiben, ich MUSS mich ja zurück ziehen, denn es ist staatlich angeordnet. Blöd, oder? Total blöd, diese alten Prägungen, die nur durch Corona momentan gestoppt werden können.
Mir fehlen die Enkel. Andererseits waren sie vom Herbst bis kurz vor dieser ganzen Sperre ja gefühlt jedes 2. oder 3. Wochenende bei uns. Zu zweit ja sowieso, einmal auch zu dritt. Das ist ganz schön anstrengend. Ich merke, wie ich mich langsam wieder regeneriere.
So gehen also die Tage dahin, Urlaubsreisen sind ja in's Wasser gefallen und wir haben es uns hier gemütlich gemacht. Ich bin gespannt, wann und vor allem wie der Alltag wieder so richtig los geht. Auf alle Fälle aber freue ich mich schon auf meinen ersten Besuch beim Friseur...
Aurora
Hallo Carmen,
Coabhängigkeit ist genau auch eine Art Sucht wie eine stoffliche Abhängigkeit. Es spielt sich halt nur auf emotionaler Ebene ab.
Als Coabhängige brauchte ich bestimmte Gefühle und Situationen, um mein nicht vorhandenes Selbstwertgefühl aufzuwerten. Um mich wert zu fühlen, wichtig und gebraucht. ICH hatte die Fäden in der Hand, die Kontrolle, ICH hatte die Macht. Ich konnte keine Verantwortung für mich selbst übernehmen und habe das auf meinen abhängigen Exmann übertragen. Und - ich hatte keine Grenzen. Konnte nicht "Nein" sagen. Angst, auch Angst war so ein Punkt. Angst, falsche Entscheidungen zu treffen. Anderen weh zu tun, ihm weh zu tun, Unrecht zuzufügen. Angst, für mein Verhalten Verantwortung zu übernehmen. Die Konsequenzen tragen zu müssen. Angst, ohne Partner zu sein. Angst, dass ich alleine nicht zurecht kommen könnte. Finanzielle Ängste, er war der Hauptverdiener zum Beispiel. Bei mir war es ja so, dass ich in einer Ehe nach alten Vorstellungen lebte, Mann=Brötchenverdiener, Frau=Kinder, Küche, Kirche (wobei die bei uns weg fiel).
Dein Partner steckt also genau so in bestimmten Verhaltensmustern, wie ein Alkoholkranker das tut. Nur da ist das Problem, den Stoff kann ich weg lassen aber was ist mit dem nun trocken Werdenden... dem Menschen.
Damit eine gute Verbindung entstehen kann, eine Verbindung auf Augenhöhe, ist es ratsam, dass auch dein Partner was für sich macht. Den Fokus von dir weg nimmt und auf sich selbst legt. Seine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund rückt. Und so weiter...
Ich habe als Co auch eine Therapie gemacht! Und weiß, wie schwer das ist, diese Prägungen und Muster abzulegen. Dante, mein Mann und selbst trockener Alkoholiker, hat da manchmal was mit mir "zu tun". Denn er möchte und muss sich und seine Trockenheit vor mir "schützen", wenn ich mal wieder in alte Muster rutsche. Dabei ist bei uns der Vorteil, dass ich ihn nur trocken kenne. Ich kann mir vorstellen, dass es in einer Verbindung, die schon zu Saufzeiten bestand, um vieles schwieriger ist. wenn der Alki plötzlich wieder selbst bestimmen kann und will, wie sein Leben so läuft. Wenn er wieder teilnimmt am Leben, Entscheidungen treffen kann und so.
Dann ist der Co nämlich "arbeitslos". Da wird regelrecht die Lebensgrundlage entzogen, die Lebensberechtigung.
"Immer war ich gut genug für den ganzen Mist und nun willst DU mir was sagen?", so denke ich als Co...
"Ich hab all die Jahre alles für dich gemacht, mein eigenes Leben geopfert und nun? Bin ich denn gar nichts mehr wert?"
"Es war so toll, immer hatte ich die Fäden in der Hand und nun willst du mit entscheiden? Vorher hast du auch nicht danach gefragt!"
So in etwa.
Dazu kommen dann noch Ängste, die Kontrollsucht. Das kann schon Ausmaße annehmen. Als mein Ex gesoffen hat, habe ich seine Schränke, Klamotten etc kontrolliert. Aber auch als er nüchtern wurde, war ich in Alarmbereitschaft. Einmal war er zu einem verabredeten Termin nicht pünktlich, da ist sonst was in mir ab gegangen. Und ich habe schon bewusst geschnüffelt, ob er eine Fahne hat.
