Beiträge von JoeDoe

    Karotte :

    Sein mir bitte nicht böse, aber warum bestätigst Du die Unsicherheit von live mit solchen Aussagen wie „Das ist aber krass mit den Tabletten“? Du weißt doch gar nicht, in welchem Zustand sie sich befunden hat, und kannst Dir -genau so wenig wie ich- ein Bild davon machen, ob die Medikation jetzt angemessen war, oder nicht. Im Gegensatz zu uns beiden haben die Ärzte in der Klinik aber sehr wohl ein Bild gehabt. Wenn dann auch noch so ein Verschwörungs-Mumpitz (Die machen Dich süchtig, damit Du immer wieder kommst) mit ins Spiel kommt, dann stelle ich mir (vor allem auch aus eigener Erfahrung!) die Frage, ob eine etwas beruhigende Medikation vielleicht nicht die schlechteste Idee ist. Denn gerade in dieser ganz frischen Phase sucht das Unterbewusstsein geradezu nach Gründen, warum der eingeschlagene Weg jetzt falsch ist: Könnte ja sein, das trocken werden doch nicht so eine gute Idee ist, wenn die bösen, bösen Ärzte so einen Unfug mit einem veranstalten! Immer daran denken: Es geht hier um Sucht und da verschwimmen schon mal gerne die eigenen Einschätzungen und Wahrnehmungen. Daher sollte Vertrauen oberstes Gebot haben.

    LG

    J.

    Hallo Plejaden,

    genau das hier

    Zitat

    … wo der Otto-Normal-Bürger (noch) keinen Alkohol zu sich nimmt (denn dann wäre er ja Alkoholiker :roll:) …


    versuche ich mir gerade abzugewöhnen, bzw. mich nicht berühren zu lassen. Viele (sogar die meisten) Menschen können mit Alkohol umgehen, ich hingegen kann es nicht! Und: Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wer also meint, am frühen Nachmittag ein Bier trinken zu müssen/wollen/dürfen, der kann das gerne tun und es interessiert mich letztendlich auch nicht, ob das jetzt ein Zeichen von Alkoholismus ist, oder nicht. Ich habe mich zwar schon irgendwie gewundert, dass sich doch so viele Menschen an einer Flasche festgehalten haben, aber solange sich alle benehmen und mich mit ihrem Trinken nicht näher tangieren, habe ich eigentlich gar keine Lust, mir meinen Kopf über das Verhalten anderer Leute zu zerbrechen. Das ändert sich erst, wenn mein Gegenüber sich selbst auch kritisch hinterfragt: Da investiere ich gerne mal einen Gedanken, vorher macht das jedoch gar keinen Sinn.

    Zitat

    aber es gibt ja kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung :wink: .


    Recht so! Das musst Du einem Hundehalter aber nicht erzählen :wink: .

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Plejaden,

    schade, dass sich Dein ‚Übungsgelände’ im real life nicht so positiv entwickelt hat. Aber ich glaube, Du solltest auch hier versuchen, das Positive zu sehen: Wenn Du merkst, dass Du Dich in dieser Gruppe nicht wohl fühlst, und auch, dass Deine Ziele und die dahin beschrittenen Wege dort nicht ernst genommen werden, dann ist es doch ein Zeichen Deiner Stärke und Deiner Selbstsicherheit, wenn Du Dich auf die Suche nach einer anderen Gruppe machst und eben nicht mit einer ‚Na, ist doch wenigstens etwas’-Einstellung stehen bleibst!

    So betrachtet kannst Du einen Wechsel auch auf Deine Erfolgsliste setzen :D.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo live2008,

    ein wenig mit Kritik musst Du natürlich rechnen, wenn Du hier schreibst – aber nicht vergessen: Es soll Dich nur zum Nachdenken anregen und Dich nicht persönlich verletzen :wink: .

