Beiträge von Innocent

    Hallo Freunde,
    es gibt was Neues: ich habe endlich eine Therapeutin gefunden,
    mit der ich den ganzen Kram der Co Abhängigkeit mal besprechen will.
    Gerade meine Kindheit muss ich noch mal aufarbeiten. Die ganzen Jahre habe ich das unterdrückt.
    Durch das schreiben hier, habe ich an der Oberfläche gekratzt,
    es wird Zeit das ich mich mit diesem so lange vergangenen Lebensabschnitt noch mal Auseinander setzten kann.
    Irgendwie freue ich mich darauf, mal den ganzen Kram zu erzählen.

    Gestern war ich in einer AL Anon Gruppe.
    Das war ein Riesen Schritt für mich, ich in einer SHG?
    Das war für mich bisher nicht vorstellbar. Aber es mir gut, und hat mich zum weiteren nachdenken animiert.
    Ob diese Gruppe das richtige für mich ist kann ich noch nicht sagen.
    Mir ist aber auch klar geworden wie wichtig dieses Forum ist, bzw. die Menschen darin.
    Es war der erste Schritt, aus dem Sumpf des stupiden Handelns.

    Meine Frau hat zurzeit eine Saufpause eingelegt. Das macht das zusammen Leben erträglich.
    Sie geht seit neuesten selber in eine SHG, was ich sehr gut finde.
    Ich habe mir aber vorgenommen, mich nicht mehr so sehr damit zu beschäftigen. Ich will meinen Weg gehen,
    mich endlich selber finden und verstehen warum ich so gehandelt habe und Handel, wie ich es tue.

    Danke fürs lesen
    Innocent

    Freunde,
    ich weiß ihr habt recht ,es ist ein Theater oder besser ein Drama das noch kein ende nimmt.
    Sie versucht zu Duschen ohne Nass zu werden, es geht nicht.
    Sie tut es nicht und wird weiter trinken.

    Ich will ihr einen Brief schreiben, alles rein packen was da gelaufen ist.
    Vergessen werde ich die hälfte, doch es wird reichen, um zu sagen ich kann nicht mehr.
    Mein Leidensdruck ist nicht mehr so groß, wie am Anfang. Ganz und gar nicht, ich sehe nur mit jedem Tag klarer,
    was ich falsch gemacht habe.
    Erkenne meine eigenen Fehler. Vor allen den das ich geblieben bin.
    Ein wenig mit dem Säbel gerasselt, und weiter geht’s. Ich bin ein Narr, zwar ein kranker, aber ein Narr.
    Ich kann und will nun meine Kapitulation unterschreiben.
    Nach zahllosen verlorenen Runden ..

    Sieger durch K.O.

    König Alkohol

    Ich gehe meinen Weg, immer weiter. Manchmal im Zick Zack,
    aber beim Segeln muß man auch manchmal kreuzen um an Ziel zu gelangen.
    Danke für`s lesen.
    Innocent

    Ich brauch mal ne Meinung
    Habe ich den Stein im rollen, oder spielen wir wieder das alte Spiel, von alles wird ab heute besser?
    Sie trinkt weniger,manchmal gar nicht.
    Damit macht sie es mir schwer dagegen zu halten.
    Sie hat Verabredungen mit Therapeuten. Was soll ich da sagen?
    Eigentlich wollte ich mir schon eine neue Wohnung suchen,
    weil sie nicht in eine Therapie gegangen ist.Wie ich es von Ihr wollte.
    Sie hat so eine Art zwischen Ding gefunden, Therapeutische Beratung nennt sie das.
    Aber angeblich, raten die Ihr nicht zu einer Therapie.
    Sie schwört Stein und Bein das sie wieder einen Termin in dieser Woche hat, und das sie weiter Gespräche mit einem Suchbeauftragten in ihrer Firma hat.
    Glauben tue ich ihr das im Prinzip schon. Aber ich bohre jeden Tag mehrmals nach, um mir zu versichern, dass da sich was bewegt. Vielleicht bin ich auch zu ungeduldig…
    Keine Ahnung was ich als nächstes tun soll. Quetsche ich sie weiter, mit ich gehe, weil du nichts dagegen tust. Sagt sie du willst sowieso gehen ob ich trinke oder nicht, oder ich tuh doch was, was willst du den noch?
    Sage ich nichts, und warte nur ab.
    Habe ich Angst,dass der Druck wieder weg ist, und ich mit dem ganzen Mist wieder von vorne beginnen kann. Mal abgesehen das ich mich zum Idioten mache, der ich eh schon bin.