Diese Angewohnheiten, eintrainierte Muster, habe ich zum Teil noch heute. Wenn Dante mit eine Brauseflasche in der Hand in's Wohnzimmer kommt, habe ich erst mal ganz oft einen Trigger. Habe das alte Bild vor Augen. Ich kann das aber gut einordnen und er auch. Aber als Co muss man sich solche Sachen bewusst machen! Dass es eben was Altes ist. Es wird auch im Laufe der Jahre immer weniger, ich bin ja seit 13 Jahren nicht mehr mit dem Ex zusammen. Inzwischen hat er sich ja auch tot gesoffen...
Viele Beziehungen brechen daran, dass der Alkoholiker mit dem Co nicht mehr klar kommen kann, weil der Co nichts verändert! Und es kann sogar so weit gehen, dass der Co sich wünscht, der Alkoholiker möge wieder saufen, damit endlich wieder alles so klappt wie früher... Und es ist bestimmt oft passiert, dass tatsächlich jemand wieder angefangen hat zu saufen deshalb...
Aber wie vorher schon beschrieben wurde, auch der Coabhängige muss Einsicht haben, sonst kannst du nix machen. Außer dich zu trennen... als letzte Konsequenz. Dann wird der Co sich ein neues "Opfer" suchen. Einen Bedürftigen, den er umsorgen, hegen und pflegen kann, der ihm Selbstwert und Lebensberechtigung gibt, der ihn sich mächtig fühlen lässt.
Puh, lang geworden...
Lieber Gruß
Aurora
Liebe Schnitzel,
super, das mit der Psychologin!
Das Lesen kann dir helfen zu erkennen, dass es anderen Menschen ähnlich ergeht oder ergangen ist wie dir. Viele haben schon Wege da heraus gefunden, von denen kannst du etwas lernen, hoffentlich auch einen Weg für dich daraus finden.
Für mich selbst war es zum Beispiel auch wichtig zu erkennen, wie Alkoholiker, die nass sind, ticken. Ich war ja mit einem Alkoholiker verheiratet. Ich konnte sehen, dass ich keine Schuld an seinem Trinken hatte, so wie er es mir immer eingeredet hat. Und ich konnte erkennen, dass es das beste ist, langsam aber sicher ihm sein Leben leben zu lassen, wie er es wollte. Ich habe auch erkannt, dass ich noch so viel reden konnte, ich konnte ihm nicht helfen, weil er keine Hilfe wollte.
Und irgendwann habe ich auch begriffen, dass ich mein Leben selbst in die Hand nehmen muss, wenn ich endlich glücklich werden will.
Am Anfang wollte ich auch ganz viel mit ihm reden, ihm sagen, was er mir alles angetan hatte. Aber er hat das nicht zugelassen. Das war erst mal sehr, sehr schwer für mich. Ich hätte so gerne mal ein "es tut mir Leid" oder so gehört. Das kam nie und irgendwann brauchte ich das auch nicht mehr.
Ja, dafür ist es gut, hier zu lesen und sich auszutauschen. Um eben zu erfahren, wie andere Menschen damit umgehen, wie sie es geschafft haben und vor allem, dass es eben auch möglich ist, es zu schaffen. Sich zu lösen und glücklich zu werden. Auch wenn es am Anfang weh tut, weil es ja Menschen sind, von denen wir uns trennen, die uns am Herzen liegen. Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Partner, wie auch immer.
Liebe Grüße
Aurora
Liebe Schnitzel,
es wurde dir ja schon geschrieben, so lange dein Vater keinen Handlungsbedarf hat wird da nichts passieren. Leider.
Deine Mutter hängt da genau so drin wie dein Vater. Sie ist coabhängig, das ist auch eine Art Sucht. Sie verhält sich haargenau so indem sie ihn deckt, alles dafür tut, ihn nicht zu reizen. Indem sie dich als Kind gerügt hat, dass du nichts zu ihm sagst und auch nach außen hin schweigst. Du bist eine Art Verbündete im Familienkreis. Ein Leben in einer Suchtfamilie betrifft immer alle! Es ist eine Familienkrankheit!