    Noch einmal kurz zur Medikation:

    Zitat

    Ich habe noch ein Spruch von meiner Zimmernachbarin gehört: "du hattes schweren aber kurzen Entzug, jetzt werden die dich Tablletenabhängig machen, damit du wieder kommst und Tabllettenentzug machs und der dauert richtig lange"


    Ich kenne Deine Zimmernachbarin nicht, aber hast Du mal darüber nachgedacht, was diese da von sich gegeben hat? Vielleicht war ja unter den Tabletten auch die „Du wirst in 3 Wochen rückfällig“- Pille :roll: . Oder noch besser: In Wirklichkeit warst Du gar nicht in einer Entgiftungsklinik, sondern in einem außerirdischen Raumschiff! Ja ja, die „Ärzte“ sind nämlich fiese Aliens, die Deine Schwäche ausgenutzt haben. Und sie hätten Dich -wenn Du reif genug geworden wärest- wahrscheinlich eines Nachts aus Deinem Zimmer geholt, um Dir Dein Gehirn auszusaugen! Ja ja ja … :roll:

    Im Ernst: Die Krankenhäuser dieses Landes haben wahrlich genug zu tun und JEDER Arzt ist zufrieden, wenn er einen behandelten Patienten nicht mehr in seiner Funktion als Arzt sehen muss.

    Zu den SHGs etc. kann ich mich nur Spedi anschließen: Wenn Du das Gefühl hast, neben diesem Forum auch reale Unterstützung auf Deinem Weg zu benötigen, dann musst Du Dich auch darum kümmern. Es gibt wirklich sehr viele Hilfsangebote, aber bei Dir an die Tür klingeln werden sie alle nicht! Und wo einer sich gut aufgehoben fühlt, da möchte ein anderer einfach nur die Beine in die Hand nehmen. Tipps sind da also wirklich nicht so sinnvoll.

    Soweit mal von mir.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Lori,

    Zitat

    Und ich könnte ein wenig stolz auf mich sein einen nächsten Schritt getan zu haben.


    Genau darum geht es: Die eigene Krankheit annehmen und offen kommunizieren. Schritt für Schritt. Und gerade ein Arztbesuch ist doch ein idealer Einstieg.

    Also: Ich würde mich freuen, von Dir zu lesen, dass Du mit ihm gesprochen hast ... und das es auch gar nicht weh getan hat :wink:!

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo live2008,

    gut, dass Du Dich bereits zu Deinem Arzt begeben hast. Wenigstens hast Du Dich so einer professionellen medizinischen Aufsicht nicht völlig entzogen, denn diese ist gerade in den ersten Tagen sehr, sehr wichtig. (Egal, ob mit oder ohne Tabletten)

    Aber wie soll es jetzt mit Dir weiter gehen?

    12 Jahre hast Du mehr oder weniger viel getrunken, hast dabei Grenzen durchbrochen und (schlechte) Trinkgewohnheiten entwickelt. Das kann man nicht so mal eben mit einem kurzen Aufenthalt im Krankenhaus vom Tisch wischen. Was möchtest Du also unternehmen, damit Du in Zukunft nicht wieder in alte Verhaltensmuster zurückfällst?

    Würde mich freuen, Deine Gedanken dazu lesen zu dürfen.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo live2008,

    erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum und schön, dass Du Dich auf die Reise in ein trockenes Leben begeben hast.

    Zu Deiner Geschichte kann ich nicht viel sagen, außer, dass Du wohl doch einige nicht ganz unerhebliche Entzugserscheinungen bekommen hast. Und nicht zuletzt deswegen hast Du natürlich auch Medikamente bekommen. Zu den Tabletten selbst kann und darf Dir hier keiner etwas sagen, aber ich würde Dir dringend raten, diesbezüglich heute noch einmal einen Arzt zu konsultieren. Denn auch wenn Ärzte auch nur Menschen sind, so sind sie doch diejenigen, die die medizinische Notwendigkeit einer Medikation am besten beurteilen können!

    Nutze den Tag und mach einen Termin.

    Liebe Grüße und Alles Gute

    J.

    Hallo lydia,

    Zitat

    Weißt Du, wenn ich es versuche positiv zu sehen ist es doch so: das Wichtigste ist, daß ich trocken bin. .... Würde ich weiter trinken, hätte ich keine Chance das zu sehen.


    Da hast Du der Wahrheit tief und fest in die Augen geblickt! :wink:

    Du bist natürlich herzlich eingeladen, bei mir vorbeizuschauen. Ich werde hier auch gelegentlich mal reingucken und vielleicht finde ich ja auch einen kleinen, sinnvollen Tipp für Dich.

    LG
    J.

    Hallo Hartmut, Hallo Andreas, Hallo Forum,

    Na, glücklicherweise sind Randale oder wirkliche Orgiensäufer nicht Teil meiner Reiseerlebnisse gewesen. Aber vor Allem auf dem Rückweg nach Köln waren bestimmt 75% der Fahrgäste leicht alkoholisiert, oder eben im Begriff, dies zu werden.