    Korrektur Gespräche,
    bis heute kenne ich noch nicht einmal die hälfte aller Symptome dieser merkwürdigen Krankheit
    Co-Alkoholismus ausmachen. Da hast du mir viel voraus.
    Ich lerne jeden Tag, etwas neues, das Bild wird immer klarer,
    aber neue Bilder tauchen auf, und ich fange wieder von vorne an.
    Co frei, gibt es nicht.
    Da hast du wohl recht, alles was uns dann übrig bleibt ist,
    den Zug immer wieder auf das richtige Gleis zu stellen,weiter gehen, korrigieren, neu ausrichten.
    hin höheren, korrigieren,
    beobachten, wachsam sein und korrigieren.


    Seih wachsam!

    LG Innocent

    Ja, ich weiß das sind harte Worte
    und natürlich weiß ich das es sich um eine Krankheit handelt.
    Auf der Co`seite, wirst du so oft belogen, dass du es irgend wann, selber glaubst, das er/sie nicht getrunken hat.
    Manch mal erscheint es einem selbstverständlich belogen zu werden.
    Wie gesagt, die Gutgläubigkeit steht auf unserer Saldoseite.

    Hallo Toi,
    diese Spielchen brauche ich doch nicht erklären, oder?
    Alle nassen Alkis Lügen wie gedruckt.Zum einen wissen sie oft nicht mehr was sie erzählen, weil sich Wahrheit und Fiktion in ihrer weich gesoffenen Birne mischt
    Zum anderen weil du mit jeder Attacke gegen das Saufen, ihnen ihr liebstes Kind weg nehmen willst.
    Ihren Halt, ihr denken, ihr Bewusstsein. Sie leben in ihrem eigen kleinen Universum, mit der Flasche als Fixstern um den sich alle Gedanken kreisen.
    Sein Lebensmittelpunkt ist der Stoff.
    Was erwartest du?
    Das er sagt, ja mein Schatz ich bin abhängig, morgen gehe ich in die Therapie, und fang ein neues Leben an?
    Das wird nicht passieren, wir alle hatten diesen Traum, so wie der Alki vom kontrollierten trinken träumt.
    ES GEHT NICHT!
    Mach dir nichts vor, er ist auf dem Weg nach unten. Ob du mit fährst ist deine ganz allein Entscheidung.

    Gutgläubigkeit, und die naive Vorstellung, es wird alles Gut, wenn er oder sie nur aufhört zu saufen.
    Gehören zum Kranheitsbild von uns Co`s.

    Liebe Grüsse Innocent

    Hallo Toi Toi,

    wie ich das alles kenne.Meine Frau macht die gleichen Spielchen.Es ist verrückt, was anderes fällt dazu nicht ein.
    Ich habe mich nicht an jeden Strohhalm geklammert, ich habe mich darauf gestürzt. Hoffnung gesehen, wo keine Hoffnung war.
    Wollte selber in eine Therapie gehen, um mich selber zu verstehen…alles gemacht, gelabbert, getobt, angefleht. Immer den Richtigen Moment abgewahrtet. Aber wann ist dieser Moment?
    Wenn man nicht mehr weiß, ob der andere betrunken , nicht betrunken oder was auch immer ist?
    Ich habe hundert Geschichten hier gelesen, wollte nie wahrhaben das meine genau so beschießen ist wie die der anderen, dachte immer irgend wie läuft es bei uns besser.
    Pustekuchen, nix. Ich bin mir heute sicher das es genau so läuft wie bei allen anderen.
    Ich habe keinen klugen Rat für dich und keine Deine Situation ebenso wenig.
    Aber ich bewundere eine Junge Frau in meinem Bekannten Kreis für eins. Sie kann nein sagen.So ohne jedes zurück, hält sich knall hart an ihre Meinung. Nein, heißt nein. Ich habe mich entschieden. Punkt! – dann kommt auch keine Antwort mehr. Schluss!
    Aus den Augen aus dem Sinn, das funktioniert, sagt Sie.
    Vielleicht bist du auch schon so weit um Nein zu sagen.