Du hängst also auch mit darin. Auch wenn es dir gar nicht mal so bewusst ist.
Selbstbewusstsein kannst du aufbauen, indem du aus diesem Kreislauf der Sucht heraus gehst. Ein Stück weit hast du das auch schon gemacht. Das ist super und sehr mutig. Du hast dich hier angemeldet, bist dir deiner Probleme immer bewusster und merkst immer deutlicher, wie sehr du darunter leidest. Und wie es dein Leben einschränkt.
Hut ab dafür, dass du diesen Mut gefunden hast, dich hier ein Stück weit anzuvertrauen!
Du kannst jetzt lernen, die Abhängigkeiten deiner Eltern zu verstehen, lernen, wie du FÜR DICH damit umgehen kannst. Denn es gibt nur einen Menschen (abgesehen von deinen Kindern), dem du helfen und für den du was tun kannst. Und dieser Mensch bist du!
Tu es dir und auch deinen Kindern zuliebe, denn du lebst ihnen ja auch etwas vor. Hast du schon mal mit einem Arzt über deine Probleme gesprochen. Vielleicht kann er dir eine Therapie empfehlen. Und hier in unserer Selbsthilfegruppe, in der du jetzt ja ein Mitglied bist, kannst du viel erfahren. Weiterhin.
Ich drück dir die Daumen, dass du auch weiterhin so viel Mut hast, da weiter zu gehen. Schritt für Schritt. Denn von heute auf morgen wirst du nicht deine ganze Welt auf den Kopf stellen können.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo Sonnenblume,
ja, diese Spielchen der Abhängigen sind schon gemein, ich habe Ähnliches mit meinem Exmann erlebt. Das ruft erst mal ziemlich viel Verantwortungsgefühl und Schuldgefühl auf den Plan. Dass du zu ihm gefahren bist aus Sorge kann ich gut nachvollziehen.
Sollte tatsächlich noch mal sowas passieren, also dass er dir Nachrichten schickt, dass er fast "im Sterben" liege, kannst du ihm ja sagen, dass du ihm sofort einen Krankenwagen schicken wirst. Du müsstest dann das natürlich auch machen... das hat dann schon so Manchen davon agbehalten, solche Nachrichten noch mal zu verschicken.
Ich wünsch dir einen sonnigen Montag
Aurora
Liebe Vollzeitmami,
ja, du kannst ihm sagen, dass du ihn unterstützt, wenn er es ernst meint mit dem Trockenwerden.
Aber Wege und Entscheidungen kannst du ihm da nicht abnehmen, es ist sehr wichtig, dass er das alleine und selbstverantwortlich machen kann.
Ich bin ja in zweiter Ehe inzwischen mit einem trockenen Alkoholiker, Dante, glücklich verheiratet. Er war aber schon trocken, als wir zusammen gekommen sind. Er hat da seine Bedingungen gestellt, als wir zusammen gezogen sind. Unser Haushalt ist alkoholfrei, das ist ihm sehr wichtig. Feiern sind hier alle ohne Alkohol, auch unsere Hochzeit 2011. Ich koche nicht mit Alkohol (hab ich eh nie gemacht), all sowas. Ich kann Alkohol trinken, wenn ich mal ausgehe, aber eben nicht zu Hause. Eine Alkoholfahne würde ihn aber stören...
Ich habe also freiwillig ein ebenso trockenes Leben angefangen, wie er das tut. Das ist meine Art der Unterstützung. Ich achte darauf, dass ich beim Einkaufen nichts mit Alkohol kaufe, Keinen Eierlikörkuchen mehr backe usw. Wir können auch offen über unsere Gefühle reden, im Bezug auf seine Sucht und meine Coabhängigkeit, die ich in erster Ehe gelebt habe, das ist sehr wichtig. Wobei wir natürlich auch über alles andere offen reden...
Aber ich kontrolliere ihn nicht und er muss selbst für sich sorgen, für seine Trockenheit. Das kann und darf ich ihm nicht abnehmen. Also wenn wir essen gehen zum Beispiel sagt er selbst, dass er keinen Schnaps vom Haus haben möchte. Wobei - inzwischen sagt entweder er das oder ich "wir trinken keinen Alkohol".
Ich habe durch das alles selbst ein zufriedenes und glückliches Leben erreicht.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo,
jemanden abholen, da, wo er/sie gerade steht... das ist für mich, dass ich mich auf Augenhöhe mit der Person begebe.