    Nur kurz zur Info für alle, die nicht so ortskundig sind: Das ist keine wirklich lange Strecke und die Züge fahren auch die ganze Nacht durch. Ein kleiner Shuttle ins Kölner Nachtleben eben.

    Einige nüchterne Menschen sind mir natürlich trotzdem aufgefallen :wink:, aber wie gesagt, wir waren klar in der Minderheit. Tja, solche Szenen sind letztendlich Teil der Realität/Normalität und solange sich alle anständig benehmen, habe ich (und auch kein anderer) das Recht, mich darüber zu beschweren. Die Tatsache, dass ich mit Alkohol nicht umgehen kann, kann ich nicht auf jeden projizieren, der mal eine Flasche Bier in der Hand hält. Mein Alkoholismus ist eben auch mein ‚Problem’ und nich zwangsläufig für andere ein Thema.

    Nun ja, bis auf den doch etwas penetranten Biergeruch war es am Ende doch eine erträgliche Fahrt und ich kann auch nicht sagen, dass mein Suchtgedächtnis durch die Eindrücke angesprungen ist. Also kein ‚Na, eines könntest Du doch auch.’ oder ‚Das wär jetzt aber lecker’ oder ‚So einen kleinen Schwipps hätte ich jetzt aber auch gerne’. Von daher eine reine Frage der Reiseästhetik :wink:.

    Liebe Grüße

    J. (der gelesen hat, dass es in London am Wochenende wohl zu heftigsten Trinkorgien in den U-Bahnen gekommen ist, nachdem ein Alkoholverbot im ÖPNV in Kraft getreten ist :shock:)

    Hallo lydia,

    schön, Dich wieder hier zu lesen und auch, dass Du weiter auf trockenen Pfaden wandelst.

    Schade jedoch, dass sich Deine anderen Baustellen leider nicht so positiv entwickelt haben :cry:.

    Zur Co-Abhängigkeit kann ich leider wenig schreiben, ich wünsch Dir aber trotzdem alles Gute :D!

    LG
    J.

    Hallo Lori,

    der gute Spedi ist mal wieder sehr direkt, aber ich kann den Eindruck, den er von Dir gewonnen hat, durchaus nachvollziehen.

    Schau mal bitte hier:

    Zitat von Lori

    Ich denke dass ich zum Teil Vorbild bin.Sie bekommt so gut wie nichts mit,denn am Tag ist sie in der Schule,nachmittags bei Freundinen und abends am Computer.Ich kann mich vor Ihr auch sehr gut verstellen und funktionieren.Sie hat soviel mit sich zu tun,die bekommt gar nichts mit,auch damals als ich noch getrunken habe.Es hat wirklich niemand was gemerkt.


    Na, das hört sich für mich doch so an, als hättest Du eigentlich überhaupt kein Problem :roll:.
    Ferner solltest Du Dir ernsthaft die Frage stellen, ob Du Deine Tochter nicht ein wenig unterschätzt, was ihre Wahrnehmungen betrifft. Du wärst wahrlich nicht die Erste, die sich selbst eine makellose Aussenwirkung vorlügt.

    Auch diese Sorgerechtsgeschichte: Je instabiler Du wirst, desto eher besteht die Möglichkeit, Dir das Sorgerecht eines Tages zu entziehen. Da brauchen wir gar nicht drüber zu diskutieren.

    Niemand (auch nicht Spedi) will Dich zu einer stationären Therapie drängen, aber Du solltest Dir schon einige Gedanken machen, was Du eigentlich möchtest, wo Du hin willst. Und genau das -da komme ich mal auf den Beginn dieser Diskussion zurück- hat Dir Dein Therapeut auch gesagt :wink:!

    Mein Therapeut sagte nach meiner ersten Sitzung auf meine etwas verzweifelte Frage, was ich denn jetzt in den nächsten 2 Wochen machen soll, einfach: 'Also Ihr Leben müssen Sie schon alleine leben.' Dieser Satz wirkt noch heute :wink:!

    LG
    J.

    PS: Wenn Du wirklich eine stationäre Therapie machen willst, dann wirst Du auch eine Lösung für Deine Tochter finden. Sie ist 16 Jahre alt und nicht mehr im Krabbelalter. Also: Kopf hoch und ran an die Arbeit!