    Alles Gute Innocent

    Es kommt wie es kommen muß. Eine selbsterfühlende Prophezeiung. Lügen über Lügen, sich etwas vormachen etwas vorgemacht zu bekommen. Nichts dagegen zutun zu können.
    Das ist Co Abhängigkeit. Ich träumte von mir als unabhängigen freien Geist, nichtsdavon trat ein kein Gedanke an Freiheit. Spiralformige Gedanken das ist es. Man muß so aufpassen das man nicht innerhalb einer Minute,Wochen des mühseligen kämpfens, wie bei Karten Spiel von einer Minute zur andern verliert. Wachsamkeit, und durchhalten das sind die Parolen.
    Aber irgendwann ist alles gesagt, hat sich aus gelabbert,ist leer.
    Ich will weg ohne sie zu verlassen, doch ich traue mich nicht zu springen…

    Ich arbeite daran.In meiner Birne schwirren wie Mücken tausend Gedanke und Ebenen durch den Raum mal manifestiert sich einer dann muß er raus. Die Geister die ich rief schreien mir den ganzen Tag ein anderes Lied ins Ohr.
    Mal will ich weg, dann wieder bleiben, mal hasse ich sie, dann liebe ich sie.Mal hasse ich mich und dann finde ich alles in ordnung was ich tue. Toller Typ, der einfach nicht weiß was er will.
    Hab im Moment keine ahnung wohin die Reise gehen soll,welchen Berg es nun zu besteigen gilt. Ich weiß nix....

    Hallo Kaltblut,

    so ehnlich ging es mir auch.Zum einen habe ich mir etwas darauf eingebildet, dass ich mit jedem Psychopaten reden konnte.Eine Gesprächseben fand, auch wenn ich die Leute zum kotzen fand.
    Ich sah immer wie der Sieger aus, eine art Pferdeflüsterer für Antipaten.
    Das tat irgendwie gut.Jetzt in dieser Zeit ist mir klar geworden, dass vieles auch einfach die Angst war, selber abgelent zu werden.
    Dadurch Nachteile zuhaben, war noch nicht einmal das größte Problem für mich. Mehr von dem Menschen abgelehnt zu werden.
    Da ist es dann wieder das Co-dasein. Jedem alles verzeihen um ja nicht hinterher schlecht da zu stehen.Geliebt werden, vielleicht, Anerkennung in jedem Fall.
    Keine Frage, Beruflich bringt einem das durchaus weiter,komunikativ, gesprächsbereit, kompromissfähig.atribute des Erfolgs.
    Privat als Mensch bringt es einen in derbe Gewissenskonflikte, die man wiederum voller Wohlwollen dem anderen gegenüber bei seite schiebt.
    Ich weiß das viele von uns Co`s im Beruf durchaus erfolgreich sind, wundern tut mich das nicht mehr.
    Gruss Innocent