Meine Entwicklung ist schon weiter gegangen aber ich stand auch mal an diesem Punkt, an dem die Person jetzt steht. Und kann das nachvollziehen, was da gerade im Kopf des Menschen abgehen könnte.
"Ich verstehe dich, ich weiß, wie es sich anfühlt", das sind für mich dabei Grund-Aussagen. Ich weiß noch, wie gut mir das selbst getan hat damals, dieses "ich verstehe dich, ich habe das auch durchgemacht, gefühlt, erlebt". Das hat mich aus meiner Isolation, aus dem Gefühl, ich alleine wäre bescheuert und völlig falsch, rausgeholt.
Zu sehen, andere haben das geschafft. Auf ihre Art. Ich habe mit dem, was ich erfahren habe durch den Austausch, das gemacht, was auf mich, für mich, gepasst hat. Oder ich habe es verändert, passend gemacht. Aber ich konnte was damit anfangen. Nicht mit den Dingen, die mir mit erhobenem Zeigefinger aufgedrückt werden sollten. Von oben herab, besserwisserisch oder so. Das hat nur zu Widerstand geführt oder zu dem Gefühl, dass ich eh zu blöd bin, falsch bin.
Natürlich muss jeder Hilfesuchende seinen Weg alleine finden, ihn alleine gehen. Aber wenn er dabei einen Begleiter hat, der versteht, warum bzw das da Steine im Weg liegen, der selbst hingefallen und wieder aufgestanden ist, dann ist das hilfreich. Zu erfahren, dass auch andere diese Schwierigkeiten hatten und es gemeistert haben. Das bedeutet für mich "da abholen, wo jemand steht". Das bedeutet für mich "Hilfe zur Selbsthilfe". Dass ich den Menschen wertschätze an dem Punkt, an dem er gerade ist. Denn wüsste er es besser, wäre er nicht an diesem Punkt... aber wichtig ist es doch eben auch die Gewissheit zu vermitteln, "du kannst das auch schaffen, wenn du es willst".
Aurora
Hallo,
liebe Elfriede, ja, ich finde es auch immer noch traurig, wie mein Exmann sich aufgegeben hat und an seiner Sucht zugrunde gegangen ist. Welche Verschwendung von Leben...
Aber er hat sich nun mal dafür entschieden. Und es war ihm vollkommen bewusst, was passieren würde. Denke ich mal.
Ich habe mich für das Leben entschieden. Auch wenn viele schlimme Dinge passiert sind (außer diese schreckliche Ehe mit meinem 1. Mann), wie der Tod meiner Tochter und meines Enkels.
Ich habe mich für das Leben entschieden und mache nun das Beste daraus. Damit es sich lohnt.
Aurora
Hallo liebe Leute,
ich habe heute mit Linde telefoniert und sie hat mich gebeten, euch ihre Nachricht weiterzugeben.
Sie hat am Wochenende leider ihren PC platt gemacht und musste ihn zur Reparatur bringen. Wahrscheinlich wird es darauf hinaus laufen, dass sie einen neuen braucht.
Sie wird also eine kleine Weile nicht hier sein können, nicht wundern.
Liebe Grüße
Aurora
Hallo liebe Leute,
ich habe heute mit Linde telefoniert und sie hat mich gebeten, euch ihre Nachricht weiterzugeben.
Sie hat am Wochenende leider ihren PC platt gemacht und musste ihn zur Reparatur bringen. Wahrscheinlich wird es darauf hinaus laufen, dass sie einen neuen braucht.
Sie wird also eine kleine Weile nicht hier sein können, nicht wundern.
Liebe Grüße
Aurora
Liebes Julchen,
nun komme ich auch noch hier vorbei und freue mich, dass es dir so weit ganz gut geht!
Herzliche Grüße
Aurora
Hallo,
liebes Julchen, das ist ja mal eine Überraschung!
Danke für die guten Wünsche, ich werde mein Bestes geben, damit dieses Jahr besser wird als das letzte.
Aurora
Hallo Anna,
ja, das bin ich
.
Ich habe hier im Forum meinen zweiten Mann kennen und lieben gelernt. Er ist trockener Alkoholiker und wir haben eine Beziehung, wie ich sie nie vorher mit einem Mann hatte. Auf Augenhöhe, Achtung und Toleranz. Und viiiiiel Liebe...
Aurora