    Hallo Lori,

    Zitat von Lori

    Ich kann Sie also zwingen,was habe ich davon,wenn sie unglücklich oder dann sauer auf mich ist?


    Was hast Du davon, wenn Du in Deiner Arbeit an Dir und Deiner Zufriedenheit stecken bleibst und vielleicht sogar wieder rückfällig wirst? Und was hätte Deine Tochter davon, wieder mit einer trinkenden Mutter unter einem Dach zu leben?

    Nochmal ganz hart die Frage:
    Bist Du in Deinem jetzigen Zustand ein Vorbild für Deine Tochter?

    LG
    J

    Hallo Lori,

    Glaubst Du wirklich, dass Du Deiner Tochter in Deiner jetzigen Verfassung eine sinnvolle Unterstützung bist? Kannst Du ihr vorleben, wie man sich zu einem zufriedenen Menschen entwickeln kann? Bist Du in Deiner jetzigen Situation wirklich das, was man unter einem Vorbild versteht?

    Das sind fiese Fragen, aber Du solltest sie Dir stellen und auch ehrlich beantworten.

    Die größte Hilfe wirst Du Deiner Tochter sein, wenn Du selbst wieder mit beiden Beinen fest im Leben stehst und mit Dir selbst in Frieden lebst. Unfug kann sie übrigens auch anstellen, wenn Du zu Hause bleibst – das konnte ich mit 16 Jahren nämlich auch.

    Denk mal darüber nach und auch über diesen Satz von Spedi: Wer will findet Wege, wer nicht will, findet Gründe.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo miteinander,

    heute mal ein Beitrag zum Thema: ‚Veranstaltungen, die vordergründig dem Alkoholkonsum dienen

    Am Wochenende war ich zusammen mit meiner Partnerin in Bonn und da wir in der glücklichen Lage sind, die öffentlichen Verkehrsmittel der Region am WoE ‚für umme’ nutzen zu können, haben wir uns angesichts der aktuellen Benzinpreislage entschieden, die Fahrt dorthin mit dem ÖPNV zu bestreiten. Die Anbindung ist auch nicht so verkehrt, also haben wir uns am frühen Nachmittag auf die Reise gemacht.

    Zunächst einmal sei kurz erwähnt, dass hier in Köln seit einigen Monaten ein Verzehrverbot in den Bussen und Bahnen der lokalen Verkehrsbetriebe gilt. Dieses zielt z.B. auf die sehr beliebte Unsitte, sich seiner halbentleerten Bierflasche bereits in der Bahn zu entledigen, was insbesondere an Wochenenden immer wieder zu einem ganz besonderen Aroma beim Reisen geführt hat. Und mein persönlicher Eindruck ist auch, dass es sich innerhalb von Köln tatsächlich sehr gebessert hat.

    Aber: Das gilt natürlich nicht für den Mehdorn’schen Superkonzern. Hier darf weiter getrunken und gespeist werden und das reisende Volk nahm diese Gelegenheit auch dankend an. In einem gut besuchten Zug (ich erinnere noch einmal: 14:00Uhr, kurz nach Mittag!) saßen wir neben einer Gruppe von Jungjuristen, die sich angeregt über ihre aktuelle Prüfungsphase unterhielten. Die Angeregtheit ihrer Unterhaltung wurde wohl durch den Konsum des einen oder anderen Bieres forciert, da ein deutlich wahrnehmbarer Biergeruch aus ihren Hälsen dampfte. Das kleine Grüppchen hinter uns hatte sich für die 30 Minuten mit einem Six-Pack fruchtiger Biermixgetränke bewaffnet und auch durch die Gänge huschte mal ein ‚Sail away’ oder ‚Ein schöner Tag’. Kurzum: Ich dachte, ich bin in einer Kneipe :?

    Na ja, jedenfalls sind wir unbeschadet in Bonn angekommen und ich konnte auch dem Drang widerstehen, die Notbremse zu ziehen, um ein wenig frische Luft in die Lungen zu bekommen. Als Nichttrinkender ist dieser Biergeruch doch schon sehr penetrant.