    Heute sehe ich schon klarer, man oh man die Anzahl der Sonnenaufgänge scheint kein ende zu nehmen.
    Ich weiß nicht ob ich ihr diese Beratungsnummer die sie mir erzählt hat glauben soll. Wahrscheinlich eher nicht. Komischer weise halte ich das aber auch nicht mehr für wichtig. Durch das ganz hin und her, Ultimatum kein Ultimatum. Habe ich eine gewisse Gleichgültigkeit was ihr Saufverhalten angeht. Ich stehe jetzt vor der alles entscheidenden Frage, liebe ich sie noch? Immer und immer wieder ging es nur um Ihr verhalten. Was habe ich gemacht außer zugesehen und es geduldet mal mit mehr mal mit weniger Frust.
    Die Liebesfrage, hatte ich nicht gestellt. Ich frage mich nun war es mitleid, Verantwortungsbewusstsein immer für alles gerade stehen zu müssen. Was war es? Liebe?
    Mein Mitleid ist groß. Dies ist ein starkes Gefühl.
    Vielleicht überdeckt es auch die anderen. Vielleicht hätte ich ohne den Alk und ohne das Codasein schon lange mich aus dieser ehe verabschiedet?
    Ob ich ihr glauben soll war meine Frage gestern. Meine antwort ist: es ist mir egal.
    Ob ich sie lieb muss ich beantworten ohne Entschuldigungen und die ganzen Nebengefühle. Liebe ich sie wie ein Mann seine Frau lieben sollte? Wenn ich heute heiraten sollte, würde ich ja sagen? War es immer eine Mitleidsnummer? Ein falsch verstandenes Verantwortlich sein?

    Tut mir leid wenn ich jetzt damit nerve, aber vielleicht gehört es zum lern Prozess, des Loslassens das man diese Gedanken hat.
    Grüsse an alle Innocent
    P.S. Einige haben sich ganz schön dünne gemacht.Schade!

    Nach mehreren Tagen der Funkstille, den „Toten Tanz“ habe ich ja beschrieben.
    Verkündete sie heute das sie sich einen Therapeuten gesucht hat! Und eine Betriebliche Anlaufstelle nutzt.
    Merkwürdiger weiße bin ich nicht, sonderlich berührt davon. Das gebrannte Kind scheut halt das Feuer.
    Vernünftige Worte habe ich eben gehört, wie das mache ich für mich, das ist mein Ding etc.
    Offen gesagt, bin ich im Moment etwas Wortlos…
    Weiß nicht so recht was ich davon halten soll??

    Totentanz

    Da sitzt sie nun. Nicht begreifend was nun passiert, was ihr wiederfahren ist. Nix ,leer.
    Kann die Welt nicht mehr verstehen.
    Das ich nicht mehr funktioniere ,-für sie unbegreiflich. Was ist passiert?
    Versucht den Zug immer wieder auf die alte Spur zudrücken, müht sich ab wie verrückt.
    Alte Mechanismen funktionieren nicht. Ich bin der Böse, klar.
    Gut so. Sie wird wohl nie begreifen, dass sie mich aus dem Haus gesoffen hat.
    Vor ein paar Wochen habe ich in mein Psychoskop geblickt, erkannte und erkenne welch Rädchen mich in Bewegung gehalten haben. Weiß das ist noch nicht die Apfelgrütze vom Baum der Erkenntnis, da hängt noch viel mehr dran.
    Sie steht am Anfang, versteht die Welt nicht mehr. Ich weiß oder besser ich hoffe es.Das sie irgendwo in ihr den Gedanken findet das es so nicht weiter geht. Ich bin auf dem Sprung, wie ein Tiger bereit etwas neues zu beginnen.
    Nee!
    Ich habe schon längst angefangen, das neue Leben hat schon begonnen. Leider wie so oft ist der Anfang mit schmerz verbunden.
    Sie scheigt. Manchmal gibt sie einen unnatürlichen Wutausbruch nach. Sie muß was tun. Nicht funktioniert. Also brüllt sie los. Wie ein Kind das nicht ins Bett will.
    Ich, ich habe lange genug den Papa gespielt. Diesmal muß sie ins Bett.

    Ist das nicht der Wahnsinn?! Jahrelang machen wir uns einen Kopf, was wie gehen könnte damit der Stoff nicht gewinnt.Denken für den Alki, machen uns Sorgen, leben für Ihn.
    -dann ist er weg...(fast)
    Und ihm fällt nichts weiter ein als das er vor her und auch nachher andere Frauen hate bzw. vielleicht haben wird.
    Wenn das kein Abschiedskuss ist ...
    Wie dumm sind wir eigendlich, wie naiv.
    Sie leben in ihrem Kosmos, habe ihr ganzes leben zielstrebig auf ein Ziel gearbeitet. ALK Alk.
    Wir irren umher, den Kopf voll nix.
    So müssen wir mit einem Satz, in einer Sekunde begreifen, erkennen dass unser Kosmos nur eine Sonne hatte um die sich alles drehte .
    Einer Sonne ist es egal wer in ihr verbrennt, wer als Energie herhalten muß damit sie weiter brennt.
    Wir sind oder waren die Heizer auf der Titanic.Haben geschaufelt, wie die verückten und das Gegenteil bewirkt, der Kann ist noch schneller abgesoffen...

    Hallo an Alle,
    es ist soweit der Tag des Ultimatums rückt immer näher. Gestern hat sie mich überrascht, sie will wie sie sagt am Montag zu einer SHG gehen. Das erste mal in ihrem Leben. Ich weiß wie schwer ihr das fällt. Ich weiß auch dass ich aufpassen muß, dass sie mich nicht ins Boxhornjagen lasse.
    Merkwürdiger weise bin ich nicht erleichtert, dass sie jetzt wirklich was tun will, und sich Hilfe sucht.
    Irgendwie glaube ich es halt auch nicht so recht. Warte jetzt schon wieder auf ausreden, oder irgendein anderes Spielchen … bin gespannt was da kommt.
    Nach all den Erfahrungen und Büchern des lesen und Beschäftigens mit dem Thema Co-Alkoholismus. Sehe ich auch immer mehr auf mich selber. Hinterfrage mein eigenes verhalten. Zweifel ob ich sie tatsächlich liebe oder nur in einem verquirlten abhängigkeits- Konstrukt lebe. Von dem ich Jahre lange behauptet habe das es liebe ist.
    Ich weiß auf jeden Fall, dass es so etwas wie Partnerschaft nicht war ,sondern mehr das Bildnis einer Schaukel, auf dem mal der eine, mal der Andere oben war.

    Wenn überhaupt, sucht sie nur Hilfe, weil ich ihr druck gemacht habe.Eine Einsicht das sie aus diesem Leben aussteigen muß ist nach wie vor nicht vorhanden.Es ist nur der Leidensdruck den ich aufgebaut habe. Ich bin mir sicher sobald ich den Druck verringere geht alles wieder in die alte Richtung. Das macht mich nicht gerade hoffnungsvoll was unsere Zukunft angeht. Eher im Gegenteil, wenn sie doch nur alles unternimmt das ich bei ihr bleibe, wie soll sich da so etwas wie Eigenantrieb entwickeln?
    Vielleicht kommt es durch die SHG das ihr die Augen aufgehen. Wahrscheinlicher ist das sie mir mit Sprüchen wieder kommt wie“ so schlimm ist es bei mir nun doch nicht.“ Dann werden wir die letzte Runde ein läuten…

    Das mit der LIEBE ist so eine Sache, was ist nach so vielen Jahren wirklich noch liebe? Keine Ahnung. Ich weiß es wirklich nicht.
    Ich sehe die Frau die ich “liebe“ wie sie sich selber einen vormacht. Ihr leben weg wirft und im Suff ertränkt. Ich weiß nicht wie viel anteile ich an der ganzen Situation habe, ist auch egal. Ich kann ihr nicht mehr dabei zusehen wie sie ihr Leben weg wirft. Ich habe kein rezept für das was sie tun soll. Was ich von ihr verlangen soll, oder was sie machen muß um aus dieser Spirale aus zusteigen. Ich weiß es nicht, Die eigenen Sachen packen, gehen, sich selber retten, das ist wie der Sprung aus dem brennenden World Trade Center verbrennen oder Springen in der Hoffnung es wird doch nicht so tief sein wie angenommen.
    Darum der Zweifel, die Bude brennt und die Hitze wird unerträglich, was tust du, springen oder verbrennen?
    Einzelne Löschversuche hat es gegeben, doch dass Feuer ist nicht auf zuhalten. Gesundbeten die letzte Option hat nichts gebracht.
    In liebe fallen lassen, heißt das gehen sie nicht über Los? Sondern direkt aus dem Fenster?