    Noch besser wurde es jedoch auf der Rückfahrt: Gegen 23:30 sollte es wieder in Richtung Köln gehen, da wurde mir schon auf dem Bahnsteig bewusst, dass ich offenbar durch eine Raum/Zeit-Spalte gestürzt sein muss: Ich war plötzlich am Ballermann! Kein Scherz, das Volk ergab sich in vollen Zügen (uhhhh, was ein Wortspiel :wink:) seiner Trinkleidenschaft. Das einzige, was fehlte, war tatsächlich der Sangria, der aus Eimern getrunken wurde. Die ‚fruchtige Note’ aber brachte ein Damentrüppchen mit Kirschlikör und Pappbecherchen mit. Alle anderen waren mit Bieren, Biermixgetränken, Vodkamixgetränken oder anderen Alkoholika bewaffnet. Wäre man fremd, dann könnte man glauben, dass ein Bier auf dieser Strecke als Fahrkarte gilt!

    Wie auch immer. Ich habe es überstanden und glaube auch, keinen Schaden durch das Erlebte genommen zu haben. Für das nächste Mal werde ich mir aber doch überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, mit dem Auto zu fahren … auch wenn das wieder Geld kostet, aber schließlich sollte man Veranstaltungen, die vordergründig dem Alkoholkonsum dienen, besser meiden.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Plejaden,

    noch mal ganz kurz zu der Sache mit dem Apfel:

    Zitat

    Im Übrigen war die Bemerkung zur Werbung eher als Spitze gedacht…


    Das gilt natürlich auch für meine Antwort :wink: . Allerdings mag ich die Produkt-/Preispolitik der Apfelmenschen überhaupt nicht – man grenzt die Käferschicht eben auf die Menschen ein, die ein Poloshirt auch nur dann tragen, wenn ein Krokodil auf die Brust gestickt wurde.

    Aaaaaber, eigentlich muss ich doch ganz ruhig sein: Flansche ich meine Gläser doch an das F-Bajonett meiner Kamera und diese Produkte gehören nun auch nicht zu den SparTipps :wink:

    Nun aber mal zurück zum Thema!

    Ein kleiner Gedanke zur Abhängigkeit:

    Mir ist auch aufgefallen, dass es Menschen gibt, die eine besondere Betonung auf die Tatsache legen, dass sie eben nur psychisch abhängig sind. Meine ganz persönliche Sicht auf solche Aussagen ist die, dass eben genau diese psychische Komponente die eigentliche Abhängigkeit ausmacht. Dabei finde ich es noch nicht einmal so wichtig, diese durch tatsächliche Veränderungen im Gehirn nachzuweisen zu können und ihr somit eine physische Basis zu geben. Die emotionale Loslösung und auch das Durchbrechen alter Gewohnheiten sind doch die wahren Aufgaben im Trocknungsprozess. Nicht zuletzt sind körperliche Symptome einer Abhängigkeit doch auch nur Zeichen einer massiven Veränderung des Stoffwechsels und dieser lässt sich relativ schnell wieder normalisieren. Die ‚lieb’ gewonnenen Gewohnheiten machen es einem da etwas schwerer.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Andy, Hallo Forum,

    na, ich werd den guten Mann schon nicht am Flughafen überfallen :wink:. Er wird Ende nächster Woche wieder in seiner Firma aufschlagen, und dann werde ich über meinen 'Kontaktmann' mal nachhören, wie es so aussieht.

    Zum Schlafwandeln: Naja, wüsste ich nicht, aber auch wenn: Die besagte Tankstelle liegt gut 240 Kilometer weit entfernt und den Schlüssel zu meiner alten Bude habe ich nun auch schon einige Jahre nicht mehr, da fühle ich mich als sicher :wink: !

    Noch mal kurz zu dem Traum selbst:

    Ich habe da gestern Abend noch ein wenig drüber nachgedacht und feststellen müssen, dass dieses Szenario zur damaligen Zeit (ist ungefähr 8 Jahre her) tatsächlich so hätte ablaufen können. Meine einzige Trinkpause ist in diese Zeit gefallen und diese habe ich auch nicht bei mir zu Hause begonnen, sondern bei einem guten Freund in Oberfranken (was ironischerweise ja die Region mit der höchsten Brauereidichte der Welt sein soll :roll: :wink:). Als ich damals wieder in Richtung meiner vier Wände unterwegs war, hatte ich die Pause allerdings bereits längst beendet und die Dose Bier hatte ich schon während der Zugfahrt in der Hand :roll: .