    Soweit wie heute war ich noch nie, waren wir noch nie. Kleine Schritte der Trennung, oft harte Worte. Ich bin nicht ich selber meine Ratio hat die Gefühlswelt soweit ausgeschaltet bis sie den Raum verlassen hat. Ich gehe wenn…
    Tausendmal waren das Phrasen dahin geschleudert wie in jeder Ehe in den Jahren. Diesmal ist es anders, es ist kein Zorn in mir, keine Affekte, kein blindes Gebrüll. Anders Ernster, sie weiß das strampelt ohne unterlass, zieht alle Register, beschimpft, schweigt, jammert. Gibt mir die schuld oder verleugnet die Sucht. Es ist zum kotzen.
    Ihr sagt, seih stark, ich bin stark, aber gut fühlen tue ich mich nicht.

    Hallo an Alle,
    ich habe endlich ein SHG gefunden zu der ich kommenden Donnerstag das erste mal hingehen werde.
    Zurzeit lese ich das Buch „Verstrickt in die Probleme anderer“. Ich frage mich ob das was ich empfinde tatsächlich liebe ist, oder eine Mischung aus Verantwortungsbewusstsein, Mitleid und eigenen Ängsten.
    Die eigenen Gefühle zu hinterfragen, führt zu weitern Verwirrungen.
    Liebe ich sie?
    Was mache ich eigentlich hier?
    Der Alltag läuft so dahin, es gibt kein großes Theater mehr. Irgendwie habe ich mach halt daran gewöhnt, dass sie trinkt, das sie apathisch wird.
    Sie versucht mich einzulullen, tut so als wäre nichts gewesen.Ich möchte aber auch nicht jeden Tag von diesem Ultimatum sprechen.
    Sie ist am Zug. Sie soll etwas tun.
    - Sie wird nichts tun, wird warten ob ich etwas tue, um mir dann die Schuld zu geben.
    Ihr habt natürlich recht, erst hat sie die Sauferei reduziert um mich zu beschwichtigen und jetzt fängt wieder alles von vorne an. Es ist wie ein stetiger Kreislauf ein wippen wo ich mal oben oder auch unten bin. Mein Verantwortungsbewusstsein nutzt sie aus. Sie weiß das in meiner Welt ich niemanden zurück lasse. Weiß wie ich bin. Das Spiel hat tausendmal funktioniert. Immer und immer wieder. Argumente werden weg geputzt mit einem einfachen „das ist doch nicht war“ oder „ich habe nicht getrunken, dass willst du mir einreden“.

    Ich kenne das ganze Prozedere, weiß genau was wann passiert. Nichts kann mich überraschen, habe alles schon einmal gelebt, das ganze Programm. Es ist als würde man immer den gleichen Film sehen, immer wieder und immer wieder.
    Ich will hier und heute nicht nur jammern. Ich weiß auch, dass ich auf dem richtigen Weg bin und dass es eine zähe langwierige Geschichte wird.

    Die elementaren Dinge, beschäftigen mich, und lassen mich zweifeln. Wo gehe ich hin was tue ich am Freitag wenn das Ultimatum abläuft. Schleiche ich mich aus dem Haus? Schlafe in einer Pension? Oder suche ich mir in alle Ruhe eine kleine Wohnung? Stehe ich das durch?
    Ich weiß es wirklich nicht.