    Na ja, im Gegensatz zu damals habe ich heute aber das Gefühl, mich wesentlich bewusster mit mir und auch mit meiner (unserer) Krankheit auseinandergesetzt zu haben und glaube, dass ich genügend Ansprechpartner habe, die mich in einer solchen Situation heute vor einem Rückfall schützen könnten. (Wobei ich natürlich hoffe, dass ich diese Hilfe so selten wie möglich brauchen werde).

    Nun denn, der Hundeplatz ruft :wink:.

    Liebe Grüße

    J.

    Hallo Plejaden,

    auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt unbeliebt mache, aber warum sollte man das hier:

    Zitat

    …das war keine Werbung für den Apfelrechner …


    denn überhaupt anders machen sollen?

    Obwohl ich mich ja auch ganz grob im Bereich der Grafikbranche herumtreibe, habe ich diesen Hype um die Apfelprodukte nie verstanden. Am Ende ist der gute Steve ja auch dazu übergegangen, seine Rechner mit ‚Intelligenz’ (:wink:) zu bauen und das OS fußt nun auch bereits seit einigen Jahren auf einem UNIX-Kernel. Was unterscheidet den Apfel denn noch so besonders von einem PC? Nun, der User braucht weit weniger Fachkompetenz (erkennt man ja bereits daran, dass man ihn nicht mit der Nutzung einer zweiten Maustaste überfordern möchte). Und natürlich der Preis: Der Apfelmann greift gaaaaanz tief in die Geldbörse (Schon mal überschlagen, was so ein Apfeltelefon im 24-monatigen Vertrag beim rosa Riesen kostet? Das ist schon etwas für die Gutsituierten und kein Produkt für den einfachen Pöbel).

    Naja, ich hoffe, Du redest jetzt trotzdem noch mit mir :roll: :wink: ?

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

    J. (der seinen ‚Fotoladen’ seit acht Jahren in ‚Fenstern’ laufen hat und immer zufrieden war :wink:)

    Hallo zusammen,

    gestern hatte ich noch ein schönes weil durchaus Erfolg versprechendes Telefonat. Es könnte mich in den nächsten Wochen (und hoffentlich auch Jahren) wieder zu einer regelmäßigen Tätigkeit gebracht haben, aber der im Unternehmen zuständige Entscheidungsträger tummelt sich gerade an den Stränden des Mittelmeeres, also muss ich mich noch einige Tage gedulden. Aber klang schon alles sehr positiv :D.

    Heute Nacht bin ich dann träumenderweise mit Alkohol in Kontakt gekommen :cry: . Das Ganze spielte so in der Zeit, als ich mein Studium zum Abbruch geführt habe: Ich war im Traum bereits abstinent und mir meines Alkoholismus wohl bewusst, aber nachdem ich von einem längeren Aufenthalt bei Freunden wieder zurück in meine Einzimmerbude gekommen bin, wurde ich von Hilflosigkeit und Einsamkeit übermannt. Aus diesem Gefühl der Perspektivlosigkeit bin ich dann zur Tankstelle gelaufen (es war zwar ein normaler Wochentag und erst früher Nachmittag, aber die Tanke war damals das am nächsten liegende Depot) und habe mir 2 Dosen Bier gekauft.

    Bereits auf dem Weg dorthin wusste ich, dass ich später noch einen Kasten Bier kaufen werde, und auch, dass ich etwas Falsches tue, dass ich die vorher empfundene Zufriedenheit in meiner Abstinenz aus Angst vor meiner eigenen Unzufriedenheit mit mir und meinem Leben einfach wegwerfen würde. Und trotzdem bin ich stur weiter gegangen und habe diese zwei Dosen gekauft, bin wieder zurück in meine Wohnung und habe die erste Dose geöffnet. Alles in mir schrie auf, versuchte mich auf den Fehler hinzuweisen, den ich zu begehen im Begriff war, und dennoch führte ich das Bier an meine Lippen und trank.

    Ich weiß noch, dass ich mich nach den ersten Schlucken besch###n fühlte, die erste Dose war aber nach einigen Minuten leer … Viel mehr ist dann auch nicht mehr passiert, der Traum war zu Ende, aber ich hätte diesen Kasten sicher noch besorgt, wenn ich weiter geträumt hätte …

    Hmmm …. Nicht frei von Dramatik, aber wenigstens hat mich der Traum nicht allzu lange in den Tag begleitet. Erzählen wollte ich ihn trotzdem ganz kurz.

    Liebe Grüße

    J.