    Hallo Tiasso,
    es gibt Tage, von denen behaupte ich sie sind „gebraucht“ .
    Wir können es nicht verstehen, was vor sich geht.
    Das du gerade nach der Reha in ein Loch fällst, ist völlig normal.
    Es zeigt, dass die „Kur“ ihre Wirkung zeigt. Verrückt? Nein, normal. Es ist so ein bisschen wie der Muskelkater nach dem Sport, den man viel zu wenig gemacht hat. Muskeln werden bewegt, die schon lange nicht mehr bewegt wurden, die Knochen und Bänder müssen sich umgewöhnen. So, geht es halt auch mit dem Geist. Da werden Windungen angesprochen, Gedanken geformt Impulse gesetzt. Dinge die Jahre lang im Verborgenen lagen, werden bewegt. Anschließend ein kleiner Muskelkater , ein Leistungsloch.
    Pass auf nach kurzer Zeit wird es dir besser gehen.
    Wie Phönix aus der Asche.
    Gestärkt vom knallharten (Über)lebenstraining.

    Ach übrigens, ich bin der Sohn einer allein erziehenden Mutter. Auch wenn sie gesoffen hat wie ein Loch und wir noch so manche Rechnung offen haben. Gibt es für mich nichts, was mehr Respekt und Anerkennung verdient als allein erziehende Mütter .
    Dagegen sind wir nicht erziehenden Kerle doch nur Zwerge unter euch Riesen

    Hallo an Alle,
    es ist schon verrückt, wie berechenbar wir anscheinend alle sind.
    Sie denkt, sie wäre ein Individuum. Denkt, als selbstständiger Mensch. Ich tue das gleiche, bin einzigartig.
    Von wegen. Ich lese Eure Beitrage Eure Geschichten. Alle gleichen sich, sind individuell und doch alle gleich.
    Ich denke, nein so sind wir nicht, bei uns ist alles anders,-
    Nichts ist anders, alles gleich, durch euch kann ich in die Zukunft sehen, blicke auf mein zukünftiges Leben. Sehe was noch vor mir liegt…
    Es macht mut zur Veränderung, ärgerlich weil es genau so laufen wird wie bei euch. Für Happyends ist das die falsche Seite, das falsche Forum. Dies ist das wahre Leben.

    Ich habe noch keinen Plan wie das Ende des Ultimatums aussehen soll. Weiß noch nicht wohin, oder wie es dann weiter gehen soll. Für Vorschläge bin ich jederzeit offen. Gibt es so etwas wie ein Männerhaus? Am Montag treffe ich mich mit einer Sozialarbeiterin die mir einen SHG besorgen will, ich im Zentrum vom nichts .Gibt es halt nichts.

    Naja, als ich heute Morgen aufgestanden bin ist mir mal wieder klar geworden, wie sehr sie mich manipuliert, und das ich keine andere Chance habe als die fliege zumachen um irret wie auch um meinet wegen. Sie tut mir halt unendlich leid. Der Gedanke das ich sie alleine lasse, macht mir Schuldgefühle bis zum Anschlag des erträglichen.
    Ich weiß ich brauche einen Plan, und ich muß da durch…

    Hallo an Alle,
    ich habe in den letzten Tagen nur eure Beiträge gelesen und wußte nicht so recht wie ich meine eigene Gedankenwelt beschreiben soll. Ich bin irgendwie leer, zwar noch entschlossen das Ultimatum einzuhalten. Doch fehlt mir im Moment die Power dies ihr nochmals mit zu teilen.
    Es plätschert so dahin, sie tut so als wäre nichts passiert. Hat sich mit der Sauferei ganz schön eingeschränkt, eben so das ich "nichts merke". Mir ist es irgend wie wurscht, weil ich ja weiß das sie doch trinkt.
    Natürlich hat sie bis heute keine Anstalten gemacht, sich um einen Therapie oder auch nur um ein Beratungsgespräch zu kümmern.
    Nichts. Sie denkt:" ich trinke nichts, also wozu soll ich irgend wo hin gehen"
    Meine Laune ist zur Zeit total im Eimer.
    Habe noch nicht einmal Lust, ihr die Brocken vor die Füße zu knallen.